wichtige ereignisse zwischen epochenübergängen

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3 Antworten

Geschichtsepochen wie Antike, Mittelalter und Neuzeit sind oft erst im Rückblick entstandene Einteilungen. Die Verwendung von Bezeichnungen und die zeitliche Ansetzung von Anfang und Ende sind von der Gewichtung von Gesichtspunkten und Sprachgewohnheiten abhängig. Der Ausdruck Mittelalter ist erst im 14. Jahrhundert in Italien entstanden (medium aevum = mittleres Zeitalter). Bei einer Epoche werden einige grundlegende Merkmale herausgestellt, die bei aller fortwährenden Veränderung prägend bleiben. Epocheneinteilungen sind aber nur Hilfskonstruktionen. Es gab kein bestimmtes Ereignis, mit dem für die Zeitgenossen eindeutig die Antike/das Mittelalter endete und das Mittelalter/die Neuzeit begann wie bei dem Beginn eines neuen Jahres.

Weil sich nicht schlagartig alles veränderte, ist es schwierig, eine genaue Zeit für den Übergang anzugeben, und es gibt verschiedene Datierungen (sowohl zeitlicher Umfang als auch Inhalt eines Zeitalters können unterschiedlich bestimmt werden; das Mittelalter wird beispielsweise öfters von 500 – 1500 angesetzt, aber andere Ansätze weichen von dieser groben zeitlichen Einteilung ab).

Bei der Antike ist die Völkerwanderung wichtig (der Zug der Hunnen nach Europa 375/6 hat viel ausgelöst, der Einfall der Langobarden nach Italien 568 steht am Ende). Das römische Reich als Gesamtstaat mit dem Mittelmeer als Zentrum ist zerfallen. Der Grund war das Zusammenkommen von innerer Schwäche und äußerem Druck. Germanische Völker traten zum Teil die politische Nachfolge an. 476 setzte der römische Truppenführer germanischer Herkunft Odoaker den letzten Kaiser des weströmischen Reiches Romulus Augustulus ab.

Die christliche Kirche gewann zunehmende Bedeutung (christliches Abendland). Kaiser Theodosius I. erklärte das Christentum des nikäischen Glaubensbekenntnisses 380 zur Staatsreligion im römischen Reich. Im südlichen Mittelmerrraum gewannen Völker die Macht, die den Islam als Religion angenommen hatten (islamische Expansion von Arabien her ab 632).

Es handelt sich beim Übergang zu einem erheblichen Teil um längerfristige Entwicklungen, nicht um ein großes einzelnes Ereignis. Kleinere Einheiten wurden vorherrschend. Viele Städte erlebten durch Plünderungen, Zerstörungen, Bevölkerungsverluste und Abnahme des Fernhandels einen Niedergang. Wirtschaftlich und gesellschaftlich entwickelte sich der Feudalismus. Die Mächtigen besaßen oder erwarben große Landgüter, für die sie in vielen Gebieten kaum Steuern an den Staat zahlen mussten. Die Bauern wurden von ihnen abhängig.

Ereignisse beim Übergnag vom Mittelalter zur Neuzeit sind die Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern (um 1450) mit einer folgenden starken Verbreitung schriftlicher Werke, die Flucht von Gelehrten nach der Eroberung Konstantinopels durch die Türken (1453) und die von ihnen ausgehenden Impulse, die Ausdehnung der den Europäern bekannten Welt durch Entdeckungsreisen (z. B. Kolumbus 1492) und ein Machtrückgang der katholischen Kirche (z. B. durch die Reformation; Luther schreibt 1517 seine Thesen). Die Renaissance hat als Kernzeitraum das 15. und 16. Jahrhundert und liegt damit zeitlich im Grunde teils im Spätmittelalter, teils in der frühen Neuzeit. Sie ist von einer Hinwendung zu bestimmten antiken Gedanken und Techniken geprägt (Wiedergeburt der Antike) und stellt verstärkt den individuellen Menschen in den Mittelpunkt.

In Ländern außerhalb Europas sind die zeitlichen Einteilungen anders.

Das hat mich mein geschichtslehrer auch immer gefragt.;) Welche Epochen meinst Du denn so: Zum Beispiel sowas wie Die Industrialisierung ist Folge der Erfindung der Dampfmaschine

wahrscheinlich für viele Menschen existenzbedrohende Ereignisse

v.a. Krieg, Krankheit, Hungersnot ....

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