Wer/was hilft wirklich bei Angst/Panikstörung/Depressionen?

... komplette Frage anzeigen

13 Antworten

Ok, ich versuche Dir zu helfen.

Leider sind Probleme wie Deine heutzutage eher die Regel, denn
eine Außnahme. 

Ich bekomme öfter Post und Leser tragen mir
ihre Nöte und Probleme vor, in de Hoffnung ich könnte helfen.

Ich wills versuchen, obgleich mir noch im selben Augenblick, da
ich dies schreibe bewusst ist, das die Hilfe allein vom Betroffenen
kommen muss, wenn sie wirken soll. 

Die vielfältigen
Krankheitsbilder, Störungen und Probleme der menschlichen Psyche
sind nicht deshalb so schwerwiegend, weil sie unheilbar wären, sie
sind es, Entschuldigung, weil sie so absurd sind.

Denn die menschliche Psyche ist ein Denkprodukt. Sie wird einzig durch unsere Erinnerungen und die damit gekoppelten Gedankengängeals Ich - Betrieb am Leben erhalten. Real, aber ohne die siehervorbringenden Ideenbilder, existiert sie überhaupt nicht.

Und dieses Gebilde erzeugt in uns nun pausenlos Wirkung – fast könnte man meinen, ein Böser Kobold habe es eigens dafür erfunden uns zu quelen, und zu piesacken.

Nun wäre es leichtfertig, zu behaupten, bloß, wenn Du nicht mehr
daran denkst, ist der Spuk verflogen. 

Derjenige, nämlich Du selbst,
der ständig sich selber als Ich denkt, das von der Außenwelt
abgesondert existiert, als individuelle Einheit, ist letztlich
zugleich der Täter. 

Von der intelektuellen Seite oder seitens des
Willens her ist keine Hilfe oder Lösung des Konfliktes zu erwarten.

Doch es gibt ein anderes Mittel: in dem Augenblick, wo der menschliche Verstand, das Denken selbst (das schließlich nicht blöd oder dumm ist) ganz real erkennt, wie aussichtslos jeder Versuch ist sich von sich selber und seinen gewachsenen Irrtümern zu befreien, wird der Spuk nach und nach besser.

Wenn Du erkennst daß Dein Gefühl ein Mensch zu sein, Dein
Gefühl, zu existieren, zu leben das Originalgefühl des Urgrundes
aller Schöpfung ist -und nicht Dein individuelles, wenn Dir klar
wird das jedes Geschöpf, die ganze Menschheit aus diesem gemeinsamen
Grundgefühl heraus ist und lebt und handelt, dann fällt der
Abschied vom Wahn, ein von allen anderen getrenntes Individuum zu
sein, gar nicht mehr schwer.

Und nach dieser Einsicht sind wir noch genauso handlungs- und entscheidungsfähig wie vorher. Bloß haben wir eine Illusion und einen ganzen Buckel voll krankmachender Irrtümer aufgegeben.

Woran sehr viele Menschen heutzutage leiden, sind unbekannte,
unerkannte Spätfolgen traumatischer Kindheitserlebnisse. Man sagt
kurzer Hand Neurosen dazu.

Da beeinflußt tief aus den unbewussten
kommend eine einst gemachte Erfahrung unser heutiges Leben und wirkt
wie eine Zeitbombe fort und vergällt uns die Freude am Alltag.

Analysen können mit einiger Mühe und viel Zeit solche Traumen ins aktuelle Bewustsein förden, und nach affektivem Nacherleben der alten Geschichte ist Erleichterung möglich. 

Freilich auch bloß in diesem einzigen Punkt aus der Vergangenheit.

Der Rest, unsere gesamten Lebenserfahrungen, gute und böse,
bilden zusammen den Bodensatz, aus dem das Denken unsere Psyche,
unser Ich oder Selbst pausenlos im Alltagsleben strickt und uns die
Illusion vermittelt, es gebe einen Denker, der unsere Gedanken denkt.

