Wichtig beim zusammenleben von 2 hunden?

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6 Antworten

"Alle Tipps" würden hier den Rahmen sprengen, zum Thema Mehrhundehaltung gibt es komplette Bücher und Seminare. Also frag besser konkret.

Für meine Hunde habe ich keine unterschiedlichen Kommandos. Wenn ich einen bestimmten Hund meine, setze ich seinen Namen davor, wende mich ihm zu und schaue ihn an. Ich nutze lediglich ein Wort, wenn ich die Hunde gemeinsam meine (also z.B. will, dass sie zeitgleich draußen stehen bleiben). Dann rufe ich nicht die einzelnen Namen und "steh", sondern "Alle steh".

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass Du wirklich konsequent mit jedem Hund einzeln trainierst. Also beim vorhandenen Hund die Kommandos festigst, sie beim neuen einzeln aufbaust und wiederholst, bis er sie zuverlässig verstanden hat und dann mit beiden gemeinsam trainierst.

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Kommentar von Linaa2899
06.03.2017, 20:11

ja das mit den namen habe ich auch schon überlegt, aber vlt sind unterschiedliche kommandos einfacher😞 und vorallem nicht so lang, aber vielen dank :)

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Wichtig ist, dass man sich vor dem Kauf Gedanken macht. Die meisten Fehler macht man in den ersten Tagen, die dann ganz tief sitzen.

Man legt sich nur einen Zweithund zu, wenn der erste Hund absolut gut geprägt und gut erzogen ist.

Leider sieht die Realität anders aus, je schwieriger und unerzogener der Ersthund umso schneller kommt der 2. Hund ins Haus.

Der Aufwand mit einem 2. Hund ist ungleich grösser, weil man jeden Hund auch einzeln trainieren und beschäftigen soll. Jeder Hund muss auch als Einzelhund funktionieren und sich im sozialen Umfeld benehmen können.

Unterschiedliche Kommandos für beide Hunde funktionieren in der Praxis eher weniger. Sag zuerst den Namen des Hundes und dann das Kommando.

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Kommentar von Linaa2899
06.03.2017, 20:18

wie gesagt der zweite hund ist schon da, aber er ist noch ein welpe von daher habe ich das glück dass ich die kommandos jetzt entscheiden kann. trainieren tue ich mit beiden einzeln, das ist klar. aber gut zu wissen, vielen dank

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Also mein Papa hat 3 Hunde und wenn mein Hund bei ihm ist weil ich arbeiten bin oder mein Papa und seine Frau auf Urlaub sind und ich auf ihre Hunde aufpasse dann sind es sogar 4. Keiner hat eigene Komandos aber sie wissen wenn wir sitz sagen dann müssen alle das Komando machen und wenn wir einen bestimmten Hund meinen dann setzen wir einfach den Namen davor also z.B Dakota (so heißt mein Hund) sitz.

Ganz wichtig bei mehreren Hunden ist das sie alle einen eigenen Platz zum fressen haben, nicht ganz nah bei einander. Bei uns frisst der eine z.B in der Küche, der andere im kleinen Vorzimmer, mein Hund im Wohnzimmer und der andere Hund im großen Vorzimmer. Sie sind zwar nicht mit Türen oder so getrennt aber so entsteht kein Futter neid. Wenn der erste Hund fertig ist wartet der bis die anderen auch fertig sind und dann gehen sie erst zu den Futterschüsseln der anderen.

Falls du Fragen hast schreibs einfach in einen Kommentar.

LG Issi


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Kommentar von Sandkorn
06.03.2017, 12:08

Ich habe selber auch 3 Hunde, einen Mischling den ich mir mit acht Wochen von einem Pferdehof geholt habe (ungewollter Nachwuchs, Handaufzucht, jetzt 7) und zwei etwa zehn Jahre alte Straßenhunde aus einer Tötungsstation in Spanien. Alle drei sind 2010/11 in einem Zeitraum von zehn Monaten zu mir gekommen und es gab in keinster Weise Probleme da die Straßenhunde (meist) sehr gut sozialisiert sind (Verträglichkeit mit anderen Hunden sollte bei der Vermittlung berücksichtigt werden). 

Im Januar 2016 ist dann noch der Straßenhund meiner Tochter aus Rumänien dazu gekommen (damals ca. 5 Monate alt), da die Familie aufgrund von Umbauarbeiten am Haus nicht genügend Zeit für ihn gehabt hätte. 

