Western Gitarre oder Akustik Gitarre?

...komplette Frage anzeigen J-45 von Gibson - (Musik, Gitarre, Musikinstrumente)

6 Antworten

Vom Grundaufbau her sind Westerngitarren das Gleiche: 6 Saiten,

E-A-D-G-H-C.

Es gibt ein par kleinere Unterschiede, die beim spielen aber etwas ausmachen:

1. Metallsaiten - anfangs recht schmerzhaft, bis sich irgendwann genug Hornhaut auf den Fingerkuppen gebildet hat. Ich hab anfangs sogar manchmal geblutet :D

2. Saitenabstände sind geringer - darum musst du dann präziser greifen, darfs die nächstgelegene Saite kein bisschen berühren, sonst ist ihr Ton weg. Allerdings ist dadurch auch der gesammte Hals schmaler, was das Greifen etwas erleichtert, finde ich

3. Bünde sind kleiner - ist eigentlich nur von Vorteil beim Greifen, finde ich

4. Oft ein schöner klarer Klang

5. Geh beim Kauf nicht nach dem Aussehen. Den Fehler hatte ich bei meiner Ersten gemacht. Sie sah sehr schön aus, schön dunkles Holz aber immernoch natürlich, ohne Glanz. Tja...dann habe ich aber irgendwann gemerkt, dass sie sich verdammt schwer spielen lässt (ich musste immer sehr stark auf die Saiten drücken). Und sie war schon bald nichtmehr Bundrein. Ich habe alle möglichen Varianten des Stimmens probiert. Es klang aber einfach immer grausamer. Einziger Vorteil war eine dicke Hornhautschicht auf den Fingerkuppen.

Meine jetzige sieht zwar nicht ganz so schön aus (klassisches helles glänzendes Fichtenholz) aber spielt sich dafür fast von allein.

Ich persönlich mag Westerngitarren lieber, da sie einen sehr klaren Klang haben können.

LG

Der Tommy


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Phoenixx120788 24.08.2016, 09:11

Ich hoffe du hast diese Gibson auch schonmal in der Hand gehabt und auch probiert, wie sie sich spielt und ob sie deinem Geschmack entspricht...wie gesagt, nur nach dem Aussehen zu gehen, kann ein großer Fehler sein.

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Vieles wurde schon beantwortet. Und dass sowohl eine Konzertgitarren wie auch eine Western beide akustische Gitarren sind, auch.

Dass Du jetzt aber unbedingt gleich mit einer 1800,-- Gibson einsteigen willst, das würde ich vielleicht nochmal überdenken. 

Hast Du sie schon mal gespielt? Gerade bei Gibson kann man Überraschungen erleben. Ich hatte neulich mal 6 oder 7 in der Hand, teils noch deutlich höher im Preis. Bei manchen war die Fertigungsqualität erschreckend, manche klangen einfach nicht. Nur eine der Gitarren war ihren Preis annähernd wert. Der Musikhändler hat das dann auch mit Bedauern bestätigt. 

Außerdem muss man schauen, ob Korpusform und -größe passen. So eine Roundshoulder-Dreadnought hat ein gewaltiges Volumen. Für kleinere Spieler wird das schnell unergonomisch. 

Ich persönlich würde mich bei so einer Ausgabe nicht von der Marke, sondern vom Klang und der Bespielbarkeit leiten lasen. Passt die Halsbreite, wie fühlt sich die Gitarre an, klingt sie so wie ich es mir vorstelle?

Ich selbst spiele hauptsächlich Taylor und Breedlove, aber das muss jeder für sich selbst herausfinden.

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Bei Gibson bezahlst Du leider schon für das  Logo.

Eine bessere Wahl triffst Du im gleichen Qualitätssektor bei Taylor. Wenn Du aber günstiger kaufen willst, bekommst Du bei vielen anderen  Anbietern solide Instrumente; Sigma, Yamaha, Takamine, ...

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Der Unterschied zwischen diesen beiden Gitarrentypen - beides sind Akustikgitarren - liegt in der Besaitung: Die Konzertgitarre hat Nylonsaiten, die Westerngitarre hat Metallsaiten. Auch das Griffbrett der Westergitarre ist  oft etwas schmäler. Die Konzertgitarre wird meist gezupft, die Westerngitarre geschlagen, meist mit einem Plektrum. Es hängt in erster Linie davon ab, welche Musik Du spielen möchtest. Klassik und Volksmusik oder modern (Jazz, Rock, Pop, Folk), natürlich kannst Du bis zu einem gewissen Grad auch beides auf einem Gitarrentyp spielen. Viele Westerngitarren haben schon einen Elektrischen Tonabnehmer bzw. eine Art Mikrofon eingebaut, so dass Du sie leicht an einen Verstärker anschließen kannst. 

Da die Westerngitarre etwas schwerer zu greifen ist als eine Konzertgitarre, so wäre es wichtig, dass die Westerngitarre keine ganz billige ist, sonst tust Du Dir sehr schwer beim sauber Greifen. 

Geh in ein Fachgeschäft, lass Dich beraten, spiele zur Probe!

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Bluemilk 24.08.2016, 07:56

Ergänzung: Eine Gibson J-45 ist natürlich schon eine sehr gute und nicht ganz billige Gitarre, aber schau, dass Dir kein billiger chinesischer Nachbau angedreht wird!

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Mediachaos 24.08.2016, 11:45

Fast komplett. Nur, dass man Westerngitarren mindestens ebensogut zupfen kann, das hat Du ein wenig unterschlagen. Das geht mit klassische Musik wie auch mit modernen Tunes.

Weitere Spieltechniken wie z.B. Tapping, sind mit Stahlsaiten besser realisierbar als auf Nylonsaiten.  

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Kannst du eine Gitarre spielen, kannst du jede Gitarre spielen.

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Ja kann man, ist vom Spielen her eigentlich gleich.

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