Weshalb ist das Thema "Homo Ehe" immer noch umstritten?

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16 Antworten

Die gängigsten Argumente dagegen sind wohl diese:

1. Ehen sollen die Familiengründung fördern (steuerlicher Vorteil) - bei Homosexuellen geht das aber nicht.

2. Eine Ehe bedeutet für mich xy. Ein homosexuelles Pärchen erfüllt das nicht. 

Mittlerweile werden homosexuelle Paare weitestgehend akzeptiert (auch wenn das homosexuell-sein, vor allem bei Männern, immer noch zu oft negativ /abwertend dargestellt wird). Ich persönlich bin für eine Ehe für alle. Denn 1. gründet auch nicht jedes heterosexuelle Paar eine Familie und durch die Adoption braucht es nicht zwingend Mann und Frau. Außerdem wäre es sinnvoller, die steuerlichen Vorteile pro Kind im Haushalt zu erteilen und nicht wegen der Ehe. 2. bedeutet eine Ehe für mich vor allem das Versprechen, aus der Beziehung etwas "festes" zu machen, gemeinsam zu leben, sich zu lieben und eben zu einander zu halten. Nichts, was ein homosexuelles Paar nicht auch kann. Eine "

Ich glaube vor allem 2. steht der Ehe für Homosexuelle im Weg. 1. kann man leicht umgehen während die persönlichen Vorstellungen jedes Einzelnen eben nicht per Gesetzt geändert werden können. Früher stand die Ehe auch für finanzielle Sicherheit (der Frau) und war notwendig, um eine Familie zu gründen - darum die traditionelle Sichtweise, in der die Ehe nur zwischen verschiedenen Geschlechtern stattfinden kann. Allerdings haben sich die Umstände gewandelt - heute heiratet ein Großteil der Paare (in D.) vor allem nur aus Liebe (bzw.gibt dies zumindest vor). Und die kann schließlich nicht nur zwischen Mann und Frau entstehen ;)

Umstritten ist es nur, weil ein paar Menschen einfach nur am lautesten brüllen können, auch medial betrachtet.

Wobei ich auch die Umbenennung in Ehe für alle wichtig und richtig finde, denn es verdeutlicht die Diskriminierung, die bisher statt gefunden hat Homo-Ehe hat immer den Anschein gegeben, dass es um etwas Spezielles für Homosexuelle ging. Ehe für alle verdeutlicht, es geht um das Recht den Menschen heiraten zu dürfen, den man liebt. Mal abgsehen davon, dass auch die Adoption davon abhängig ist.

Ja, es gibt Menschen, die pflegen den Satz das war schon immer so. Was der Bauer nicht kennt, das isst er nicht ist dir vielleicht auch ein Begriff. Dabei sollte man nie vergessen, dass vor allem die Ehe schon immer im Wandel war und ist. Früher haben die Eltern bestimmt wen man heiratet. Früher wurde aus politischen Gründen sowie aus Versorgungsgründen geheiratet. Und jetzt?

Guten Abend!

Die Wahrheit ist, dass diese Gesellschaft nicht halb so offen und tolerant ist, wie sie sich gern bezeichnet -----> so gilt es etwa oft noch als nicht akzeptiert, dass es nicht nur zwischen Mann und Frau Liebe geben kann.

Allgemein sei aber auch gesagt, dass die CDU eine eher konservative "Fangemeinde" hat und diese nicht verschrecken will, denn gerade die Senioren sind es die noch zur Wahlurne gehen. Der notwendige Schuh den man sich anzuziehen hat ist jedoch auf der anderen Seite der, dass man einlenken muss und zumindest so tun, als ob man gleichgeschlechtliche Ehen akzeptiert, um nicht als vollkommen von gestern zu gelten...!

Hoffe ich konnte helfen!

Ich habe letztens auch einen Fernsehbeitrag im Ersten gesehen in dem es darum ging, dass es die Homo-Ehe lediglich wegen der CDU noch nicht gibt. Hier haben einige in den Antworten schon argumentiert, es sei so, da aus Homo-Ehen selten Kinder hervor gehen und man diese deshalb nicht steuerlich gleichstellen will. Das ist Blödsinn, denn unser ehrenwertes BVG in Karlsruhe hat bereits entschieden, dass steuerliche Ungleichheiten gegen die Verfassung sind, siehe Ehegattensplitting: https://www.google.de/amp/www.spiegel.de/politik/deutschland/verfassungsgericht-ehegattensplitting-gilt-auch-fuer-homo-ehe-a-904066-amp.html

In dieser Debatte geht es hauptsächlich um‘s Prinzip: Homosexuelle haben den ewigen Zungenbrecher „eingetragene Lebenspartnerschaft“ amtlich an der Backe hängen, während es bei Heteros geschmeidig und kurz „Ehe“ heißt. Diese Ungleichheit findet zurecht ein Großteil der im BT vertretenen Parteien unnötig und ungerecht.

