Weshalb werden Religionen heutzutage noch praktiziert?

...komplette Frage anzeigen

20 Antworten

Die Antwort warum Religionen heute noch praktiziert werden ist einfach: Indoktrination

Den Menschen wird beigebracht dass ihr Glaube der richtige ist, weshalb sie glauben. Andere verfahren nach dem Bestätigungsfehler und finden ganze Gruppen von anderen Gläubigen, welche ihre Vermutungen, Fantasien und Vorstellungen bestätigen, jedoch nicht beweisen.

aber dennoch nicht vollkommen auf irgendeine Art "Geisteshaltung", verzichten.

Die Frage die du dir stellen solltest wäre viel eher: WARUM du auf so eine Geisteshaltung nicht verzichten willst, oder kannst.

Was gibt es dir zu glauben?

Ich hab eine Antwort für dich:

In unserem Gehirn gibt es ein spezielles Zentrum das belohnend auf Fantasie  reagiert. Dieses Zentrum wird aktiv wenn wir erfundene Geschichten hören, sie erzählen oder auch selber erfinden, wie bei Märchen oder Sagen.

Dasselbe Zentrum wird auch aktiv wenn wir uns mit religiösen Geschichten, Predigten und dem Beten befassen.

Sprich der Wunsch nach Religion, nach Glauben, nach Göttern entspringt einem Gehirnzentrum welches für fantastische Geschichten zuständig ist.

Wenn ein Mensch glaubt, ist der Effekt noch um einiges stärker, weil zu dem Gehirnzentrum persönliche Gefühle geweckt werden.

Ist denn der Placebo-Effekt wirklich der einzige Effekt der beim "glauben", auftritt?

Das und psychosomatische Effekte.

Unser Gehirn steuert die Gefühle. Wenn wir uns lange genug einreden von einem unsichtbaren kosmischen Zauberer geliebt zu werden, reagiert unser Gehirn mit dem Befehl zur Ausschüttung entsprechender Hormone, was zur Folge hat, das wir tatsächlich Liebe empfinden.

da frag Ich mich muss Ich das wirklich?

Nein, musst du nicht.

Du kennst meinen Eröffnung in Bezug auf diese Frage?

"Als Mann der Wissenschaft glaube ich grundsätzlich nicht."

Das kannst du auch, das kann jeder. Und das tut der eigenen Fantasie oder dem Erlebenswert der Welt und des Lebens keinerlei Abbruch. Im Gegenteil, es fördert dies sogar, wenn man sich im Klaren darüber ist wo die Grenze zwischen Fantasie und Realität liegt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dhalwim
06.09.2016, 21:25

@Andrastor

Ah Ich verstehe, so wie bei Klarträumen nicht wahr? Oder doch etwas anders?

LG Dhalwim

0

1. Religion spendet in erster Linie Trost. Sie nimmt die Angst, vor dem Tod. Der Mensch "ist". Und wenn er stirbt, hört er auf zu "sein" und das macht vielen Angst. Einfach weg. Und dann? Wozu das ganze? Wozu Liebe, wozu Leid, wieso überhaupt abrackern, nett sein, leben, wenn man dann einfach weg ist. Mit der Religion malt man sich ein Bild, was dann sein könnte. Und das tröstet und nimmt die Angst. Diese Angst hab ich z.B. auch. Ich will nicht einfach weg sein, ich will etwas, an dem ich mich fest halten kann, etwas, das mir einen Grund gibt, ein guter Mensch zu sein. Und gut zu sein ist in meiner Religion der Hauptgrundsatz. Da geht es nicht darum, irgendwas zu wissen. Deswegen heißt es ja auch "Glauben". Es geht einfach darum, etwas zu glauben.

2. Eine Alternative zur Religion wäre natürlich die Esoterik. Die braucht keine Götter oder irgendwelche heiligen Wesen. Zen zum Beispiel. Da geht es einfach ums Sein. Ein guter Mensch zu sein und Gutes zu tun. Das Leben zu leben, jeden Tag.

3. Und ja, es ist nur der Placeboeffekt. Es macht den Menschen im Idealfall glücklich und "Glück" lässt sich im Endeffekt tatsächlich auch im Hirn und in Form von Hormonen in Blut nachweisen. Das "Seelenheil". Wenn man dieses auch erreicht, ohne eine Religion zu haben, ist das doch schön. Aber es ist auch nicht schlimm, wenn man dafür einen bestimmten Weg wählt, der einen Namen trägt, solang er zu einem passt. Ich hab so lange gesucht...ich wusste immer, dass ich an irgendetwas glaube, wusste aber nicht was. Das war okay, ich war damit zu frieden, aber ich hab mich gefreut, wie ein kleines Kind, als ich etwas fand, das genau auf das passte, was ich eh glaube und dem einen Namen geben konnte. Endlich weiß, welche Stichworte ich jemandem geben kann, wenn ich gefragt werde, ob und woran ich glaube und weiß, wo ich gleichgesinnte finde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich sehe einen deutlichen Unterschied zwischen organisierter Religion und dem individuellen Bedürfnis nach Spiritualität.

Letzteres äußert sich häufig in so genannter Patchwork-Religiosität - man hamstert sich aus allen Lehren ein persönliches Weltbild zusammen

Organisierte Religionen

  • Religionen sind Trostsysteme für Krisensituationen
  • Religionen bieten einen Lebenssinn
  • Religionen bieten durch klare Regeln eine Orientierung
  • Religionen spenden international Gemeinschaft
  • Religionen erfüllen das Bedürfnis nach Ritualen

Nachteilig ist in diesem Fall, dass man zum Glauben an bestimmte Lehren "verpflichtet" wird, selbst wenn sie einem nicht gänzlich zusagen.

Auch, dass es Autoritätspersonen mit Sonderstatus und bestimmte Gebräuche gibt, deren Befolgung erwartet wird, stören manche Menschen

Patchwork-Religiosität

  • Patchwork ermöglicht soziale Freiheiten
  • Patchwork ermöglicht freie Sinnsuche
  • Patchwork ist Ausdruck von Individualismus
  • Patchwork bringt Kontakt zu verschiedenen Menschen

Nachteilig ist in diesem Fall, das man kaum "Gleichgesinnte" findet, weil praktisch jeder seiner eigenen Vorstellung folgt.

Außerdem führt die Beliebigkeit dazu, dass man verbindliche Werte vermisst. Wenn mir eine selbst auferlegte Regel nicht passt, ignoriere ich sie halt.

Effekt des Glaubens

Wie du siehst, hat der Glaube unterschiedliche Effekte - psychologisch-emotionale genau so wie solche moralisch-sozialer Art.

Es geht also nicht nur um den Wohlfühl-Faktor, "ich fühle mich wohl, weil ich glaube", sondern es gibt eben auch eine Identität, Orientierung und Sinn.

Ich denke, Religiosität kann sich sowohl positiv als auch negativ auswirken.

Wenn man daran glaubt, dass eine Krankheit oder Krise eine Strafe oder Prüfung Gottes ist, ergibt man sich seinem Schicksal und wird passiv.

