Weshalb werden Menschen depressiv?

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16 Antworten

Ich hoffe, ich kann es so formulieren, wie ich es denke;) Der moderne Mensch hat viel mehr Grundbedürfnisse, als es beispielsweise Tiere oder unsere noch nicht weit entwickelten Vorfahren haben/hatten! Je mehr Grundbedürfnisse ein Lebewesen hat, desto eher verfällt es in Depressionen, wenn diese nicht befriedigt werden! Für Tiere sind Grundbedürfnisse z.B. Essen, Trinken, Schlafen, die richtige Temperatur usw, während für uns Menschen noch Dinge wie Beliebtheit, Anerkennung, Wertschätzung durch Andere, diverse Luxusgüter, gutes Aussehen oder ähnliches dazukommt! Wenn eines oder mehrere dieser Dinge fehlen, geht es uns schlecht, obwohl wir sonst eigentlich alles haben was wir wirklich zum Überleben brauchen, eben weil diese Dinge für uns ein Standard sind, mit fast dem gleichen Stellenwert wie Nahrung o.ä.!!!

Meiner Meinung nach liegt dies stark an unserer Ernährungsweise.

Im Laufe der Evolution konnte das menschliche Gehirn nur wachsen, wenn es fortwährend am Fettstoffwechsel angeschlossen war. Will sagen: Wenn es mal nichts zu essen gab, musste es sich unterbrechungsfrei beim Körperfett als Energiequelle (d.h. bei der eigentlichen Batterie des Körpes) bedienen können.

Stell dir einen Steinzeitjäger vor, der von einem wilden Tier verfolgt wird. Er kann sich noch rechtzeitig auf einen Baum retten. Dort muss er 2 Tage lang ausharren, weil das Tier nicht verschwindet. Heutige Menschen würden dann spätestens nach 5 Stunden mit Migräne vom Baum fallen.

Die Fähigkeit des Gehirns, Fette (genauer Ketone) als Energie zu verwerten, nennt man Ketolysefähigkeit. Säuglinge werden mit dieser Fähigkeit geboren. Nur damit können sie die fettreiche Muttermilch optimal verwerten. Moses wäre ohne diese Fähigkeit auf dem Nil gestorben. Sein Gehirn hätte einen kritischen Energieengpass erlebt.

Nun ist es aber so, dass die Ketolysefähigkeit bei ständiger kohlenhydratreicher Nahrung abgebaut wird. Das Gehirn kann dann nur noch aus Glukose Energie gewinnen. Das hat viele Ärzte zu der irrigen Ansicht verleitet, dies sei der Normalzustand. Ist es aber nicht.

Durch die ausschließliche Glukoseorientierung kommt es zu ständigen Energiemangelzuständen im Gehirn. Der Glukosespeicher für das Gehirn ist bei fehlender Nahrungszufuhr bereits nach wenigen Stunden leer. Dann beginnt der Körper sich selbst zu verzehren und Proteine (Muskeln, Bindegewebe) zu verzuckern. Man nennt das Glukoneogenese. Diese erfolgt unter Mitwirkung der Stresshormone. Mit dem Körperfett kann das Gehirn nichts anfangen, denn aus Fett kann der Organismus praktisch keine Glukose herstellen. Die problematische Situation führt zu ständigen enormen Energieschwankungen im Gehirn. Mal wird eher zu viel Zucker geliefert, mal wieder zu wenig. Ständig muss der Organismus hormonell gegensteuern, um für eine halbwegs stabile Energiezufuhr für das Gehirn zu sorgen. Manche werden dadurch zunächst fast manisch-depressiv. Einige Zeit nach der nächsten kohlenhydratreichen Mahlzeiten wirken sie überdreht. Der Absturz kommt dann aber schon bald. Irgendwann ist das Hormonsystem aufgrund der ständigen Steuerei überfordert und erschöpft. Dann nimmt die Depression ihren Gang.