Die Ehe für alle, sowie Gleichstellung im Adoptionsrecht, und andere legitime Forderungen aus der liberalen Ecke gibt es scjon lange, immer hat die CDU blockiert. Für RRG sieht es ziemlich schlecht aus und schwarz-gelb fliegen die Stimmen zu wie sonst was. Dennoch ein Licht am Ende des Tunnels, denn auch die FDP stellt die Ehe für alle als Bedingung für eine Koalition. ALLE möglichen Koalitionspartner für die CDU stellen diese Bedingung mittlerweile, sodass man innerhalb der Union langsam etwas offener für das Thema wird: https://www.google.de/amp/www.t-online.de/nachrichten/deutschland/bundestagswahl/id_81520178/tid_amp/ehe-fuer-alle-union-wuerde-sich-nicht-verweigern.html

Es wird immer wahrscheinlicher, dass die Ehe für alle in der nächsten Wahlperiode umgesetzt wird.

LG :)

Genau, das war schon immer so.

Manche Dinge, vor allem wenn man überzeugt davon war (und "früher" waren das in dem Fall halt fast alle) lassen sich halt nicht von heute auf morgen ändern.

Vor allem nicht, wenn es nicht nur die eigenen Meinung ist, sondern andere darauf reagieren. Und für die die daran festhalten halt was davon abhängt.

Die Homoehe an sich stört mich nicht. Die Mehrheit der Gesellschaft ist dafür, und betreffen wird es vermutlich nicht so viele. Soll jeder glücklich werden in unserem Staat.

Nur sollten Verbindungen nur dann auch finanziell bessergestellt werden, wenn Kinder mit im Spiel sind.

OhNobody 27.06.2017, 09:02

Vielleicht sollte die CDU das Wort "CHRISTLICH" aus ihrem Namen entfernen?

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SovietRF 27.06.2017, 09:11
@OhNobody

ach bitte

jeder weiß wofür das C steht

 

Christliche Werte im Sinne von Humanitären Aspekten, was die Bibel ( abseits ihrer blutigen Pfade ) über das friedliche Miteinander sagt, liebe deinen nächsten wie dich selbst blablabla

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Dahika 28.06.2017, 18:43


Nur sollten Verbindungen nur dann auch finanziell bessergestellt werden, wenn Kinder mit im Spiel sind.

Da bin ich mit dir einer Meinung.Aber das geht auch heterosexuelle Paare an. Steuervorteile für die, die Kinder haben. Jehr mehr Kinder, desto bessere Vorteile.

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Ein Thema, über das man hervorragend streiten kann. Es geht wohl am Ende darum, ob der Staat, also der Steuerzahler, einen Grund hat, die Homoehe finanziell durch Steuervorteile zu fördern. Während die klassische Ehe über die Kinder eine Investition in die Zukunft ist, fehlt diese Perspektive bei der Homoehe.

maxim65 27.06.2017, 07:38

Das stimmt aber nur bestimmt. Erstens bringen viele auch eigene Kinder in die Familie ein. und zum zweiten erfüllen sich viele den Kinderwunsch durch Adoption. Das entlastet staatliche Einrichtungen bei der Betreuung dieser Kinder.

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TitusPullo 28.06.2017, 14:55
@maxim65

Homosexuelle Paare dürfen Kinder adoptieren? Ist mir neu...

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maxim65 27.06.2017, 07:39

Mal angesehen davon das auch nicht in jeder Ehe Kinder da sind.

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archibaldesel 27.06.2017, 08:56
@maxim65

Mir musst du das nicht erzählen. Die Frage war, warum die Regierung so handelt, nicht wie meine Meinung zu dem Thema ist.

