wie 15 Jahre altes Pferd zum Stillhalten beim "ohne-sattel-aufsteigen" erziehen?

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9 Antworten

Hallo Hanna22; schön dass Du Dir so viel Mühe mit dem Pferd machst, wie Du schon selbst eindeutig siehst hat Dein Pferd ziemlich viele Probleme.

Ein Pferd für das es schon ein Problem ist wenn jemand in seiner Nähe eine schnelle Bewegung mit dem Arm macht würde ich noch nicht mit soetwas eher unnötigen belasten.

Arbeite lieber erst mal an den wirklich wichtigen Dingen!

Solange das Pferd Panik bekommt wenn Du winkst etc. wird es Dich auch schrecklich gefährlich empfinden wenn Du Dich wie ein Raubtier auf seinen Rücken schwingst.

Arbeite in kleinen begreifbaren Teilstücken mit Deinem Pferd. Mit solchen Aktionen überforderst Du es noch. Wenn das grundsätzliche Vertrauen so gestört ist kannst Du nicht erwarten dass das klappt.

Wenn Du jetzt zB anfängst Parelli & Horsemanship mäßig zu arbeiten ist das prima, gleichzeitig ist es aber kontraproduktiv wenn Du dann wieder versuchst raufzuspringen. Das Pferd bekommt dadurch eine wichtige Botschaft gelernt: Dass auf Dich kein Verlass ist. Einerseits bietest Du Dich an und zeigst den richtigen Weg auf, andererseits bist Du wieder eine Gefahr. (Raubtiere zielen auch auf das Genick - Du machst nichts anderes)

Also fang bei den grundlegenden Dingen an. So schwer es fällt aber auch ein Erstklässler kann nicht gleich Bruchrechnen ;-)

Mach Bodenarbeit, zeig dem Pferd dass es Dir vertrauen kann, setzt Deine Ansprüche zurück und vergiss die Hau-ruck-Verfahren. Alles braucht seine Zeit.

Wenn das Vertrauen geschaffen ist, wirst Du später viel leichter solche Dinge erreichen und das ohne Deine Arme und Beine vor ständigen Beißattaken schützen zu müssen. Sicherheit geht vor.

Ein Pferd das beim Satteln und im Umgang ständig agressiv ist, ist übrigens nicht normal. Bitte vorsichtshalber den Sattel überprüfen lassen und ob das Pferd Schmerzen hat. Schlechte Erfahrungen lassen sich nicht so leicht ausbügeln, dafür braucht man Geduld. Wenn Du wirklich weiter kommen willst braucht das Zeit. Bachblüten können unterstützend wirken. (Apotheke auf Essig-Basis - Tierheilpraktiker )

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Kommentar von Grandi
17.06.2011, 10:37

Genau! Super Antwort!

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Kommentar von Hanna22
17.06.2011, 18:55

das er panik beim winken und so bekommt war vor 2 jahren. jetzt hat er das nicht mehr, ist viel ausgeglichener und so.

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Ich hatte Erfolge mit dem Klicker ... nicht nur bei Hunden!

Erwünschtes Verhalten wird sofort beklickt und mit Karottenstückchen, Apfelspalte .... belohnt.Mühsam, aber erfolgversprechend. MAn muss nämlich das Pferd zuerst auf den Klicker konditionieren ... ich habe es mit dem Fußgeben geübt - zuerst mit Wortbefehl, Zugreifen mit der Hand ... in dem Moment, als sich der Fuß vom Boden löste, kam der Klick und die Belohnungskarotte. Es hat nicht lange gedauert, bis aufs Wort allein der Fuß "kam"

Zum Aufsitzen ohne Sattel: Da würde ich nicht mit der Kür, sondern mit der Pflicht beginnen - erst von einer Bank aus; wenn dein Pferd dann gelassen stehenbliebt, nur von einer erhöhten Position im Gelände .... erst ganz ruhig hinaufschwindeln ... am Holzpferd selber üben, welche Technik du dazu brauchst .... und ganz am Schluß kommt erst das "Anspringen".