Wenn man daran glaubt, dass Gott einem aus dieser Krankheit oder Krise helfen wird, dann ist man positiver und geht das Problem aktiv an.

Beides könnte sich beispielsweise zumindest theoretisch auf das Immunsystem und damit auf die Chancen einer Genesung auswirken.

Der jeweilige Effekt wäre dann eben nicht auf göttliche Intervention sondern auf beispielsweise auf Placebo und Psychosomatik zurückzuführen.

Ich selbst bin Buddhist und sehe mich als religiösen Menschen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Veri12
06.09.2016, 21:58

Das war ein sehr netter Kommentar. Sehr lesenswert! Ich habe zwar die Frage nicht selber gestellt, aber die Antworten haben mich trotzdem interessiert und Du triffst es genau auf den Punkt. Vergelt's Gott! :)

1

Ich denke, dass Religionen nicht nach dem Prinzip "Beweis/Widerlegung" funktionieren. Entweder wird man in eine entsprechende Religionsgemeinschaft hineingeboren (dann übernimmt man im Wesentlichen das, was Vater/Mutter/Familie auch glauben) oder man entscheidet sich später für eine bestimmte Religion (oder auch für keine). 

Religionen stehen nicht im "luftleeren Raum", sondern sind an eine konkrete Tradition, meist auch an eine konkrete Schrift (Bibel, Koran, usw.) gebunden. Insofern steht die Religion oft auch im Zusammenhang mit einer bestimmten Vergangenheit. Zudem stehen sie in Verbindung mit einer bestimmten Gemeinschaft und den dazu gehörigen Riten (in die Kirche/Moschee gehen usw., die entsprechenden Feiertage feiern, Wallfahrten usw.).

Insofern geben sie den Menschen einen gewissen Rahmen (was zu tun ist, was zu lassen ist, was zu hoffen ist...). Und Orientierung. Die Welt ist kompliziert, und viele Menschen lieben eine schlichte Antwort. Der Bezug auf einen Gott (als Vaterfigur, alternativ gibt es auch Maria als Mutterfigur) beruhigt viele, und nach einem Gebet fühlen sie sich besser.

Die Welt ist im ständigen Wandel, und auch mir geht es oft so, dass - wenn ich in einer alten Kirche stehe - ich das Gefühl bekomme "das hier stand schon Jahrhunderte, bevor ich geboren wurde, und das wird hier auch noch stehen, wenn ich nicht mehr da bin". Es ist das Gefühl der Beständigkeit. "vita brevis, ars longa"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung



Ist denn der Placebo-Effekt wirklich der einzige Effekt der beim "glauben", auftritt? Mir wurde oft gesagt, "an irgendwas musst du aber glauben" naja, da frag Ich mich muss Ich das wirklich? Ich denke nicht, nur ist Placebo der einzige Effekt?

Man glaubt immer etwas, man kann nichts zu hundert prozen wissen. Auch in der Wissenschaft nicht. So sind z.B. die Netwnschen Axiome nicht bewiesen. Deswegen heißen sie ja auch Axiome ;-)

Auch in der Mathematik sind Grundannahmen getrofen wordenm, die nicht zu beweisen sind.

In jedem hinreichend komplexen System gibt es Aussagen, die im jeweiligen System weder bewiesen oder widerlegt werden können. Siehe dazu
Gödelsche Unvollständigkeitssatz

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6delscher\_Unvollst%C3%A4ndigkeitssatz







Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bitte dich, lasse dich nicht von irgendwelchen religiösen Menschen beeinflussen. Du adaptierst dann nur deren Meinung. Mache es wie ein Atheist und lerne. Beschäftige dich mit der Ethik und allen Religionen die es gibt. Wenn du eine für dich passende Religion findest ist das schön du kannst ja auch deine eigene Religion Gründen wenn dich immer irgendwas stört. 

Das Einzige was ich dir rate ist nicht auf scheinheilige Prediger reinzufallen sondern dich selber mit der Religion ausgiebig befasst. Achte darauf, dass sich die Religion bzw. Das was in der Religion gepredigt wird sich innerhalb der ethischen Grenzen hält. 

Die Ethik ist das konzentrierte Gute aus allen religiösen Texten. Die Ethik ist und bleibt absolut und kann nicht ausgelegt werden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Deine Frage lautet, weshalb heutzutage Religionen noch praktiziert werden.

Die Antwort darauf lautet:

Aus tiefer inniger Angst vor Bestrafung.

Die Welt akzeptiert den traditionellen Weg und folgt ihm. Die eigentliche Ursache der Unordnung in uns ist das Suchen nach einer Realität, die uns von einem anderen versprochen wurde. 

Wir folgen mechanisch dem, der uns ein wohltuendes spirituelles Leben zusichert. Es ist höchst seltsam, dass, obgleich wir uns der politischen Tyrannei und Diktatur widersetzen, wir innerlich die Autorität, die Tyrannei eines anderen hinnehmen, die unseren Geist und unser Leben verwirrt. 

Wenn wir nun jede sogenannte spirituelle Autorität mitsamt allen Zeremonien, Riten und Dogmen verwerfen, nicht intellektuell, sondern tatsächlich, bedeutet das, dass wir allein stehen und uns damit bereits in Konflikt mit der Gesellschaft befinden. 

Während der ganzen theologischen Vergangenheit ist uns von religiösen Lehrern versichert worden, dass wir, wenn wir bestimmte Riten verrichten, bestimmte Gebete oder Mantras wiederholen, uns gewissen Normen anpassen, unsere Wünsche unterdrücken, unsere Gedanken kontrollieren, unsere Leidenschaften sublimieren, unsere Triebe eindämmen und uns sexueller Ausschweifungen enthalten, dass wir - wenn Geist und Körper ausreichend gefoltert sind - dann etwas jenseits dieses bedeutungslosen Lebens finden werden. 

Und das haben Millionen sogenannter religiöser Menschen Jahrhunderte hindurch getan, entweder in der Abgeschiedenheit, indem sie in die Wüste oder in die Berge oder in eine Höhle gingen oder mit der Bettelschale von Dorf zu Dorf wanderten oder sich in einem Kloster als Gruppe zusammenfanden und ihren Geist zwangen, sich einem festgelegten Vorbild anzupassen. 

Aber ein gequälter Mensch mit einem zerbrochenen Geist, ein Mensch, der diesem ganzen Tumult zu entrinnen trachtet, der der äußeren Welt entsagt hat und durch Disziplin und Anpassung abgestumpft wurde, solch ein Mensch, wie lange er auch suchen mag, wird nur finden, was seinem irregeleiteten Geist entspricht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dhalwim
07.09.2016, 17:54

@derMannohnePlan

Also sind religiöse Menschen (bildlich gesprochen) blind? Tja, dann kann Ich nur von Glück reden, dass Ich mich schon mit 19 daraus befreit habe.

LG Dhalwim

1

Hallo Dhalwim, als Physikerin möchte ich dir das von einer ganz anderen Seite beantworten.