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Dahika 28.06.2017, 18:41

Während die klassische Ehe über die Kinder eine Investition in die Zukunft ist, fehlt diese Perspektive bei der Homoehe.

und was ist mit den heterosexuellen Paaren, die keine Kinder wollen? Ich bin mit einem Ehepaar befreundet, die beide Besserverdienende sind. Bestensverdienende, um genau zu sein. Die wollen keine Kinder. WErden aber steuerlich gefördert. Warum? Übrigens haben sie deswegen auch geheiratet.

und was ist mit den Paaren, die erst spät heiraten, also jenseits der 50, wo sie vermutlich keine Kinder mehr bekommen (wollen)?

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archibaldesel 28.06.2017, 19:05
@Dahika

Stellst du die Frage bitte deinem CDU-Abgeordeten? Die Frage lautete, warum die Union die Homoehe ablehnt. Da es sich nicht um meine Meinung handelt, werde ich hier sicher nicht in die Diskussion einsteigen.

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Der einfach Grundsatz den ich hier erläutern möchte ist wenn aus etwas nichts rauskommt ist es dann gerechtfertigt? Wenn ich ein Eimer Wasserfülle mit Loch wodurch dieser immer wieder leer wird ist es Sinnvoll? Wenn ich eine Straßen bauen lasse die im nächsten Moment abgerissen wird hat sich die Investition gelohnt? oder kommt sogar ein Minus raus.

Auch wenn Leute immer wieder glauben das sich die Parteien hinter dem Wort Christlich schützen, es hat eher rationale und traditionelle Gründe.

  1. Homoehen unterstützen nicht das Bevölkerungswachstum das ist Fakt.  
  2. Homoehen sind auch heute noch nicht gerne gesehen (Was auch immer Studien sagen bezweifle ich in diesem Fall ernsthaft da es einen Unterschied macht ob man Städte wie Köln, Berlin oder München auswertet oder eher Dörfer). Es mag sein das die akzeptiert werden aber niemand möchte in aller öffentlichkeit zwei Männer knutschen sehen, bei Frauen wird das selbstverständlich mehr akzeptiert aber der Gedanke bleibt.
  3. Gehen wir von aus ein alleinstehender Mann oder Frau haben sich getrennt möchten jedoch nicht in die Steuerklasse 1. Sie kennen einen besten Kumpel oder Freundin. Wird dann geheiratet um Steuernzu vermeiden?  Du wirst jetzt vlt. sagen nie im Leben aber denk darüber nach wie viel die Sparen würden. So manch ein Mensch würde ohne zu zögern eine Ehe schließlich, man kann sich ja eh wieder einfach von seinem besten freund/in trennen.

Ich Frage mich aber auch immer wieder ernsthaft was bringt eine Ehe unter gleichgeschlechtlichen Partnern? 

Also vielleicht sollte die Frage lauten was bringt die Homoehe dem Gemeinwohl Namens Staat, erst wenn es hierfür eine rationale Argumentation gibt, wird es ein ernsthaftes bemühen geben dieses zu erlauben ich persönlich sehe kein Gewinn vlt. gibt es dadurch aber auch kein all zu großes Risiko.

HelftMir123 28.06.2017, 11:11

1. Viele Heteroehen ebenfalls nicht - und einige Paare mit Kindern wollen aus diversen Gründen gar nicht heiraten. Zudem können durch Adoption und Samenspenden auch Homosexuelle Paare Kinder großziehen (oder sie ziehen das Kind aus einer früheren Partnerschaft gemeinsam groß). Dieses Argument ist also hinfällig, ein steuerlicher Vorteil sollte sich auf Haushalte mit Kinder beziehen und nicht auf Ehen. 

2. Der Gedanke irgend welcher Menschen ist irrelevant. Es gibt Menschen, die sind (immer noch) gegen die Religionsfreiheit oder gegen arbeitende Frauen. Sollen wir uns danach auch richten? Ob nun zwei Männer oder zwei Frauen knutschen ist mir völlig egal - es geht mich schlicht nichts an (auch wenn es am Busbahnhof oder in der Innenstadt geschieht). 

3. Ach so, aber bei Freunden verschiedener Geschlechter geht das nicht? Überraschung: Frauen haben nicht nur Frauen als "beste Freunde" und Männer nicht nur Männer. Eben aus diesem Grund sollten die steuerlichen Vorteile sich ja auf die Kinder beziehen und nicht auf die Ehe. 