Mit dieser Methode kann man sehr viel erreichen - vor allem auch, weil man sich schon sehr intensiv mit dem Pferd beschäftigt .... aber das ist eh ganz deine Linie!

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Also, ich schließe mich Reiterhexe uneingeschränkt an. Vieleicht noch einen Tipp dazu. Versuche erst mal, ohne Anlauf und von einen Hocker oder Zaun aufzusteigen (ALLEIN). Lob ihn , wenn er stehenbleibt. Wenn du oben bist und er nicht zuckt, und nicht den Kopf zu dir dreht, dann gib ihm ruhig mal ein leckerli( keine Aufschreie bitte, nutze leckerlisnur in extremen situationen, nicht generell) wenn er drängelt oder bettelt warte, bis er wieder ruhig steht. erst dann bekommt er was von dir. Dieses Auftseigen machst du solange, bis es völlig normal geworden ist. Danach geht es in ganz kleinen schritten weiter. Hocker etwas weiter weg, aber immer noch ohne anlauf, nur mit ganz kleinem Hopser. Immer weiter steigern . Du wirst sehen, wenn du das ganz sachte machst, kannst du nächstes jJahr von hinten im Bocksprung aufs Pfedr springen, grins

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Kommentar von Hanna22
17.06.2011, 19:05

wenn ich ihn irgendwo neben stelle, oder neben ihn etwas weicht er mit dem hintern aus.

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Egal um welches Tier es sich handelt:

Man sollte nie Angst vor ihm haben! Um ein aggressives Tier zu bändigen, braucht man Selbstsicherheit - Du musst also bei Dir selbst ansetzen.

Dein Pferd ist charakterlich offenbar schon reichlich versaut - das kann man nicht in einem Forum klären - da brauchst Du einen erfahrenen "Pferdeflüsterer" vor Ort!

Was ich Dir aus dem Hemdsärmel empfehlen würde, wäre, erstmal mit dem Pferd zu reden, bevor Du aufspringst, Deinen "Überfall" also anzukündigen - offenbar hat er Angst davor oder es tut ihm was weh dabei, aber das kann nur ein Tierarzt klären...

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Dein Pferd hat offensichtlich Rückenschmerzen. Schau Dir mal den Rücken an. Steht die Wirbelsäule hervor? Siehst Du den Abdruck den Sattelbaumes, wo die ganze Muskulatur weggeritten ist? Das sind die Folgen eines unpassenden Sattel und schlechtem Reiten. Das Beissen des Pferdes bestätigt dies. Nimm zwei dicke Westernpads und besfestige sie mit einem Gurt am Pferd und steige bitte immer mit Aufsteigehilfe auf. Reite viel Bergauf Galopp, damit der Rücken wieder hoch kommt.www.mitpferdensein.de

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Kommentar von Hanna22
17.06.2011, 19:01

ich seh nix von alledem, und er hat eigentlich einen recht guten körperbau. ich reita auch fast wöchentlich mit ihm aus und galoppiere zwangsläufig bergauf mit ihm, weil es kaum andere strecken gibt. Aber heute wurde ich von leuten im stall angesprochen, dass die Mutter von meiner Reitbeteiligung auf ihm geritten wurde, und die wiegt wirklich locker 130kg und er ist nur 148cm und recht zierlich. Wir werden sie auf jeden falld darauf ansprechen, weil er letztens gelahmt hat, und er nicht mehr der jüngste ist. und schließlich müssen wir den tierarzt bezahlen.

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Irgendwie gefällt mir der Begriff "Aufspringen" nicht. Ich hoffe, du sagst das nur so und in Wirklichkein lässt du dich eben nicht in den Rücken plumpsen, oder?Ansonsten kann ich die Reaktion des Pferdes verstehen.

