Widerspruch bei PKV AXA Ablehung von "normalen" Leistungsabrechnungen bei Zahnarztbehandlung

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6 Antworten

Hallo Kranker,

wenn vor der Behandlung des Zahnarztes der Heil- und Kostenplan bei der Krankenversicherung (AXA) eingereicht wird, wird dieser auch gezahlt. Wenn Du allerdings den Heil- und Kostenplan erst mit den Rechnungen einreichst, da in vielen PKV-Tarifen dieser Heil- und Kostenplan nicht erforderlich ist, werden natürlich dafür die Kosten nicht übernommen.

Die Erstattung der Leistungen ist bei der privaten Krankenversicherung in der Gebührenordnung der Ärzte und Zahnärzte geregelt.

http://www.gesetze-im-internet.de/go__1982/index.html#BJNR015220982BJNE000705320

Dies sollte allerding ein Zahnarzt wissen.

Gruß

Hinter diesem Abrechnungs-Hickhack steckt ein recht bekanntes Problem: Es gibt eine Preisliste für Laborleistungen, die für gesetzlich (!) Versicherte bindend ist. Einige PKV-Unternehmen argumentieren nun, dass die identische Leistung (z.Bsp. Krone aus dem gleichen Material) für Privatversicherte nicht teurer sein dürfe als für GKV-Patienten, weil dem Mehr an Geld kein Mehr an Leistung gegenüberstehe. Das sei anders als etwa beim Honorar. Da bekomme der Zahnarzt mehr Geld etwa für's Bohren, dafür aber könne der Privatpatient im Gegenzug mit einer bevorzugten Behandlung (schnelle Terminvergabe, kaum Zeit im Wartezimmer, etc.) rechnen. Eine Krone aus Zirkon sei hingegen eine Krone aus Zirkon und müsse gleich viel kosten. Ähnlich wie die Schmerztablette für Privatpatienten in der Apotheke ja auch nicht mehr kostet als für Kassenpatienten.

Im Regelfall akzeptieren Versicherungen es, wenn der übliche Satz für gesetzlich Versicherte nur geringfügig überschritten wird (z. Bsp. 20 Prozent). Wenn dein Zahnarzt aber das Doppelte für eine Krone will, dann streikt die Versicherung womöglich. Ähnlich halten das Beihilfestellen für Beamte. Ich denke nicht, dass das per se schlecht ist, denn eine Versicherung kann kein Geld drucken. Wenn sie klaglos alles bezahlt, explodieren die Beiträge. Allerdings gibt es kulantere Unternehmen, die die volle Summe erstatten und anschließend auf dem Rechtsweg versuchen, sich das ihrer Ansicht nach zu viel gezahlte Geld vom Zahnarzt wieder zu holen. Das ist für eine Versicherung freilich mit erheblichem Aufwand verbunden, und die Urteile sind mal so und mal so.

Seit Zahnärzte mit dem Argument der Versicherungen konfrontiert werden, dass sie von Privatpatienten für exakt die gleiche technische Leistung deutlich mehr Geld wollen als von Kassenpatienten, argumentieren sie oft, dass die Leistung gar nicht identisch sei. Zwar sei das Material gleich, aber bei Privatpatienten werde die Krone viel genauer und sorgsamer geschliffen und mehrfach kontrolliert, etc. Nun ja...

Rein pragmatisch gesehen hast du die größten Chancen, dein Geld doch noch zu bekommen, wenn du deinen Zahnarzt dazu bringst, seine Rechnung zu kürzen, um dich nicht als Patient zu verlieren. Er hat daran durchaus ein Interesse, denn er bekommt für deine Behandlung deutlich mehr als für einen Kassenpatienten. Er darf nur nicht versuchen, beim Zahnersatz nochmal einen Zusatzgewinn einzustreichen. Gehört ihm das Labor zufällig selbst? Oder seiner Frau?

Wenn er sich nicht auf einen Preisnachlass einlässt, würde ich das nächste Mal zur Konkurrenz gehen. Das habe ich auch so gemacht. Meine Versicherung hat zwar immer ihre vertraglich vorgesehenen 80 Prozent bezahlt, aber ich fand den Zahnersatz aus dem Privatlabor meines Dentisten trotzdem viel zu teuer - eine Verschwendung von Versichertengeldern. Von einem alternativen Labor aus Bayern gab es den gleichen Zahnersatz zum halben Preis. Eine Brücke aus China kostet gar nur ein Drittel dessen, was mein Zahnarzt im Namen seines eigenen Labors in Rechnung stellen wollte. Mein Zahnarzt hat mir dann was von deutschen Arbeitsplätzen erzählt, die er retten wolle. Ich habe ihm hingegen unterstellt, er denke ausschließlich an seinen Geldbeutel - und da haben sich unsere Wege dann getrennt. Als Privatpatient wird man bei der Konkurrenz ja mit Handkuss genommen. Gib einfach dem Wettbewerb eine Chance!

Bei privaten HKP kann der Versicherte auf den Kosten der Erstellung in der Tat sitzen bleiben, wenn der VR diese Leistung ausschließt. Vertragspartner des Zahnarztes ist der Patient, und der muss sich diesbezüglich mit seinem VR auseinandersetzen.

stellt sich die Frage was das für Positionen sind: z.B. Zahlreinigung manche zahlen das manche nur bei bestimmten Zahnärzten oder bis zu einem bestimmten betrag, vielleicht hilft es wenn du uns etwas genauer sagst um was es geht

Leute warum schreibt ihr solch einen Blödsinn?

Wenn ihr doch keinen blassen Schimmer habt, dann wäre es doch sinnvoll - auch nichts zu schreiben.

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