Widerspruch gegen Formulierung?


04.11.2020, 15:14

Der AN ist der Meinung, dass ihm durch unsere formulierung Nachteile entstehen wie den Erhalt ihm zustehender Sozialleistungen. Seiner Meinung nach sollte ich die Gründe weglassen oder "gesundheitliche" Gründe angeben. Das stimmt ja aber nicht. Und Gründe wollte ich gern angeben, da wir für diesen MA Zuschüsse vom Arbeitsamt bekommen haben und die wollen ja auch genau wissen wieso weshalb warum.

5 Antworten

Meine persönliche Meinung dazu wäre, dass Du das Kündigungsschreiben für einen Arbeitnehmer nicht entsprechend "seinen Wünschen" fertigen musst.

Es sollte allerdings sachlich richtig und nicht beleidigend sein und vor allem auch einem evtl. Streit vor dem Arbeitsgericht standhalten können.

Wenn Du in das Kündigungsschreiben etwas den Wünschen Deines Arbeitnehmers entsprechendes rein schreibst, was aber nicht der Wahrheit entspricht (z. B. die gesundheitlichen Gründe), hätte Dich Dein Arbeitnehmer ja quasi in der Hand.

Nachdem eine Kündigung in der Probezeit nicht einmal eine Begründung haben muss, welche Rolle sollte die Formulierung spielen? Persönlich beleidigend sollte der Inhalt natürlich nicht sein, aber der Rest...

Die Formulierung war sachlich und keineswegs beleidigend.

0
@Phoebe4981

Und wogegen willst du dann widersprechen? Wurde die vorgeschriebene Schriftform nicht eingehalten oder worum gehts?

0
@Bitterkraut

Der AN legt ja widerspruch ein. Er mag die Formulierung nicht "persönliche Fähigkeiten und Eigenschaften"

0
@Phoebe4981

Die Formerfordernisse an eine Kündigung sind in § 623 BGB geregelt. Hier ist lediglich festgelegt, dass die Kündigung schriftlich erfolgen muss. § 623 BGB verlangt nicht, dass Kündigungsgründe angegeben werden. Auch § 1 Kündigungsschutzgesetz verpflichtet den Arbeitgeber nicht dazu, im Kündigungsschreiben Kündigungsgründe anzugeben. Eine Kündigung ohne Angabe von Kündigungsgründen ist somit wirksam.

Quelle: https://www.frag-einen-anwalt.de/Darf-in-einer-Kuendigung-stehen,-dass-sie-aus-gesundheitlichen-Gruenden-erfolgt--f250000.html#:~:text=Zusammenfassung%3A%20Arbeitgeber%20kann%20Kündigung%20ohne,nennen%2C%20dies%20ist%20nicht%20rechtswidrig&text=Ich%20habe%20gesundheitliche%20Probleme%2C%20die,können%20dass%20ich%20erwerbsunfähig%20werde.

.

Vielleicht solltest du die Begründung einfach streichen. Der nächste potenzielle AG wird selber herausfinden was der AN taugt!

1
@Haemiler

Kann ich denn die Kündigung ohne weiteres ändern?

Schließlich liegt diese jetzt 3 Woche zurück

0
@Phoebe4981

Die Wirkung der Kündigung blieb für mein Verständnis dadurch unberührt, nachdem es eben nicht einmal einer Begründung bedurft hätte. Der ehemalige AN ist zu frieden und du hast deine Ruhe.

1

Wozu? Bei einer Kündigung während der Probezeit muß nicht mal ein Grund angegeben werden.

Was ist denn so schlimm an der Formulierung?

Ich glaub nicht, das Widerspruch das ricchtige Rechtsmittel ist, aber eine Kündigungsschutzklage ist in der Probezeit natürlich möglich.

Ja er kann es machen, aber es bringt nix.

Also bin ich als AG nicht dazu verpflichtet diesem Wunsch nachzukommen?

0
@Bitterkraut

Na er möchte doch ein geändertes Kündigungsschreiben. Warum soltle ich das tun? Bin ich dazu verpflichtet? Ich habe die Gründe genannt und ordentlich formuliert

0
@Phoebe4981

Warum hast du überhaupt unnötigerweise begründet?

Das klingt schon so, als wolltest du ihn damit treffen, klingt persönlich, und die Beweislast liegt bei dir, wenn er klagt. Selber schuld.

0
@Phoebe4981

Ich gebe einen Tipp. Nur für die zukunft leider. Es gibts keine MENSCHLICHKEIT mehr deshalb immer nur minimum machen :( Man will helfe und sagt die gründe aber es gibts Menschen die machen dann ärger aber keine Sorge er kann nur ärger machen aber probleme gibt es keine

1
@Bitterkraut

Ich wollte doch nur ehrlich sein und meine Formulierung war keines Falls als Angriff gedacht. AUßerdem haben wir alles in einem persönlichen Gespräch erläutert und da gab es keine Einwände.

1

Was möchtest Du wissen?