Westdeutschland und Märchen

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3 Antworten

Der Umgang mit Märchen ist über die Jahre sehr wellenartig gewesen. Von den Nazis wurden sie als Anti-Juden-Geschichten umgedeutet. Danach gab es seitens der Briten versuche, die Märchen zu verbieten, was nicht umgesetzt wurde. Dann ging das Märchen in eine Krise und hatte einen eher schlechten Ruf, bis Bettelheims Buch "Kinder brauchen Märchen" erschien und das Märchen in der westlichen Welt wieder stärker voranbrachte. Märchenverfilmungen wurden aber in der Zeit des kalten Krieges vor allem von den osteuropäischen Ländern produziert, daher kann ich die Wahrnehmung (und die Frage) schon verstehen.

Es ist allerdings auch so, dass allgemeinen Tendenzen zum Trotz in den Familien immer Märchen vorgelesen und erzählt wurden. Fakt ist: Die Märchen waren immer verfügbar und bekannt, und spätestens seit den 70er Jahren hatten sie auch in Westdeutschland wieder eine große Bedeutung. Und auch öffentlich gab es immer Anerkennung 1959 erschien eine offizielle Brüder Grimm-Briefmarke und seit 1991 zierten die Brüder Grimm sogar den 1000 DM-Schein.

Nein. Auch "Wessis" lesen ihren Kindern Märchen vor. Ich habe auf meinem Kindle etliche Märchenbücher, weil ich sie selber noch gerne lese. Vorhin lief " Drei Nüsse für Aschenbrödel" einer der schönsten Märchenfilme die ich kenne.

roar17 01.12.2013, 18:32

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

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Nein. Aber was genau verstehst du unter "damaliges"?

Artpop96 01.12.2013, 18:23

Ich wollte jetzt nich "Wessis" sagen. (;

Also ob die "Wessis" nicht so viel wert auf märchen legen.

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