Weshalb sagen viele „ Ein Versicherungsmakler ist besser als ein Einfirmenvertreter “?

11 Antworten

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Hallo nestur111,

leider sind die Antworten hier mal wieder ungenau und völlig am Thema vorbei. Die Unterschiede sind allein schon gesetzlich vorhanden.

Ein Versicherungsmakler arbeitet im Kundenauftrag und handelt im Sinne des Kunden. Aus diesem Grund ist er dazu verpflichtet ein Angebot mit dem besten Preis- und Leistungsverhältnis auszusuchen. Er haftet vollständig für seine Beratung und Empfehlung.

Der Einfirmenvertreter wird vom Versicherungsunternehmen damit beaftragt Versicherungsprodukte zu verkaufen. Aufgrund der Bindung ist er nicht dazu verpflichtet ein gutes Angebot auf dem Markt herauszusuchen, sondern lediglich das beste Produkt seines Unternehmens anzubieten. Er ist somit abhängig.

Das nicht jeder Versicherungsmakler nach den Grundprinzipien arbeitet ist vermutlich richtig, aber in der reinen und seriösen Form ist diese Art der Beratung und Vermittlung die beste für den Kunden.

Das ein Versicherungsmakler nicht jede Gesellschaft anbietet liegt daran, dass nicht jede Gesellschaft mit jedem Makler einen Vermittlungsvertrag eingeht. Direktversicherungen werden genauso über einen Makler angeboten wie jede andere Gesellschaft.

Ein Versicherungsmakler ist ein Sachwalter des Kunden. Er steht rechtlich auf dessen Seite und ist zur Vertreung des Kunden außergerichtlich berechtigt.

Ein Einfirmenvertreter hat EINEN Auftraggeber, nämlich eine Versicherung. Er hat von diesen den Auftrag Versicherungsverträge zu vermitteln.

Ein Makler hat viele Auftraggeber (seine Mandanten) und erhält von diesen Aufträge bedarfsgerechten Versicherungsschutz zu verschaffen.

Beide haften natürlich für ihre Beratung. Beide erhalten ihre Bezahlung in Form von Provision bzw. Courtage durch die Versicherungsunternehmen, bei denen ein Vertrag zustande kommt (in der Regel).

Ein Makler hat i.d.R. eine sehr große Auswahl an Versicherern aus denen er anhand des Kundenbedarfs die passensten raussuchen kann.

Der Einfirmenvertreter hat meist nur die Produkte seines Auftaggebers im Angebot. Dessen Auftraggeber, also die Versicherung, die er vertritt, kann z.B. eine gute Haftpflicht haben, dafür aber im Leben bereich weniger stark sein.

Weil Versicherungsmakler viele Firmen in Ihrem Angebot haben und daraus das Beste heraussuchen. Einfirmenmakler schwatzen Kunden (Opfern) nur das Produkt auf dessen Firma bei der sie angestellt sind oder mit der sie zusammen arbeiten.

Ganz schlimm und negativ ist hier die Spasskasse bzw. deren sogen. "Berater"zu sehen. Die quatschen regelrecht Kunden andere Produkte kaputt. Lustig wird es wenn die dann sogar eine Werteinschätzung einer Immobilie machen. Ist es ihre eigene geht das schnell....ist dass eine andere Immobilie werden Wertschätzungen durch das Telefon mit telepathischen Kräften gemacht (oft erlebt und nachweisbar!!!)

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