Widerrufsbelehrung eines Immo Maklers , neu seit dem 15.06.2014?

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Die nun auch für Immobiliendienstleistungen erforderliche Widerrufsbelehrung führt nach unserer Erfahrung leider auch bei unseren Kunden bisher zu Unsicherheiten.

Das Widerrufsrecht ist grundsätzlich positiv zu bewerten aber es wurde vom Gesetzgeber versäumt, die Besonderheiten von Maklerdienstleistungen in den gesetzlichen Regelungen - und auch in der vorgeschriebenen Textform der Widerrufsbelehrung - zu berücksichtigen. Hier stehen wohl auch noch Klarstellungen, ggfl. juristisch, aus.

Anders als z.B. Bestellungen via Fernkommunikation (Telefon, Mail etc.) werden die Zusendung von Exposés und Unterlagen, Besichtigungen und Beratungen natürlich weiterhin nicht mit Gebühren belegt (ich zahle ja auch nicht wenn ich mir Prospekte/Preislisten zusenden lasse oder z.B. eine Probefahrt vereinbare).

Selbstverständlich erhalten unsere Kunden mit Zusendung von Unterlagen den Hinweis auf ihr 14-tägiges Widerrufsrecht.

Nach wie vor werden aber erst mit dem Abschluss eines Vertrages (Miet- / Pacht- / Kaufvertrag) Gebühren fällig sofern die Gebühren

  • in Anzeigen aufgeführt wurde und
  • im Exposé aufgeführt ist

sodass Kenntnis beim Kunden darüber besteht, dass bei Vertragsabschluss Gebühren fällig werden.

Wir handhaben das im Sinne einer unkomplizierten und zeitnahen Beantwortung von Anfragen so, dass wir uns nur in den Fällen einen Verzicht auf das Widerrufsrecht erbitten, wenn VOR Ablauf der Widerrufsfrist (14 Tage) bereits ein Vertragsabschluss durchgeführt wird oder warten sonst die 14-Tage-Frist ab.

In den meisten Fällen vergehen ohnehin zwischen der ersten Kontaktaufnahme und einem Vertragsabschluss mindestens 14 Tage.

Wenn Kunden das angebotene Objekt nicht zusagt braucht er nicht aktiv zu werden, es ist ja kein Vertragsabschluss zustande gekommen. Natürlich könnte er auch den Widerruf erklären aber ändern tut sich im Ergebnis dadurch nichts.

Hoffentlich hilft meine Antwort ein wenig weiter, LG, Hartmut

Grundsätzlich ist der Makler seit der neuen Verbraucherrichtlinie vom 13 Juni 2014 verpflichtet bei elektronischer Kontaktaufnahme (Email, Telefon usw.) schon vor Vortragsabschluss den Verbraucher auf sein Widerrufsrecht hinzuweisen. Tut er das nicht oder nicht ausreichend verlängert sich die Widerrufsfrist auf 1 Jahr und 14 Tage. Der Verbraucher kann den Maklervertrag in dieser Frist Widerrufen und der Makler muß evtl. bereits gezahlte Provisionen zurück erstatten. Wertersatz steht dem Makler nur zu wenn er den Verbraucher darüber ausdrücklich informiert hat. Im Streitfall liegt die Beweislast beim Makler.

Makler sollten regelmäßig eine Widerrufsbelehrung verwenden, welche dem geltenden Recht entspricht. Tun sie dies nicht, riskieren sie nicht nur eine kostenträchtige Abmahnung durch die Konkurrenz. Das Thüringer Oberlandesgericht hat kürzlich einem Kunden Recht gegeben, der nicht über sein Widerrufsrecht informiert wurde, mit der Folge, dass der Provisionsanspruch des Maklers entfiel:

http://www.abmahnung.berlin/2015/05/makler-riskiert-bei-fehlender.html

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