West - Berlin 1970-1980?

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3 Antworten

Eine Frage, die nach so langer Zeit schwer zu beantworten ist. Es wäre gut gewesen, wenn die Lehrerin/der Lehrer vielleicht einen Schwerpunkt gesetzt hätte. So kann man nur mal überlegen, was war damals eigentlich?

Ihr seht schon, das wird jetzt etwas länger:

Generell ein Problem von 1948 bis 1990 war der Wohnungsbau in West-Berlin. Kriegsbedingte Baulücken gab es sicher noch, aber niemand, der wegen der politischen Situation hier investieren wollte. Die Angst, dass der Warschauer Pakt irgendwann West-Berlin doch noch einnimmt, war zu groß. So gab es hier fast ausschließlich Wohnungen im sozialen Wohnungsbau. Berlin konnte sich das leisten, von den heutigen fast 60 Mrd. € Schulden konnte damals keine Rede sein, im Gegenteil! Berlin war sogar Geberland im Finanzausgleich, u.a. Bayern sagte danke. Das waren noch Zeiten...

Das zweite Problem, auch schon seit den 1960er Jahren, war die S-Bahn, die in West-Berlin auch von der DDR-Reichsbahn betrieben wurde. Es gab seit dem Mauerbau einen S-Bahn-Boykott, den fast alle befolgten. So fuhren meist nur leere S-Bahn-Züge durch West-Berlin, immer kürzer, teilweise nur noch im 30-Minuten-Takt, ab 21:30 begann schon die Nachtruhe. Berlin tat alles, um auch die letzten Fahrgäste abzwerben, um die S-Bahn überflüssig zu machen. Allein die U-Bahnlinie 7 wurde - parallel zur Ringbahn - von Möckernbrücke in Kreuzberg bis nach Rohrdamm  in Siemensstadt verlängert. Dazu wurde - direkt neben der Ringbahn - die Autobahn A 100 gebaut. Hier fuhr auch ein Linienbus, damit niemand auf die S-Bahn angewiesen war. Wer heute die A 100 befährt, kann die Haltebuchten für die Bushaltestellen noch erkennen.

Einzig die S-Bahn nach Wannsee behielt einen gewissen Verkehrswert. Die auch hier parallel fahrenden Buslinien waren zu langsam für diese weite Strecke und erreichten auch den Strandbad Wannsee nicht. Am 18. September 1980 gab es einen Streik bei der S-Bahn, in dessen Folge der Betrieb auf vielen Strecken eingestellt wurde, auch auf der Wannseebahn. Nun musste man den Bus nehmen.

Mehrere solcher Parallelstrecken entstanden in jener Zeit. Als Folge dessen ist der ehemalige Westteil Berlins verkehrstechnisch sehr gut erschlossen. Sowohl für den ÖPNV als auch für das Auto gibt es immer eine Alternativroute, um ans Ziel zu gelangen.

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Mir ist gerade unklar in welche Richtung deine Frage gehen soll. Die Stadtautobahn wurde z.B. gebaut, bzw. erweitert. Der Bierpinsel wurde errichtet und der Steglitzer Kreisel wurde für Geld erbaut, aber nicht fertig gestellt. Ansonsten wurde viel modernisiert oder neu gebaut. Ich schätze mal, du mußt etwas genauer mit deiner Frage werden.

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Kommentar von Frage9399
25.10.2015, 12:43

Ich brauche ALLES was in diesem Zeitraum geschehen ist und mit Geografie zu tun hat. Am besten wären größere Ereignisse wie zum Beispiel die Modernisierung.( Hast du vielleicht paar Links dazu ?)

genauer kann ich leider nicht werden. Vielen Vielen Dank.

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