Weshalb ist der Islam so aus den Fugen geraten, warum entspringen gerade aus Islam die Terroristen?

19 Antworten

Hallo,

die islamischen Fanatiker (Islamisten) haben im Gegensatz zu ihren Feinden aus dem Westen ("Falken") keine Flugzeuge und Panzer. Darum sind Anschläge ihre Waffen im Krieg gegen die "Ungläubigen".

Der "Westen" (aber auch Rußland und andere asiatischen Länder) kämpfen gegen islamische Länder mit Panzern, Drohnen und Raketen. Die Leute, die sich nun wehren, sind eher zufällig Moslems, weil Irak und andere Länder ja islamisch sind. Die Fanatiker, die religiös verblendet sind, rekrutieren mithilfe ihrer perfekten "Gehirnwäsche" Rebellen und Attentäter für ihren Kampf.

Auch Christen haben das gemacht - in den Kreuzzügen!

Großbritannien und Frankreich haben Asien und Afrika erobert und die dortige Bevölkerung unterworfen und ausgebeutet. Zuletzt die USA den Irak. Sie sind militärisch besser ausgerüstet und konnten ihre Gegner leicht schlagen.

Strenggläubige Moslems nun wollen sich verteidigen und einen "Gottesstaat" gründen. Konservative Christen wollen das aber auch gerne, jedoch machen die Bevölkerungen der christlichen Länder da nicht mit. Aber es gibt viele, die das ganz gerne möchten. In Staaten, in denen der Staat schwach ist, können nun Prediger genug Anhänger finden, um ihren "Heiligen Krieg" zu starten.

Anschläge sind Mittel zum Zweck, ein Teil der Kriegsführung. Auch den Kreuzzüglern hat man das Paradies versprochen, wenn sie kämpfen. Merke: auch Kommunisten, Nazis und andere haben ihre Kämpfer derart begeistert und motiviert, das diese bereit waren, "Himmelfahrtskommandos" durchzuführen, was einen Selbstmord-Anschlag mit einschließt.

Ein starker Staat wie in Marokko, Ägypten, Jordanien, aber auch Iran, können verhindern, daß eine große Terrororganisation entsteht. Im Irak 2003 löste sich die "Republikanische Garde" (Elitetruppe der Armee) auf und ging in den Untergrund und kam Jahre später als IS wieder hervor! Sozusagen "Saddams Rache". Ich hatte das schon erwartet, also nichts neues. Auch Peter Scholl-Latour hat davor gewarnt!

Der Islam eignet sich gut dafür, Kämpfer zur Selbstaufopferung (Himmelfahtskommandos, Selbstmord-Anschläge, Kamikaze) zu überreden und sie dazu zu begeistern. Die Haßprediger nutzen das aus, weil sie denken, ihr Gott Allah wolle das so. Und sie haben deswegen auch ein reines Gewissen. Aber das haben die Christen auch immer ...

Man sollte islamische Staaten unterstützen, eine ordentliche Wirtschaft aufzubauen und die "Völkerverständigung" fördern. Dann wird das Land modern und es sind ja überall (Iran! Saudi-Arabien!), die jungen Leute, die Frieden wollen, Freiheit und Liebe. Diesen sollten wir helfen. Und nicht so wie die USA alle mit Krieg überziehen und eine endlose Krise schaffen!

Bringt Frieden in die Welt!

Beste Grüße vom Klingonen (sind friedlich geworden :-)))

Das ist ein sehr komplexes Thema. Ich versuche mal das ganz kurz anzureißen ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben

Der politische Islam, aus dem der Islamismus entspringt, ist Ausdruck der Bestrebungen zu nationaler Selbstbestimmung bzw. eine Strömung zur Bildung einer einheitlichen arabischen Nation im arabischen Raum, die es schon seit über 100 Jahren gibt. In diesem Zusammenhang verweise ich auf das Sykes-Picot-Abkommen von 1916, mit dem der arabischen Hoffnung auf einen Nationalstaat eine Abfuhr erteilt wurde.

Dominiert von Kolonialmächten und willkürlich aufgeteilt in verschiedene Staaten nach dem Zusammenbruch des osmanischen Reiches, war und ist der Islam eine kulturelle und ideologische Klammer. Das ist auch sehr gut an den Muslimbrüdern zu sehen, die in vielen arabischen Ländern und in Nordafrika vertreten sind.

Damit gibt es natürlich Konflikte mit den verschiedenen Machthabern in den einzelnen Ländern, was wiederum bedeutet, dass diese politisch islamistischen Kräfte ja nach politischer Opportunität von verschiedenen Kräften aus dem In- und Ausland unterstützt und instrumentalisiert oder eben auch bekämpft wurden.

Nachdem die Sowjetunion in den Afghanischen Bürgerkrieg auf Bitten der dortigen Regierung militärisch eingegriffen hatte, instrumentalisierten die USA und deren Verbündete diesen politischen Islam und seine islamistische Strömung und rekrutierten in Nordafrika und im arabischen Raum Kämpfer gegen die kommunistischen Ungläubigen.

Nachdem die Sowjetarmee aus Afghanistan abgezogen war, wandten sich diese Kämpfer und auch der politische Islam gegen den sie unterdrückenden Westen und wählten als Form des Kampfes die Art, zu der die hoffnungslos Unterlegenen nun einmal greifen, den Terrorismus.

Der Islam ist also nur das Vehikel mit dem letztendlich politische Forderungen transportiert werden. Will man den Islamisten das Wasser abgraben, muss man sich mit den politischen Forderungen beschäftigen und diesen Ländern echte Selbstbestimmung zugestehen, auch wenn es dem Westen und seinen Interessen in dieser Region nicht zupass kommt.

PS

Wenn wir schon von Terrorismus reden, dann sollten wir aber auch nicht die Augen davor verschließen, dass das militärische Engagement des Westens in dieser Region auch nichts anderes als Terrorismus ist, nur eben Staatsterrorismus. Und dieser westliche Staatsterrorismus ist verglichen mit dem, was Islamisten hier anrichten, weitaus schlimmer.

"...ohne Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben..."

Also ich finde Deine Antwort ziemlich vollständig und sehr fundiert. Daumen hoch von mir. Ich bin zwar nicht der Fragesteller, habe aber auch gerade von Deiner Antwort profitieren können. Ein Danke dafür.

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@SarahSchweiz

Wenn du dir ein recht vollständiges Bild machen willst, kannst du von Peter Frankopan "Licht im Osten" (oder Licht aus dem Osten?, ich habe es gerade nicht vor Augen) lesen, ein ganz exzellentes Geschichtsbuch aus Sicht der Menschen des Orients. Weiter gehören auch Abdel Samads "Mohammed, eine Abrechnung" und "Wer den Wind sät" auf der Leseliste. Dann erklärt sich vieles.

Dennoch ist nicht zu leugnen, dass es viele Nationen und Staten gibt, die sich im Umbruch befinden, aber in denen die Menschen zu anderen Mittel greifen als Frauen und Kinder auf Märkten und Bahnhöfen in die Luft zu jagen. 

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Der Schriftsteller Salman Rushdie meint dazu, dass dieser Hass auf den Westen vor allem durch einen Neidkomplex hervorgerufen wird. Neid auf den Westen, seine militärische Überlegenheit, sein wirtschaftlichen Erfolg, Einfluss in der Welt usw. Ich glaube auch, dass die fehlende Aufklärung eine Rolle spielt. Einige Islamischen Gesellschaften sind teilweise in diesem Prozess der Aufklärung, aber ganz am Anfang. Der islamistische Terror, das sind in wirklichkeit Rückzugsgefächte.

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