Weshalb gibt es immer mehr Befürworter einer Partei,die eine Alternative zum Bestehenden darzustellen versucht?

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11 Antworten

Hei, ngdplogistik, zunächst: Ich bezweifle das "immer mehr", sondern glaube, dass die AfD ihren Zenit bereits überschritten hat. Selbstverständlich ist in der Demokratie nichts von Dauer, und auch die Parteienlandschaft ändert sich. Die Zeit der großen Volksparteien scheint zu Ende zu gehen, und an ihre Stelle tritt - wie die Individualisierung der gesamten deutschen Gesellschaft - die Zersplitterung der Parteienlandschaft. N.b.: Große Koalitionen haben eine einesteils eine einschläfernde und andererseits eine ausfransende Wirkung, die sich niederschlägt im Entstehen von Polit-Alternativen. Und so. Grüße!

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Kommentar von ThommyGunn
12.08.2016, 12:49

Reden wir ja nach der Wahl in MeckPomm und Berlin weiter, ob die AfD ihren Zenit überschritten hat.

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"das Bestehende" ist doch immer bloss eine Machtstruktur mit ungleich verteilten Gewichten. Machtstrukturen implizieren Machterhalt, auch und gerade wenn sich die Rahmenbedingungen verändern.

In Zeiten, wo sich eine starre Machtstruktur in immer grösserem Antagonismus zu den Rahmen- und Lebensbedingungen befindet, finden natürlich Alternativen besonders Zuspruch unter den Teilmengen, die innerhalb der bestehenden Machtstruktur eher die 'Ohnmacht' bilden.

Die Alternativen finden umso mehr Akzeptanz, je breiter und unsektiererischer sie die Interessen der 'Ohnmächtigen' ausdrücken.

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Weshalb gibt es immer mehr Befürworter einer Partei,die eine Alternative zum Bestehenden darzustellen versucht?

Zunächst einmal: Das versucht die AfD jedenfalls nicht:

  • Sie will "Grenzen schließen": Das ist - dank CDU, CSU und SPD - längst geschehen.
  • Sie will "Flüchtlinge rauswerfen": Das machen CDU, CSU und SPD gerade mit wachsender Begeisterung. Der grüne Palmer (GRÜNE) will sogar Syrien (sic!) zu einem sicheren Herkunftsland erklären lassen, um die Menschen dorthin zurückschicken zu können.
  • Sie will den Arbeitnehmern das Geld aus der Tasche ziehen: Das können CDU, SPD, GRÜNE und FDP besser, denn sie haben darin mehr Erfahrung und Übung.
  • Sie will den Reichen mehr Geld in die Taschen stopfen: Das können SPD und FDP besser.
  • Sie will den Sozialstaat abbauen: Das machen CDU, CSU, SPD, FDP und GRÜNE längst.

Es gibt NUR EINE EINZIGE SACHE, die diese "Alternative" fordert, die nicht die anderen schon längst machen.

Und das ist die Abspaltung von der EU. Welche Auswirkungen das auf die Bevölkerung hat, kannst du gerade an Großbritannien beobachten: Noch mehr Steuererhöhungen für die Armen und Durchschnittsverdiener; noch mehr Steuersenkungen für die Reichen. Das würde auch in Deutschland notwendig werden, sobald man erst mal die EU aufgegeben hat.

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Das EINZIGE, was diese Partei also als echte "Alternative" anbietet, sind andere Leute an den Schalthebeln der Macht. Neue, unverbrauchte Namen, wie etwa "Außeminister Gauland", "Bundeskanzlerin Petry", "Ausländerbeauftragte von Storch" oder "Finanzminister Fohrmann". 

Doch "Raider heißt jetzt Twixx, sonst ändert sich nixx", wusste schon die Werbung zu berichten...

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Was würde geschehen, wenn eine Alternative einen Parteienzorn auslösen würde und wie ist dann die Reaktion der Bevölkerung.

Was soll ein "Parteienzorn" sein? 

Ändert diese Reaktion die Parteienlandschaft dahingehend,dass das 4er System oder das Dreigeteilt niemals, zusammenbrechen könnte?

Das Parteien-System bricht auch ohne die AfD zusammen. Heute werden gerade einmal noch 1,9% aller Wahlberechtigten aktiv von Parteien vertreten. Ganze 98,1% der Wahlberechtigten sind also nicht Mitglieder einer Partei ... müssen sie aber dennoch wählen, weil die Parteien sie dazu zwingen.

