Weshalb verteufeln so viele Kommunismus?

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Unabhängig davon, wie die bisherigen Versuche, eine solche Gesellschaftsordnung wie den Kommunismus aufzubauen, ausgegangen sind, besteht die Ablehnung nicht in der angeblichen Unmöglichkeit.

Die Ablehnung begründet sich darin, dass die Nutznießer des jetzigen Systems, nicht nur die wirtschaftliche Macht haben, sondern auch die politische Macht und so auch die Meinungsbildungsmacht, weil sie Bildungswesen und Medien beherrschen.

So wird seit Generationen den Menschen eingetrichtert, dass Arm und Reich naturgegeben, oder gar gottgewollt sind und/oder dass die Armen nur zu faul und zu blöd sind, selbst reich zu werden.

Dabei werden die Ursachen von Armut und Reichtum konsequent ausgeblendet, nämlich die gesamtgesellschaftliche Produktion und die private Aneignung ihrer Ergebnisse.

Wenn dann in Westeuropa oder in Nordamerika ein großer Teil der Menschen auch noch korrumpiert wird, indem man sie ein wenig an der Ausbeutung der Dritten Welt oder anderer, wirtschaftlich schwächerer Länder teilhaben lässt, dann glauben viele hier nur allzu gerne an den Kapitalismus und an die scheinbar eigene Überlegenheit durch Fleiß und Intelligenz.

Das Kunststück besteht nun darin, dem armen Teil der Welt vorzugaukeln, ebenso reich werden zu können, wie der Teil, von dem sie ausgebeutet werden.

Ein Prozent der Weltbevölkerung besitzt 40 Prozent des Weltvermögens. Die reichsten zehn Prozent der Weltbevölkerung besitzen 85 Prozent des Weltvermögens. Die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung besitzt mal gerade 1 Prozent des Weltvermögens.

Die ärmere Hälfte aller Deutschen (ca 40 Mio.) besitzt weniger, als die zehn reichsten Deutschen. Über zwei Drittel der Deutschen hat kein oder nur ein geringes Vermögen und die Schere geht weiter auseinander und die Zahl derer, die von ihrer Arbeit nicht leben können, nimmt zu.

Und das soll demokratisch sein?
Nein, eine Gesellschaftsordnung, die so etwas hervorbringt, kann nicht demokratisch sein, selbst wenn man durch noch so viel bürgerlichen Parlamentarismus Demokratie vortäuscht. Ohne demokratische Wirtschaft mit demokratischer Verteilung keine politische, keine gesellschaftliche Demokratie.

Noch ein Wort zum Funktionieren einer Gesellschaft. Meint hier wirklich jemand, dass eine Gesellschaft, eine Wirtschaft funktioniert, bei der ein großer Teil der Menschen am Existenzminimum leben muss und das mit zunehmender Tendenz?

Übrigens, der Kommunismus ist keine Staatsform, sondern eine Gesellschaftsordnung, in der der Staat langsam abstirbt, weil man ihn nicht mehr braucht. Der Staat ist nur als Machtinstrument zur Unterdrückung notwendig, entweder zur Unterdrückung der armen Mehrheit durch die reiche Minderheit oder in der Übergangsphase zum Kommunismus zur Unterdrückung der noch oder ehemals reichen Minderheit, die zurück will zum Kapitalismus.

Das Kapitalistische System ist ein Lottospiel, je mehr in Topf drinnen ist um so mehr spielen die Menschen.

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Danke für den Stern, Zekyan! :-)

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Meiner Meinung nach stehen diesem Gesellschaftssystem einige Bedenken entgegen:

1. unbedingter Altruismus ist keine evolutionär stabile Strategie, Alturismus beim Menschen ist im Rahmen der Durchsetzung eigener Interessen, der Interessen von Verwandten und der Interessen einer In-Group im Rahmen einer (vermutete, indirekten) Reziprozität entstanden.

2. Wettbewerb erzeugt Wohlstand, was aus dem oben genannten folgt.

3. Menschen wollen einen hohen Wohlstand. Ein System, dass ihnen dies nicht bietet, erscheint damit zunächst weniger begehrenswert

4. Der Gegensatz von Privateigentum=Ausbeutung, Arbeiter=Ausgbeuteter ist heute nicht mehr haltbar. Die Abgrenzung wird theoretisch und beliebig, Armutsverhältnisse verlaufen nicht anhand dieser. Durch die Möglichkeit für gute Ideen Finanzierungen zu erhalten verwischen die Grenzen immer mehr. Ein Angestellter kann sehr reich werden, innerhalb eines Unternehmens aufsteigen, sich dort ein gutes Einkommen verdienen. Der Staatsdienst, obwohl weniger ausbeuterisch, zahlt häufig schlechter und bietet andere Vorteile wie sichere Arbeitsplätze etc.