1. Hauptsächlich, weil es von Eltern und anderen Autoritätspersonen an die Kinder weitergegeben wird. Nichts ist so stark wie die Eindrücke, die wir in unserer Kindheit erhalten. Dies ist sehr gut untersucht. Ich kenne jemanden aus den USA, der in den 1960ern ein katholischer Pfarrer war, aber nun Atheist ist und einen Youtubekanal führt, wo er über Religion aufklärt. Er hat in einem Video erklärt, dass er sein ganzes Leben lang diese Glaubenskette gesehen hat, also die Weitergabe des Glaubens, und das der Kern letztlich dieser ist: Die Menschen können sich nicht vorstellen oder wollen es nicht akzeptieren, dass ihre Eltern falsch lagen, dass ihre Pfarrer falsch lagen, oder das sie sie angelogen haben könnten. Es ist diese Vorstellung, dieses Gefühl, was dem Glauben der Menschen zugrunde liegt. In der DDR war der Glaube verboten, und nun haben wir fast vollständige Irreligiosität in diesem Gebiet. Studien gelang es nicht, auch nur einen jungen Menschen zu finden, der dort Religiös ist. Warum? Weil es nicht an die Kinder weitergegeben wurde!

2. Hier komme ich als Physikerin ins Spiel. Dein Ersatz für den Glauben ist der Kosmos und all seine erstaunlichen Inhalte. Wenn wir in der Naturwissenschaft von alledem lernen und verstehen, was auf der Erde und im Rest des Weltalls geschieht, empfinden wir die gleichen Emotionen wie jemand, der eine spirituelle Erfahrung hat. Denn wir alle haben das gleiche emotionale Gehirn, verbinden unsere Emotionen aber lediglich mit verschiedenen Dingen. Ich möchte dir dringend nahelegen, dir die Doku-Reihe "Unser Kosmos - Die Reise geht weiter" anzusehen. Das ist die Neuauflage einer der wichtigsten Dokumentationen aller Zeiten und versucht gerade dieses Gefühl in den Menschen auszulösen, die es bisher noch nicht kannten. Auf Netflix und Amazon Prime Video findest du sie z.B. kostenlos. Ansonsten ist Youtube und vor allem die englische Sprache dein Freund: ich schaue jeden zweiten Tag mindestens einen Vortrag von Wissenschaftlern aus verschiedenen Gebieten, wie etwa TED Vorträge, World Science Festival, etc. Auch der Philosoph Dan Dennett, einer der Größten unserer Zeit, empfiehlt das Gleiche wie ich, nämlich die Religion durch eine Zelebrierung der Wirklichkeit zu ersetzen; seine Bücher und Vorträge sind augenöffnend. 

3. Siehe 2.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dhalwim
07.09.2016, 17:59

@DieMilly

Ah! Verstehe, hmm... das ist eigentlich traurig, aber dennoch kann man nix machen. Aber Sterne hört sich toll an, der Kosmos hat mich schon als Kind fasziniert.

Ich sehe gerne Sterne, sie sind wie ein Traum (und sie Milly übrigens auch, ihre Augen funkeln nämlich wie 2 Sterne so hübsch sie sind *_*)

Ok nein, verzeihung, das war nur kurz... ja sie Wissen schon :)

LG Dhalwim

0

Religionen werden praktiziert, weil Menschen Trost und Hoffnung in der Spiritualität suchen. Wer soll Dich in welcher Weise dazu zwingen, "an irgend etwas zu glauben"? Das kann doch Jeder auch bleiben lassen!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Bei Religion (zumindest nach meiner Ansicht) geht es nicht darum, etwas zu verehren was tatsächlich geschehen ist oder auch nicht. Oder existiert oder auch nicht. Religion spendet einfach Trost. Das ist das Entscheidende.

Und allein deshalb hat sie meiner Meinung nach eine Daseinsberechtigung.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich praktiziere meine Religion nicht, habe mir aber fest vorgenommen, dass irgendwann zu tun, wenn die Zeit gekommen ist. 

Ich lebe in einem relativ religiösen Umfeld und meine Mutter praktiziert die Religion noch aktiv, noch strenger aber meine Großmutter und meine Tanten, Onkels etc. - meine Mutter (zum Beispiel) ist aber nicht dumm oder sonstiges, sie schwört eben einfach auf Tradition, und Religion gehört für sie nun einfach dazu. Außerdem hat sie große Vorbilder, die religiös waren. 

Meine Familie praktiziert die Religion also einfach aus dem Grunde, weil es zu unserer Kultur gehört und die meisten unserer Bekannten (oder Freunde der Familie) auch streng religiös sind. Für Atheisten klingt dass natürlich unverständlich und naiv, man möge diese Gründe als banal verachten, aber darüber lässt sich diskutieren. Glaube ist viel mehr als eine blinde Hingabe an eine höhere Macht, deren Existenz nicht einmal sicher ist.

Religion ist eine Hilfe für viele Leute und kann Leuten Kraft, Hoffnung und Zufriedenheit geben. Ich bin ein sehr rational denkender Mensch und habe auch schon oft an Gottes Existenz gezweifelt. Es gab schon Zeiten, in denen ich eher Atheist als Anhänger meiner Religion war. Ich habe aber herausgefunden, dass ich mich ohne den Glaube an Gott einfach nicht gut fühle. Ich brauche etwas, an dem ich festhalten kann. Jemanden, zu dem ich beten kann, ob er nun zuhört oder nicht.

Ich hatte das gleiche Problem wie du auch schon, wie ich bereits geschrieben habe war ich eine Zeit lang auch sehr zynisch und habe jederlei Gottheit verachtet und abgelehnt, dass war allerdings nur eine sehr kurze Zeit. Ob man nun einer Religion angehören will oder nicht, ist ja jedem selbst überlassen! Aber wenn du wirklich nach einer Art Geisteshaltung suchst, kann ich dir nicht weiterhelfen. Ich könnte dir in dieser Hinsicht nur den Glaube an Gott (bzw. eine höhere Macht) vorschlagen, aber diesem hast du wahrscheinlich schon "abgeschworen" - was ja auch nicht schlimm ist :)

LG 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Im Laufe deiner diversen Gesinnungsänderungen gibst du zu, auch mal Christ gewesen zu sein, aber es einfach nicht hinbekommen kannst, an Esoterik, Götter, Hexerei, Zauberei, Glück, Unglück zu glauben. Wenn das deine Sicht vom Christentum ist, wundert mich gar nichts. Die von dir genannten Dinge stehen im krassen Widerspruch zum christlichen Glauben und ich kenne keine Glaubensgemeinschaft, die damit handelt.

Deine Frage wird hier jeden zweiten Tag gestellt. Das zeigt schon, dass die Frage nach Gott und Religionen offenbar auch Atheisten nicht los lässt. Ansonsten könnten sie das Thema abhaken und sich nicht daran stören, dass es gläubige Menschen gibt.

1. Das ist deine Sicht der Dinge und eine ziemlich hochmütige - wie ich finde.Religion wurde nie wiederlegt und kann es auch nicht werden. Die gibt es schon, solange es Menschen gibt, denn der Mensch ist hoffnungslos religiös.
Der Mensch sehnt sich nach Antworten und Weisungen, die eben nicht aus dem Rationalen zu liefern sind. Der Menschkann seinem Wesen nach darauf nicht verzichten. Unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in Gott - das sagt Augustinus nach seiner Bekehrung.

