Widerspruch gegen Nebenkostenabrechnung - Was kann ich bei einer solchen Antwort tun?

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5 Antworten

Wenn die Nebenkostenabrechnung fristgerecht eingereicht wurde und alle Verteilerschlüssel korrekt sind, dann hilft wirklich nur noch ein Anwalt, der auf eben diesen Bereich spezialisiert ist und eventuell greifbare Lücken finden kann. Hier ist auch noch ein guter Artikel, der Regelungen rund um Betriebskostenrechnung aufzählt, aber halt aus Sicht des Mieters . https://immoveo.de/eine-betriebskostenabrechnung-erstellen/

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Das ist richtig, im Dezember waren noch Renovierungsarbeiten zu machen.
Die Arbeiter waren vorher fertig und wir durften laut Vermieter einziehen.

Ganz schön kess oder auch frech. Das auch noch zu bemängeln.

Bei mir würden Sie nicht mehr froh!

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Euer Widerspruch ist sachlich unbegründet und im Tonfall teilweise unverschämt. Die vermeidlichen "Ungereimtheiten" erklären sich aus Unverständnis und mangelder Prüfung der - im Übrigen vorbildlichen - Abrechnung.

Zu Punkt 4.: Tatsächlich zahlt ihr erstens 4/12 der aufgelisteten Jahres-Betriebskosten der 12monatigen Abrechnungsperiode, bei Gartenpflege selbst dann, wenn im Winter/Frühjahr 2015/16 kein Handschlag des Gärtners erfolgte.

Zweitens zuzüglich 11/365 für eure vorzeitige Nutzung 20.12. - 31.12.2015 wie erbeten - dass ihr erst am 26.12. eingezogen seit, hat eurer VM nicht zu vertreten.

Euch ist der Wechsel der WMZ entgangen, die aber sauber getrennt nach Gerätenummer und Zählerstand richtig erfasst und aufgelistet sind. Und nicht jedes geeichte Garät muss einen Zählerstand von oder nahe Null aufweisen. Punkt 1 und 2 eurer Kritik könnt ihr damit knicken.

Punkt 3 ist eurer Irrtum: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Hier wurde die Miete der Erfassungsgeräte  - zulässigerweise - umgelegt, keine Warmwassermenge berechnet :-O

Im Ergebnis würde ich zur Vermeidung einer Zahlungsklage dringend den Abrechnungsbetrag überweisen.

Und mich künftig erst sachkundig machen, bevor ich meinen VM derarat barsch angehe: Zutreffenderweis sind Abmahnungen wie auch unvorhersehbarer Eigenbedarf Mittel, derart unverschämte Mieter loszuwerden.

G imager761



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Kommentar von SimmeGo
30.07.2016, 10:13

Ich möchte eigentlich nicht weiter auf den Sachverhalt mit dem früheren Einzug eingehen. Das ist nicht Gegenstand der Frage noch Gegenstand des Widerspruchs. Ich habe mich um eine gute Formulierung des Widerspruchs bemüht.

Ich habe in dem Widerspruch meinerseits einfach um Aufklärung der genannten Punkte gebeten. Der Vermieter ist seinerseits aber fast gar nicht auf die Punkte des Widerspruchs eingegangen. Niemand liefert mir eine plausible Erklärung dafür, weshalb die gelieferte Energie und die gezählte verbrauchte Energie so weit auseinanderliegen.

Der Wechsel der Wärmezähler erfolgte diesen Sommer nach dem Abrechnungszeitraum. Wie lange diese vorher verbaut waren, geht daraus aber nicht hervor.

Zu Punkt 3: Natürlich wird die Miete der Zähler auf uns Mieter umgelegt, das ist mir klar. Aber laut Heizkostenverordnung muss eine getrennte Abrechnung der Warmwasserkosten erfolgen, sofern Warmwasser auch getrennt gezählt wird. Das ist in unserer Abrechnung hier aber nicht der Fall. Daher rührt meine Nachfrage.

Ich finde Ihren Beitrag hier auch nicht weniger unverschämt. Sie unterstellen mir, mich nicht vorher sachkundig gemacht zu haben. Das ist nicht der Fall.

