Wichtige Geldentscheindungen?

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10 Antworten

Wichtige Geldentscheidungen solltest du nicht einzeln sehen, sondern als Teil eines Lebenskonzeptes. Das fängt schon bei der Berufswahl an: wer aus purer Tierliebe Pfleger im Zoo wird, stellt damit die Weichen, und wird sparsamer wirtschaften müssen, wie einer der aus gleicher Tierliebe Veterinärmedizin studiert.

Aber nehmen wir mal an, du verdienst ab dem 25.Lebensjahr ein normales Durchschnittseinkommen. Jetzt könntest du dir eine ordentliche Wohnung und ein Auto leisten, und peu a peu für eine Eigentumswohnung sparen. Irgendwann ist das Auto defekt, und die Anzahlung der Wohnung noch immer nicht da. 

Du könntest auch in einer kleinen Wohnung leben, aufs Auto verzichten, und dann hast du nach wesentlich kürzere Zeit genug Geld um eine kleine Eigentumswohnung zu bezahlen. Auch da solltest du nachdenken, denn häufig sind die monatlichen Belastungen für kleine eigene Wohnung teurer als die Mini-Mietwohnung. Wenn du noch ein wenig weitersparst, kannst du dir eine Zwei-Dreizimmerwohnung leisten, und: du kannst selber ein Zimmer vermieten, und so die Monatskosten erheblich reduzieren. 

Jetzt bin ich einfach mal davon ausgegangen, dass du alles alleine verdienen musst, keine Hilfen bekommst, und nichts erbst. 

Menschen neigen heute dazu, ihr Einkommen gleich in Konsum umzusetzen. Endlich kann man sich Haus, Urlaub, Auto, angesagte Hobbies leisten. Wer damit anfängt, und so lebt, wird immer ein Geldproblem haben, und ständig über seine Finanzen nachdenken müssen.

Wer aber normal arbeitet, und es versteht, sein Leben abseits der Lifestylemagazine, Moden und Tingeltangel zu organisieren, hat immer Geld übrig. Das kann man dann wieder in Aktien, Gold, oder Immobilien anlegen (Hauptsache Sachwerte, ja kein Geld auf der Bank lassen, oder in Rentenfonds investieren, die irgendwann seinen Wert verlieren werden), und es vermehren.

Was dieLuka schreibt ist absolut richtig: der Kaffee beim Bäcker. Rechne das mal hoch: wer jede Woche nur zweimal einen Cappuccinno beim Bäcker trinkt, dafür 5 Euro bezahlt, bezahlt in 10 Jahren 2600 Euro. Oder Frisör: jeden Monat -wenn günstig- 20 Euro, macht 2400 Euro in 10 Jahren. Oder unnütze Abos. Für Medien und Zeitschriften geht viel Geld drauf, und man kann sie gratis in der Bibliothek lesen. 

Wer aufs Auto verzichtet, hat nach 10 Jahren größenordnungsmäßig 36000 Euro gespart, oder gar mehr (die Monatskarte auf die Öffentlichen Verkehrsmitteln habe ich schon berücksichtigt). Dazu die nicht getrunkene Kaffees etc. und man hat ohne große Einschränkungen 40-45.000 Euro übrig. 

Die Lebensorientierung des Menschen wird vielfach von der Umgebung geprägt. Wer sich umgibt mit Menschen die ihr Selbstwertgefühl aus dem Wert ihrer Louis Vuittonhandtasche schöpfen, und alle Edelrestaurants der Gegend kennen, wird entweder mithalten müssen, und sein Geld verplempern, oder er wird von denen nicht für vollwertig genommen. 

Es gehört also auch zu einem wirtschaftlich ertragreichen Leben, dass man sich gleichgesinnte sucht. Also, als erstes die teure Freundin abschaffen, und eine Frau/Mann suchen die/der wirtschaften kann :-)

Schwervelke 07.07.2017, 13:18

Danke für das Sternchen :-)

Ich mache übrigens selber genau das was ich dir geraten habe, und bin total zufrieden mit meinem Leben. Und Geld ist dann kein Thema mehr.

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Das fängt früh an,

Mit dem ersten Taschengeld die Entscheidung ob man spart. Wer als Kind spart spart oft auch als Erwachsener weiter.

Mit dem ersten festen Gehalt über ein paar Hundert € die Entscheidung über Verträge zur Altersvorsorge.

Der Kaffee beim Bäcker ist ja nur ein Symbol. Wer sparen kann und will achtet auf Sonderausgaben. Wer es nicht kann oder will dem rinnen oft durch 1-2 € hier und dort 100e € im Monat durch die Finger.

Ein Haus lohnt nicht für jeden und ist ein Risiko, eins zu kaufen/bauen ist also eigentlich keine Grundlegende wichtige finanzielle Entscheidung. Sondern eher der Prozess der Überlegung. Auch zu entscheiden das für einen selbst ein Haus finanziell nicht tragbar ist oder das kaufen in einer Region finanziell in keiner Relation zu Mieten steht (Münchener Innenstadt z.B:) kann die sinvollere Entscheidung sein.

Meiner Meinung fängt das bei den kleinen Dingen im Alltag an. Ein Beispiel wäre, ob du dir jeden Tag Essen beim Bäcker kaufst oder etwas von zu Hause mitnimmst. Da geben die meisten schon sehr viel Geld aus. Das nächste ist wie du einkaufen gehst. Teuer teuer teuer oder geht auch mal billig.......

Ich denke die wichtigen Entscheidungen fangen täglich an und gehen bis zum Tod weiter.

Ich gebe  sonnenschein400 recht. Es macht viel aus, ob man seinen Kaffee selber kocht und in einem Becher mitnimmt oder jeden Tag Geld für Kaffee to-go bezahlt.

Eine wichtige Geldentscheidung ist auch, ob man den Dispo für normal hält oder ob man jeden Monat höchstens das Geld ausgibt, das einem zur Verfügung steht. Oder weniger - damit immer noch was übrig ist für besondere Ausgaben.

Eine wichtige Entscheidung ist in meinen Augen eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die schon in jungen Jahren abgeschlossen wird. Dann ist sie günstig und sehr viele Leute brauchen so eine Versicherung irgendwann in ihrem Leben.

Solche Entscheidungen stellen sich je nach Bedarf automatisch; wie z.B. die für eine Blinddarmoperation oder den zyklischen Toilettengang!


Jede Geld-Entscheidung ist wichtig wenn man frei sein will. 

1. Wahl des Berufs

2. Wahl des Ehepartners.

Altersvorsorge und Versicherungen kommen noch dazu...

heiraten

Kinder bekommen.

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