Eine Ehe unter gleichgeschlechtlichen Partner bringt dir persönlich oder dem Staat erst mal nicht viel. Sie bringt aber eben den betroffenen Personen etwas - auch für Homosexuelle kann die Ehe als Zeichen der Liebe / dem Bund fürs Leben viel bedeuten (es heiratet schließlich nicht jeder nur wegen den Steuern oder weil man es halt so macht). Passt man die steuerlichen Vorteile an schadet sie auch nicht. Gleichzeitig fühlen sich homosexuelle Paare eventuell wohler und akzeptierter (vom Staat) - ich könnte mir gut vorstellen, nach Österreich o.ä. auszuwandern sollte ich dort die Möglichkeit haben, denjenigen zu heiraten, den ich will. Ein Verbot der Homo-Ehe könnte also in Zukunft dem Ansehen des deutschen Staates bzw. der Parteien schaden und junge Paare zum auswandern bringen. 

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NicoBayer 28.06.2017, 13:07
@HelftMir123
  1. Fakt 1. Bleibt bestehen da bloß durch Adoption kein neuer Mensch geschaffen worden ist sondern einer erzogen wird, weiterhin kann nur durch Eingriffe von Außen ein Kind gezeugt werden also nicht von den gleichgeschlechtlichen Partnern selbst. Wodurch wie bereits gesagt das Bevölkerungswachstum nicht unterstützt wird.
  2. Bezieht sich auf viele Kommentare der angeblich heute vorhanden Akzeptanz für die Homoehen die ist selbstverständlich bei den jüngeren Generationen vorhanden aber nicht bei den älteren! Und wer die Mehrheit bildet kannst du dir selbst denken, des Volke Wille ist Gesetzgebend. Ein schönes Beispiel ist die Energiewende:                                                                                                                                             Vor dieser gabs noch die ganzen Ausreden der Parteien es wäre unmöglich usw. eine Reaktorkatastrophe und anschließenden Protesten auf der Straße später. Nimmt die CDU die Haltung an diese Grünewende komplett selbst erfunden zu haben. Genauso verhält es sich mit der Homoehe die Akzeptanz und der Wille des Volkes in großen Maßstäben sind eindeutig nicht vorhanden! Ein Protest jedoch würde wie üblig alles ändern, den wann immer Leute für etwas auf die Straße gehen wissen Parteien es sind genau diese Personen welche auch ins Wahllokal laufen werden. Zusätzlich finde ich sehr wohl das es Plätze gibt an denen man das ganze bitte zu unterlassen hat das gilt für beide Geschlechter! Ach und selbst auf die Gefahr hin gesteinigt zu werden an manchen Orten hat man das Geknutsche was heute ja immer wieder im in sich in den Schritt packen zu lassen ausartet doch bitte zu unterlassen!
  3. Wie du siehst genau hier setzt Angela Merkel die letzten Jahre immer wieder erfolgreich an, ob es gelingt wird man am Freitag sehen. Ich sage es einfach rational wie es ist die Homoehe ist umstritten, aber noch viel wichtiger Sie ist ein politisches Mittel Stimmen zu kriegen. Um nichts anderes geht es Parteien bei diesem Thema die Homoehe gehörte also mit zu den Ässen die in den nächsten Jahren kommen werden, wenn genügend Befürworter dafür sind.
  4. Ich persönlich bin weder wirklich dafür noch dagegen nenn es ruhig gefühlskalt, wo meine Akzeptanz jedoch enden sollte wenn früher oder später Vorteile für diese Gruppe heraus gearbeitet werden sollten.
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Dahika 28.06.2017, 18:49
@NicoBayer

Wodurch wie bereits gesagt das Bevölkerungswachstum nicht unterstützt wird.

Na ja, da die Erde anfängt, aus allen Nähten zu platzen, ist das vielleicht keine schlechte Idee.

die Homoehe ist umstritten,

na und? Meine Güte, wenn man sich nach allem richten sollte,was irgendwelche leute für umstritten halten....

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HelftMir123 29.06.2017, 21:48
@NicoBayer

1. Ach so, also wenn das Kind durch "Eingriffe von Außen" (z.B. aus einer früheren Partnerschaft oder Samenspende) entstanden ist zählt es nicht zur Bevölkerung bzw. dessen Wachstum? Dann ist es egal wenn sich die gleichgeschlechtlichen Eltern darum kümmern und ebenso Geld hineinstecken wie die heterosexuellen, die müssen das dann ohne staatliche Hilfe tun?

