Westwindsystem...was ist das denn?

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1 Antwort

Dies ist die Kurzantwort aus Wikipedia (Stichwort "planetarisches Windsystem")

Die instabile Westwinddrift ]

Zwischen den beiden gleichläufigen Systemen Passatzone - und Polarzone jeder Halbkugel passt je ein drittes gegenläufiges, nicht unähnlich dem Ineinandergreifen von Zahnrädern. Dort wird in Bodennähe Luft polwärts verlagert, woraus unter Einwirkung der Jetstreams westliche Winde entstehen. Die Zone heißt daher auch Westwindzone oder Westwinddrift der gemäßigten Breiten. Sie ist die instabilste, weil auf rund 60° bis 70° geographischer Breite die feuchtwarmen Westwinde auf kalte polare Ostwinde treffen: die Polarfront bildet sich. Die Westwindzone ist die Zelle größter (Sonnen-)Energieunterschiede (und damit verbunden auch Temperaturunterschiede). In ihr befinden sich ca 38% des gesamten Energieunterschieds zwischen Innerentropen und den Polen. Die äquatorseitige Grenze liegt bei rund 35° Breite.

Zur Erläuterung: die sehr warme Luft über dem Äquator fließt in großer Höhe nach Norden und Süden hin ab; ein Teil sinkt ca 2500 km vom Äquator entfernt zu Boden und bildet dann die Passatwinde, wein anderer Teil fließt aber weiter nach Norden und Süden; durch die ablenkende "Coriolis"-Kraft werden diese Luftmassen aber zu Höhen-Westwinden, die als schmale Bänder mit hoher Windgeschwindigkeit - die sogenannten Jetstreams - um den Globus ziehen; sie reißen dabei bodennahe Luft mit - so dass wir hier in der Zone zwischen ca 35°N/S und 70°N/S vorherrschend Westwinde haben; die Jetstreams !"mäandrieren", d.h. sie haben eine sehr schlängelden Drift, so dass auch Hochdruckzellen aus dem Süden und Tiefdruckzellen aus dem Norden in der Westwindzone verwirbelt werden.

Die Auswirkung für uns in Mitteleuropa: 1) keine stabilen Wetterlagen 2) nur warme Sommer (das Atlantikwasser kühlt) und milde Winter (die Westwinde erwärmen sich über dem warmen (Golfstrom!) Atlantikwasser.

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