Weshalb hast Du Dich für die Haltung (d)eines Tieres entschieden?

 - (Liebe, Freizeit, Freundschaft)

32 Antworten

Ich nehme schon seit Jahren immer wieder (je nachdem wie gerade Platz ist) Nagetiere auf, die aus unterschiedlichsten – meist schlechten – Haltungsbedingungen stammen.

Mein Tierarzt, welcher bereits weiß, dass ich viel Erfahrung mit Farbratten habe, hat mich Mal angerufen und erzählt, dass gerade ein Mann mit einer einzelnen Ratte bei ihm war und erzählt hat er muss morgen ins Gefängnis und will „das Vieh loswerden“.

Zur selben Zeit suchten im Tierheim 2 Ratten, die ausgesetzt in einer Schuhschachtel im Winter von einer aufmerksamen Dame gefunden wurden einen Platz. Hab die 3 dann erfolgreich vergesellschaftet, ihnen einen riesigen alten Kleiderschrank umgebaut und es war richtig schön zu sehen, wie die Tiere langsam Vertrauen fassten und auftauten.

Im Nachbardorf wurde eine Wohnung zwangsgeräumt in dessen Kellerabteil ein winziger, total verdreckter Käfig gefunden wurde. Darin waren 3 lebende und 2 tote Farbmäuse. Von der „Einrichtung“ war vor lauter Kot fast nix mehr zu sehen und ich weiß weder wie lange die Tiere schon so leben mussten, noch welch grausamer Mensch sowas macht. Von den 3 lebenden ist leider kurz danach eine gestorben, die anderen beiden konnten sich aufrappeln und lebten bei mir noch 1 bzw. 1,5 Jahre.

Einmal habe ich für eine fremde Dame auf den Hamster aufgepasst während sie im Urlaub war. Sie suchte damals übers Internet jemand für 1 Woche und ich habe mich bereit erklärt. Sie hat das Tier nie wieder abgeholt, nicht auf Anrufe reagiert, nix.

Finde es wichtig, dass man nicht einfach ins Zoogeschäft geht und sich irgendwas kauft. Es gibt so viele Tiere die Plätze suchen, eben genau wegen so Leuten die sich plötzlich nicht mehr kümmern können/wollen. Mit den paar Tieren verändere ich zwar nicht viel aber für die Tiere macht es einen gewaltigen Unterschied :)   

Ui, das ist ziemlich traurig - aber, wie wir wissen, leider auch keine Einzelfälle.

Gut das es auch menschen wie Dich gibt, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten tun was sie können um einigen Tieren ein besseres, schöneres Leben zu zu ermöglichen. Dankeschön.

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Respekt - und alle meine Däumchen hoch für deine Einstellung ! ;)

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Meine erste Katze habe ich halb verhungert im Nachbarsgarten gefunden und habe sie angefüttert, nachdem ich erfahren habe, dass es eine Strassenkatze ohne Besitzer ist.

Dass sie trächtig war, habe ich erst später gesehen und dann bekam sie 5 Babies in meinem Haus, von denen 2 leider gestorben sind. Die Mutter und ihre 3 restlichen Babies leben noch heute bei mir, weil es hier kein Tierheim gibt, das Katzen aufnimmt.

Nun und so nach und nach kamen noch weitere Katzen dazu, so dass ich heute 9, bzw. seit 2 Tagen wieder 10 Katzen habe, wobei ich noch rausfinden muss, wohin die neue Katze gehört. Das wird allerdings schwierig werden, weil im Winter hier in unserer Ferienhaussiedlung nur etwa 5 Häuser bewohnt sind.

Katzen sind etwas Wundervolles. Bei uns existiert auch regelrechte Katzengemeide. Nachbarskatzen und Streuner fressen sich bei uns auch entspannt durch die Gärten, wo überall ein Näpfchen auf sie wartet.

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Für mich war es bereits im Kindesalter klar, dass sog. "Haus- und Nutztiere" nicht zu unterscheiden sind - was sowohl deren Leidensfähigkeit und die Lebensfreude angeht, als auch das Recht auf ein Leben in Würde und Zufriedenheit !

Ich habe schon von kleinauf Tiere nicht in Klassen eingeordnet - mir war die Feldmaus oder die Kreuzspinne, die ich auf dem Kartoffelacker bei der Ernte in Sicherheit gebracht habe, ebensoviel wert wie unsere Kühe, Schweine oder Hunde...

Es war das pure Leben, das mich dazu bewog...

Tiere waren - und sind - meine geliebten Weggefährten und Freunde, unabhängig von Rasse und abseits von Speziesismus.

Kann ich nur unterschreiben -ging und geht mir genauso...!

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Das hast du schön geschrieben :) wir bleiben auch wegen "kleingetier" wie zb ein Frosch auf der Straße stehn und nehmen ihn von der Straße...Einmal hab ich einen Angefahren Marder zum Tierarzt gebracht, das war ein wundervolles Gefühl, so einem wilden Tier zu helfen... Umso schrecklicher war es als die Klinik angerufen hat dass er eingeschläfert werden musste :,(

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