In Afrika mag dieses Problem nicht so gravierend sein, da die Menschen oftmals hungern müssen. Hierdurch reaktiviert sich die Ketolysefähigkeit und das Gehirn wird wieder stabil von der Körperbatterie versorgt. In unseren Breitengraden haben die Menschen früher religiöse Fastenriten eingehalten. Die dienten dem gleichen Zweck: Reaktivierung der Ketolysefähigkeit des Gehirns. Eine andere Möglichkeit ist: Eine zeitlang strikt Low Carb leben (z. B. Atkins Phase I), dann der Übergang zu einer gemäßigen Low Carb-Ernährung, dabei aber - wie bei Dukan - immer wieder einen strikten Low Carb-Tag pro Woche einhalten. Hierdurch kann man die Ketolysefähigkeit des Gehirns lebenslänglich erhalten und vielen Formen der Depression (durch Energieschwankungen im Gehirn) aus dem Weg gehen. Auch ist es für Leute, die abnehmen wollen, besser, an einem Tag keine Kohlenhydrate zu essen und an den restlichen 6 Tagen eher normal, als 7 Tage lang FDH. Das hat etwas mit der Ketolysefähigkeit zu tun.

Ich kenne z. B. einen, der in der Lage ist, einen ganzen Tag nichts (abgemildert: keine Kohlenhydrate) zu essen, ohne dass er in der Leistung einbricht. Er kann sich jederzeit so gut konzentrieren wie immer. Dafür hat er allerdings auch ein paar Jahre gebraucht, um das zu erreichen.

Wenn du dazu ein wenig mehr lesen möchtest: Empfehlenswert ist das kleine (höchst seriöse) Büchlein "Wie Übergewicht entsteht ... und wie man es wieder los wird". Da findest du sogar die genauen medizinischen Erklärungen, die Zitate aus der medizinischen Stoffwechselliteratur und all die Begründungen für das, was ich gerade erzählt habe.

ich denke da sieht man wieder das man von geld allein nicht glücklich wird. die armen menschen schätzen jede kleinigkeit. daher erfreuen sie die kleinsten dinge. ich denke es kommt auch ein bisschen auf die lebenseinstellung an, wenn man alles negatiev sieht ist es klar, dass man schnell schlecht gelaunt ist und dadurch auch schneller depressiv wird. doch wenn man mit einem lächeln durch die welt geht und die sachen so annimmt wie sie sind wird man nicht so schnell depressiv.

Depression ist ein vielschichtiges Thema - und vor allem muß man noch unterscheiden, dass es verschiedene Arten von Depressionen gibt: Zum Beispiel Altersdepression, Depression auf Grund eines Traumas, Depressionen als Nebenwirkungen von Medikamenten oder die typische psychische Erkrankung, etc. Alle Depression haben zwar die gleichen (Haupt-)Merkmale, jedoch nicht die gleichen Auslöser. Ich wage auch zu bezweifeln, dass Depressionen in Europa (oder Wohlstandsländern) häufiger auftreten als in Entwicklungsländern, jedoch steht die Erkrankung in Ländern mit guter Sozialstruktur weitaus mehr im Fokus als dort, wo man noch um ein Mindestmaß der medizinischen Versorgung kämpft.

Ein zweites Problem bei uns ist natürlich das Licht. Man hat mal in den USA eine Umfrage in einer überregionalen Zeitung gemacht, die getarnt nach Symptomen für Depressionen suchte. Und da stellte sich heraus, dass Depressionen in den Südstaaten viel seltener auftraten als in den wenig sonnenreichen Nordstaaten. Auch hier gilt natürlich das, was ich über Ernährung gesagt habe: Es ist dann viel besser, sich wie ein Eskimo zu ernähren. Die haben nämlich auch keine Depressionen, wenn sie sich noch ursprünglich ernähren. Da kommen die Depressionen erst mit dem Brot und dem Alkohol.