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Ihr habt im Dezember also renoviert und seid dann bereits eingezogen. Während der Renovierung habt ihr Strom, Wasser etc. verbraucht und die Kosten soll dann der Vermieter tragen? Genau wie die anteilige Miete und die Nebenkosten, während ihr schon dort gewohnt habt? Oder habt ihr mit Einzug auch Miete gezahlt - und nicht erst ab 01.01.16?
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Kommentar von SimmeGo
29.07.2016, 15:02

Nein, der Vermieter hat renovieren lassen. Strom, Wasser und Heizung (falls angefallen) haben sogar wir bezahlt, weil wir die abgelesenen Werte vom ausgezogenen Mieter übernommen haben. Das erste Mal waren wir am 23.12.2016 in der Wohnung.

Nur um das nochmal klarzustellen: Unser Mietvertrag ging ab 01.01.2016 los, wir sind schon früher rein, weil uns der Vermieter das erlaubt hat und er hat keine Zahlung gefordert. Deshalb war das für uns in Ordnung. Ich hätte es eingesehen, dass wir für die eine Woche zahlen. Er hat aber nichts dergleichen deutlich gemacht. Dass er das jetzt einbringt, ist, wie ich finde, eine Ausweichung vom derzeitigen Sachverhalt.

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Rechtsanwalt einschalten. Fertig. Ist zu verfahrene und zu komplizierte Situation.


Dass ihr anteilig NK und Miete für die bereits im Voraus bezogene Zeit zahlt, sollte allerdings selbstverständlich sein. 


Eigenbedarfskündigungsandrohung ist nur das, eine Drohung. Wird er nicht machen, außer er hat wirklich zufällig Mieter, die dort einziehen können und aus der Familie sind. Kündigung wegen Eigenbedarf ist nämlich nicht so einfach. 


An die Hausordnung solltet ihr euch natürlich auch halten, sonst hat er Angriffspunkte. 



/Ergänzung: Die Abrechnung geht in eurem Fall nur in den Wintermonaten, nachdem ich mir die andere Frage durchgelesen habe und die Abrechnung angeschaut habe: Spart euch das Geld für den Rechtsanwalt, zahlt die Nachzahlung. Ihr seid vermutlich im Unrecht. 

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Kommentar von SimmeGo
30.07.2016, 10:22

Er wollte nichts für die vorzeitige Beziehung der Wohnung haben. Deshalb habe ich es auch dabei belassen. Ich finde aber, er lenkt damit von den eigentlichen Nachfragen ab, die ich bezüglich der Nebenkostenabrechnung habe. Ich hatte es schon mal, dass uns der Vermieter aus Kulanz schon 14 Tage früher reingelassen hat, ohne dafür etwas zu wollen - es war sogar sein eigener Vorschlag. Auch in diesem Beispiel hier kam es nicht zuerst von unserer Seite. Natürlich wollten wir so schnell wie möglich einziehen, aber er sprach immer davon, dass die Arbeiten definitiv vor Weihnachten abgeschlossen sein würden. Dass wir explizit darum baten, am 20.12. einziehen zu dürfen, ist eine Verdrehung der Tatsachen.

Ich finde die Forderung, die Miete für die Tage im Dezember zu bezahlen, die 7 Monate später jetzt eingeht, lächerlich. Aber ich bin auch bereit, das zu zahlen, wenn er darauf besteht. Mir ist es nur wichtig, dass die Nebenkostenabrechnung aufgeklärt wird. Wenn alles seine Richtigkeit hat, ist das auch gut, dann zahle ich den ausstehenden Betrag. Aber ich verstehe eben einige Dinge in der Abrechnung immer noch nicht.

Mir ist auch klar, dass der Verbrauch im Winter höher ist - wir sollen aber mit 3100 kWh mehr als 1/3 des gesamten Heizverbrauchs (8500 kWh) verbraucht haben. Das erscheint mir dann doch etwas viel. Und diese Diskrepanz von 8000 kWh und 24000 kWh finde ich nach wie vor seltsam.

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