Außerdem ist das "Argument" immer noch hinfällig, da es hunderte heterosexuelle Ehen ohne Kinder  (weil keine Lust oder weil unfruchtbar) gibt und jegliche steuerliche Vorteile daher sowieso nur für Haushalte mit Kinder gewährt werden sollten. 

2. Der Wille der Mehrheit mag das Gesetz formen, aber das heißt noch lange nicht dass dieser Wille auch moralisch vertretbar oder sinnvoll ist. 

Dass manche Parteien ihr Programm an die Mehrheit anpasst mag sein, das bestreite ich ja auch nicht. Das ist aber kein echtes Argument für oder gegen etwas. Das Knutschen in der Öffentlichkeit hast du als Beispiel genannt, nicht ich. Ich stimme dir übrigens auch zu, dass es in manchen Situationen unpassend ist - für jegliche Sexualitäten. Ein besseres Beispiel wäre wohl das Händchen-halten oder der Bussi zur Begrüßung. Das sollte jeder mit jedem tun dürfen, egal ob Mann mit Mann oder Mann mit Frau.

3. Da hast du sicher Recht - und das ist irgendwie schade (nicht weil du Recht hast, sondern weil man sich als Wähler nicht ernst genommen fühlt wenn die Themen "nur für die Stimmen" behandelt werden).  

4. Wieso gefühlskalt? Es tangiert dich halt einfach kaum, du darfst deine Meinung dazu auch ruhig behalten. Einen Vorteil gegenüber heterosexuellen Paaren sehe ich bei der Ehe für alle nicht, einfach nur eine Gleichstellung.

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Die Homo-Ehe ist nicht wirklich umstritten. Auch die Mehrheit der Union würde sie mittragen.

Aber innerhalb der Union gibt es halt noch ein kleines katholisches Dorf an Frömmlern, die aus ideologischer Überzeugung dagegen sind und auf die die Union als Volkspartei bislang Rücksicht genommen hat.

Das Thema ist eigentlich nicht umstritten. Tatsächlich sind 82% der Bundesbürger dafür. "Umstritten" ist anders.

Nur ist es eben so, dass die Minderheit, die immer noch für die Diskriminierung Homosexueller ist, zwar sehr klein, aber auch sehr laut und- v.a. in ihren Äußerungen bzw. "Argumenten"- sehr schrill ist. 

Und die CDU/CSU hat sich eben lange Zeit über zum politischen Vertreter dieser lauten und schrillen Minderheit gemacht; und weil eine große Partei in Deutschland diese Haltung vertritt, wurde sie dann auch in den Medien abgebildet.

Aber eigentlich ist das Thema alles andere als umstritten. Es gibt ja auch keine rationalen Gründe gegen die Ehe für Alle. 

Ich glaube nicht, dass es überaus wichtig ist, ob es Homoehen geben wird oder nicht. Es gibt weiss "Gott" dringlichere Probleme und Angelegenheiten, die angepackt gehören. Offensichtlich sollen die aber bewußt ausgeblendet werden, so dass der ganze Wirbel um diese Ehen den Beigeschmack eines Ablenkungsmanövers haben. Wenn diese Republik keine andere Sorgern kennt als so was, dann ist sie wirklich ziemlich jämmerlich.

Fazit. Homoehen sind nicht wichtig, werden lediglich als solche aufgeblasen.

AnnaSCV 27.06.2017, 15:24

Das sehe ich anders. Eine Gleichstellung muss meiner Meinung nach stattfinden, da es leider immer noch sehr viel Diskriminierung gibt.
Natürlich ist das Problem der Diskriminierung durch die gleichgeschlechtliche Ehe nicht sofort und vollständig aufgehoben aber es ist ein notwendiger Schritt.
Denn wie soll die Gesallschaft etwas als "gleich" und richtig ansehen, wenn nichtmal das Gesetz es tut. 

Natürlich gibt es auch sehr viele andere wichtige Themen und Angelegenheiten über die gesprochen werden und die verbessert werden müssen. Gerade weil es eigentlich so einfach und zudem noch logisch und einfach nur fair ist, muss da endlich etwas passieren.

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voayager 27.06.2017, 20:22
@AnnaSCV

Ach Unsinn, in jeder größeren Stadt gibt es Gay und Lesbenparaden, sonstige Feste kommen hinzu. Im übrigen ist niemand verpflichtet Homosexualität gut zu finden, das bleibt Jedem selbst überlassen, wie er oder sie dazu steht. Ich lasse mir da jedenfalls nix von anderen verordnen.