Den gibt es nämlich gar nicht. Darum kann niemand wirklich sein Denken kontrollieren, wie sollte er wenn dieses Denken ihn erst jeweils erzeugt.

Im Grunde ist die Psyche ihrer Struktur nach selber eine einzige
voluminöse Neurose. Es ist wichtig dies zu erkennen und zu
verstehen.

Jede Einzelreparatur von Traumen bleibt Flickwerk, angesichts der Tatsache, daß das ganze Gebilde der Vergangenheit angehört und inder lebendigen Gegenwart nichts als Störungen und Reaktionen hervorruft.

Untersuche einmal Dein Innenleben daraufhin, ob es nicht stimmt,
was hier geschrieben steht. 

Sofern Dir real, nicht bloß als Idee,
als Einbildung klar wird daß dem so ist, wird der Spuk aufhören.

Leg Dir dazu ruhig eine robustere Lebensauffassung zu. Spuck gegen den Wind und sag den Angstgespenstern aus Deiner unbekannten Vergangenheit, sie mögen sich zum Teufel scheren.

Genau genommen brauchst Du nichts zu tun als Deine wirkliche
Position in der Welt und im Universum zu erkennen, real, wirklich,
ohne Vorurteile und ohne Deine gewachsenen Meinungen.

Kurzum: Du kannst nichtst tun, Du brauchst auch nichts zu tun.

Wer einfach sich komentarlos, vorurteilslos, neutral beobachtet, ohne zu sagen, ich bin so oder ich bin so, der kommt ganz alleine hinter die Mysterien seiner Identität. Es taucht einfach auf.

Gewöhn Dir an, daß Du merkst, wie Dein Geist aus einem Zentrum
heraus agiert und handelt. Und begreife; dieses Zentrum ist selber so
erfunden wie eine Romanfigur, bloß mit dem Unterschied dass der
Stoff für den Roman Deine Vergangenheit ist!

Es gibt auch sehr gut wirkende unterstützende Medikamente:

http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/1001902/

Hier noch zwei Bücher die Du gelesen haben solltest:

Einbruch in die Freiheit - Jiddu Krishnamurti

Wu Wei - Theo Fischer 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich versuche mich mal kurz zu fassen:

- Wechsel den Therapeuten. Ich selbst bin in einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und habe unter anderem Depressionen und Sozialphobie. Mir hilft sie gut. Therapie ist auch wichtig, um herauszufinden, woher die Ängste kommen und was möglicherweise darunter liegt.

- Gehe trotz Angst raus. Versuche deine alten Freunde zu kontaktieren. Auch wenn es lang her ist.. wenn es wirklich gute Freunde sind, dann werden sie dich wieder gerne aufnehmen und über den kleinen Kontaktabbruch hinweg sehen. Du solltest unbedingt rausgehen, nicht dass du noch mehr in das Vermeidungsverhalten rutscht. Dafür sind andere Menschen gut - die dich raus locken ;) Stell dich den angstauslösenden Situationen, irgendwann wird es leichter.

- Schaue Youtube-Videos an. Dort findest du auch gezielte Videos von Betroffenen, die auch deine Ängste haben. Schau dich durch paar Videos und nimm deren Ratschläge an, was die so gemacht haben, um die Angst und die Panik zu lindern. Bei sozialer Phobie kann ich dir schon mal den Kanal Andre Teilzeit empfehlen. Der hat diese Phobie ebenfalls und es tut gut, jemanden zu sehen, der auch die Probleme hat. Dann fühlt man sich weniger allein und kann vielleicht sogar auch anders reagieren.
Am Besten ist es, wenn du dich allgemein über deine Ängste und über Depression informierst. Mir hat das sehr viel geholfen, die Krankheit bzw. die Ängste besser zu verstehen und meine Gefühle besser zu erkennen und einzuordnen.