Dass Depressionen etwas mit Lichtmangel zu tun haben können, sieht man auch an den Lichttherapien, die sich dafür etabliert haben. In den nördlichen Breitengraden hockt man viel zu Hause herum, anstatt nach draußen ins Helle zu gehen. In südlichen Regionen sind die Menschen viel öfter draußen. Im Gegenteil: Oft schützen sie sich eher um die Mittagszeit gegen die Sonne, weil sie zu intensiv ist.

Auch die Lichtkomponente hat etwas mit dem Hormonhaushalt zu tun, insbesondere mit Serotonin. Kohlenhydrate lassen den Serotonin-Spiegel ansteigen. Das macht sie ein weiteres Mal gefährlich, weil der Abfall kommt gleich danach. Hierdurch kann sich leicht ein Suchtverhalten (nach Süßem) ergeben: eine weitere Gefahr, um in Depressionen abzurutschen.

Menschen werden depressiv, wenn sie ständig überarbeitet oder überfordert sind. Sie werden depressiv, wenn sie dauernd Streit haben und sie werden depressiv, wenn sie terorrisiert werden (ich sage da nur Mobbing)

Natürich gibt es noch mehr Gründe, aber das waren so ziemlich die häufigsten.

menschen können depessiv werden, wenn ihr physischer körper ihnen keine befriedigung ihrer wünsche leisten kann.

sie suchen sich das nicht aus, Depressionen bekommt man nicht mal so eben, allenfalls depressive Verstimmungen. Depressionen sind eine sehr ernste Krankheit, google mal danach

Es gibt ganz verschiedene Ursachen: Die reaktive Depression antwortet auf ein besonders trauriges Ereignis. Die neurotische Depression geht auf Kindheitserlebnisse zurück, die nicht auswachsen konnten. Und die endogene Depression geht vermutlich auf eine (unerforschte) Stoffwechselstörung im Gehirn zurück. Es gibt noch andere Ursachen, etwa unzureichende Belichtung der Haut.

Die Forscher haben sich schon Gedanken darüber gemacht, welchen Überlebensvorteil die Neigung zur Depression geboten haben könnte, daß sie erhalten blieb. Eine Antwort, die diskutiert wird, ist die: Die Erreichbarkeit von Nahrung ist oft für eine ganze Zeitperiode nicht optimal. Dann ist es eher biologisch sinnvoll, wenn der Hungrige still und depressiv hinter einem Baum sitzt, als wenn er hektisch klagend durch die gegend rennt.

In Depressionen verfallen Menschen wenn Sie von etwas niedergeschlagen wurden Trenneng, oder nahestehender verstorben und sie sehen in allem keinen Sinn mehr die Evulotionsfrage kann ich dir nicht beaantworten sri

es geht nicht um armut sondern um die dinge die die menschen erleben .

Weil diese Menschen germerkt haben dass es im Leben mehr als Wohlstand braucht um glücklich zu sein

Es geht uns zu gut, deshalb haben wir an allem etwas auszusetzen und irgendwann wird es zu viel.

ich bin depressiv. Erblich bedingt

nun ja - ich denke es ist egal wieviel man hat - denn Menschen erleben folgendes: Alles was sie haben wird sich ändern und man kann nichts halten - und wenn man dann versucht das Gute und Angeneme halten zu wollen und es einen trotzdem verlässt - na wie fühlt man sich dann?

Ich habe hier eine wunderbare Textstelle aus einem Buch, auf das ich im moment total abfahre ...... (es lohnt sich - lies och mal die Rezensionen ... :-)

 https://www.amazon.de/Erfahre-dein-wahres-Selbst-Reise/dp/3866163614/ref=pd_sim_14_2?ie=UTF8&psc=1&refRID=FG8EYP4HZDC9ZN6T3HRJ


"......ja, es macht mich depressiv, dass mir Liebgewordenes wieder genommen wird.

Das Leben gibt, das Leben nimmt, so ist es halt. Und alle Bemühungen,
ein Jemand zu sein, jemand Bestimmtes, Reiches, Berühmtes, ein Jemand,
der glücklich, erfüllt und freudvoll ist, all das wird sich ändern.