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AnnaSCV 27.06.2017, 22:49
@voayager

Eben so muss es nicht jeder gut finden, wenn jemand Hetero ist oder katholisch oder wenn jemand rote Haare hat oder nen Pickel auf der Stirn. Trotzdem sollten alle die selben Rechte haben. Auch wenn mir irgendetwas an irgendjemandem nicht gefällt.

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voayager 27.06.2017, 23:05
@AnnaSCV

Sicherlich, doch daraus läßt sich noch lange keine Homoehe ableiten.

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sacredrain 28.06.2017, 13:30
@voayager

@voayager

Du kannst nicht von dir auf andere schließen. Was für
dich vielleicht irrelevant erscheint, ist für andere Menschen sogar
sehr wichtig, weil es sie (vermutlich im Gegensatz zu dir) in ihrem
Leben betrifft.

Wie viele Monate haben wir massiv über die PKW-Maut gestritten und diskutiert, die ja vermutlich eh vom EuGH wieder gekippt wird? Das schien ja unbedingt angepackt werden zu müssen, dafür war jede Menge Zeit da, auch wenn es von Anfang an zum scheitern verurteilt war. Soviel zum Ablenkungsmanöver.

Aber eine einfache und schnelle Abstimmung im Bundestag (wohlgemerkt vor der Sommerpause) über die Rechte von Menschen ist dann plötzlich zuviel Aufwand? Im Vergleich geht das momentan richtig schnell und reibungslos, da kann man sich beim besten Willen nicht beschweren.

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voayager 28.06.2017, 13:36
@sacredrain

Und ob ich von mir ausgehe, eine abstrakte Moral lehne ich schon seit vielen Jahren für mich ab. Mich interessieren meine eigenen Interessen und die Meinesgleichen, alles andere hat mich nicht zu interessieren.

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NicoBayer 28.06.2017, 01:24

Sehe ich genauso verschwendung von politischen Konfliktlösungspotentiall für den Bürger populistisch aufgebaut. Man hat ja nichts wichtigeres zu tun ... das lächerliche ist innerhalb der nächsten zwanzig Jahre wird es hier zu keiner Lösung kommen sondern immer bloß langsames abtasten, 

Ob man sich die Homoehe jetzt schon erlauben kann oder noch nicht, erst wenn die Akzeptanz vollkommen da ist wird diese erlaubt vorher gilt. 

Anfangs Nein (80er und 90er Jahre), dann langsam annähern (2000er und 10er Jahre) und wenn die Akzeptanz vorhanden ist (ab 20er oder 30er), hatte man ja schon immer die Idee davon besessen und wahr angeblich schon immer ein starker Befürworter. Zuletzt konnte man diese Taktik bei der Energiewende sehen, die Grünen fangen an die CDU staubt ab! Eigentlich eine geniale Taktik.  

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soprahin 28.06.2017, 12:13
@NicoBayer

Die Homo Ehe gibt es im Grunde schon, die nennt sich "eingetragene Lebenspartnerschaft".

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Nein, es handelt sich nun einmal um die CDU. Und wie die Kirche zu dem Thema steht, ist ja wohl hinlänglich bekannt.

Dahika 28.06.2017, 19:02

Es nimmt niemand der Kirche das Recht, auf den Kanzeln gegen die Homoehe zu predigen. Aber aus der Gesetzgebung hat sie sich rauszuhalten.

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TreudoofeTomate 29.06.2017, 00:21
@Dahika

Stimmt, aber so lange es christliche oder - wer weiß schon was die Zukunft bringt - sonstwie religiös geprägte Parteien gibt, wird das nicht funktionieren.

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Weil die Christlich-Demokratische-Union ein christliches Leitbild hat?

Jedenfalls wird Homosexualität in der Bibel von Gott verurteilt:

"denn sowohl ihre weiblichen Personen vertauschten den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen; 27 und desgleichen verließen auch die männlichen Personen den natürlichen Gebrauch der weiblichen Person und entbrannten in ihrer Wollust zueinander, Männliche mit Männlichen, indem sie unzüchtige Dinge trieben und an sich selbst die volle Vergeltung empfingen" (Römer 1:26, 27)

Inzwischen hat Angela Merkel jedoch schon Annäherung signalisiert.

