Wichtige Frage zum Thema Zweitwohnsitz?

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3 Antworten

Oder kann ich dem Busgeld irgendwie entgehen?


dem ´busgeld´ kannst du bestimmt entgehen, aber nicht dem bußgeld, das du zahlen musst (bis zu 1.000,-- § 54 meldegesetz) , wenn du dich nicht anmeldest. dein wohnungsgeber ebenso, wenn er nicht sicherstellt, dass du von ihm die wohnungsgeberbestätigung erhälst und dich entsprechend anmeldest. er hat neben der mitwirkungspflicht auch ein auskunftsrecht, um beim EMA zu prüfen, ob du dich angemeldet hast.

nun zur sache: die frist zur anmeldung des erstwohnsitzes beträgt 2 wochen, für den zweitwohnsitz 4 wochen. entscheidend hierbei ist, zu welchem datum der wohnungsgeber den einzug bestätigt. wenn der im nachhinein vor einem jahr lag, hast du ein problem. wenn dein wohnungsgeber aber schreibt, du bist vor 3 wochen eingezogen, liegst du noch in der frist. in gewisser weise kann man das also manipulieren.

dem wohnungsgeber kann genauso ein bußgeld blühen, der ist verpflichtet, die wohnungsgeberbestätigung auszufüllen und dir auszuhändigen. wenn da dann das falsche datum drinsteht, seid ihr beide am A....

das alles in kurzform. alles weitere lies bitte selbst im meldegesetz nach.

trotzdem frage ich mich, warum du in berlin einen zweitwohnsitz und nicht deinen erstwohnsitz anmelden willst. berlin erhebt einen zweitwohnungssteuersatz von 5% der nettomiete. so wie ich eben nachgelesen habe, treffen die ausnahmen auf dich nicht zu. wenn du das geld übrig hast, bitte sehr. aber für eine ausbildung, die ja auf eine gewisse dauer angelegt ist, wäre ein erstwohnsitz viel praktischer. da du als azubi auch nicht nennenswert verdienst, kannst du den zweitwohnsitz auch nicht von der steuer absetzen.

außerdem müsstest du dem berliner finanzamt erklären, warum dein erstwohnsitz weiter dein lebensmittelpunkt sein und warum das also erstwohnsitz bleiben soll. fährst du da jedes wochenende hin oder bist du dort verheiratet?? also, dein modell ist da recht kurios und reicht weit über die frage nach  anmeldung und bußgeld hinaus!

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Eigentlich musst du gesetzlich gesehen nur dein erst Wohnsitz angeben also dich erwartet keine Strafe ;)

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Kommentar von Jokerhill2
27.06.2016, 22:07

Weist du wo es genau Steht? Will lieber auf der sichern Seite sein

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Kommentar von baghera
28.06.2016, 23:48

@feuerwehrmann: leider völlig falsch. bitte neues meldegesetz vor solchen antworten lesen

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Der Zweitwohnsitz muss gemeldet werden, wenn Du dort einen erheblichen Teil Deiner Zeit verbringst. Die Städte bekommen für jeden gemeldeten Bewohner Ihrer Stadt entsprechende Mittel vom Bund. Daher bestehen die natürlich auf das Melden. Ob Du eine Strafe zahlen musst hängt von der jeweiligen Stadtverwaltung ab. Bei vielen kassierst Du automatisch ein Bußgeld. Eigentlich musst Du Dich nach einer Woche melden, in meiner Stadt kriegst Du ab 6 Wochen ein Bußgeld von 20 Euro glaube ich. Entscheidend ist eben auch Deine Angabe auf der Meldung seit wann Du da wohnst .... ;-)

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Kommentar von baghera
28.06.2016, 23:46

Eigentlich musst Du Dich nach einer Woche melden,

falsch. die frist beim erstwohnsitz beträgt 2 wochen, beim zweitwohnsitz 4 wochen.

in meiner Stadt kriegst Du ab 6 Wochen ein Bußgeld von 20 Euro glaube ich.

glaubst du. das neue meldegestz gilt aber nicht mehr für gemeinden oder bundesländer, sondern bundesweit. daher ist deine stadt/ gemeinde dort irrelevant. die bußgelder liegen zwischen bis zu 1.000,-- und bis zu 50.000,--, je nachdem, an welcher stelle man was angestellt hat. das bußgeld bezahlt auch nicht nur der anzumeldende, sondern auch er wohnungsgeber, wenn er bei der anmeldung nicht mitgewirkt und oder sein auskunftsrecht nicht ausgeübt hat.

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