Woher beziehe ich meine Freude, mein Glück, meine Zufriedenheit?
Aus den Bewegungen, die ich in der Welt vollziehe, aus Lob und Anerkennung, aus Erfolg und Reichtum, aus Ruhm und Ehre, aus den Früchten meiner Karriere, aus der Verbindung zu meinen Mitmenschen. Ja, all
das kann empfangen, all das kann genossen werden, wenn ich dabei die Unbeständigkeit im Blick habe.
Und wenn mir das wirklich deutlich wird, gibt es hier einen weiteren Grund depressiv zu werden.
Wenn ich neu schaue, will ich mir das ständige Gerede über Autos, Fußball, Mode und all diese Selbstdarstellungen nicht mehr anhören. Ich kann es nicht mehr ertragen, wie lieblos, oberflächlich und unverbunden
Menschen miteinander umgehen, und ich habe auch keine Lust mehr mich daran zu beteiligen. Ich will mich in der ‚geborgenen Sch...e‘ nicht mehr zuhause fühlen müssen.
Alles das lähmt mich und macht mich depressiv. Ich möchte daran nicht mehr teilhaben, weil es da nichts Echtes zu finden gibt. Ich verstehe die anderen nicht mehr, und ich werde nicht mehr verstanden. Ich habe den Impuls, mich zurückzuziehen, mich weg zu machen, manchmal
sterben zu wollen. Dann stehe ich erst mal alleine da. Aber es gibt auch Verbündete. Ich werde sie finden, und sie werden mich finden, wenn ich Platz mache und empfangsbereit bin.

Wenn diese Depression als das gesehen wird, was sie auch sein kann, nämlich ein Hinweis auf die innere Größe und Weite, die sich dagegen wehrt, gepresst, geformt, zerstückelt, begrenzt, reduziert oder eingeengt
zu werden, und sich zusammen mit der Angst, die auch ein Warnsignal ist, verbündet, können neue Schritte gegangen werden, ohne in einer gefühlten Kleinheit stecken zu bleiben.

Aber es gibt doch Hoffnung! Ja, aber worauf soll ich denn hoffen?
Dass sich irgendeine ersehnte Vorstellung in der Zukunft erfüllen wird, dass ich nur durchhalten muss und sich alles zum Besseren fügen wird?
Die Hoffnung hat ihren Sinn und ihre Aufgabe ist es, mich über Durststrecken und Gefühlslöcher hinwegzuheben. Aber das Erhoffte sieht dann meist anders aus, als es mir die Hoffnung aufzeigte, und ohne das Versprechen auf Dauerhaftigkeit.
Der Lebenssinn ist auch nur eine Idee. Aus allen Ecken wird er einem angeboten.
Gibt es denn irgendwo eine verlässliche Aussage oder Richtungsweisung?
Wenn ich neu schaue und fühle und erkenne, finde ich vielleicht die leise Freude stillen Seins, ohne jemand Bestimmtes oder Besonderes sein zu müssen. Das bietet eine unschätzbare Freiheit, schränkt mich nicht auf
eine Identität ein, lässt Raum zum Spielen, zum Experimentieren, Raum zu leben und zu lieben.
Wer ein Bild von sich hat, kommt sich nicht näher, denn jedes Selbstbild ist eine Reduktion auf etwas Bekanntes und eine Einschränkung meiner Möglichkeiten und Wege, die ich gehen kann. Ja, ich weiß, auch das geht vorbei. Aber dann habe ich immer noch mich, allerdings nur dann, wenn ich mich selbst gefunden habe.

Wer bin ich? Ich bin mehr als meine Selbstbilder, mehr als die Identitäten, mehr als die Formen, in die ich mich pressen lasse, mehr, als andere von mir sehen, und mehr, als ich selbst von mir sehen kann.


Ist das so? Finden Sie es für sich selbst heraus!

Was für dich angenehm ist, bedeutet für andere nichts. Man wird depressiv, wenn das Leben trostlos wird. Sei froh, dass du die Welt so bunt siehst.

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