Es ist wenig zufriedenstellend, etwas glauben zu wollen um des Trostes in schweren Zeiten willen - solange man nicht weiß, ob es wahr ist. Wenn ich glaube, will ich auch, dass sich die Aussagen des Glaubens erfüllen. Und wenn es sich erfüllen soll, muss ich wissen, dass jemand da ist, der es erfüllt: Gott. Christen glauben nicht ins Blaue hinein, für sie ist der Glaube an Christus keine bloße Vermutung, sondern Gewissheit. Sie haben keinen Zweifel, an die Offenbarung Gottes zu glauben und folgen dem Weg, den Jesus Christus gezeigt hat. Natürlich ist das zunächst ein Wagnis des Glaubens auf der Grundlage des Vertrauens. Wenn man aber bereit ist, das einzugehen, werden Erfahrungen mit dem lebendigen Christus nicht ausbleiben, es geschehen auch heute noch Wunder und Zeichen, die denen verborgen bleiben, die sie nicht sehen wollen. Das gab es damals schon und wird es immer geben.

2. Deine Frage zeigt, dass du dir einen Ersatz schaffen willst, auf den du offenbar auch nicht verzichten willst. Wie soll etwas Erfüllung und Kraft im Leben geben, was selbst zusammengebastelt wurde? Wenn du an etwas nicht glauben kannst und willst, ist das deine Sache. Das heißt aber nicht, dass es Transzendenz nicht gibt, du willst nur ohne sie leben.

3. Frage 3 ist schon oben beantwortet. Ein Placebo-Effekt ist trostlos, wenn nicht eine Wirklichkeit dahinter steht. "Man muss nur dran glauben, dann passiert es auch" wird oft gesagt. Als wenn man ein Schicksal erzwingen könnte oder über Gottes Allmacht verfügen. An "irgendetwas" glauben, geht an der Wahrheit vorbei.  Ich glaube an Gott, der mein Leben lenkt und lasse mich auf die Fügungen ein, die mir geschickt werden. Für mich ist Jesus Christus ein personales DU, der zu mir in einer Beziehung der Liebe steht und der mich voller Liebe durchs Leben begleitet. Das ist der Effekt, ohne den ich nicht leben kann und möchte.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dhalwim
07.09.2016, 17:49

@Raubkatze45

Im Laufe deiner diversen Gesinnungsänderungen gibst du zu, auch mal
Christ gewesen zu sein, aber es einfach nicht hinbekommen kannst, an
Esoterik, Götter, Hexerei, Zauberei, Glück, Unglück zu glauben. Wenn das
deine Sicht vom Christentum ist, wundert mich gar nichts. Die von dir
genannten Dinge stehen im krassen Widerspruch zum christlichen Glauben
und ich kenne keine Glaubensgemeinschaft, die damit handelt.

Ich habe nie behauptet, dass das meine Sicht vom Christentum wäre. Ich kann nur an solches Zeug nicht glauben, so ist das sie haben mich falsch verstanden.

(Davon abgesehen, gibt es haufenweise Religionen die einander widersprechen, das ist das nächste.)

Deine Frage wird hier jeden zweiten Tag gestellt. Das zeigt schon, dass
die Frage nach Gott und Religionen offenbar auch Atheisten nicht los
lässt. Ansonsten könnten sie das Thema abhaken und sich nicht daran
stören, dass es gläubige Menschen gibt.

Das zeigen sie mir bitte, das kaufe Ich ihnen jetzt nämlich nicht ab. Als Ich die Frage eingab, wurden keinerlei empfehlungen an ähnliche Fragen gestellt.

Zudem, sind das Meinungsverschiedenheiten, und da finde Ich kann ein Atheist nicht "einfach so", dieses Thema abhaken, solange er mit gläubigen zu tun hat, das muss jetzt nicht's heißen aber Ich mein ja nur. Ich wage sogar zu behaupten, jeder kommt als Atheist auf die Welt, von daher.

1. Das ist deine Sicht der Dinge und eine ziemlich hochmütige -
wie ich finde.Religion wurde nie wiederlegt und kann es auch nicht
werden. Die gibt es schon, solange es Menschen gibt, denn der Mensch ist
hoffnungslos religiös.
Der Mensch sehnt sich nach Antworten und
Weisungen, die eben nicht aus dem Rationalen zu liefern sind. Der
Menschkann seinem Wesen nach darauf nicht verzichten. Unser Herz ist
unruhig, bis es Ruhe findet in Gott - das sagt Augustinus nach seiner
Bekehrung.

Eine hochmütige Sicht der Dinge? Wissen sie eigentlich, dass Ich hier zum Großteil sachlich geschrieben habe? Davon abgesehen, vielleicht hätte Ich nicht schreiben sollen "Religionen wurden widerlegt", aber deren Thesen ganz sicher.

Gutes Beispiel "Helio/Geozentrisches Weltbild", Evolutionstheorie, Urknalltheorie etc. Ich kann ihnen ne ganze Liste schreiben wenn sie möchten.

Zudem Religionen widerlegen sich schon längst gegenseitig, also Ich weiß ja nicht ne. Daher finde Ich Religionen per se auch unlogisch, nichts für ungut.

Mag sein, dass der Mensch "hoffnungslos", religiös ist, aber er ist auch "hoffnungslos wissenschaftlich", seine neugier die Welt zu erkunden und zu verstehen lassen ihn so manchen Erkenntnisgewinn bekommen!

Es ist wenig zufriedenstellend, etwas glauben zu wollen um des Trostes
in schweren Zeiten willen - solange man nicht weiß, ob es wahr ist. Wenn
ich glaube, will ich auch, dass sich die Aussagen des Glaubens
erfüllen. Und wenn es sich erfüllen soll, muss ich wissen, dass jemand
da ist, der es erfüllt: Gott. Christen glauben nicht ins Blaue hinein,
für sie ist der Glaube an Christus keine bloße Vermutung, sondern
Gewissheit. Sie haben keinen Zweifel, an die Offenbarung Gottes zu
glauben und folgen dem Weg, den Jesus Christus gezeigt hat. Natürlich
ist das zunächst ein Wagnis des Glaubens auf der Grundlage des
Vertrauens. Wenn man aber bereit ist, das einzugehen, werden Erfahrungen
mit dem lebendigen Christus nicht ausbleiben, es geschehen auch heute
noch Wunder und Zeichen, die denen verborgen bleiben, die sie nicht
sehen wollen. Das gab es damals schon und wird es immer geben.

Tja, gegen den glauben an sich habe Ich auch nie was gesagt. Ich meinte nur Ich könne nicht an Dinge glauben, von denen Ich net weiß ob se existieren.

Und ob's das immer geben wird, nun von mir aus Ich habe nicht's dagegen.