NicoBayer 28.06.2017, 01:14

Die Argumentation mit der Bibel wird heutzutage langsam hinfällig! wer ein christliches Leitbild besitzt würde nähmlich auch wissen das jeder Mensch sündigt, die Sünde/ Fehlverhalten des einen kann größer oder kleiner sein. 

Jedoch gilt auch hier der Grundsatz: Auf den eigenen Tellerrand zu schauen. Was bringt es zm Beispiel: 

Wenn ein Ehebrecher einen Homosexuellen für seinen reudiges Verhalten verurteilen möchte.                                                       

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OhNobody 28.06.2017, 05:01
@NicoBayer

Wenn heute jemand etwas gegen Homosexualität sagt, wird er heftig kritisiert. Sogar Geistliche verharmlosen inzwischen dieses Thema. Das Wort Gottes gilt als überholt und nicht mehr zeitgemäß.

Etliche lehnen Gottes Wort ab, weil es nicht das lehrt, was sie glauben MÖCHTEN.

Doch Gottes Grundsätze ändern sich nie:

"aber das von Jehova Gesagte bleibt für immer“ (1. Petrus 1:25)

Das Wort Gottes bietet Hilfestellung, da es erkennen lässt, wie Gott über Sex und Homosexualität denkt.

Der Schöpfer hat nicht nur die Macht, Hilfe zu bieten, er hat auch den Wunsch dazu. 

Jesus sagte: „So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe“ (Johannes 3:16). 

Als Jesus auf der Erde war, heilte er alle Kranken und Behinderten, die zu ihm kamen, und gab uns so eine Grundlage dafür, ‘Glauben auszuüben’. Ja, er auferweckte sogar Tote! (Lukas 7:21, 22).

Meinst Du, diese biblischen Argumente sind heute wirklich hinfällig? 

Sollte ein Christ sich das aus der Bibel aussuchen, was ihm gefällt und den Rest ignorieren? Sollte er mit dem Geist der Zeit mitschwimmen, oder weiter die heilige Schrift als Maßstab seines Glaubens anerkennen?

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HelftMir123 28.06.2017, 11:31
@OhNobody

Ja, biblische Argumente sind im Bezug auf das Gesetz hinfällig. In Deutschland sind Kirche und Staat getrennt...

Ein Christ sollte seinen Glauben privat ausleben und nicht mit der Politik vermischen. Wenn Kirchen sich dazu entscheiden, homosexuelle Paare nicht zu trauen ist das ihr Problem. Es ändert aber nichts daran, dass sie gesetzlich heiraten dürfen (dürfen sollten).

Übrigens gibt es auch Stellen in der Bibel, die auf eine Billigung der Homosexualität hinweisen bzw. z.T. so interpretiert werden. 

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OhNobody 28.06.2017, 12:05
@HelftMir123

HelftMir123,

Danke für Deine guten Argumente. Ich frage mich des öfteren, warum die CDU und die CSU in ihrem Namen noch das "C" für "christlich" tragen.

Es wäre übrigens gut, wenn Du diese Bibelstellen hier nennst.

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NicoBayer 28.06.2017, 13:19
@OhNobody

Man wird heute bloß gesteinigt, wenn man Politiker is, was gabs nochmal, Ossikeule (veraltet), Nazikeule (noch effektiv), Frauenfeindlichkeitskeule bzw. Sexismus (nur in den USA anwendbar), Homophobenkeule (heute sehr effektiv). Wer das spielchen mit macht so zu argumentieren dem muss man eben besser kommen es gibt für alles Pro und Contra Argummente, zudem genißen wir hier Meinungsfreiheit von der auch Gebrauch gemacht werden sollte sonst wird diese früher oder später verschwinden.  

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Dahika 28.06.2017, 19:13
@OhNobody

Meinst Du, diese biblischen Argumente sind heute wirklich hinfällig? 

Für den Bibelgläubigen nicht. Aber wir reden hier nicht davon,dass nun, wenn das Gesetz kommt, die Priester vor dem Alter das Paar trauen müssen. Das werden sie weiterhin nicht tun. Niemand nimmt der Kirche das Recht dazu.

Aber vor dem Standesamt können sie demnächst getraut werden und sind dann staatlicherseits Eheleute.

Ich weiß nicht, was dagegen spricht. Ok,du kannst jetzt sagen: das ist Sünde.  Aber weißt du, es wird täglich so viel gesündigt....

