Wie am besten Hufegeben beibringen beim scheuen Jungpferd?

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5 Antworten

er ist angespannt - und hat gleichgewichtsprobleme.

beginne das üben mit den hinterhufen. und diese nicht aufheben und nach hinten herausziehen, sondern so lagern, als wenn das pferd von allein bei der entspannung das bein entlastet.

so kann man durchaus hufe ausräumen und nach und nach das bein ein stückchen weiter aufheben.

achte mal drauf, wie ein guter schmied die hinterhand aufhebt. er zieht normalerweise nicht nach hinten heraus, sondern zum bauch hinauf. so wird der schwerpunkt nicht nach ausserhalb vom pferd verlagert.

vorn beginnst du am besten mit einer fingerspitzenmassage am kronrand. das pferd muss ausserdem lernen, beim aufheben der vorderhufe hals und kopf leicht von dir abzuwenden - also beim hufe aufheben üben NICHT mit futterbelohnung arbeiten. diese weggewandte stellung von hals und kopf stabilisiert das gleichgewicht auf dem stehenden vorderbein.

geduld haben. huf immer selber absetzen und nie einfach aus der hand fallen lassen. später kannst du die kommandos "auf" und "ab" einüben.

was ich aber gern wissen würde - wie wird bei dem die hufbearbeitung gemacht?

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Kommentar von Annalenalife
25.06.2016, 22:21

Das weiß ich nicht so genau. Es kann sein das er noch nie beim Hufschmied war. Er ist ja nicht mein Pferd. Deswegen möchte ich ja versuchen ihn soweit zu kriegen das er seine Hufe gibt. Ist leider skeptisch anderen Menschen gegenüber der kleine.

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Kommentar von Rosehill
26.06.2016, 14:00

du hast es sehr gut beschrieben, so hätte ich es auch gemacht. ich habe selber eine vierjährige stute (bin 15 Jahre alt) und die hatte auch so ihre probleme mit hufe geben. man wichtigsten ist ein fester ebener untergrund, denn oft haben junge werde balanceprobleme. es ist am anfang nicht wichtig wie hoch der huf ist, 5 cm reichen schon aus. und dann arbeitet ihr euch langsam hoch. oft hilft auch eine zweite person, dei auf der anderen seite des pferdes steht und sie etwas gegen die schulter lehnt.

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Bei jungen, unerfahrenen Pferden muss man zuerst eine Vertrauensbasis schaffen, um anständig damit arbeiten zu können. Das Pferd muss dir vertrauen können, egal in welcher Situation.

Wer einem Pferd einen Huf "wegnimmt", sollte bedenken, dass 3 Beine in der Natur den sicheren Tod bedeuten würden, eine Flucht (da noch dazu angebunden) wäre also quasi hinfällig, das registriert auch das Pferd. Somit ist das Tier beunruhigt, hat verständlicher Weise Angst, weil es womöglich eben kein Vertrauen hat und die komplette Situation Neuland ist.

Diese Angst in Vertrauen umzuwandeln ist deine Aufgabe mit deinem Schützling an der Hand:

-Bodenarbeit, setzte hier an und mach viel mit deinem Pferd: spazieren gehen, zeig ihm wie man brav an der Seite mitläuft ohne zu Fressen zu ziehen oder zu drängeln, dann gibt´s auch eine Belohnung oder zumindest ein Lob.

-Gelassenheit, führe ihn (wenn er das oben genannte auch umsetzt) über raschelige Planen, durch Wasser, an Autos, an Kühen etc. vorbei und sei selbst entspannt dabei. Es überträgt sich 1:1 auf deinen Wallach.

-Konsequentes handeln, werde greifbar/verständlich/nachvollziehbar für dein Pferd in dem du es immer wieder lobst, wenn es etwas gut gemacht hat, ignoriere Fehlschläge kommentarlos. Mach am besten immer alles so, dass Pferd den kommenden Schritt voraussehen kann. Heißt, regle den Tagesablauf so, dass auch dein Pferd sich darauf einstellen kann, irgendwann weiß es Aha, jetzt kommt das mit den Stangen am Boden, ich muss mich jetzt auf die Stimme konzentrieren oder so in der Art.

Erst wenn das alles sitzt und auch beim Pferd angekommen ist, wirst du so ziemlich alles mit deinem Pferd machen können. Das oben genannte ist die Grundbasis, die später noch mehr auch unterm Sattel zu tragen kommt.

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Ein 4jähriger, der noch kein Putzen u. Hufe geben kennt??? Und das Halftern war auch neu, hab ich das richtig verstanden? Er muss halt erst mal lernen, das Gleichgewicht zu halten u., dass ihm nix passiert. Langsam und ruhig vorgehen, erstmal Hufe nur (kurz u. zügig) aufheben, wenn mgl biete ihm die Gelegenheit, sich anfangs dabei anzulehnen. Kennt er denn das anbinden? Wenn ja, binde ihn möglichst kurz an, dass er nicht so weg zappeln kann. 

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Oder sowas wie Klickertraining probieren. Also nicht unbedingt mit Klicker, aber nach dem Prinzip. Den Prozess in allerkleinste Schritte aufteilen und entsprechend einüben. Viel loben!

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Lies mal das Buch TTouch von Linda Tellington Jones - mit dieser Technik kommt man bei jedem Pferd zum Ziel.

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