wie äusert sich bei ms die lähmung?

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5 Antworten

Der Verlauf ist bei jedem Patienten anders, deswegen kann man das so genau nicht sagen. Es kann sein, dass man eine Lähmung entwickelt, kann aber genausogut nicht sein. Auch alle anderen Symptome, die Dir hier schon genannt wurden, können kommen, müssen aber nicht.

Symptome können plötzlich da sein, aber auch langsam kommen. Genauso können sie schnell oder langsam wieder gehen.

Tausend Gesichter

Multiple Sklerose (MS) wurde früher als "Krankheit mit den tausend Gesichtern" bezeichnet, denn sie kann sich durch alle erdenklichen Arten von Symptomen äußern. Dies ist leicht erklärbar: Multiple Sklerose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die das gesamte zentrale Nervensystem (ZNS = Gehirn und Rückenmark) befallen kann.

Entzündungsherde können überall im Gehirn und Rückenmark auftreten. Je nach Größe des Herdes und betroffenem ZNS-Bereich kann die Krankheit ganz unterschiedliche Symptome hervorrufen.

Erste KrankheitszeichenErste Beschwerden treten meist aus völligem Wohlbefinden heraus und relativ rasch auf. Seltener entwickeln sich die Symptome schrittweise. Bei mehr als jedem dritten Patienten äußert sich die MS zum ersten Mal durch Gefühlsstörungen: Beine oder Arme fühlen sich beispielsweise taub an oder kribbeln. Jeder fünfte spürt zum ersten Mal eine unnatürliche Müdigkeit, hat Probleme mit dem Stuhlgang oder kann nicht mehr richtig gehen oder stehen. Andere Beschwerden treten als erstes Krankheitszeichen seltener auf:

Eine Multiple Sklerose tritt in den meisten Fällen völlig unerwartet auf. Den Patienten geht es in der Regel gut. Doch auf einmal bekommen sie innerhalb von Stunden oder Tagen aus völligem Wohlbefinden heraus Beschwerden. Nur bei wenigen äußert sich die Krankheit langsam mit mal weniger, mal stärkeren Beschwerden, so dass die Betroffenen kaum etwas davon merken.

Die meisten Patienten sind zwischen 20 und 40 Jahre alt, wenn die Symptome zum ersten Mal auftreten. Bei mehr als einem Drittel der Patienten fängt die MS mit Gefühlsstörungen an: Arme oder Beine fühlen sich taub an oder es kribbelt auf der Haut. Jeder fünfte Patient fühlt sich müder als sonst und ist schnell erschöpft, kann seinen Darm nicht mehr richtig entleeren oder fühlt sich unsicher beim Gehen und Stehen.

Eine Sehstörung an einem Auge tritt als Erstsymptom bei etwa 16 Prozent der Patienten auf. Einige leiden unter Kraftlosigkeit (meist in den Armen, seltener in den Beinen), sie können ihre Blase nicht mehr richtig entleeren oder haben Schmerzen. Es können aber auch mehrere Symptome gleichzeitig auftreten.

http://www.netdoktor.de/Krankheiten/Multiple-Sklerose/Symptome/

es ist wie bei vielen krankheiten von fall zu fall unterschiedlich. bei meiner freundin fing es mit einem gefuehl an, als ob ameisen ihren arm lang krabbeln wuerden...

die krankheit verlaeuft meist shcleichend also es verschlechtert sich nach und nach

Das fängt mit Kribbeln oder unkontrollierten Zuckungen an (Spastik). Nach und nach tritt dann die Lähmung ein. Da MS eine Nervenkrankheit ist, sind besonders die Gliedmaßen betroffen (Beine, Arme und Hände, da die Nervenbahnen lang sind). Das ganze wird dann nach und nach schlimmer. Auch die kognitive Leistung nimmt oft ab: Die Menschen verblöden oder entwickeln absurde Eigenarten.

Das kann man so aber nicht sagen, da es bei jedem anders ist. Ich kenne eine Menge Menschen, die schon lange MS haben, aber noch völlig klar im Kopf sind.

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@Kristall08

Solche kenne ich auch. Ich habe 2 Jahre lang in einem Pflege-Wohnheim für MS-Erkrankte gearbeitet. Da gab es komplett klare Geister, deren ganzer Körper gelähmt war und andere, die noch recht beweglich, aber mental nicht mehr ganz auf der Höhe waren. Das hängt immer davon ab, welche Nervenregionen akut betroffen sind. In jedem Fall ist es eine häufige Begleiterscheinung. MS hat ohnehin einen individuell eigenwilligen Krankheitsverlauf.

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@Laxtis

Ich gebe seit 15 Jahren Entspannungskurse in einem Krankenhaus mit MS-Schwerpunkt. Und da war genau eine Person dabei, die geistig nicht mehr klar war. Ich habe sogar schon Leute aus Rollstühlen wieder aufstehen und laufen sehen. Vor kurzem noch hat mir einer der Ärzte dort versichert, nur etwa bei 5% der Betroffenen gibt es einen "schweren" Verlauf und selbst von denen landet wieder nur ein Bruchteil im Rollstuhl.

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@Kristall08

Tja, das besagte Wohnheim war gewissermaßen ein Abstellgleis für Totkranke. Eine einzige Frau (von über 30 Leuten) konnte noch laufen. Leichte Besserungen gab es nur nach OPs zum Legen von Medikationspumpen (an Selbsttändigkeit war trotzdem nicht ansatzweise zu denken). Mindestens ein Drittel der Menschen war geistig verwirrt, extrem vergesslich oder auf dem Niveau von Kleinkindern. Während den 2 Jahren, in denen ich dort war, sind 4 Personen verstorben. Aber es ist gut zu hören, dass nicht alle Betroffenen so übel dran sind.

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Kannst Du googlen. Nein, Multiple Sklerose kommt schleichend. Der Verlauf ist nicht 100%ig vorherzusagen, nicht bei jedem MS-Patienten gleich.

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