Wie am besten missionieren?

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Hallo Ellizo,

dass Du Dir über dieses Thema Gedanken machst, finde ich sehr begrüßenswert.

Nun,was bedeutet "missionieren"? Das Wort bedeutet "eine Botschaft überbringen, Botschafter sein". Reicht es aus, sich - wie eine Denomination es praktiziert - pro Woche zwei Stunden an einen Ort zu stellen?

Der beste Botschafter für die Liebe Gottes ist der, der anderen in seinem Umfeld die Liebe Gottes erlebbar macht. Und das im Alltag! Durch konkrete Hilfe, Aufmerksamkeit, Sich-Zeit-Nehmen... Oft schon habe ich erlebt, dass durch solche Situationen das "Eis" gebrochen wurde und ich dann dem Menschen davon erzählen konnte, wie wertvoll die Beziehung zu Gott für mich geworden ist und wie Gott mich täglich segnet, und dass Er auch diesen Menschen segnen möchte. Nicht nur eine Botschaft bringen, sondern selbst eine lebendige Botschaft sein.

Herzliche Grüße, Moritz

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Danke sehr schön gesagt

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Einfach ist das nicht, da hast du recht. Aber du schaffst das! Du hast ja alle Beweise und Argumente auf deiner Seite, um auch den letzten Ungläubigen zu Gott zu führen. Ich empfehle dir da eine kleine Insel in indischem Hoheitsgebiet. Da hat es neulich schonmal einer versucht. Ging leider nicht so gut aus für ihn, aber dir wird das bestimmt nicht passieren. Also: Packe deine Koffer, und buche schnellstmöglich den Flieger! Viel Erfolg muss ich dir ja nicht wünschen.

Dafür gibt es doch massig Beispiele aus der Geschichte:

Leopold II, von 1865 bis 1909 christlicher König der Belgier, brutaler Missionar im Kongo;

1994 ermordeten Angehörige der christlichen Hutu-Mehrheit vor den Augen der Welt im afrikanischen Ruanda auf grauenvolle Weise etwa 800’000 Menschen, überwiegend Angehörige der Tutsi;

Mutter Teresa, Großeintreiber für Millionen von Dollar für den Vatikan in Indien;

Schätzungsweise 300′000 bis 400′000 San lebten im südlichen Afrika bevor die europäische Siedler, christliche holländische Buren, sie vertrieben;

In den ersten 150 Jahren nach der Eroberung Brasiliens ›im Namen Gottes‹ durch die Spanier starben 100 Millionen Menschen – der »größte Völkermord aller Zeiten;

Die spanischen Eroberer Mexikos und Perus pflegten Indio-Säuglinge erst zu taufen und ihnen unmittelbar danach den Schädel einzuschlagen: auf diese Art stellten sie sicher, dass diese Kinder in den Himmel kamen (also mit eingeschlagenen Köpfchen direkt ins Paradies!);

Den spanischen christlichen Mönchen, die seit der gewaltsamen Kolonialisierung 1542 u.Z. den Volksglauben ausmerzen wollten, waren die heiligen Bücher der Maya ein Dorn im Auge – nichts als "Ketzerei". Am 12. Juli des Jahres 1562 kam es vor dem Franziskanerkonvent von Mani auf der Halbinsel Yucatán nach einem kirchlichen Tribunal zu einem blutigen Gemetzel an tausenden Ureinwohnern;

Der spätere Bischof von Yucatán, Diego de Landa, ließ unzählige Götzenbilder, Statuen und andere Heiligtümer der Maya ins Feuer werfen, darunter auch die kostbaren Codizes, in denen die Maya ihr medizinisches Wissen einst schriftlich festgehalten hatten;

Johannes Paul II., der 1992 in einer Rede immerhin Fehler bei der Evangelisierung der einheimischen Stämme und Völker eingeräumt hatte, erklärte später, Jesus und sein Evangelium zu verkünden, setze zu keiner Zeit eine Entfremdung der präkolumbischen Kulturen voraus, und es sei auch kein Aufzwingen einer fremden Kultur gewesen. Venezuelas Präsident Hugo Chavez verlangte eine Entschuldigung des Papstes: »Mit allem gebührenden Respekt, Sie sollten sich entschuldigen, denn es gab hier wirklich einen Völkermord und wenn wir das leugnen würden, würden wir unser tiefstes Selbst verleugnen.« (Wikipedia);

