Widerspruch Eigenbedarfskündigung - muss ich den Grund angeben und zählt dieser?

7 Antworten

Es gilt der Zugang der schriftlichen Eigenbedarfskündigung als Fristbeginn und nicht deren mündliche Ankündigung. Wenn ihr weniger als 5 Jahre eingemietet seid, gilt die 3-Monatsfrist. Wenn länger dann 6 bis 9 Monate.

Auch wenn die K. vom Anwealt kam, heißt das nicht automatisch, dass sie rechtskonform ist. Da wird oft getrixt.

In der EBK muss exakt erläutert werden, für wen und warum die Kündigung erfolgt. Das ist eine Grundvoraussetzung. Um wirksam zu sein, muss sie auch an jeden im Mietvertrag stehenden Mieter gerichtet werden und von allen Vermietern (bei Vermieter- bzw. Erbengemeinschaft) unterschrieben sein, ansonsten unwirksam.

Stellst du formale Mängel fest, wäre die EBK unwirksam und du bräuchtest nur Schweigen.

Berichte hier über den Wortlaut, danach mehr, wenn gewünscht.

Grundsätzlich kann eine fehlende neue Wohnung durchaus ein Grund für einen Sozialwiderspruch sein. Der Sozialwiderspruch MUSS nicht begründet sein, aus meiner Sicht ist es aber häufig sinnvoll dies zu tun, zumindest wenn man eine einvernehmliche Lösung mit dem Vermieter erreichen will.

Vielleicht könnte es aber auch taktisch sinnvoll sein, die Eigenbedarfskündigung erst mal anwaltlich prüfen zu lassen. Die Mehrheit der Eigenbedarfskündigungen, die ich bisher gesehen habe, sind unwirksam gewesen...

Danke. Die Kündigung kam von seinem Anwalt, das wird also denke ich wohl alles richtig sein.

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@lana22

Das steigert die Chance sicherlich, aber auch da hab ich schon unwirksame gesehen.

Aber davon abgesehen: Wenn der Vermieter schon beim Anwalt ist, könnte es sinnvoll sein, sich da genau so anwaltlich beraten oder vertreten zu lassen. Ist in vielen Fällen beruhigend, wenn man mal hört, was es da alles für Möglichkeiten im konkreten Fall gibt...

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Hallo, mein Mann hat selber jetzt vor Gericht gegen einen Mieter geklagt, bzgl Eigenbedarf. Wir haben auch gewonnen, aber es war sehr schwer zu gewinnen. Man muss als Eigentümer schon erhebliche Gründe vorlegen, warum er plötzlich Eigenbedarf anwenden möchte. Also bei uns war es der Grund das meine schwerkranken Eltern von Herne zu uns nach Bochum ziehen sollen, damit ich sie besser pflegen kann, und wir haben zwei kleine Kinder. Ich würde an Ihrer stelle erstmal zu einem guten Anwalt gehen, der gut argumentieren kann. Dann könnten Sie auch gewinnen. Je nach dem was er  aus dem Eigenbedarf machen möchte. Das würde dann nur ein langer weg werden. Bei uns ging es bis zum Landgericht und das hat  eineinhalb Jahre gedauert.

Was können wir gegen eine EIGENBEDARFSKÜNDIGUNG tun, in der steht, dass der Enkel mit seiner Freundin einziehen möchte?

Hallo liebe Leute,ich habe da ein sehr großes Problem: (Text ist lang, aber ich brauche wirklich dringend Hilfe)

Meine Familie (Eltern, (damals Schwester)) und ich wohnen seit 2002 (aktuell: Oktober 2016) in einer 3-Zimmer Wohnung eines 4-Familenhauses und haben seit 2008 auch (durch die Erlaubnis der Vermieter) zwei Katzen.Um die Geschichte kurzzufassen: Wir wohnen über einem Restaurant - und hatten bisher kein Auto. Als wir uns im Jahr 2014 ein Auto kauften, mussten wir weit weg parken, da wir keinen eigenen Parkplatz besaßen - so haben wir von anderen Nachbarn erfahren, dass zwei der Parkplätze des Restaurants der Stadt gehören - unsere Vermieter und die Besitzer des Restaurants verschwiegen dies all die Jahre - auch wenn Verwandte von uns dort parkten, wurde bei uns geklingelt und gestritten. Nun sind wir zur Stadt und haben dies gemeldet - jetzt wurden zwei Parkplätze freigestellt, weil sie tatsächlich der Stadt gehören. Doch jetzt fängt der eigentliche Teil an:

Nachdem wir dies getan hatten, landete auch schon die Eigenbedarfskündigung der Vermieter in unserem Briefkasten. Wir haben wohl bis Oktober 2016 Zeit, uns eine neue Wohnung zu suchen, da das Enkelkind (19) des Vermieters mit seiner Freundin (wahrscheinlich auch 18-20) einziehen möchte (am Telefon sagte sie z. B. auch, dass ihr Sohn die Wohnung braucht) [der Sohn hat eine Baustellenfirma und die ganzen Zäune und alles drum und dran schon in unserem Garten gelagert]. Ein plausibler Grund wurde jedoch nicht genannt, wieso genau unsere Wohnung so dringend gebraucht wird.

Wir waren beim Anwalt um nach Hilfe zu bitten - wir haben jedoch die Widerspruchsfrist versäumt und nun droht uns die Vermietern auch noch mit einer Räumungsklage am 31. Oktober 16.

Zu uns:

-- Mein Vater (46) ist arbeitslos. Da er zwar ganz okay Deutsch spricht, jedoch eine Gebehinderung hat (humpelt) und auf einem Ohr schwerhörig bzw. taub ist, fällt es ihm schwer eine Arbeit zu finden. (Hartz4-Empfänger)-- Meine Mutter (44) ist ebenfalls arbeitslos. Sie hat Blutarmut und eine Schilddrüsenunterfunktion und schafft es nicht zu arbeiten, da ihr die körperliche, wie auch geistige Motivation dazu fehlt. (Hartz4-Empfängerin)-- Ich verdiene ebenfalls nichts, da ich erst dieses Jahr (Oktober) zu studieren beginne und ebenfalls nichts zu einem Umzug leisten kann.

Gibt es irgendwelche "Härtefälle" die zutreffen und uns aushelfen könnten? Oder eine unwirksame Kündigung durch irgendeinen Grund?

Wir zahlen eine Miete von 500 Euro und wir sind finanziell wirklich nicht in der Lage, eine teurere und geeignetere Wohnung zu finden, in der sogar noch Katzen erlaubt sind und die auch so nah zur S-Bahn, Einkaufsläden, etc. liegt.

Was können wir tun? :( :(

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