Widerruf des Kaufvertrages nach Versand

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3 Antworten

  • Mittlerweile nimmt DHL vom Händler ebenfalls für die Annahmeverweigerung und den Rücktransport Gebühren.
  • Die Annahmeverweigerung ist kein Widerruf, kann vom Händler aber so angenommen werden.
  • Der Widerruf ist schriftlich zu geben, Email reicht. Fax geht auch.
  • Dem Kunden sind die Rücksendekosten zu erstatten so fern er einen normalen Versandweg wählt. Bei Unfrei würde man die Differenz berechnen.

Mach einen Widerruf und weise darauf hin, dass Du die Annahme verweigerst. Für die Rückzahlung stehen dem Händler 30 Tage zu!

Widerruf habe ich schon per E-Mail verschickt. Die Frage ist, ob ich Annahme von Paket jetzt verweigern kann oder annehmen und nur dann zurücksenden. Ich vermute, dass in diesem Fall gibt es keine gesetzliche Vorschrifte und diese Frage kann nur von Shop beantwortet werden. Hab ich Recht?

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Es hat alles geklappt. Händler muss auch Hinsendekosten erstatten:

nach BGH, Urteil vom 07.07.2010 - VIII ZR 268/07 im Fall des Widerrufs eines Fernabsatzvertrages sind die Kosten der Hinsendung der Ware vom Unternehmer zu tragen.

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Diese Rückgabebedingungen sind mit Vorsicht zu genießen! Gemäß Fernabsatzgesetz hast Du ein 14tägiges Rückgaberecht. Bei Ware über 40 € Warenwert hat der Verkäufer die Kosten für die Rücksendung zu tragen. Möchte der Verkäufer nun die Rücksendung per Übergabe-Einschreiben zurück bekommen, muss er Dir also die Kosten dafür erstatten. Schickst Du nun also die Ware per Übergabe-Einschreiben zurück, musst Du bei DHL die Kosten dafür tragen - und Dir beim Verkäufer zurück holen. Und Du glaubst doch wohl nicht allen ernstes, dass er Dir diese Kosten erstattet?

Lasse Dir vom Zusteller eine Benachrichtigung in den Briefkasten werfen. Rufe am Montag den Verkäufer an und sage ihm, dass Du von deinem 14tägigen Widerrufsrecht Gebrauch machen wirst. Weise ihn auf das Fernabsatzgesetz hin. Sage ihm ganz klar, dass Du nicht bereit bist, Kosten für die Rücksendung zu übernehmen. Frage ihn, wie er sich bei dieser Gesetzeslage die Rücksendung vorstellt! Denn seine Vorstellung von einer Rücksendung (Übergabe-Einschreiben) sind mit Kosten für Dich verbunden und damit nicht mit dem Gesetz vereinbar!

Ich weiß, dass Annahmeverweigerung ist kein Widerruf. Aber ich habe früher schon einmal von anderem Shop Aussage erhalten, dass ich Annahme verweigern kann, nachdem mein Widerruf bei Shop erst nach Versand zugegangen ist.

Und danke für Tipp!

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