Der fanatisch-christliche Kolumbus raubte auf seinen vier Reisen nach Amerika, 1492-1504, nicht nur das Gold der Indios, er setzte auch mörderische Gewalt gegen sie ein, um sie zum Christentum zu bekehren und verübte unsägliche Gräuel an ihnen und an seiner eigenen Mannschaft. »Geschätzte 5000 Tonnen Gold stahl die spanische Krone den Indianern und finanzierte damit ihre Erbfolgekriege";

In Australien wurden Hunderttausende Kinder den Aborigine-Müttern entrissen und in katholischen Einrichtungen zwangsbekehrt und "zivilisert";

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Gerechtfertigt scheint den folgsamen Christenbrüdern dies durch die Worte Christi, "gehet hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes" (Mt 28); koste es was es wolle!

Allen monotheistischen Religionen fehlt es an Achtung und Respekt vor Andersgläubigen und Andersdenkenden. Ihre Verachtung trifft auch die durch Patriarchat, Kolonisierung und Missionierung verarmten Völker, die jetzt als Flüchtlinge in die Länder der ehemaligen Kolonisatoren zurückströmen – und oft vor verschlossenen Grenzen stehen!

Das hat alles nichts mit Mission im Sinne Gottes zu tun. Die Römisch-katholische "Kirche" hat ja auch nichts mit dem wahren Jesus Christus zu tun, nennt sich noch nicht mal so. "Katholisch" dagegen bedeutet "allumfassend" - was diese "Kirche" mit Gewalt statt mit Liebe umsetzt. Traurig, dass viele Menschen diee "Kirche" mit Jesus Christus assoziieren und damit ein völlig falsches Bild von Jesus Christus und Gott bekommen.

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@GottLiebtSie

Aha, auch wir (wie die genannten Beispiele) suchen uns selbst aus, mit wem wir den Wüstenprediger aus Nazareth "assoziieren"!

Wenn dein Jesus etwas dagegen hätte bzw. gehabt hätte, hätte er doch kraft seiner "Allmacht" etwas dagegen unternehmen können!

Mich nennt auch niemand ungestraft "Dieb", "Betrüger" oder noch schlimmer!

Schweigen ist in diesem Falle volle Zustimmung!

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@666Phoenix

"Mein" Jesus übt keinen Zwang aus, auch nicht gegen die, die behaupten, in Seinem Namen zu "missionieren" - siehe Bekehrung des Saulus, beschrieben in der Bibel, Apostelgeschichte, Kapitel 8+9

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@GottLiebtSie

Paulus war nachweislich geistesgestört. Ist der dein "leuchtendes" Beispiel?

Im übrigen findet man in den Paulus zugeschriebenen Bibelbriefen sehr wenig über Jesus. Ob da vlt. was dran ist, dass sich der olle Saulus gar nicht SO sehr dem Jesus verpflichtet gefühlt hat??Dein Jesus übt keinen Zwang aus, die seinen Namen missbrauchen! Das weißich schon längst. Einer Gründe...

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@666Phoenix

Nachweislich? Welche Nachweise? Nun, wer Satanas - dem Verleumder - mehr vertraut, sucht immer Scheinargumente.

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@GottLiebtSie
  • Welche "Nachweise"?

Sein eigenes Zeugnis darüber - was man in der Bibel erfahren kann, so man sie aufmerksam liest und v.a. auch versteht:

2Kor 12: 7-10

"Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe. Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, dass er von mir weiche. Und er hat zu mir gesagt: Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei mir wohne. Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Misshandlungen, in Nöten, in Verfolgungen und Ängsten um Christi willen; denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark."

Für diese Symptome gibt es im ICD-10 eine Diagnosenummer.

Es sind hier schon für weniger dieser Symptome Leute in die "Klapse" gesteckt worden!

