Widerspruch Rentenversicherung

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5 Antworten

Was hat das mit schuldig zu tun? Hier hat jemand einen Fehler gemacht, der jetzt berichtigt wird.

Große Witwenrente erhält eine Hinterbliebene, so lange schulpflichtige Kinder im Haus sind, oder ab dem vollendeten 45. Lebensjahr.

Eigenes Einkommen wird zum Teil auf die Hinterbliebenenrente verrechnet.

Was soll daran falsch sein?

Die große Witwenrente erhält man, solange man ein Kind erzieht. Die Erziehung endet mit dem 18. Geburtstag des Kindes- unabhängig davon, ob es sich in einer Ausbildung befindet oder nicht.

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Es geht nicht um Schuld oder Nicht-Schuld.

Eine große Witwenrente erhält deine Mutter wenn sie ein Kind erzieht das unter 18 Jahre alt ist (Schul- und Berufsausbildung spielen bei großer oder kleiner Witwenrente keine Rolle), wenn sie erwerbsgemindert ist (im Sinne der Rentenversicherung, eine Behinderung, GdB, zählt hier nicht) oder wenn sie über 45 Jahre alt ist (Vorsicht: diese Altersgrenze wird stufenweise auf 47 angehoben abhängig vom jeweiligen Geburtsdatum der Witwe).

Demnach wurde im Rahmen der Anhörung vom Dezember 2012 die Rente wirksam mit Anfang August 2013 herabgesetzt, die überzahlte Rente für Juli verrechnet oder zurückgefordert.

Natürlich kann deine Mutter Widerspruch erheben. Ob das was nützt kann man so nicht beurteilen, dafür ist hier zu wenig bekannt. Wenn aber keine der obigen Voraussetzungen zutrifft erhält sie nur die kleine Witwenrente. Der Widerspruch hat aufschiebende Wirkung, dass heisst das die Rentenversicherung bis zum Abschluss des Widerspruchsverfahrens die große Witwenrente zahlt. Das bedeutet aber auch das im Falle der Abweisung des Widerspruchs und eurer (zu erwartenden) Niederlage vor einem Sozialgericht die Differenz zwischen kleiner und großer Witwenrente von deiner Mutter zurückgezahlt werden muss.

Die Anpassungsmitteilung zum 01.07. eines Jahres hat nicht den Rechtscharakter als das sie eine Leistung dem Grunde nach feststellt. Dort wird nur die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Anpassung der Rentenhöhe vorgenommen. Sich darauf zu berufen ist aussichtslos zumal der Änderungsbescheid danach erteilt worden ist.

Bei Verwaltungsakten mit Dauerwirkung – zu solchen zählen die Rentenbescheide – gelten Einschränkungen, auch bestimmte Fristen binnen derer eine Rücknahme.. der geleisteten Zahlungen von Seiten der Trägers möglich sind, z. Bsp. in einer Übergangszeit/ Prüfungszeit... dann darf der überzahlte Betrag mit der nächsten Zahlung einbehalten werden...

wende Dich an Euren Rentenansprechpartner in Deiner Gemeinde.. die Beratungen sind kostenlos...

Hallo LaVidaLoca54 !

Auf alle Fälle Widerspruch per Einschreiben machen, wenn es nicht soweit ist mal hingehen.

MfG

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