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HelftMir123 29.06.2017, 22:03
@OhNobody

Ich kann dir gerne den Wikipedia-Artikel dazu verlinken - es sind schon ein paar. Ich selbst kannte bisher vor allem die Stelle (Matthäus 8,5 - 13) in der Jesus einen Knecht eines römischen Offiziers heilt.  Diese Knechte waren damals dafür bekannt, in sexuellem Kontakt zu ihren Herren zu stehen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Bibeltexte_zur_Homosexualit%C3%A4t

 Natürlich gibt es zu jeder Stelle auch Gegner, es sollte lediglich verdeutlichen, dass man bei Argumenten "aus der Bibel" etwas vorsichtig sein sollte, da diese immer der jeweiligen Interpretation unterliegen.

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OhNobody 30.06.2017, 06:56
@HelftMir123

HelftMir123:

Vielen Dank für den Link. Ich habe ihn aufmerksam durchstudiert. Hier werden Meinungen von konservativen Theologen denen von z. B. Gender(*)-Theologen gegenübergestellt (* ich wusste nicht, dass es sowas gibt).

Jesus nimmt nicht zu allem Stellung. Daraus kann nicht geschlussfolgert werden, dass unerwähnte Dinge gut oder schlecht sind.

Weil Jesus einen Jünger hatte, "den er besonders liebte", wird von Gender-Theologen geschlussfolgert, Jesus sei homosexuell gewesen. Wird emnächst behauptet, die 12 Apostel waren ein Schwulentrupp, denn Jesus ermunterte sie, einander zu lieben?

Sollten sich alle Christen homosexuell betätigen? Jesus sagte:

"Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe, daß auch ihr einander liebt." (Joh. 13:34)

Solche Schlussfolgerungen von Pro-Homo-Theologen sind zweckorientiert und irrelevant, denn in der Bibel ist der Standpunkt Gottes — und damit auch von Jesus — klar definiert.

Jesus hat nie gesagt, dass jeder leben kann, wie er will. Nur wer ‚Glauben an ihn ausübt‘, wird gerettet werden (Johannes 3:16). 

Glauben an Jesus zu praktizieren bedeutet unter anderem, sich an Gottes Moralgesetze zu halten, und Gott verbietet nun mal Homosexualität“ (Römer 1:26, 27).

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Dahika 28.06.2017, 18:52

dass eine Homoehe nicht dem christlichen/kathol. Weltbild entspricht, stimmt. Na und? Es nimmt ja auch niemand der Kirche das Recht, diese Paare nicht vor dem Altar zu trauen. Die Priester und Kardinäle, auch der Papst, können ja meinetwegen Brandreden dagegen halten.

Aber in die bürgerlichen Gesetze des Staates hat die Kirche nicht reinzureden.

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Jetzt wieder ein Pro, weil eine Wahl vor der Tür steht und mehr nicht.

Eine Homoehe ist nicht normal. In einer "normalen" Ehe kann es zu Kindern kommen. Die Geburtenrate steigt. Das gibt mehr Steuerzahler.

Homoehen steigern keine Geburtenrate. Die Kinder, die diese "Ehen" haben, waren vorher schon da.

AnnaSCV 27.06.2017, 15:29

Eigentlich sind das alles nur ziemlich schlechte Ausreden. Ich muss mich ja auch keinem Fruchtbarkeitstest unterziehen, bevor ich heiraten möchte.

Adoptionen sind außerdem ebenfalls gut und wichtig.

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Dahika 28.06.2017, 19:01

Eine Homoehe ist nicht normal. In einer "normalen" Ehe kann es zu
Kindern kommen. Die Geburtenrate steigt. Das gibt mehr Steuerzahler.

Homoehen steigern keine Geburtenrate.

Na gut, es ist die Frage, ob es gut für den Planeten ist, wenn eifrigst Kinder geboren werden. Oder gilt das Jammern über die Bevölkerungsexplosion nur für die Dritte Welt.

Aber selbst wenn, wenn die Homoehe nicht erlaubt wäre, würde dadurch doch kein einziges Kind mehr geboren werden. Oder glaubst du, dass sich dann homosexuelle Paare auf ihre Pflicht besinnen und  anfangen, Kinder zu zeugen. DAs ist doch Quatsch.

Wenn Michael und Sebastian nicht heiraten,gibt es deswegen kein einziges Kind mehr. Oder glaubst du, dass Michael, der Sebastian nicht heiraten darf, nun plötzlich der Luise den Hof macht.

DAs ist doch absurd.

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