Widerspruch gegen Nebenkostenabrechnung. Ist das möglich?

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9 Antworten

400 € Nachzahlung = 133,33 € aufgrund der hohen Heizkosten.
Das würde bedeuten, dass ihr in der Bude in den kalten Monaten wohl 200 € je Monat fürs Heizen veranschlagen müßt. Nun kommt es natürlich auf die Größe der Wohnung und das Gebäude an.

Rechne aber mal so:
200 € in den Monaten November bis März = 5 Monate
Ca. die Hälfte in den Monaten September, Oktober, April und Mai.
0 € bzw. nur Warmwasserbereitung in den Sommermonaten.
Daraus würde sich folgende Berechnung für die Zukunft ergeben:
20 % = Warmwasserbereitung = 40 € je Monat.
5x 160 €
4x 80 €
3x 0 €
Macht zusammen: 1600 € pro Jahr = pro Monat für Heizung und Warmwasserbereitung = € 133 je Monat.
70 € sonstige Betriebskosten = 200 € pro Monat für Betriebskostenvorauszahlung.

Bisher habt ihr 142 € voraus bezahlt, künftig wären es stattdessen 200 €, also Miete warm insgesamt 460 €. Das sollte doch zu schaffen sein.

Redet mit dem Vermieter, ob er einverstanden ist, dass ihr unter Berücksichtigung allein der kalten Monate in 2016 nun gerne bereit wäret 200 € voraus zu zahlen, aber 270 € sind zuviel. Ihr müßtet dann nämlich eine andere Wohnung suchen und umziehen.

Jammer jetzt nicht, dass 200 € immer noch zuviel sind. Das Geld ist nicht weg, sondern erst mal nur anders angelegt. Erst mit der Abrechnung für 2017, also ca. um die gleiche Zeit im nächsten Jahr wißt ihr, wie ihr wirklich dran seid und bekommt vielleicht sogar noch passend zum Urlaub was zurück.

Außerdem hätte der Vermieter immer noch die Möglichkeit, mit Abrechnung von Vormietern zu vergleichen, um zu sehen, ob die 200 € mtl. ausreichen.

annabryska 05.07.2017, 19:44

na ja, ich hoffte auf max.180 € NK nach alle Abrechnungen. Gehe mogen zur Vermiete um nochmal alles zu erklären. 

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Eine derart hohe Nachzahlung ist nicht ungewöhnlich, wenn man in der Herbstmonaten einzieht.

Eigentlich sind diese sogar die Regel.

Im Normalfall zahlt man auch im Frühjahr und Sommer, d.h. außerhalb der Heizperiode Vorauszahlungen für Heizkosten.

Diese werden dann sozusagen angespart und im Winter aufgebraucht.

Diese Ansparung fehlt Euch einfach, so dass hier eine Nachzahlung zustande kommt.

Dieses Argument würde ich aber auch mal dem Vermieter entgegenbringen und der Anpassung der Vorauszahlung widersprechen.

Vermutlich wurde die Anpassung hier automatisch durch den Computer vorgenommen.

Ansonsten würde ich auch mal das Heizverhalten überprüfen. Vielleicht heizt Ihr auch falsch?

Natürlich hatten wir keine Vorzahlung für Okt-Dez

 

Wie meinst du das?

 

Huflattich 05.07.2017, 14:12

Ich verstehe es so - sie haben für Okt-Dez 2016 null -  0 Euro  - gezahlt.

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ChristianLE 05.07.2017, 14:27
@Huflattich

In dem Fall würde ich aber die Fragestellung nicht verstehen. Warum wundert man sich über eine Nachzahlung, wenn man vorher gar nichts gezahlt hat?

Das wäre so, als würde ich mit dem vollgepackten Einkaufswagen an der Kasse stehen und mich dann wundern, dass ich etwas bezahlen muss.

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isomatte 05.07.2017, 14:44
@ChristianLE

Sie schreibt doch in einem Kommentar das sie an Nebenkosten ab Oktober 142 € gezahlt hat und darin werden ja nicht nur die Betriebskosten sondern auch Heizkosten enthalten gewesen sein !

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annabryska 05.07.2017, 19:37

also, hab ich nicht korrekt beschrieben. 

Ich meine: wir wohnen nur von Oktober, und falls wir Anfang des Jahres in dieser Wohnung umgezogen sind, wüden wir diese "Vorzahlung" für nächste Monate haben. Und natürlich wird die Nachzahlung nicht so hoch. 

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Das  könnte  möglich sein das das stimmt aber da ihr nicht am 1.1.2016 dort gewohnt habt ist die Abrechnung falsch und das solltet ihr bemängeln den damit zahlt ihr die heiz kosten für den Vormieter wen ihr  erst ab 1.10 dort wohnt muss die Rechnung  daraufhin geändert werden! Alos habt ihr einen Grund für einen Widerspruch also erst mal nicht zahlen! Der verminter hätte zb    vor eurem Einzug die Zähler aufschreiben müssen oder ablesen lassen!

Tabaluga1961 06.07.2017, 17:15

ach Herackles - nu mach sie nicht noch unsicherer. die Abrechnung geht über den Abrechnungszeitraum 1 Jahr. An einer anderen Stelle steht  Ihr Zeitraum. Oder kennst du nur exelabrechnungen. 

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Korrekt ist das nicht Widerspruch sondern Einspruch. Den darfst du innert 12 Monaten ab Zustellung (taggenau) erheben.