Und die AfD ist eine Partei; und als solche gar nicht an einem Zusammenbruch des Parteiensystems interessiert. Allerdings hilft sie an dieser Stelle tatsächlich mit, den Zusammenbruch des Parteiensystems zu beschleunigen. Zumindest ein, zwei, vielleicht auch drei Legislaturperioden lang. Und wenn die NPD tatsächlich verboten wird (was jedoch unwahrscheinlich ist), dann auch noch einige Legislaturperioden länger.

Doch unter dem Strich ist die AfD nur eine "noch neoliberalere FDP". Und als solche wird sie ihren Weg an die Seite von CDU, CSU, FDP, SPD und GRÜNEN suchen und finden. Und je mehr die Parteienlandschaft zerfasert, desto eher wird das geschehen. Insofern liegt es im Interesse der AfD - und hier vor allem der Partei-Führung -, genau das nicht zuzulassen.

Mit anderen Worten: Die AfD ist für bekennende Demokraten ein doppelt gefährliches Spiel mit dem Feuer, an dem man sich leicht verbrennen kann. 

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Kommentar von ngdplogistik
12.08.2016, 17:16

Zorn einer Partei. Denke einmal an den Rauswurf der KP...und der NP..wobei kein abschließendes Urteil bezüglich der NP... bisher ergangen ist.

Abgeleitet vom „ Zorn der SP..."aus dem Internet geklaut und weil ein wenig treffend, einen Parteienzorn daraus gestaltet. 

Da Du sehr vernünftige Argumente in Deiner Antwort anführst, gebe ich auch einen meines Erachtens vernünftig geschriebenen Kommentar zum Besten. 

Es gilt immerhin noch die Devise: Wie es in den Wald hinein schreit, schreit es auch wieder hinaus...oder ähnlich...obwohl ich die ganze Angelegenheit als recht spassig und nützlich empfand.

Liebe Grüße

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Mauer hochziehen, dann hätten sie hinter dieser die absolute Mehrheit und Ruhe vor Demokraten, könnten sogar eigene Medien erschaffen, die nicht lügen?, nur mehr ihre "Wahrheiten" verbreiten. - Beispiel Türkei, da lügt keiner mehr außer Erdowahn Allmighty.

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Kommentar von hoermirzu
12.08.2016, 10:28

Man muss die Mauer ja nicht um Dresden ziehen, gibt ja genug Provinz, wo die dann autark, wie die DDR arbeiten könnten.

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Wenn die AfD sich mit etwa 15-20% etabliert und danach sieht es im Moment aus, werden Zweier-Konstellationen wie CDU/FDP oder Rot/Grün nicht mehr möglich sein (sind es jetzt schon nicht mehr), selbst für die Groko würde es dann nicht mehr reichen - wir würden dann Dreier-Konstellationen bekommen, bei denen sich zumindest ein Partner sehr verbiegen müsste und was die regierenden Parteien weiter schwächen würde.

Wenn die Altparteien die Flüchtlingskrise nicht in den Griff bekommen wird sich die AfD auf hohem Niveau etablieren und irgendwann an der Regierung beteiligt sein, analog zur FPÖ in Österreich.

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Kommentar von PatrickLassan
12.08.2016, 19:25

Die AfD liegt derzeit bundesweit bei etwa 12 %. Ob sie die bei der nächsten Bundestagswahl erzielt, ist fraglich.

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Deutschland ist eine parlamentarische Demokratie!

Alle Macht geht vom Volke aus! Deswegen wählt es seine parlamentarischen Vertreter!

Die demnach nicht abgegebenen Stimmen für deine Alternative würden bei jeder Wahl nichts ändern, weil es sich nicht um eine Partei handelt.

Darum noch mal: Allen undurchdachtes bla bla bla von deiner Seite!

Wenn du allerdings mit deiner Alternative die AFD meinst, die löst tatsächlich einen Parteienzorn in mir aus, erinnern mich die AFDler doch an die unseelige Zeit des 1000 jährigen Reiches, das nach 22 Jahren incl. der Zerstörung von fast ganz Europa und Abermillionen Toten mit den bekannten Folgen kapitulieren musste.

Aber manche Leute sind sehr vergesslich! Zu vergesslich!

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Kommentar von ngdplogistik
12.08.2016, 11:49

Hab ichs doch gewusst...

Aber, aber, wer wird denn das Dritte wieder hochholen wollen. Das wäre doch auch aus jehabten Schaden nischt gelernt zu haben. 

Ich wollte keine schlafenden Hunde wecken, eher wachrütteln mit meiner Frage und dem Parteienzorn, der bei der KP... und NP...mehr als deutlich zutage trat... indem man diese Verbot oder versucht diese zu verbieten...eine Denkminute verschaffen. 

Schliesslich und endlich unterliegt Deutschland lediglich einer parlamentarischen Demokratie und keiner Demokratie.