Ist jaber auch verständlich - nach seinem Sturz vom Pferd (vermutlich stark auf´s Hinterhaupt) auf dem Weg nach Damaskus, wo er eigentlich ein paar Christen aufmischen wollte!

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Du kannst Dich winden wie Du willst, gegen die Vernunft wirst Du mit Deinem "Glauben" immer den Kürzeren ziehen.

Weißt du überhaupt, dass Gott über jeden bitte Tränen weint, der irrsinnigem Sektenwesen verfallen ist?

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@mychrissie
gegen die Vernunft wirst Du mit Deinem "Glauben" immer den Kürzeren ziehen.

Welche "Vernunft"? Welcher Glaube?

Weißt du überhaupt, dass Gott über jeden bitte Tränen weint

Wie das? Ist er nicht allwissend? Hat er nicht einen Plan, von dem er weiß dass er aufgeht?

der irrsinnigem Sektenwesen verfallen ist?

Wovon sprichst du?

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@mychrissie
  • dass Gott über jeden bitte Tränen weint, der irrsinnigem Sektenwesen verfallen ist?

Weinen ist gesund!

Aber weißt du, dass er wegen jedem "Sünder" aus seinen eigenen Reihen stundenlang „regurgitiert“ und deswegen noch nie Zeit hatte, irgendwo in Erscheinung zu treten?!

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Am besten gar nicht.

Jeder soll glauben, was und woran er gerne glauben möchte. Das ist sein verbrieftes Recht und muss von jedem toleriert werden.

Den eigenen Glauben anderen überstülpen zu wollen, ist nicht nur nervig für die anderen, sondern ist eigentlich auch ein Einbruch in ihren intimsten Glaubensbereich, denn Missionieren beinhaltet ja immer unausgesprochen die Missbilligung bzw. Abwertung dessen, was der andere glaubt.

Davon, was Missionierung bisher auf der Welt für Unrecht angerichtet hat, möchte ich gar nicht erst sprechen, Du kannst ja später, wenn Du (wie Du sicher glaubst) ins Paradies kommst, mal die von den Spaniern abgeschlachteten Indios, die von den Kreuzrittern getöteten Moslems, die von den Moslems getöteten Christen, die grausam gefolterten und getöteten Frauen, Kinder und anderen Unschuldigen des 30-jährigen Religionskrieges (1618-48) und die verbrannten "Hexen" befragen, wieviel Lebensglück das Missionieren ihnen verschafft hat.

Nichts hat bisher soviel Unglück, Mord und Totschlag in die Welt gebracht wie die Religionen. Ich halte alle Religionen für kriminelle Vereinigungen. Das soll aber – um "Gottes" Willen – kein Missionierungsversuch sein.

"Missionieren beinhaltet ja immer unausgesprochen die Missbilligung bzw. Abwertung dessen, was der andere glaubt." Das ist Teil des falschen Bildes von Gott, dass die römisch-katholische "Kirche" verbreitet hat. Ein wahrer Missionar liebt wie Gott die Menschen und wird sie niemals zu irgendeiner Entscheidung zwingen wollen.

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Wenn du eine Natürliche Beziehung zu Gott hast und nicht nur auswändig gelernte Sprüche dahersagst, die die anderen schon tausendmal gehört haben.

Wenn du sie überraschen kannst.

Das geht aber nur, wenn du den heiligen Geist hast.

der gibt dir die rechten Worte.

Ich komm fast überall mit den Leuten ins Gespräch über den Glauben.

Das ergibt sich natürlich.

Schon nur wenn ich dinge nicht mitmache die die anderen tun,

wenn dann die Frage nach dem Warum kommt.

und schon kannst du erklären.

Wenn du gut erklären kannst kommen weitere Fragen.

Und wenn die Menschen Fragen haben, so hören sie dir auch zu.

Ansonsten werden sie schnell aufhören zu Fragen.

Und dann solltest du auch aufhören zu reden.

Nachdenken was deine Motive sind.

Gott zu verherrlichen oder deine eigenen Lehren zum besten zu geben.

Dich selbst als besser darzustellen als die anderen?

Lass also Gott durch die reden.

Er weiss besser als du was die Leute bewegt und wo sie zuzuhören bereit sind.

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