Wie schaffe ich es, dass mein Pferd entspannter wird ( Bocken,Steigen,Abgehen,Kopflos)?

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6 Antworten

Am Vertrauen arbeiten und selber auch entspannter werden. 

Pferde, besonders feinfühlige, merken jede noch so kleine Gefühlsregung von dir. 

Arbeite viel am Boden mit ihr, vermittle Sicherheit, auch Zirzensik ist ideal um eine solide Basis zu schaffen. 

Falls es finanziell drin ist, hole dir einen vernünftigen Reitlehrer oder Bereiter, der dir hilft die Sprache der Pferde zu verstehen. 

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fühle ich mich draußen nicht so sicher,

ich fürchte, das Pferd ist das falsche Pferd für dich. Trakehner - tolle Pferde - sind hochblütige Pferde. Eigentlich von der Blutführung her eine anglo-arabische Halbblutrasse.

Wie alle Blutpferde sind sie für ängstliche Reiter weniger geeignet. Denn, was diese Pferde nicht ertragen können, ist, festgehalten zu werden.

Und wenn du Angst hast, wirst du genau das tun, fürchte ich. Solche Pferde müssen gerade im Krisenfalle losgelassen werden: leichter Sitz, Beine weg, Zügel weg.  Aber das ist für einen ängstlichen Reiter kaum machbar.

Von daher kann ich dir leider nur raten, das Pferd abzugeben. Oder aber du investierst nicht wenig GEld, eher viel, in eine Korrektur für euch beide. Das Pferd dürfte ja mittlerweile auch etwas verdorben sein. Es spürt deine Spannung, verspannt sich selbst. Du wirst daraufhin noch mehr verspannt, das Pferd verspannt sich...

das ist ein Teufelskreis.

Wenn es mein Pferd wäre und ich es behalten wollte, würde ich mit dem

"FS Testzentrum in Reken" reden. Jochen Schumacher. Ich bin überzeugt, dass die dein Pferd wieder korrigieren können. Dort kann auch mit dir selbst gearbeitet werden.

Aber ohne dass du selbst "korrigiert" wirst, wird das nicht von Dauer sein.

Blutpferde sind tolle Pferde, andere wollte ich nicht reiten, aber man muss mit ihnen umgehen können. Und eine gewisse Angstfreiheit ist die Voraussetzung. Für ängstliche Reiter taugen sie nichts.

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Wieviel Weide am Tag, wieviel und wie groß ist das Paddock, was und wie viel wird gefüttert, wie viel und wie lange wird sie unter dem Sattel bewegt?

War sie nach dem Wiederberit auch ordentlich aufgemuskelt? War der Osteopath schon da? Was sagt der TA?

Wie alt bist du?

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Ich hatte auch eine Trakehnerstute - so ganz entspannt und ruhig war sie nie. Sie stand den ganzen Tag auf der Weise und kam abends in die Box mit Sozialkontakt - trotzdem, sie war immer schreckhaft und kam nicht wieder runter, wenn sie einmal aufgeregt war. Ich habe auch manches Mal Angst gehabt, aber trotzdem nicht aufgegeben.

Ich empfehle Dir ganz ehrlich einen Pferdetrainer, wie z.B. Sandra Schneider, oder der Hackl (kommt drauf an, wo Ihr lebt), denn inzwischen liegt das Problem sicherlich nicht nur mehr am Pferd, sondern auch an Dir. Diese Profis können Dir am besten helfen, und  - es ist nicht so, dass man danach verarmt ist. Es ist eine lohnende Investition. Ich habe viel Bodenarbeit und Spaziergänge gemacht. Auch ein Join Up habe ich ein paarmal gemacht, obwohl ich davon nichts halte, aber ich wusste mir zeitweise wirklich nicht mehr zu helfen.

Es gibt auf jeden Fall einen Grund, warum Dein Pferd so ist, und nur ein Profi findet das heraus. Jeder, der Dir mit Bestrafen und Dominanz kommt, von dem würde ich auf jeden Fall die Finger lassen.

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Kommentar von nikamalin
29.10.2016, 12:09

Danke für den Tipp! So etwas ausprobiert haben wir wohl auch schon funktioniert hat es für längere Effekte leider nicht :/

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Kommentar von Dahika
29.10.2016, 14:32

Bitte NICHT Sandra Schneider. Die hat selbst mehr Angst als Vaterlandsliebe. Die kann vielleicht halbtote Quarters reiten, "reiten" kann sie eigentlich auch nicht, aber ganz bestimmt keine Blutpferde. Ich "kenne" sie, da sie nur fünf MInuten von mir entfernt ihren Hof hat.

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Ich hatte einen Westfalen. Der war im Gelände auch ein Pulverfass. Es brauchte nur ein Grashalm umgeknickt sein, das brachte ihn vollkommen aus der Fassung. An dem Stall gab es sehr viele ruhige Pferde und Reiter - in großen Gruppen bin ich mit ihm mit raus. Ich habe dort immer alle für etwas bescheuert gehalten, da sie ihr Pferd hinter sich laufen hatten (habe mal was mit Schulterhöhe des Pferdes gelernt gehabt). Nahezu alle nahmen dort am Natural Horsemanship (nach Parelli) teil. Eines Tages wurde ich angefleht, auch mal mitzumachen, da ein Teilnehmer fehlte. Ende vom Lied: Habe danach regelmäßig teilgenommen und bin nach kurzer Zeit alleine mit meinem Pferd ins Gelände. Hatte mal spielende Kinder übersehen und 2 Meter vor uns knallte ein Ball auf die Straße. Mein Pferd hat den Kopf kurz hochgenommen, ansonsten keine Miene verzogen.

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´Warscheinlich iegt das zum Teil daran, dass das Pferd merkt , dass du Angst hast. So etwqas nutzt dann ein Pferd natürlich aus...

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Kommentar von Dahika
29.10.2016, 14:35

das hat mit "ausnutzen" nichts zu tun. Ein ängstlicher Reiter ist für ein Pferd kein vertrauenswürdiger Partner.

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