Ob dies allerdings n u r auf politischem Zorn bezüglich der Vergangenheit beruht, kann jeder für sich selbst entscheiden.

deevee „sprach" dies in seinem Kommentar an, dass wählen 

d o c h

etwas ändern kann und... den Zorn einer Partei hervorrufen oder deren Parteimitglieder in ihrer Gesamtheit.

Liebe Grüße

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Kommentar von ngdplogistik
14.08.2016, 18:11

Mein(e) lieb(e)r hauseltr

D u schreibst.„Die demnach n i c h t abgegebenen Stimmen für D e i n e Alternative würden bei jeder Wahl nichts ändern, weil es sich nicht um eine P A R T E I handelt..."

Ich schrieb doch bereits, dass wer lesen kann, irgendwann sein Diplom erreicht. 

Oben steht ganz klar und deutlich, hier nochmal zum Mitschreiben:

W e s h a l b gibt es immer mehr Befürworter e i n e r  P A R T E I,  die eine A L T E T N A T I V E zum Bestenden 

d a r z u s t e l l e n  versucht.

Weiter schriebst D u:

Darum nochmal: Allen undurchdachtes Blablabla von Deiner Seite!

Kein weiterer Kommentar von meiner Seite!!!

Liebe Grüße

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Keine Ahnung, was du meinst. Mir sagen weder die Begriffe "Parteienzorn" noch "das Dreigeteilt" etwas. Mir ist auch keine "Alternative Partei zum Bestehenden" bekannt. Oder meinst du die Bauernpartei?

Du bist sicher, dass du selbst weißt, was du eigentlich fragen willst?

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Kommentar von ngdplogistik
12.08.2016, 10:15

Manchmal wäre es klug, bevor man eine Antwort gibt, sich zu informieren, was dieses oder jenes bedeutet. 

Liebe Grüße

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Eine Regierung ohne Opposition willst Du?

Das wäre ein Diktatur!

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Kommentar von ngdplogistik
12.08.2016, 14:44

Im Ernst gefragt, wo steht das? 

Hast einen Pfeil von mir nach oben bekommen, weil ich denke, dass Deine Antwort schon ausreicht für meine nächste Frage. Du bringst mich auf eine Idee.

Liebe Grüße

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Ich erkenne keine eindeutge Frage. Was also möchtest du denn jetzt wissen?

Es gibt nicht "immer mehr Befürworter eier alternativen Partei zum Bestehenden". Wen meinst du denn damit? Die AfD? Die tritt auf der Stelle und kommt wahlpolitisch nicht weiter.

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Kommentar von ngdplogistik
14.08.2016, 16:23

Jedoch immer mehr Befürworter -einer Partei - , die eine  Alternative zum Bestehenden darzustellen versucht - oder schrieb ich darstellt?

Wer an den „Prognosen" oder „wenn heute gewählt würde" wie auch an den bisherigen Ergebnissen vorbeisieht, ist ein wenig desinformiert(?) und/oder wahrscheinlich noch am Schlafen (?), könnte man zumindest meinen. 

Wenn - wer auch immer-aufwacht in einem Moment des Geschens, würde auch wohl kaum etwas Besseres verdient haben, als das was dann kommt- oder???

Manchmal habe ich, kann mich allerdings täuschen, das Gefühl, dass das (so manches) „Missverstehen" auf Ignoranz beruht, was ich hier und woanders immer wieder(dies bedauerlicherweise)erfahren muss.

Seid ihr EUCH alle dermaßen sicher, fest im ,„Sattel" zu sitzen? Wenn dies der Fall sein sollte, würde zumindest ich daraus interpretieren, dass etwas mit unserer politischen Landschaft wohl kaum noch stimmen kann und wir dringend Alternativen hierzu bräuchten-oder???

Liebe Grüße

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Parteienzorn:
Verfahren im Bundestag, bei dem per Mimik und Gestik abgestimmt wird - je zorniger, desto dagegen

4er System:
Die Abgeordneten zeigen den Grad ihres Zorns in einer Art Familienaufstellung entlang einer nach oben offenen Zornesskala


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Bla bla bla! Es gibt in Deutschland über 50 Parteien! Die meisten davon erreichen logischerweise die 5 % Klausel nicht.

Wenn der Wähler es wollte, hätte sich längst was geändert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_politischen_Parteien_in_Deutschland

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Kommentar von ngdplogistik
12.08.2016, 10:22

Kannst Du einfach nur auf meine Frage antworten? Ich schrieb doch zum Bestehenden und meinte damit wohl kaum, was aus dem unteren Text hervorgeht, unser Wahlverfahren. Wer macht nun blabla. 

Vor Beantwortung einer Frage immer den... Text durchlesen.

Liebe Grüße

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