2. Deine Frage zeigt, dass du dir einen Ersatz schaffen willst, auf den
du offenbar auch nicht verzichten willst. Wie soll etwas Erfüllung und
Kraft im Leben geben, was selbst zusammengebastelt wurde? Wenn du an
etwas nicht glauben kannst und willst, ist das deine Sache. Das heißt
aber nicht, dass es Transzendenz nicht gibt, du willst nur ohne sie
leben.

Selbstverständlich nicht! Wo denken sie auch hin? Nein, das eigentliche Problem ist ja das, Ich meine, wenn Ich an etwas unbewiesenes Glaube, dann kann es gut sein, dass Ich mich selbst anlüge.

Das kann's ja wohl nicht sein! Und natürlich, es kann schon sein, dass die Wissenschaft andere Dimensionen noch nicht erforscht hat, aber solange Ich davon nicht's mitbekomme oder es nicht tatsächlich sehe glaube Ich das garnicht.

Transzendenz KANN es geben, da Ich jedoch keinerlei Belege oder Beweise für meine "These", habe muss Ich sie als "Unwahr", gegeben sehen, bis sie bewiesen bzw. belegt ist.

TEIL1

0
  1. kompliziert.
  2. klar. Da kannst du viel aus der Psychologie und Physiologie, etc. lernen, was für die gesunde Bildung und Pflege der Psyche gut ist. Man kann auch als Gläubiger Gott ausblenden, und sich einfach überlegen, was ist gut und schädlich und nichts davon, wenn es um Haltungen geht, und schon Fortschritt dabei machen, herauszufinden, wie man geistig erfüllt sein kann. Ob es Gott gibt oder nicht, das spielt erst eine Rolle dabei, wenn man feststellen will, ob es dieses durch analytisches Denken abgeleitete Ideal schon verwirklicht ist, bzw. ob es eine Gestaltungsmacht für die moralische Dimension gibt, oder ob dies (?die moralische Dimension) letzten Endes eine Illusion ist, und ob wir einfach uns damit abfinden müssen und hoffen, dass alle so mitmachen an der Illusion, damit wir alle zusammen einen besseren Zustand der Existenz erreichen können—auch diejenigen, die sich keine Gedanken um ihre Mitmenschen…
  3. stimme dir zu: Placebo und Show ist nicht die Substanz eines ernst zu nehmenden Glaubens, leider substituieren viele den Glauben durch sowas, weil es an der dummen Haltung vieler Menschen liegt, eher sofort ein Wunder oder Spektakel zu sehen, als sich mit der echten Welt zu beschäftigten und schon in ihr die „Wunder“ durch sorgfältiges Wissen, und Reflektieren zu entdecken. Du musst dir Derren Brown anschauen: er entlarvt das, was an vielen charismatischen Kirchen als Wirkung Gottes ausgegebenen wird, als psychologische Tricks. Wiederum sieht man, das Bauchgefühl gewinnt: auch als (nicht charismatischer) Christ merkt man, irgendwas stimmt nicht bei solchem Zeug. Wenn dir Freunde behaupten, hier sei die Gegenwart Gottes, und du dir umsiehst und siehst Menschen auf dem Boden kriechen oder was Bescheuertes, dann glaube es bitte nicht. Das ist einfach eine Schande, dass man Gott auf sowas lahmes reduziert, statt einfach durch übliche Dinge wie die Struktur der Welt, die Physik, die Evolution, etc. seine Macht und Genialität anzuerkennen

Zu 1: Kommt auf die Religion an und die Richtung innerhalb der Religion. Oberflächlich wenn man über Status Quo Gläubiger redet (z. B. sind angeblich 60% aller Deutschen christlich und 80% aller Skandinavier, etc. aber im Alltag hat man einen komplett anderen Eindruck—da entsprechen die Anteile der Realität nicht), so liegt es eher an der Kultur—da ist der Glaube automatisch da, wie jeder automatisch Weihnachten feiert oder die oder die Fußballmannschaft „unterstützt“. Da hat man sich kaum mit dem Glauben an sich beschäftigt sondern interessiert man sich nur für die Form (Liturgie, Status, usw.). Das erklärt viel. Ich bin sehr vielen Arabern begegnet, bei denen das Muslimensein als eigentlich nichts anderes als Sozialstatus wirkt. Viele Perser sind „muslimisch“ nur in Iran wegen der Regierung, dann sagen sie anderen im Ausland, sie glauben eigentlich nicht an Gott. Viele Inder seien Hindu… aber die verbinden das mit Familie (sowie viele Katholiken), und das aufrechterhalten der Religion hat eher damit zu tun (die Schätzen ihre Kultur) als mit dem Glauben als solches. Viele haben über die Funktion (Trost, Gemeinschaft) geredet: das spielt auch eine Rolle, was Leute bindet, und das sind nicht immer schlechte Dinge, nur sind sie natürlich nicht ausreichend zur Überzeugung eines Glaubens.

Dann gibts die Verzweigungen: warum glauben diese Buddhisten an Animismus und Aberglauben und böse Geister (geh nach Ostasien) und die Buddhisten im Westen an was anderes? Warum glauben diese Christen an dieses und andere an jenes? Ortsfaktoren und soziales Umfeld können da etwas prägen, aber hier hat man Leute, die mindestens ein wenig über ihren Glauben nachgedacht haben, um eine genauere Richtung zu wählen.

Der Filter wird enger und du wirst tatsächlich Menschen finden mit wohl überlegten Weltanschauungen finden. Leider sind das die wenigen, aber dennoch eine beträchtliche Masse an Menschen. Das Baby also nicht mit der Badewanne rauswerfen, wenn du Glauben so abtust. Es gibt natürlich die Mehrheit, die einfach mit dem Strom gehen, aber viele (auch wenn sie die Minderheit bilden), die das nicht tun, und trotzdem an (einen) Gott glauben.

Was es Widerlegungen angeht—das ist eine andere Geschichte. Das Spiel hat (mindestens) zwei Spieler: Angreifer und Verteidiger oder Verteidiger zweier Weltanschauungen. Und das Spiel ist längst nicht aus. Jeder Einwand wird gewehrt und gegen jede Verteidigung wird argumentiert. Und bisher hat niemand das Spiel gewonnen. (Mit „Spiel“ meine ich den langen Dialog zw. je zwei Weltanschauungen, die endlosen Debatten und akademische Literatur, usw.)

Religion beiseite, die Gottesfrage gilt als eines der größten bisher ungelösten Probleme menschlichen Denkens. Laut Kant ließe sich die Frage sogar nie auflösen. Also hast du eine viel zu vereinfachte Sicht auf die Sache. Nichtsdestotrotz liegst du in deiner Haltung nicht ganz falsch: man kann schon fragen, warum glaube man noch an diese oder jene Vorstellung von Gott / der Welt, besonders, wenn man diese widerlegt habe—da stimm ich der Frust absolut zu. Ich frage mich warum viele (aber Gott sei Dank nicht alle!) Gläubiger in unserem Viertel der Welt (im Westen) noch  die Naturwissenschaft als Feind betrachten, und bspw. die Evolution ablehnen—als hätten sie Angst vor Wissen, entgegen ihrer Vorstellung von Gott als Wahrheit und ihrem Verständnis von Seinem Mandat, jeder solle seine kritischen Fakultäten umsetzen und alles überprüfen, was genau die Wissenschaft verkörpert! Na ja, das sind Menschen halt… ; )

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich will dir gerne aus der Perspektive eines frommen Menschen antworten, der noch Religion praktiziert und damit überaus glücklich ist und an die Evolutionstheorie glaubt, sowie an den Urknall.

