Whatsapp-Verlauf als Beweis zugelassen?

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5 Antworten

Wegen welcher Straftat will X den Y den anzeigen? (Aus Deiner Fragestellung ist jedenfalls keine Straftat zu erkennen.)

Wie viele Raten sind den bisher bereits fällig und immer noch offen?

Hat der X die fälligen und noch offenen Raten bereits angemahnt?

Gibt es einen textlichen Dalehensvertrag?

Wurde das Darlehn von X an den Y überwiesen?

Bezüglich der WhatsApp-Verläufe hängt es natürlich von deren Inhalt ab, aber grundsätzlich eignen diese sich genauso wie Kontoauszüge als Nachweise.

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Kommentar von Steini96
30.10.2016, 20:36

Danke schonmal für deine Antwort.

20 Monatsraten waren vereinbart, 8 sind noch offen.

Angemahnt wurde noch gar nichts, und ich weiß auch nicht genau, wegen was X eine Strafanzeige einreichen könnte. Aber X steht wohl das Geld zu, das er verliehen hat, oder nicht? 

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Was soll da denn nun eine Anzeige bewirken? Welcher Straftatbestand steht da im Raum?

Wenn er sein Geld wieder will, dann geht das nur durch eine Zivilklage, die Kosten hierfür, also Anwalt und Gerichtskosten muss er erst mal selbst aufbringen. Mit den vorhandenen Nachweisen wird er sicher belegen können, dass ihn das Geld zusteht, zumindest höchstwahrscheinlich. 

Damit hat er aber sein Geld auch noch nicht und die Gerichtskosten auch nicht, es sei denn, der Schuldner zahlt dann freiwillig. Dann muss erst mal eine Pfändung betrieben werden, ebenfalls auf eigene Kosten. Schön, wenn dann was zu pfänden ist, dann bekommt er sein Geld wieder. Kann aber auch sein, es ist nichts zu pfänden und dann bleibt er auf seinen Kosten sitzen und geht leer aus. Am Ende kann er also noch weitaus mehr Geld verloren haben. 

Daher ist es gut zu überlegen, ob man diesen Schritt gehen will oder lieber das Geld abschreibt und in Zukunft nichts mehr verleiht. 

Zuerst sollte er aber mal das Geld schriftlich anmahnen mit fester Fristsetzung und per Einschreiben versteht sich. 

Man kann es danach dann auch erst mal mit einem Mahnbescheid versuchen, der ist nicht so teuer und wenn er nicht widerspricht ist das genauso, als ob man den Prozess gewonnen hätte. 

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Das Gericht kann unter dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung auch WhatsApp-Verläufe oder Kontoauszüge als Beweis zur Urteilsfindung heranziehen. 

Es liegt also am jeweiligen Gericht, wie es die Glaubwürdigkeit der Beweisstücke beurteilt und die Frage kann pauschal jetzt nicht mit "Ja" oder "Nein" beantwortet werden.

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Mal ganz ehrlich! Wer so leichtsinnig ist, jemanden ohne Vertrag, und ohne irgentwelche Absicherung, viel Geld zu leihen, der hat es vielleicht auch nicht besser verdient, das er da irgentwie drauf zahlen muss! Nachher rumzuweinen und ich wurde da betrogen, und mit Gericht u.s.w

Du kannst davon ausgehen, das dort auch der Richter, die Augenbraun hochziehen wird, so ein wenig! auch wenn Du das Recht auf Deiner Seite hast wohl.

Leih den Macker nicht wieder was und gut, und nächstes Mal passt Du auf!

Wer der Dir Dein Geld nicht wieder gibt, dann wird es da vielleicht auch nichts mehr zu holen geben, und Du musst auch noch Dein Anwalt selber bezahlen.

Das Geld ist so billig im Moment, darum ist es noch umso unverständlicher, das er sich nicht was bei der Bank leiht! Wenn er sich da nichts mehr leihen konnte, dann hätte man auch schon mal nachfragen können, warum nicht.



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Verifizierte, also beglaubigte Kontoauszüge gelten als Beweis. WhatsApp chatverläufe sind manipulierbar und gelten somit in den seltensten Fällen als Beweis.

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Kommentar von Steini96
30.10.2016, 10:10

Aber der Kontoauszug zeigt ja nur einen Geldbetrag an, der regelmäßig eingezahlt wurde. Nicht woher und vorallem von wem dieses Geld stammte, oder nicht? 

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Kommentar von GoodFella2306
30.10.2016, 10:11

das ist schon klar, aber wenn die Summe auf dem Kontoauszug mit den Behauptungen bezüglich der monatlichen Raten deckungsgleich ist, hat man somit einen Beweis.

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Kommentar von Xipolis
30.10.2016, 13:55

Dazu müsste der Beklagte vor Gericht erstmal dem Kläger unterstellen, dieser habe die Verläufe gefälscht. 

In dem Fall kann dann ein Gutachten angefertigt werden. 

Definitiv überschreitet der Beklagte in dem Moment aber eine Grenze.

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