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Kommentar von Hanna22
16.06.2011, 22:38

nein, auf keinen fall. ich nehm sacht anlauf, und stütz mich dann vorsichtig auf dem rücken ab, lass mich dann langsam runter, so dass ich über seinem rücken lieg und mein gewicht verteilt ist. damit hat er nie ein problem, sondern mehr damit, dass ich die bewegung bis dahin mach. also ich achte darauf, dass das ganze gut für seinen rücken ist, und mach das so, dass er es möglichst nicht spürt, und es möglichst flüssig ist. ich bin auch recht leicht also... ;)

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Deine Frage ist viel komplexer als sie aussieht...

Aber die Antwort könnte Natural Horsemanship sein!

Da wirst du in deiner Körpersprache weitergebildet und so in die Lage versetzt mit dem Pferd in seiner Sprache zu kommunizieren...

Du hast leider ein Pferd mit vielen Baustellen und an die solltest du auch ganzheitlich herangehen, es sogar als Chance nutzen dich weiterzuentwickeln!

Du hast ja schon einiges mit dem Pferd überwunden und NHS kann dir in deinem Fall wirklich weiterhelfen!

Schau mal was Honza Blaha mit seinen Pferden macht, Gaston galt als agressiv und unreitbar, viele 100 Std Arbeit später kannst du ihn dir auf youtube ansehen, mir kommen da immer die Tränen, so schön finde ich das...

Such dir einen NHS Trainer in deiner Umgebung, die sind teuer aber es lohnt sich, vielleicht könnt ihr euch am Stall ja zusammentun...

Du scheinst auch genug Biss zu haben, es wird ein guter Weg für dich und das Pferd!!!

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Kommentar von little0cookie
18.06.2011, 23:46

Ganz, ganz dickes DH.

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Willst du meine Meinung wissen.

Ich halte nichts von Tierhalterei und -dressur.

Das ist wie mit Kindern.

Tiere und Kinder sind natürlich, echt und ehrlich.

Wenn du denen Vernunft einbläuen willst, zerstörst du deren Natürlichkeit. Das finde ich schade.

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Kommentar von Hanna22
16.06.2011, 22:31

ich möchte lediglich, dass er merkt, dass ich nicht so bin, wie seine vorbesitzer. die frau hatte angst, der freund hat ihn geprügelt. und das möchte ich nicht tun. er hat wahnsinnig spaß mit mir, wenn ich so reite, er schnaubt die ganze zeit ab und ist locker. ich möchte halt nur, dass der weg zum locker sein leichter für ihn und mich ist.

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Kommentar von Selfmadequeen
17.06.2011, 10:35

Kinder müssen auch geleitet werden!

Auch Kinder die niemals geschlagen wurden können echte K.tzbrocken werden, wenn ihnen die Führung fehlt!

Gerade Pferde, die übrigens mental einem Kleinkind entsprechen, brauchen allein schon für ihr Sicherheitsbedürfnis klare Richtlinien, die gar nicht mit Gewalt durchgesetzt werden müssen...

Aber du scheinst von dem beiden Themen nicht besonders viel Ahnung zu haben, sonst hättest du hier nicht so naiv dazu geraten, das Tier einfach seine Zuneigung spühren zu lassen!

Ein beißendes, offensichtlich traumatisiertes Pferd braucht viel mehr...

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Kommentar von westernriding
17.06.2011, 13:34

@ levon 91
ähem, genau das wollte sie eben nicht tun, bitte richtig lesen. Sie hat in keiner Form von einbläuen geredet.sie macht das sehr gut bis jetzt und macht sich gedanken über ihr Pferd.

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Ja da hast Du recht, er muß lernen stehen zu bleiben, wenn Du dir schon so viel Mühe mit ihm gegeben hast. Vielleicht solltest Du ihn straff ausbinden. Solltest Du damit keinen Erfolg haben, frag doch nochmal nach.

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Kommentar von Hanna22
18.06.2011, 09:14

wie soll ich ihn ohne sattel und longiergurt ausbinden?

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