Widerstandsformen im Nationalsozialismus?

4 Antworten

Widerstand war alles, was schon kritisch ggü der NSDAP war. Nehmen wir an, Du bist Schüler und wurdest in der Schule gefragt:"Sag mal einen spontan gedichteten Reim auf!"

Und Du legst los:"Lieber Gott, mach mich blind, damit ich Hitler arisch find'!"

Damit hättest Du eine Widersprüchlichkeit benannt. Hast Du Pech, kann es passieren, dass das dann an die Polizei gemeldet wurde. Und die kam dann zu Dir nach Hause, und nahm evtl. Deine Mutter oder Deinen Vater mit und Du sahst sie nie wieder.

Meine Oma schmiss einer NSDAP-Tante das ihr zugedachte Mutterkreuz (als Auszeichnung für besonders viele "arische" Kinder) vor die Füsse mit den Worten:"Geben Sie uns lieber was zu essen, statt ein Stück Blech!" Meine Oma bekam zu hören:"Eigentlich müsste ich Sie melden."

In einem Land, in dem es keine Meinungsfreiheit gab, war ALLES Widerstand, was mit eigenem Denken zu tun hatte. Hierbei sei insbesondere auf die "Weisse Rose" verwiesen, auf eine Gruppe Münchener Studenten, die Flugblätter schrieben, vervielfältigten und auf konspirativem Weg, unter Lebensgefahr, verteilten.

Als sie vom Hausmeister denunziert wurden, wurden sie in einem Schauprozess zum Tode verurteilt und am nächsten Tag mit dem Fallbeil hingerichtet.

Ihr Vergehen: sie waren "politically incorrect".

Lies die Flugblätter, dann begreifst Du, was Widerstand war und ist!

Die weiße Rose.
Allein darüber kann man schon einen 10 Minuten Vortrag halten.

habe davon schon gehört,werde gleich mal google anschmeißen :D

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Tu das :D Über die Geschwister Scholl, die weiße Rose usw. findet man unglaublich viel.

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  • Geisterstimmen/Feindeinsprüche (z. B. in Hitlers Neujahrsansprache 1945, hier zu hören bei Minute 03:03)
  • Hirtenbriefe
  • Putsch
  • Attentate auf Hitler
  • Offiziersverschwörung
  • Geheimtreffen bürgerlicher Persönlichkeiten
  • illegale Parteiarbeit der KPD
  • Auslandsorganisation der SPD
  • Flugblattaktionen studentischer Regimegegner
  • Parolen auf Wände etc.
  • Verstecken von Juden bzw. politischen Oppositionellen
  • Fluchthilfe für Bedrohte
  • Schmuggel von Anti-Nazi-Publikationen aus dem Ausland ins Reich
  • Kontakte zu ausländischen Diplomaten, Kirchenführern etc.
  • Predigten gegen NS-Politik im Fall der Euthanasie
  • Verbreitung von Flüsterwitzen gegen die Nazis
  • Sabotage in Rüstungsbetrieben
  • Unterstützung für Zwangsarbeiter

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