Und wie es so ist, da wo schon viele sind kommen immer noch mehr dazu (altes Sprichwort).  :-))

Im Juni letzten Jahres hat mich dann eine Lehrerin (wohnt in der selben Straße) gefragt, ob ich nicht auch während ihres Unterrichtes ihren Havaneser (damals 4 Monate) betreuen könnte. Ihr war besonders daran gelegen, daß der Hund nicht alleine untergebracht ist sondern Artgenossen zum Spielen hat.

Gesagt getan, um mich wuseln jetzt fünf Hunde unterschiedlichsten Alters herum und ich komme mir, ehrlich gesagt, vor wie in einem Kindergarten. Es macht mir jeden Tag aufs Neue Spaß die Rasselbande um mich zu haben und sollten einmal "Verständigungsprobleme" zwischen einem der Hunde und mir aufkommen so ist das (von Hundeseite aus) "gewollt" und als Spaß zu sehen.

Soviel zum Thema zwei oder mehr Hunde!  :-)

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Kommentar von Linaa2899
06.03.2017, 20:23

okay interessant, das mit dem getrennten füttern machen wir auf jeden fall auch, und dass sie danach bei den anderen gucken ist auch normal oder?

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Kommentar von IssiHerz99
07.03.2017, 08:43

also bei uns machen sie das immer und es gibt keinen streit aber ob das bei anderen hunden auch so ist weiß ich leider nicht

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So pauschale Antworten gehen nicht. Eigentlich fast nie. Das sind immer nur Hilfsantworten die aber niemals individuell angebracht werden können. Ob man einen Zweithund holen sollte kann man nicht aus dem Internet erfahren, da muss man zuerst einmal den Bestandshund beobachten und kennenlernen. Dafür machen wir z.B. Hausbesuche. Dann kann man sagen: Ja da kann folgender Hundetyp zu oder eben nicht.

Generell kann man sagen, dass man zuerst einmal den Bestandshund etwas bevorzugen muss. Der neue muss sich erst eingliedern. Er muss höflich sein und man muss sich mit dem alten solidarisch zeigen. Beide sollten einen festen Platz haben, gern mit etwas Raum dazwischen, damit die beiden sich auch aus dem Weg gehen können. Im Spiel immer beobachten ob einer der beiden Stresssymptome zeigt ... genau hier ist dann der normale Hundehalter (und leider auch die meisten "Profis") schon oft überfordert.

Man muss nun die Waage zwischen "das machen die unter sich", über "gerecht reglementieren" bis hin zu "der alte wird bevorzugt" finden. Das kann kniffelig sein. Der Bestandshund sollte auch nicht anfangen den neuen zu mobben ... auch das muss man erst einmal erkennen können.

Wir lassen uns auch Videos zuschicken, die sind oft viel aussagekräftiger als das, was Menschen glauben zu sehen.

Wie üblich: Ein Hund wird nicht aktiv bestraft, es wird nicht laut geschimpft und nichts aversives verwendet.

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Kommentar von Linaa2899
06.03.2017, 20:13

dankeschön! also verstehen tun unsere beiden sich sehr gut, sie spielen vieliteinander und ich habe nicht den eindruck dass einer gemobbt wird aber ich habe auch nicht sehr viel ahnung. was wären denn solche stresssymptome?

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Wir haben 2 Hündinnen. Wenn ich eine Hündin für ein Kommando anspreche, setze ich den Namen davor und blicke sie fest an. Die andere Hündin, falls sie in der Nähe ist, blende ich sozusagen aus. Das gleich ist, wenn ich eine der beiden korrigiere. Ansonsten empfiehlt es sich vor allem anfangs - aber auch zwischendurch immer mal wieder - getrennt voneinander zu trainieren und auch spazieren zu gehen. Man kann auch einmal einen Hund zuhause lassen und den anderen zu Familienfeiern oder zum Einkaufen etc. mitnehmen, das praktizieren wir allerdings nicht. Es bleiben entweder beide daheim oder es kommen beide mit. Die Mehrhundehaltung ist meiner Meinung nach anspruchsvoller als eine Einzelhundhaltung - ein Patentrezept gibt es in der Regel nicht. Man kann nur in die Rolle des "Rudelführers" oder "Ressourcenverteilers" hineinwachsen und manchmal muss man einfach testen was klappt und was nicht so gut funktioniert. Wünsch dir alles Gute und das du deinen Weg findest!

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Ich hab mir damals ein ganzes Buch gekauft zum Thema. Denn das ist doch zu komplex um hier alles zu besprechen

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