So richtig sehe ich bei deiner Fragestellung auch nicht durch. Da es sich nicht um eine Mieterhöhung sondern vielmehr allein um die Anpassung der Vorauszahlungen für Betriebskosten geht, lege bitte dar, was du monatlich dafür gezahlt hast. Auch die Wohnfläche ist wichtig um zu schaun, ob deine Vorauszahlungen ausreichend sind / waren. Du darfst gut und gerne zusammen für Heiz- und Hausnebenkosten 2,5 EUR/m²/Monat veranschlagen.

Wenn eine Anpassung (hier Erhöhung) erforderlich ist, so wären das 1/12 des Nachzahlungsbetrages monatlich ab übernächstem Monat Zustellung der Abrechnung. Eine Vorratsanpassung ist unzulässig.

Nun rechne mal, dann wirrst du sehen, ob die Vorauszahlung/Monat ausreichend war oder nicht.

ChristianLE 05.07.2017, 14:30

Den letzten Satz der Fragestellung könnte man so deuten, dass der Fragesteller gar nichts vorausgezahlt hat.

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annabryska 05.07.2017, 19:37
@ChristianLE

also, hab ich nicht korrekt beschrieben. 

Ich meine: wir wohnen nur von Oktober, und falls wir Anfang des Jahres in dieser Wohnung umgezogen sind, wüden wir diese "Vorzahlung" für nächste Monate haben. Und natürlich wird die Nachzahlung nicht so hoch. 

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Wenn Du keine Nebenkostenvorauszahlung für die genannten Nebenkosten Monate Okt-Dez (Herbst/Wintermonate) geleistet hast, so zahlst Du monatlich ja nur 133,33 € Nebenkosten was mir nicht allzuviel erscheint . Du zahlst also jetzt 530 € warm incl.Nebenkosten (?)  - vielleicht habe ich dich auch nicht ganz richtig verstanden ...

Eine Mieterhöhung der Kaltmiete von letztes auf dieses Jahr ist mMn ausgeschlossen.

Für all deine Fragen solltest Du dem Mieterschutzbund beitreten und im Bedarfsfall Dich dort beraten lassen.

Natürlich muss in deinem Fall die Rechnung auf den tatsächlichen Mietzeitraum abgegrenzt werden. Der Vormieter hat seinen Anteil ja wohl schon selbst bezahlt. Du hast damit jedenfalls NICHTS zu tun.

bwhoch2 05.07.2017, 14:05

Ich glaube doch sehr, dass der Nutzungszeitraum hier einfach nicht angegeben war, aber auf der Abrechnung sehr wohl berücksichtigt wurde, denn sonst würde die Abrechnung wohl noch deutlich viel höher ausfallen.

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Die Abrechnung ist zwar für das komplette Jahr 2016,aber es muss doch euer tatsächlicher Verbrauch für euren Mietzeitaum von Oktober bis Dezember berücksichtigt worden sein und nicht ab Januar 2016 !

Sollte das nicht der Fall sein dann legt fristgerecht innerhalb eines Monats nach Erhalt der Abrechnung einen schriftlichen Widerspruch ein und den am besten per Einschreiben mit Rückschein an den Vermieter senden.

Nun sind die Monate Oktober - Dezember in der Regel auch nicht die wärmsten Monate und wenn ihr nur für 3 Monate Betriebs / Heizkosten als Vorauszahlung geleistet habt,dann kann es nach so kurzer Mietdauer schon mal zu einer solchen Nachzahlung kommen.

ChristianLE 05.07.2017, 14:32

Die Abrechnung ist zwar für das komplette Jahr 2016,aber es muss doch euer tatsächlicher Verbrauch für euren Mietzeitaum von Oktober bis Dezember berücksichtigt worden sein und nicht ab Januar 2016 !

 

Es muss aber zwischen Abrechnungs- und Nutzungszeitraum unterschieden werden.

Der Abrechnungszeitraum ist immer das ganze Jahr.

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isomatte 05.07.2017, 14:37
@ChristianLE

Was denkst du denn ist damit gemeint ?

Wenn ich schreibe tatsächlicher Verbrauch von Oktober - Dezember,dann kann ja wohl kaum das ganze Jahr gemeint sein.

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ChristianLE 05.07.2017, 15:04
@isomatte

Das kann nur der Fragesteller beantworten, allerdings hat er darauf keine Lust.

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Wenn ich das richtig verstehe, ist Eure Miete unverändert geblieben, aber Eure Nebenkosten sind explodiert. Der Vermieter muss die Kosten, die er an Euch weitergibt, belegen können, also den Verbrauch von Wasser, Strom, Heizöl usw. Da Ihr von Oktober bis Dezember 2016 überhaupt keine Vorauszahlung hattet, also nichts für Wasser, Müll usw. bezahlt habt, kommt jetzt ziemlich viel zusammen. Normalerweise rechnet man etwa mit 3 Euro pro Quadratmeter als Nebenkosten für eine Wohnung. Ob Ihr relativ viel verbraucht habt, könnte es so etwa ausrechnen.

Huflattich 05.07.2017, 14:08

Da explodiert nix - wenn ich nix gezahlt habe, muß ich es halt nachzahlen .

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Erkundige Dich beim Mieterverein! Normalerweise sehe ich keinen Grund zum Widerspruch. Versucht es doch mal mit Mietzuschuß beim Sozialamt!

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