WG Mietvertrag: 1 Monat Kündigungsfrist wenn Mitebewohner auszieht.

3 Antworten

Also ich bin der Meinung, dass eine "private"Rregelung NICHT die gesetzliche Regelung aushebeln kann. Denn der "schwächere", in diesem Fall der Mieter, muss geschützt werden. Deshalb gehe ich davon aus, dass die gesetzliche Regelung zur Kündigungszeit, welche auch für die Untervermietung gilt, 3 Monate beträgt. Auch ein Mietvertrag für "halbe" Wohnungen ist mir unbekannt...halbe Wohnungen gibt es gesetzlich nämlich nicht. Für eine Wohnung darf auch nur EIN Mietvertrag bestehen. Wohnen mehrere unabhängige Parteien in einer in sich abgeschlossenen Wohnung, dann sind die Anderen die Untermieter. Kündigt nun der Hauptmieter, dann müsste auch der untermieter ausziehen....aaaaber, mit 3 monatiger Kündigungszeit ! Hier kann sich der Vermieter und der Hauptmieter auch nicht auf eine persönliche Absprache von 1 Monat Kündigungszeit berufen. Das Gesetz lässt das nicht zu.

Welche Frist gilt nun für mich genau?

In der Regel 3 Monate, wenn es sich nicht um ein möbliertes Zimmer handelt.

Es gibt eine Ausnahme:

§ 549 Auf Wohnraummietverhältnisse anwendbare Vorschriften

(1) Für Mietverhältnisse über Wohnraum gelten die §§ 535 bis 548, soweit sich nicht aus den §§ 549 bis 577a etwas anderes ergibt.

(2) Die Vorschriften über die Mieterhöhung (§§ 557 bis 561) und über den Mieterschutz bei Beendigung des Mietverhältnisses sowie bei der Begründung von Wohnungseigentum (§ 568 Abs. 2, §§ 573, 573a, 573d Abs. 1, §§ 574 bis 575, 575a Abs. 1 und §§ 577, 577a) gelten nicht für Mietverhältnisse über 1. Wohnraum, der nur zum vorübergehenden Gebrauch vermietet ist, 2. Wohnraum, der Teil der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung ist und den der Vermieter überwiegend mit Einrichtungsgegenständen auszustatten hat, sofern der Wohnraum dem Mieter nicht zum dauernden Gebrauch mit seiner Familie oder mit Personen überlassen ist, mit denen er einen auf Dauer angelegten gemeinsamen Haushalt führt, 3. Wohnraum, den eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein anerkannter privater Träger der Wohlfahrtspflege angemietet hat, um ihn Personen mit dringendem Wohnungsbedarf zu überlassen, wenn sie den Mieter bei Vertragsschluss auf die Zweckbestimmung des Wohnraums und die Ausnahme von den genannten Vorschriften hingewiesen hat.

(3) Für Wohnraum in einem Studenten- oder Jugendwohnheim gelten die §§ 557 bis 561 sowie die §§ 573, 573a, 573d Abs. 1 und §§ 575, 575a Abs. 1, §§ 577, 577a nicht.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__549.html


Das scheint hier aber nicht der Fall zu sein, daher drei Monate Kündigungsfrist!

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