Weshalb sind Van der Vaals Bindungen schwächere zwischenmolekulare Wechselwirkungen als Wasserstoffbrückenbindungen?

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1 Antwort

Damit Van-der-Waals-Wechselwirkungen entstehen können, benötigt man kurzfristige, spontane Dipole! Zum Erklären hift dir das vielleicht weiter: Wenn du bei einem bspw. Molekül die Kräfte bestimmen sollst, dann schaust du dir ja die Elektronegativität an (kannst du auf dem PSE ablesen). Liegt die Differenz zwischen ca. 0 - 0,4 treten Van-Der-Waal-Kräfte auf. Das heißt, die Bindungselekronen sind nicht direkt an den einen "Stoff/Atom" gebunden. Sie können sich frei bewegen - wenn sich nun mehere Elekronen in der z.B oberen Hälfe befinden als unten, dann entsteht in kurzfristiger Dipol. Jedoch sind die Elektronen immer in Bewegung und somit verschiebt sich dieser Dipol...bzw. bildet sich irgendwo anders neu.
Definition: Kurzfristige elekrostatische Anziehungskräfte aufgrund von Fluktuationen in der Elekronenhülle. (Beispiel: Alkane: Ethan - C2H6)

Wasserstoffbrücken: Diese sind noch stärker als Van-der-Waals-Kräfte, weil eine Wasserstoffbrücke aus einem starken langfristigen/permanenten Dipol besteht (Dipol-Dipol-Kräfte) mit einem Wasserstoff-Atom.
Dipol-Dipol-Kräfte: Diese treten auf, wenn die Differenz der Elekronegativiät von ca. 0,4 - 1,7 reicht. Das reicht aus, dass sich die Bindungselekronen zu dem einem "Stoff/Atom" angezogen werden. Dadurch können die Elekronen sich nun nicht mehr so frei bewegen. Das ist der Grund auch, warum man langfristiger Dipol sagt, da die Elekronen, bzw. die in dem Fall neagativere Seite immer da sind und sich auch nicht verschiebt/auflöst. ! Man muss aufpassen, ob sich die Ladungsschwerpunkte zusammenfallen, denn dann sind es V.d.W.K ! Definition: Langfristige elekrostatische Anziehungskräfte aufgrund unsymetrischer Ladungsverteilung.

Zu deinen Wasserstoffbrücken: Diese treten, wie oben schon gesagt, auf, wenn sich ein Wasserstoff-Atom mit einem der elekronegativsten Elementen (Cl, F, O,...) eine Bindung eingeht. Diese sind aber auch langfristige Dipole! Man nennt "nur" diese Kraft anders. (Beispiel: Wasser - H2O)

> Und deswegen Wasserstoffbrücken(-kräfte) aufgrund ihren permanenten Dipoles, stärker sind als Van-der-Waals-Kräfte mit kurzfristigen Dipol!


Kommentar von Omsiplayer001
01.12.2016, 18:49

Danke, du hast mir sehr weitergeholfen.

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