Weshalb will die Schweiz nicht in die EU?

8 Antworten

Die Schweiz hat eine lange Tradition des Subsidaritätsprinzips, das heisst, möglichst viele Aufgaben sollten von der möglichst kleinen Einheit des Staates erledigt werden. Die Gemeinden in der Schweiz sind somit sehr einflussreich und erledigen sehr viele Aufgaben im eigenen Ermessen. Was über diese Aufgaben hinausgeht, wird vom Kanton erledigt und nur die Aufgaben, die vom Bundesstaat erledigt werden müssen (z.B. Landesverteidigung oder internationale wirtschaftliche bzw. politische Abkommen), werden von der Schweizerischen Eidgenossenschaft wahrgenommen.

Die EU funktioniert genau umgekehrt. Immer mehr Aufgaben müssen an die Zentralregierung in Bruxelles abgegeben werden, die Länder verlieren so an Einfluss. Auch bestimmen die grossen Mitgliedsländer Frankreich und Deutschland die Politik der EU praktisch im Alleingang, die kleinen Länder haben so nichts zu sagen.

Auch ist z.B. die Wirtschaftskrise an der Schweiz praktisch spurlos vorübergegangen, während die EU sich in den Strudel hat mitreissen lassen. Die EU hätte gerne die Schweiz als Mitglied, weil wir dann Milliarden nach Bruxelles pumpen müssten und im Gegenzug einige Milliönchen zurückerhalten würden. Wenn überhaupt.

Dies sind alles Punkte, welche die EU für die Schweizer wenig attraktiv erscheinen lässt. Und so würde - sollten wir wirklich einmal über einen Beitritt abstimmen, was bis jetzt noch nicht geschehen ist - bei einer Abstimmung ein Nein-Anteil von geschätzten über 80% zu erwarten sein.

Mich persönlich Stört es, dass man die Souveränität des Staates an Brüssel abgeben müsste. Des weitere haben wir eine direkte Demokratie, mit Entscheidungen welcher das Brüsseler Parlament nicht gutheissen würde und evtl. würde die direkte Demokratie nicht mehr so funktionieren.

Ein anderer Punkt ist, wenn wir ehrlich sind wird die EU durch die grossen Nationen regiert. Die kleinen Länder haben kaum Mitspracherecht.

Ich glaube, dass sagt alles ;-)

  ;-)  - (Schweiz, EU)

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