Widerruf der eigenen Kündigung bei Standortschließung?

6 Antworten

Man kündigt selbst und ist noch 3 Monate angestellt.

Das ist die Willenserklärung des Arbeitnehmers.

Später verkündet das Unternehmen die Schließung des Standorts. Die übrigen Mitarbeiter sind noch 1 Monat länger angestellt und erhalten eine Abfindung.

Das ist die Ankündigung des Arbeitgebers, die Arbeitnehmer wollten nicht kündigen, verlieren durch die Schließung ihren Arbeitsplatz und bekommen dafür eine Abfindung.

Der eigene letzte Arbeitstag wäre vor der Schließung

Das ist korrekt, der AN hat zu diesem Datum gekündigt.

Ist der Widerruf der eigenen Kündigung möglich, um danach die Kündigung durch den Arbeitgeber zu erhalten, so dass man auch eine Abfindung erhält?

Du kannst zwar Deine Kündigung zurückziehen, der AG muss darauf aber nicht eingehen. Der Wille des AN wurde erkärt, der AG hat die Kündigung angenommen und das war's dann.

PS: Es geht um eine Ami-Firma, denen Menschen egal sind und nur das Geld zählt.

Genau so ist es. Deshalb wird der AG "einen Teufel tun" und mit der Rücknahme der Kündigung einverstanden sein. Warum sollte sie den AN noch einen Monat arbeiten lassen, ihn selbst kündigen müssen, die Frist von drei Monaten einhalten und den AN für die Zeit bezahlen obwohl die Firma schon geschlossen hat und dann noch eine Abfindung zahlen?

Hallo ConiCool,

es geht aber um eine Firma in Deutschland nur mit einem amerikanischen Besitzer? Denn dann gilt deutsches Arbeitsrecht. Und da ist eine Kündigung bindend und kann nicht widerrufen werden, wie etwa ein Vertrag.

Sicherlich könnte man sich zusammen setzen und darüber sprechen eine Kündigung zurück zu nehmen, aber das geht dann nicht einseitig. Das Unternehmen müsste da mitspielen, was es jetzt sicherlich nicht tun wird, da er Standort sowieso geschlossen wird und sie sich aufgrund der Eigenkündigung die Abfindung sparen.

Mit anderen Worten, das ist leider dumm gelaufen. Hoffentlich gibt es bereits einen Anschlussvertrag.

Viele Grüße

DatSchoof

Dumm gelaufen ist das nicht, da ich ja freiwillig gehe und schon einen besseren Arbeitsplatz im Anschluss habe. Wäre nur witzig gewesen, den Amis ein paar Dollar zusätzlich aus der Tasche zu ziehen.

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Du könntest Deine eigene Willenserklärung wegen Täuschung, Irrtum, Drohung anfechten. Dies muss unverzüglich geschehen und der Weg dahin ist steinig. Dir obliegt die Darlegungs- und beweislast für den Anfechtungsgrund...

lol, da freut sich am Ende nur Einer! Der Anwalt!

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ok, das wäre dann in meinem Fall gelogen, es sei denn, dass ich mich darin geirrt habe, nur mit einer eigenen Kündigung aus dem Unternehmen rauszukommen :-)

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