1. Religion würde nicht mehr praktiziert werden, wenn sie widerlegt worden wäre. Das, was du die Widerlegung nennst, ist eigentlich Kritik. Kritik beduetet keineswegs Widerlegung. Feuerbach und Marx haben die Religion keineswegs widerlegt. Sie haben lediglich eine nette Unterhaltungslektüre für einen Christenmenschen geschaffen. Weißt du etwa, ob das stimmt, was du glaubst? Wir glauben an die Physik, an die Chemie, an Urknall und Evolution. Eine Definition von Glauben ist: Glaube heißt das Fürwahrhalten von dem, was auf dem Zeugnis anderer beruht. Im Falle der Religion bedeutet das, dass es Menschen gab, die uns das Evangelium glaubwürdig verkündet haben. Allerdings können wir nicht nachprüfen, ob dieses Zeugnis wahr ist. Wir können es nur glauben. Wenn mir jemand die Quantenphysik oder Molekularbiologie erklärt, dann ist das auch nicht anders. Ich glaube das meinem Bruder, weil er mir die Naturwissenschaften als glaubwürdig erklärt. Ich kann das - zumindest praktisch gesehen - nicht nachprüfen, sondern glaube es. Ich weiß keineswegs, ob das stimmt, was mein Bruder mir über die Naturgesetze erklärt. Der Begriff "Wissen" trifft auf die meisten Dinge, die wir scheinen zu wissen, nicht zu. Wir müssen glauben und vertrauen, dass das Zeugnis anderer wahr ist. Und ich denke, es ist auch  gut so, dass wir nicht wissen, ob unser Glaube wahr ist. Denn sonst würden wir nicht glauben können. Hierzu schreibt Ratzinger:

Im Gläubigen gibt es die Bedrohung der Ungewissheit, die in Augenblicken der Anfechtung mit einemmal die Brüchigkeit des Ganzen, das ihm gewöhnlich so selbstverständlich scheint, hart und unversehens in Erscheinung treten lässt. Verdeutlichen wir uns das an ein paar Beispielen. Therese von Lisieux, die liebenswerte, scheinbar so naiv-unproblematische Heilige, war in einem Leben völliger religiöser Geborgenheit aufgewachsen; ihr Dasein war von Anfang bis Ende so vollständig und bis ins kleinste vom Glauben der Kirche geprägt, dass die Welt des Unsichtbaren ein Stück ihres Alltags - nein: ihr Alltag selbst geworden und nahezu greifbar zu sein schien und nicht daraus wegzudenken war. Für sie war "Religion" wirklich eine selbstverständliche Vorgegebenheit ihres täglichen Daseins, sie ging damit um, wie wir mit den fassbaren Gewöhnlichkeiten unseres Lebens umgehen können. Aber gerade sie, die scheinbar in ungefährdeter Sicherheit Geborgene, hat uns aus den letzten Wochen ihrer Passion erschütternde Geständnischiffren hinterlassen, die ihre Schwestern dann in ihrer literarischen Hinterlassenschaft erschrocken abgemildert hatten und die erst jetzt durch die wörtlichen Neuausgaben zutage getreten sind, so etwa, wenn er sagt: "Die Gedankengänge der schlimmsten Materialisten drängen sich mir auf". Ihr Verstand wird bedrängt von allen Argumenten, die es gegen den Glauben gibt; das Gefühl des Glaubens scheint verschwunden, sie erfährt sich "in die Haut der Sünder" versetzt. Das heißt: In einer scheinbar völlig bruchlosen verfugten Welt wird hier jählings einem Menschen der abgrund sichtbar, der unter dem festen Zusammenhang der tragenden Konventionen lauert - auch für ihn. In einer solchen Situation steht dann nicht mehr dies oder jenes zur Frage, um das man sonst vielleicht streitet - Himmelfahrt Marias oder nicht, Beichte so oder anders-, all das wird völlig sekündär. Es geht dann wirklich um das Ganze, alles oder nichts Das ist die einzige Alternative, die bleibt, und nirgendwo scheint ein Grund sich anzubieten, auf dem man in diesem jähen absturz sich dennoch festklammern könnte. Nur noch die bodenlose Tiefe des Nichts ist zu sehen, wohin man auch blickt.

2. Ich denke nicht, dass es solch eine Möglichkeit gibt. Heutzutage gibt es den s. g. Synkretismus. Du kannst dir deine eigene Religion zusammenstellen. Es dürfte sich jedoch als schwierig erweisen, denn Geisterglauben setzt Transzendenzverständnis voraus. Allerdings kannst du anfangen, dich mit dem Thema zu befassen und dich fragen, ob das Leben sinnlos und Vernunft existiert oder ob alles sinnlos und vernunftlos ist. Ratzinger hat gesagt:

Es geht um die Frage, ob das Wirkliche aufgrund von Zufall und Notwendigkeit, also aus dem Vernunftlosen entstanden ist, ob mithin die Vernunft ein auffälliges Nebenprodukt des Unvernünftigen und im Ozean des Unvernünftigen letztlich auch bedeutungslos ist, oder ob wahr bleibt, was die Grundüberzeugung des christlichen Glaubens und seiner Philosophie bildet: In principio erat verbum - Am Anfang aller Dinge steht die schöpferische Kraft der Vernunft... Die Vernunft kann gar nicht anders, als auch das Unvernünftige nach ihrem Maß, also vernünftig zu denken, womit sie implizit doch wieder den eben geleugneten Primat der Vernunft aufrichtet.

3. Ich wüsste nicht, inwieweit Placebo ein Effekt des Glaubens sein sollte. Aber es gibt tatsächlich Effekte. Das ist Moral und Nächstenliebe. Wir wissen ja, wohin Nichtsein von Glauben führen kann. Denken wir nur einmal an die Gräueltaten des Atheismus des 20. Jahrhunderts. 95 Millionen Tote. Aber der Glaube bringt auch noch mehr Gutes mit sich. Der führende deutsche Philosoph Jürgen Habermas, der sich selbst als "methodologischen Atheisten" bezeichnet, warnt vor einem "unfairen Ausschluss der Religion aus der Öffentlichkeit", der "die säkulare Gesellschaft ... von wichtigen Ressourcen der Sinnstiftung abschneiden" würde. Dann verweist er auf die biblische Lehre, dass alle Menschen nach Gottes Bild erschaffen sind: "Diese Geschöpflichkeit des Ebenbildes drückt eine Intuition aus, die in unserem Zusammenhang auch dem religiös Unmusikalischen etwas sagen kann." Anders als die Neuen Atheisten hat Habermas keinen Zweifel an dem einzigartigen Beitrag, den diese biblische Weltsicht zu den Grundvoraussetzungen für das zivilisierte Gedeihen der Menschheit geleistet hat:

