Wie am besten etwas gut erklären?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Ein ganz wichtiger Tipp: Bleib ruhig, was auch immer passiert! Viele Menschen neigen dazu, auszurasten - warum auch immer. Wenn also dein Gegenüber nicht gleich alles kapiert, raste niemals aus!! Der gibt sich bestimmt Mühe, aber Mathe ist nicht für alle nachvollziehbar, auch, wenn es logisch ist ;-). Also: Ruhe bewahren. Immer. Durchatmen. Von vorne anfangen.

Desweiteren fange klein an zu erklären: Nicht gleich zum großen Punkt kommen sondern: Dat is en Dampfmaschin'.(War ein Witz) Oder eher: Ich gehe in einen Laden und sehe Preise. Diese addiere ich später. Also fang am Anfang an.

Lass Deinen Schüler Fragen stellen! Stelle selbst Fragen! Kommuniziert miteinander: Hat er mich so weit verstanden oder ist da jetzt schon was unklar? Gib Deinem Schüler das Gefühl, dass er Dich ALLES fragen kann und dass er definitiv keine Angst vor Dir haben muss - sei sein Freund für diese Nachhilfestunde!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von IsaSparkle
08.03.2017, 19:08

Danke, gute Antwort! Ich glaub auch weniger, dass er das nicht versteht, einfach, weil er das nicht versteht, sondern zweifle viel eher an meinen Erklärungskünsten. Vermutlich hatte er das in seiner alten Schule in Syrien schon längst, weil er dort in der 10. Klasse war und aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse in Deutsch in die 8. runtergestuft wurde.

Ich werd dran denken, ruhig zu bleiben :)

0

Jeder lernt anders. Manche müssen alles sehen, andere müssen selber schreiben, manche lernen leichter vom Hören. Das musst du austesten.

Ganz wichtig, rede bloß nicht überwiegend auf Englisch. Wenn der Junge die Textaufgaben nicht versteht, dann muss du auf jeden Fall deutsch mit ihm üben. Guck dir die Aufgaben an und erklär die Begriffe. Was ist ein Graph? Was heißt linear? Wie sieht das als Gleichung aus? Wie als Gerade im Koordinatenkreuz? Null-Stellen, mit negativem Vorzeichen läuft die Gerade andersherum, etc. Wenn er die deutschen Begriffe nicht kennt, versteht er später die Fragestellung nicht.

Dann mach Beispielaufgaben, Versuch mal, ob er es kann. Guck zu, dann siehst du, wo es hapert. Ich habe das alles letzten Sommer erklärt. Bei mir war es so, dass der Junge einmal zugesehen hat, wie ich eine Aufgabe löse. Dabei hat er auch Fragen gestellt: Was machst du jetzt? Warum machst du das? Die nächste, ähnliche Aufgabe hat er dann selbst gelöst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?