Wie am besten in Bewerbung auf reiterliche Fähigkeiten eingehen?

7 Antworten

Ganz ehrlich? Ich würd nix "spoilern", das braucht der Herr (und kein zukünftiger Arbeitgeber) nicht. Gib an, in welcher Klasse du reitest, welche Erfolge eingefahren wurden und auf welchem Gebiet du erfolgreich bist/bis Dato warst.

Hast du Urkunden etc? Schreib´s mit rein dass du da und dort erfolgreich teilgenommen hast und gut. Das kann man bei Bedarf vorlegen.

Jeder Arbeitgeber, in jeder Branche möchte keines Falls angeschwindelt werden oder gar "alternative Fakten" serviert bekommen, denn es fliegt spätestens beim Probearbeiten/Probereiten auf, dass du zwar schön etwas umschreiben kannst, aber das war´s dann ggf. auch schon.

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Ich umschreib dir´s Mal aus der Sicht desjenigen, der eine Azubine/einen Azubi sucht für seinen Betrieb, seine Firma oder was auch immer (da gehör ich auch dazu, weil ich mitunter entscheide):

wichtig ist immer die Ehrlichkeit. Lieber ist mir ein zurückhaltender Bewerber, in dem mehr steckt, als man vermutet. Wesentlich lieber als (ggf. falsch angeeignetes) Können ist mir Unwissenheit, denn dann kann man´s richtig erklären und vernünftig erlernen. Wichtiger als Wissen ist mir die Fähigkeit, zuzuhören und das neu Erlernte gekonnt umzusetzen und natürlich auch das Nachfragen. 

So oder so ähnlich läuft das in jeder Firma ab. Mädels/ Frauen, die sich zwar toll in den Vordergrund stellen und denen es nicht an Selbstbewusstsein mangelt, kennt der genug. Jemand in der Position kann zwischen den Zeilen einer Bewerbung lesen und wird erkennen, ob jemand ordentlich mit den Pferden umgehen kann oder ob derjenige einfach nur gerne redet.

Ich halte dir jedenfalls die Daumen, dass es klappt.

Darf ich noch fragen, in welche Richtung es beim Pferdewirt sein soll bei dir?

momentan sinds 2 ställe bei denen ich mich berwebe. im einen richtung haltung und service. beim anderen (und zwar eben bei dem der extra noch dazu gesagt hat ich soll mehr aufs reiterliche eingehen) klassische reitausbildung

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Sinn und Zweck eines Gestütes, egal welche Reitweise, ist es, Pferde zu züchten, einzureiten, auszubilden, sie auf Turnieren vorzustellen um sie verkaufen zu können. Abgesehen mal von den Tieren, die man selbst für eigene weitere Zucht benötigt.

Demnach müssen deine Fähigkeiten gut da reinpassen, um den Gestütsbesitzer davon zu überzeugen, dass es für ihn Sinn macht dich auszubilden.

Da zählen vermutlich eher Fakten wie bspw. Turniererfolge.

Auch im "gehobenen" Freizeitbereich ist es ein Unterschied, ob du jährlich mehrere Fuchsjagden, Festumzüge u.ä. reitest und das immer wieder mit unerfahrenen Pferden oder mit ein und demselben Pferd am Wochenende einen zweistündigen Wanderritt unternimmst.

Auch was Lehrgänge angeht, macht es sicher einen Unterschied ob aktiver Teilnehmer oder Zuschauer. Ob Springkurs bei einem Promi oder Horsemanship bei Lieschen Müller

Wünsche dir viel Glück!

Offensichtlich handelt es sich bei dem Gestütbesitzer doch um einen (ehemaligen) Profi, da macht es doch keinen Sinn, die reiterlichen Fähigkeiten "nett zu umschreiben". Er will wissen, ob er dir seine Pferde anvertrauen kann.

Gibt es denn im Reitsport keine "Qualifikationen/ Reitprüfungen" oder "Levels" bei Reitturnieren, aus denen dein Reitvermögen hervorgeht? Wenn es sowas gibt, und du daran teilgenommen hast, dann schreibe es hin.

Wenn du keine Möglichkeit hast, deine reiterlichen Fähigkeiten nachzuweisen, dann schätze dich realistisch ein und schreibe es auch so in die Bewerbung. Übertreiben würde in diesem Fall nach hinten losgehen.

Noch ein Tipp am Rande: schau dir ehemalige Interviews etc. und Homepage des Mannes mal genau an. Worauf sonst legt er Wert, welche Philosophie hat er in Bezug auf den Umgang mit Pferden? 

Das kannst du dann geschickt in die Bewerbung mit einfließen lassen....

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