Der egalitäre Universalismus, aus dem die Ideen von Freiheit und solidarischen Zusammenleben, von autonomer Lebensführung und Emanzipation, von individueller Gewissensmoral, Menschenrechten und Demokratie entsprungen sind, ist unmittelbar ein Erbe der jüdischen Gerechtigkeits- und der christlichen Liebesethik. In der Substanz unverändert, ist dieses Erbe immer wieder kritisch angeeignet und neu interpretiert worden. Dazu gibt es bis heute keine Alternative. Auch angesichts der aktuellen Herausforderungen einer postnationalen Konstellation zehren wir nach wie vor von dieser Substanz. Alles andere ist postmodernes Gerede.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Plenny
07.09.2016, 07:15

"Denken wir nur einmal an die Gräueltaten des Atheismus des 20. Jahrhunderts. 95 Millionen Tote." Dafür ist nicht der Atheismus verantwortlich. Das sind alles Einzelfälle. Bitte pauschalisiere nicht einfach und bedenken Sie: 

Die Kirche hat Hitler unterstützt. Sie haben ihm und den Soldaten bei Kriegsbeginn noch den Segen Gottes ausgesprochen. Es gibt dazu sogar Videobelege bzw. Bildbelege. Es ist das gleiche Prinzip wie bei allen herbeigeführten Massenmorden. Eine einzelne Person mit einer Überzeugung die sich in die Köpfe der Menschen einschleicht, auf welchem Weg auch immer. Diese Situation ist bei Theisten wie auch bei Atheisten zu sehen. (Ist auch logisch, sind alle nunmal nur Menschen)

Einziger Unterschied bei der Religion: Theisten machen sich es einfach, Sie können mit der Religion in ihrem eigenen Kopf alles rechtfertigen. Ist ja schlussendlich ein Fakt das die Religion, anders als die Ethik, beliebig ausgelegt werden kann um die Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen.

Nennen Sie mir ein wissenschaftliches Buch welches der Bevölkerung vorschreibt Menschen zu töten, weil sie zum Beispiel von Steven Hawkings Stringtheorie überzeugt sind bzw. deren Kinder bis in die 10. Generation nicht in deren Gemeinschaft aufzunehmen. (Ich hoffe sie wissen auf welche Bibelstelle ich hier anspiele)

Ich bitte Sie inständigst Äußerungen die solches behaupten wie: "Man sieht ja was Unglaube anrichtet mit den Menschen." für sich behalten. Es ist ein von Grund auf falscher Gedanke und umgekehrt würden Sie und alle anderen Religionsanhänger höchstwahrscheinlich dagegen wettern, weil es eben nicht auf die Religion bzw. den Atheismus übertragen werden kann.

LG

0
Kommentar von kreisfoermig
07.09.2016, 09:18

Ich finde deinen Ansatz zum Teil gut. Nur stört mich der eine oder andere Punkt.

Glauben spielt zwar eine Rolle bei einer christlichen Anschauung und der Naturwissenschaft, jedoch nicht so eingeschränkt wie du ihn darstellst. Du gehst bloß eine Komponente ein: Autorität bzw. vertrauenswürdige Überlieferung. Sorry, aber Finanzsekten und Sekten können dasselbe aufstellen—es reicht nicht aus und sobald man sas System von Außerhalb hinterfragt erkennt man bald die Probleme und widerlegt ihm. Bei der Naturwissenschaft gibt es mehr: deduktives Wissen, induktives Wissen (jeder kann im Prinzip nachprüfen und nachweisen/zurückweisen), eine Verpflichtung zur Transparenz und Revision, Autorität nur im Konsenz und sogar das lässt sich überwerfen, usw. Bei dem Christlichen Glauben ebenfalls mehr als bloß die Überlieferung: internes Erlebnis zur Verifikation/Ablehnung (quasi wie Bauchgefühl: wenn etwas verdächtigt wirkt auch innerhalb der Kirche soll man Einwand erheben oder weglaufen, so entkommt man schneller Sekten; ebenfalls, solange Gott existiert, sollte es definitiv der Fall sein, dass man Ihn erleben kann—wenn man dies nicht tut, so hat man Grund zur Ablehnung, wenn doch, hat man somit eine Bestätigung—aber natürlich keine vollständige); Bestehen der externen Kritik (bei Knüpfungen mit Geschichte kann man nachprüfen, ob was stimmt oder nicht); analytische Herangehensweise ohne Vorglauben (etwas durch naturtheologische Überlegungen bis man feststellt, grob wie Gott sein muss, was für ein Verhältnis zw. Ihm und dem Weltall und der Welt der Menschen sein müsste: dann schaut man 1. ob eine gegebene Auslegung von Gott passt oder nicht; 2. ob dieser Gott die Lücke wirklich stopft: jede Religion redet richtig über menschliches Leid und Vergebung aber nur im Christentum identifiziert sich Gott mit dem Leid als Mensch und beginnt durch sein Leiden die Versöhnung und das Ende der sonst endlosen Todesspiralen von Unvergebung, die durch unsere Lust nach Rache vorangetrieben wird; ich sehe nur im Christentum und Judentum die Aufrechterhaltung der Würde des Menschen, etc.); Kohäreanalyse (ist der Glaube intern kohärent, was fällt besser weg, welche Kompenten stützen ihn, usw.); Relevanz u. Effekt auf die Menschen inkl. Missbraucher der Religion (so sehen wir bspw. durch die Aufrechterhaltung der Menschenwürde eine Kritik an die Europäer und die kirchlichen Institutionen, die über Jahrhunderte hinweg sich diskriminierend gegenüber Semiten verhalten habe; die direkte Opposition zu dem Missbrauch von Apartheid und den Leuten im Angelssächischen Rahmen, die Schwarze für Untermenschen hielten—wichtig dabei ist: diese Proteste dürfen nicht nur von Anhängern kommen, sondern müssen direkt aus dem Glauben selbst kommen und seinem Gründer: dies sehen wir im Christentum); Kompatibilität mit anderen anderweitig bestätigten Kenntnissen über die Welt (z. B. aus der Physik, Biologie, Erdkunde, Geschichte, Ethik, usw.); und so fort.

Überlieferung ist also nicht alles.