5. Eine Verteilung von Gütern ohne Markt scheint nicht zu klappen. Märkte können nicht geplant werden, sondern entstehen. Eine Planwirtschaft wird daher immer eine Mangelwirtschaft sein.

6. Persönliches Interesse am Erfolg ist ein hoher Motivationsfaktor, der ohne Privateigentum schnell verschwindet.

7. Viele Leute wollen sich selbst ausbeuten. Ebensoviele Leute wollen gerne Luxusgegenstände, die ihnen der Kapitalismus bietet. Luxusgegenstände sind neben ihrer Nutzungsfunktion auch Costly Signals, die etwas über uns aussagen und werden deshalb begehrt. Im Kommunismus sind Luxusgüter üblicherweise nicht die Güter, die selbst hergestellt werden, sondern die kapitalistischen Güter

8.  Die Menschen sind nicht gleich. Einige haben Fähigkeiten, die andere nicht haben. Für Personen mit besonderen Fähigkeiten ist der Kommunismus kein attraktives System. Sie geben mehr auf als die anderen, ohne dadurch etwas zu gewinnen. Dies führt zu Demotivation oder einer Schattenwirtschaft bzw. Korruption

9. Wir sind Hierarchietiere. Der Mensch neigt dazu Hierarchien zu bilden, was der Kommunismus nicht hinreichend anerkennt. Die Menschen, die im Kommunismus am oberen Ende der Hierarchie stehen wollen werden daher um höherwertige Postionen ebenso kämpfen wie in jedem anderen System. Wenn ihnen Regeln dies nicht in einem offenen Wettbewerb ermöglichen, dann wird ein inoffizieller Wettbewerb geführt.

10. Der Kommunismus ist nicht gegen Ausbeutung und Parasitentum abzudecken.

11. Der Kommunismus muss all diese Unzulänglichkeiten überdecken, wenn das System funktionieren soll. Dazu muss entweder ein besonderes Gemeinschaftsgefühl erzeugt werden, dass zugleich Ausgrenzung anderer voraussetzt und starke Regeln zum wohle der Gemeinschaft oder durch Zwang ein Einsturz des Systems verhindert werden. Die starken Regeln führen wiederum dazu, dass der Kommunismus schnell intolerant wird oder einen Lebensstil erzwingt.

1.Unsinn. Das ist Sozialdarwinismus. Im sozialen Bereich auf "evolutionäre Strategien" zu pochen ist rückständig und sogar gefährlich. Die entwicklung des soziums läuft nach ganz anderen Gesetzmässigkeiten ab. Aber die Ideologie des Kapitalismus tabuisiert viele Sachen, z.B. die Möglichkeit der Weiterentwicklung aus dem Kapitalismus heraus, die Möglichkeit der globalen Krise des Kapitalismus, die eine neue Wirtschaftsordnung notwendig machen würde und natürlich die Entwicklung des Menschen weg vom triebgesteuerten Tier.

2.Das ist das grösste Dogma des Kampitalismus. So plump und idiotisch, dass man es in 2 Minuten leicht widerlegt. Aber dennoch wird das Mantra immer wieder wiederholt. Nur ein Beispiel: Wettbewerb an der Börse hat den Wohlstand der Landwirtschaft massiv zerschossen, bzw. fast zerschossen wenn, ja wenn nicht der Staat eingegeriffen hätte in den Wettbewerb. Wer immer noch an Wettbewerb=Wohlstand glaubt sollte wirklich kräftig den Kopf schütteln.

3.Richtig. Der Kapitalismus bemüht sich aber die ganze Zeit darum gewaltsam alle Konkurrenzprojekte zu erdrücken, damit die Leute garnicht erst einen vergleich anstellen können.

4.Sehr haltbar. Kapitalismus und Zinskapitalismus ist nichts als Ausbeutung. Nur weil Dir die Propaganda eintrichtert der Malle-Urlaub für die wenigen Bürger der reichen Länder ist Beweis für das Nichtausbeuten ist es noch keine Aussage. Einerseits werden auch in den reichen Ländern massiv die wirklich produktiven Schichten ausgebeutet, sprich kriegen wesentlich weniger als ihnen zustünde, während andere Schichten sich masslos bereichern an heisser Luft. Erzähl mir nict der Lohn eines Fabrikarbeites und der Stundensatz eines Anwalts(wir reden garnicht erst von den Kapitalisten an sich) das Verhältnis ihres Arbeits- bzw. Geistesausfwands wiederspiegeln. Klar sollte der studierte Anwalt mehr verdienen, aber wieviel mehr? Bzw. sollte der Fabrikarbeiter nicht viel eher viel mehr verdienen, auch wenn weniger als der Anwalt? Und wir sind noch beim Problem in den reichen Ländern selbst. Dieser Reichtum ist aber Ausbeutung und Raub bei den ärmeren Ländern. Wenn man der Wahrheit ins Augeblickt es geht garnicht um Privateigentum=Ausbeutung oder nicht, es geht um Wohlsatnd auf Kosten anderer(und das mit brutalsten und skrupellosesten Methoden) oder nicht.

