Widderuf per Mail?

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4 Antworten

Prinzipiell kann der Widerruf auf beliebige Art und Weise übersendet werden. Man sollte aber natürlich daran denken, dass man den Zugang beim Verkäufer im Zweifelsfall beweisen sollte.

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Wenn in der Widerrufsbelehrung angegeben ist, dass der Widerruf per Mail erfolgen kann, sollte dort auch eine Adresse angegeben sein.

Wenn die Vertragsbestätigung per Email kam, kann davon ausgegangen werden, den Widerruf auch per Email entrichten zu können.

Kam kein Kontakt per Mail zustande, sondern alles über postalischen Weg, wäre es zu empfehlen, per Einschreiben/Rückschein den Widerruf auszulösen. Dann bist du auf der sicheren Seite.

Aber grundsätzlich ist ein Widerruf auch per Email anzumelden.

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Kommentar von Kugelnrollen
24.08.2016, 19:18

Zunächst danke für die Antwort. Das ein Einschreiben/Rückschein die "sicherste" Variante ist, dachte ich mir schon. Habe dennoch eine Mail verfasst, in der ich ausdrücklich den Widerruf erkläre und ich um Bestätigung verlange. Falls ich bis Freitag keine Rückmeldung erhalte, werde ich das ganze auf postalichen Weg klären. Doch eine Frage hätte ich noch, falls Sie mir die beantworten können. Und zwar, gehen wir mal davon aus,dass die Firma mir den Widerruf per Mail Bestätigt, wäre ich dann aus dem Schneider?

Schöne Grüße.

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Moin!

Ich gehe zunächst mal auf die bereits erfolgten Antworten ein.

Grundsätzlich ist ein Widerruf per Einschreiben mit Rückschein nicht zu empfehlen!

Bei einem Widerruf handelt es sich um eine empfangsbedürftige einseitige Willenserklärung. Entscheidend ist also der fristgerechte Zugang beim Widerrufsempfänger.

Ein Einschreiben hat im Zweifel keine Beweiskraft, da der Widerrufsempfänger diese mittels einfachem Bestreiten, der Brief habe nur weiße Blätter enthalten, entkräften kann. Zudem kann die Annahme eines Einschreibens verweigert werden.

Insofern rate ich dazu, sich das Porto zu sparen und den Widerruf lediglich als Einwurfeinschreiben zu versenden. Ferner sollte man den Briefumschlag mit einer dritten Person verschließen. Im Falle eines Prozesses stünde diese Person so auch als Zeuge zur Verfügung und könnte den Inhalt des Briefes bezeugen. Die Bestätigung der Zustellung kann man mittels der Sendungsnummer auch bei einem Einwurfeinschreiben einsehen.

Im Übrigen sollten wichtige empfangsbedürftige einseitige Willenserklärungen wie fristlose Kündigungen durch einen Gerichtsvollzieher zugestellt werden, da dieser einen Nachweis über die Zustellung führt und zudem den Inhalt des Schreibens beglaubigt.

Darüber hinaus kann man davon ausgehen, dass elektronisch geschlossene Verträge auch elektronisch widerrufen werden können. Seit 2017 ist dies auch gesetzlich so geregelt.

Bei Fragen stehe ich Dir gerne - auch per PN - zur Verfügung!

Gruß

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Per E-Mail gilt diese nur, wenn von der Firma auch eine solche akzeptiert wird. Steht in den Vertragsbedingungen. Wenn nein, müssen sie diese natürlich nicht anerkennen. In diesem Fall immer schriftlich per Übergabe Einschreiben mit Rückschein. So hast du ein Beweis.

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