Der andere Punkt: es war nicht der Atheismus als solches, der für Leid verantwortlich war, sondern Menschen (z. B. Nazis), die einen vezerrten korruptierten Glauben hatten (sonst hätten sie sofort erkannt, sie handeln glaubenswidrig und entgegen ihrem Gewissen durch die gesellschaftliche Diskriminierung und später die Folter und Tötung von Zivilisten inkl. 6 Mio Juden). Bedenke, dass die meisten Deutschen damals waren auf Papier Katholisch oder Evangelisch. Die die mitmachten mit dem Fascismus waren entweder böse oder Feiglinge. Einige haben den wahren Glauben gezeigt durch ihren Widerstand. Apartheit hatte auch einen verirrten Glauben, meinten sie hätten ein biblisches Mandat, allen überlegen zu sein, und eine biblische Rechtfertigung für den Missbrauch als Sklaven und Tieren von anderen ethnischen Gruppen. Hätten sich auf ihr Gewissen gelauscht, sich ethisch überlegt und richtig ihren angeblichen Christentum verstanden, so hätten sie alle früher aufgehört. Diese Menschen waren aber nur auf Papier fromm, nach Urteil kann man sehen sie hatten durch ihr Verhalten Gott eigentlich abgelehnt. Die Anführer sind auch eigentlich Gottlos/Gottwidrig gewesen: man brauch dafür ihre Absichte, ihr Worte und Haltungen sich anzuschauen. Das ist aber anders als Atheismus: da glauben sie zum Teil an Gott oder nicht, aber ihnen wars ja egal, wie die Antwort fiel, sie handelten mit bösem Willen und lehnten jedes Gute, dass sie aus dem Glauben lehrnten, ab.

2

Hallo liebe Dhalwim,

Religionen werden deshalb praktiziert:

1. Die Nähe Gottes suchen

2. für den inneren Frieden, Vergebung der Sünden etc.

3. die Hoffnung ins Paradies zu gelangen mit Gottes Anerkennung und Erbarmen.

4. auch mit der Hoffnung diejenigen, die du auf der Welt geliebt hast im Jenseits wieder zutreffen.

5. um einen bescheidenen Charakter zu bilden.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Weil es Leute gibt, die imemrnoch dran glauben und zudem ihre Kinder dazu erziehen, auch daran zu glauben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gott sagt selber im Kuran, dass Uns der Trieb für die Suche nach dem Lebenssinn angeboren ist. Und aus Erfahrung kann ich sagen, dass wenn man die Existenz Gottes leugnet, die Seele, tief in uns unter einen stummen Schrei leidet, sagt, dass das Leben einen Sinn hat. Und nur durch Anerkennung d. ex. Gottes, hat der Mensch eine Bedeutung. Der Tod. Das Beben des Herzens. Das Leben. Das spüren des Schmerzes und der Freude. Die Entscheidungsfreiheit.. naja

Wenn man für Beweise der e. Gottes sucht, dann ein simples bsp. dass Ohne Gott, ein bewusstsein bzw Wissen nie entstehen könnte. Da das Wissen nur durch jmd anderen erlangt werden kann. Am Anfang d. Evolution könnte ohne Gott, der alles weiß, somit kaum das wissen enstanden sein. Wissen braucht erfahrung. Das erste Lebewesen auch.

Warum ich meine Religion auslebe? Weil ich nur an Gottes wörtern vertraue.. in deutschland sah ich bis jz keine vertrauenswürdige übersetzung, da viele Grundsachen auf den Haditen fokusiert übersetzt worden sind. und die Hadithe basieren auf die Bibel und die Thora, die die Existenz des Schicksals unterstützen. Im Kuran wird der Glaube an eine Bestimmung erwähnt, jedoch übersetzten dies halt viele, die sich a. d. Hadithe fokusieren als Schicksal. Gäbe es Schicksal, hätte Unser Leben keinen Sinn mehr. Wir wären nichts weiter als ein Film. Dann hätte die Freiheit, die uns Gott verliehen hat keinen Sinn, was Gottes vorgangsweise widerspricht, und die Fehler hätten dann nicht Wir begangen. Auf jeden fall.. was Gott mit der Bestimmung genau meint sind die Maßen und Fakten.. beispielsweise die Gravitation. Dass wenn man aus dem Fenster springt, dass man bei jedem zweiten Fall nach oben aufsteigt. Diese Art von System gehören zu den Maßen u Fakten.

Und jz

Ich bin religiös, weil es mein Lebenssinn ist. Meine Existenz erklärt, was mit mir und meinem Umfeld passieren wird. Und weil es meine Hoffnung auf ein wiedersehen erklärt. Für die verstorbenen Leute aus meinem Umfeld..

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Drei Gegenfragen an dich:

1.Bist du mit dieser Welt zufrieden, findest du sie gut?

2. Findest du die Menschen gut?

3. Was kommt nach dem Tod?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dhalwim
06.09.2016, 21:03

@Spuky7

Also dann drei Antworten,

1.) Nein, um Größenordnungen nicht. Es gibt vieles was man machen könnte, aber da müssen die Menschen zusammenhelfen und sich gegenseitig vertrauen.

2.) Menschen KÖNNEN gute Wesen sein, müssen aber nicht. Daher, nein, jedenfalls nicht grundsätzlich.

3.) Das weiß Ich nicht, aber meine gängige Meinung ist ja, genau das was vor der Geburt war, eben die Leere. Man erinnert sich an nix und kehrt dorthin wieder zurück, das muss garnichtmal was schlechtes sein.

LG Dhalwim

0
Kommentar von xXSnowWhiteXx
07.09.2016, 08:11

@Dhalwim Kleine Frage am Rande: Wenn du glaubst, nach dem Tod kommt die Leere, also praktisch das Nichts, macht dir das nicht irgendwie Angst? Oder denkst du es würde dir das Gefühl geben das einfach alles was du im Leben tust, letztendlich dumm und nichts wert ist? Ich frage, weil mich diese Sache gerade bei Atbeisten sehe beschäftigt. Ich selbst bin Wiccanerin und habe eben meine Vorstellung und meinen Glauben. Ich frage mich wie es für Leute sein muss, die am Ende nur Dunkelheit erwarten. Lg♡

2

Du willst Gläubigen "fair" entgegentreten und dann schreibst du das?

"Warum werden heutzutage Religionen noch praktiziert, wenn sie doch sooft widerlegt wurden...?"

Also: 

1. Das "noch" wurde schon vor über 200 Jahren behauptet. Das ist einfach nur tendenziös.

2. Religionen wurden nicht oft, sondern überhaupt noch nie widerlegt.

Wenn du ensthaft nach einer Geisteshaltung suchst, kann der erste Schritt sein, dass du versuchst andere Menschen zu verstehen und nicht nur eine eigene möglichst bequeme Einstellung zu finden. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dhalwim
07.09.2016, 05:58

@Eselspur

Ich fürchte sie haben mich da falsch verstanden. Ich trete insofern ihnen fair gegenüber, indem Ich nicht mit "dann könnte man doch auch an Feen glauben", komme.

Sondern eher, das Allmachtsparadoxon nenne, Ich selbst finde Religion ist widerlegt, deshalb kann und will Ich nicht wirklich dran glauben.

Außerdem war Ich selbst ein Christ.

Wenn du ensthaft nach einer Geisteshaltung suchst, kann der erste
Schritt sein, dass du versuchst andere Menschen zu verstehen und nicht
nur eine eigene möglichst bequeme Einstellung zu finden.

Das verstehe Ich nicht, wie kommen sie auf die Idee Ich hätte eine bequeme Einstellung? Und zudem was lässt sie darauf schließen, Ich würde nicht versuchen andere zu verstehen?

LG Dhalwim

1

Ganz einfach, weil es Leute gibt, die nachdenken, und nicht einfach nachplappern (und auch noch glauben), dass Religionen nicht mehr zeitgemäß seien.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?