Widerspruch Eigenbedarfskündigung - muss ich den Grund angeben und zählt dieser?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Grundsätzlich kann eine fehlende neue Wohnung durchaus ein Grund für einen Sozialwiderspruch sein. Der Sozialwiderspruch MUSS nicht begründet sein, aus meiner Sicht ist es aber häufig sinnvoll dies zu tun, zumindest wenn man eine einvernehmliche Lösung mit dem Vermieter erreichen will.

Vielleicht könnte es aber auch taktisch sinnvoll sein, die Eigenbedarfskündigung erst mal anwaltlich prüfen zu lassen. Die Mehrheit der Eigenbedarfskündigungen, die ich bisher gesehen habe, sind unwirksam gewesen...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lana22
25.11.2015, 09:54

Danke. Die Kündigung kam von seinem Anwalt, das wird also denke ich wohl alles richtig sein.

0

Hallo, mein Mann hat selber jetzt vor Gericht gegen einen Mieter geklagt, bzgl Eigenbedarf. Wir haben auch gewonnen, aber es war sehr schwer zu gewinnen. Man muss als Eigentümer schon erhebliche Gründe vorlegen, warum er plötzlich Eigenbedarf anwenden möchte. Also bei uns war es der Grund das meine schwerkranken Eltern von Herne zu uns nach Bochum ziehen sollen, damit ich sie besser pflegen kann, und wir haben zwei kleine Kinder. Ich würde an Ihrer stelle erstmal zu einem guten Anwalt gehen, der gut argumentieren kann. Dann könnten Sie auch gewinnen. Je nach dem was er  aus dem Eigenbedarf machen möchte. Das würde dann nur ein langer weg werden. Bei uns ging es bis zum Landgericht und das hat  eineinhalb Jahre gedauert.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Möglich wäre es.

Im § 574 BGB heißt es u. a.

Eine Härte liegt auch vor, wenn angemessener Ersatzwohnraum zu zumutbaren Bedingungen nicht beschafft werden kann.

Was genau steht denn in der Kündigung als Begründung und wie lange wohnst Du schon dort?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lana22
25.11.2015, 09:57

Zum 01 Februar wären es 5 Jahre gewesen.

Drin steht das seine Frau im Juni Kind Nr. 2 bekommt und ihr Wohnraum dafür nicht ausreichend ist. Sie haben nur zwei Schlafzimmer, wovon eines so klein sei das nur ein Bett reinpassen würde.

Deshalb wollen sie ihren Anbau mit den beiden Wohnungen im Haupthaus verbinden.

0

Es gilt der Zugang der schriftlichen Eigenbedarfskündigung als Fristbeginn und nicht deren mündliche Ankündigung. Wenn ihr weniger als 5 Jahre eingemietet seid, gilt die 3-Monatsfrist. Wenn länger dann 6 bis 9 Monate.

Auch wenn die K. vom Anwealt kam, heißt das nicht automatisch, dass sie rechtskonform ist. Da wird oft getrixt.

In der EBK muss exakt erläutert werden, für wen und warum die Kündigung erfolgt. Das ist eine Grundvoraussetzung. Um wirksam zu sein, muss sie auch an jeden im Mietvertrag stehenden Mieter gerichtet werden und von allen Vermietern (bei Vermieter- bzw. Erbengemeinschaft) unterschrieben sein, ansonsten unwirksam.

Stellst du formale Mängel fest, wäre die EBK unwirksam und du bräuchtest nur Schweigen.

Berichte hier über den Wortlaut, danach mehr, wenn gewünscht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Informationen zu Deinen Fragen findest hier ausführlich beschrieben

Kündigt ein Vermieter wegen Eigenbedarfs, hat er viel zu beachten, um zu verhindern, dass die Kündigung unwirksam ist und er in einem etwaigen Räumungsprozess unterliegt. Eine besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die zeitlicheKomponente. Der Vermieter muss nicht nur Fristen einhalten bzw. abwarten, sondern auch beachten, dass der Eigenbedarf zum richtigen Zeitpunkt vorliegt. Auch der Mieter muss, will er sich gegen seinen Auszug zur Wehr setzen, darauf achten, seine Rechte rechtzeitig geltend zu machen....usw

http://www.mietrecht.org/eigenbedarf/eigenbedarf-fristen-und-termine/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Margita1881
25.11.2015, 09:52

Kündigungsfrist

Auch bei einer Eigenbedarfskündigung hat der Vermieter die gesetzliche Kündigungsfrist des § 573 c BGB einzuhalten. Danach ist die Kündigung spätestens am drittenWerktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächstenMonats zulässig.Je länger das Mietverhältnis dauert, verlängert sich die Kündigungsfrist für den Vermieter allerdings, und zwar nach fünf Jahren seit der Überlassung des Wohnraums um drei Monate und nach acht Jahren um weitere drei Monate. Es kann also je nach Dauer des Mietverhältnisses eine Frist von bis zu 9 Monaten einzuhalten sein.

4

Wie wäre es denn, wenn ihr eurem Vermieter genau erklärt, weshalb ihr mehr Zeit benötigt, jedoch gewillt seid, auszuziehen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von lana22
25.11.2015, 09:52

Wie oben beschrieben haben wir mit ihm gesprochen. Er sagte er gehe vor Gericht wenn wie widersprechen. Die Gründe sind ihm dabei völlig egal.

0

Was möchtest Du wissen?