Durch die Möglichkeit für gute Ideen Finanzierungen zu erhalten verwischen die Grenzen immer mehr

Autsch! Sieht man gerade in Griechnland wohin das System der tollen Finanzierungen führt.

Ein Angestellter kann sehr reich werden, innerhalb eines Unternehmens aufsteigen, 

Einer aus einer Million. Un der Rest soll hungern? Das ist noch so eine miese Falle des Kapitalimus. Das Lotto-Prinzip das auf Individualismus basiert. "Du, genau Du kannst im Kapitalismus-Lotto gewinnen und Deinen A. auf Seide betten". Und für dieses Märchen lassen sich Millionen ausbeutem. Es tut mitr Leid, aber wenn einer zu mir mit einem "Geschäftsvorschlag" kommt und sagt ich soll Lotto spielen und habe die Chance reich zu werden, dann stimmt zwar die Aussage aber das ist weder ein Geschäft, noch hat es etwas mit einer gesunden Strategie für eine Gesellschaft zu tun. Die schiere Möglichkeit für den Aufstieg einiger weniger ist ein Anreizt, der die Masse gefügig macht und betrügt. Das ist weder effizient noch gerecht. Sogar abgesehen davon, dass in Wirklichkeit der Sohnemann des Vorstands mit grosser Wahrscheinlichkeit in irgendeinem Vorstand sitzen wird, währen der Sohn des Fabrikarbeiters vllt. wirklich lieber Lotto spielen sollte weil dort die Chancen besser sind.

5.Oh Gott, wann wird endlich dieser Glaube an die "unsichtbare Hand" des Marktes sterben? Einfach nein, stimmt nicht.

6.Hast Du in der Familie immer Dich als einzigen Beneficiar gesehen? Der Egozentrismus führt zu den genau den gefährliche Auswüchsen des Raubkapitalismsu, dem nurmit staatlicher Regulierung beizukommen ist. Der reine Kapitalismus führt unweigerlich zur Zerstörung der Gesellschaft. Ohne Gemeinschaftsdenken hätten wir uns längst selbstzerstört.

7.Im Kommunismus sind Luxusgüter üblicherweise nicht die Güter, die selbst hergestellt werden, sondern die kapitalistischen Güter

Vollkommen absurde Aussage.

8.Typisch. Du weisst eigtl. garnicht was Kommunismus ist deswegen Deine verdrehten Urteile darüber. Neine, Menschen sind nicht gleich. De rKapitalismus erschafft aber ein Wertesystem, in dem nur bestimmte Eigenschaften zum sog. Erfolg führen und es sind nicht die besten Eigenschaften. Andere werden als minderwertig und unnötig abgetan und es sind einige sehr wichtige dabei. Der Kommunismus würde alle die Möglichkeit bieten die Eigenschaft zu entfalten, die man hat, unabhängig davon ob man damit Geld machen kann oder nicht.

9.Schön, dass ihr Hierarchietiere seid, aber sprich bitte nicht für Menschen. Und im Kommunismus gäbe es keine Hierarchie.

10.Doch, Du weisst nur wie geasgt nicht was Kommunismus ist.

11.Lies mal nach WAS Kommunismus ist.

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Ich habe ja seit meiner Geburt in einen sozialistischen Staat gelebt.Leider wurden unsere Repräsendanten alles andere als Volks nahe.Sie isolierten sich mehr und mehr vom Volk ,lebten selber in einer kleinen Welt für sich ,meinten es gehe auch den Rest der Bevölkerung genau so gut.Gut gemeinte Kritik wurde als Provokation bewertet.Unzulänglichkeiten machten sich breit.Das war meine DDR . Ein sozialistischer Staat welcher den Kommunismus aufbauen wollte nach sowjetischen Vorbild. Irgendwann wollte ich das ändern und schon 1980 als ich aktiv wurde und im Untergrund arbeitete.Denn irgend jemand mußte auf diesen Staatsfriedhof was tuen. Leider wurde der goße Teil des Volkes erst 1989 wach.Und zur Zeit habe ich das Gefühl das in diesen Staat unsere Volksvertreter eher Geldbeutelvertreter sind vieles aus den Ruder läuft. Alle fühlen das auch  das hier was nicht stimmt und das die Interessen unseres Volkes mit Füßen getreten werden.Der Krug geht zu Wasser bis er bricht. In diesen Sinne Modem1.

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