- Wahl des Therapeuten: Google nach Psychotherapie und schaue im Branchenbuch nach. Versuche ein Ersttermin bei i-einem zu kriegen und schaue mal, ob die Chemie zwischen euch stimmt. Du kannst erst mal ein Termin abwarten und erst dann entscheiden, ob du den Therapeuten nimmst oder nicht. Du solltest darauf achten, was dir dein Bauchgefühl sagt: Fühlst du dich bei der Person wohl? Hast du das Gefühl, dass du hier gut aufgehoben bist und sie dich versteht? Frage nach, wie konkret die Therapie ablaufen wird. Denkst du das du mit dem Therapieablauf klarkommst und es dir was bringt? etc.

- Depressionen: Schwieriges Thema und ich weiß nicht, ob es für deine Depression Gründe gibt.. Allerdings gilt auch hier: Ziehe dich nicht zurück. Gehe trotzdem raus. Versuche in einer nicht depressiven Phase, dir einen Notfallplan zu überlegen: Was könnte dir in einer depressiven Phase helfen? Bei mir ist es sehr oft so, dass ich in einer depressiven Phase gerade die Dinge mach, die meinen Gemütszustand noch verschlechtern. Ich höre dann gerne traurige Musik, schaue mir einen Drama-Film an, etc. Versuche genau das Gegenteil davon zu finden und probiere dann in deiner nächsten depressiven Phase die Sachen aus, damit du nicht noch depressiver wirst oder bestenfalls sogar aus der Phase rauskommst.

LG ^^ (Naja, ganz so kurz wurde es doch nicht.. ._.)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Beziehung (Chemie) zwischen Therapeut und Patient ist elementar für den Erfolg einer Behandlung. Verhaltenstherapien eigenen sich eigentlich gut um zu lernen mit der Angst umzugehen. Ich an deiner Stelle würde den Therapeuten wechseln und zu jemandem gehen der dir entspricht.

Das Problem bei Angststörungen ist ja, dass man sich immer mehr zurück zieht. Doch dadruch wird es nicht besser sondern schlimmer. Du musst lernen dich deinen Ängsten zu stellen. Dies klingt einfach ist aber (wie ich aus meinen eigenen Erfahrungen weiss) sehr schwierig. Dazu brauchst du unbedingt eine gute Therapie.

Hinzu kommt die Angst vor der Angst. Man ist andauernd in einem inneren Alarmzustand aus der Erwartungsangst das die nächste Welle anrollt. Dies ist ein Teufelskreis, welcher man durchbrechen muss, so schwierig das auch ist.

Ängste sind, so schlimm sie sich auch anfühlen, im Vergleich zu anderen psychischen Krankheiten sehr gut behandelbar. Neben der Therapie kommen oft Medikamente zum Einsatz, besonders in schwereren Fällen.

Allen voran werden Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse verschrieben. Diese wirken nach ca. 4-5 Wochen täglicher Einnahme stark angstlösend. Antidepressiva wirken gegen Ängste ironischerweise besser als gegen Depressionen. Das Problem von Antidepressiva ist, dass sie in den ersten 3-4 Wochen die Ängste verstärken können bis sie angstlösend wirken. Zudem haben sie viele Nebenwirkungen, welche jedoch nach ca. 4 Wochen wieder verschwinden (die meisten von ihnen).

Für den Notfall werden daher oft Benzodiazepine eingesetzt. Diese sind für eine Dauerbehandlung jedoch ungeeignet, da sie nach längerer (also nicht sofort) Einnahme abhängig machen. Benzodiazepine wirken bereits 20min nach der Einnahme und können bei Bedarf eingenommen werden (im Gegensatz zu Antidepressiva welche täglich eingenommen werden müssen.

Hier noch eine Übersicht zu den Medikamenten: http://www.deprohelp.com/ssri/ und http://www.deprohelp.com/benzodiazepine-z-drugs/

Neben dem Therapeutenwechsel empfehle ich dir zu einem Arzt, also am besten zu einem Psychiater zu gehen und die Medikamentenfrage mit ihm anzuschauen. Ich will damit nicht sagen, dass du Medikamente nehmen musst, es ist einfach eine Option welche bei der stärke deiner Symptome in Frage kommt (soweit ich dies aus der Ferne beurteilen kann, entscheiden kann es jedoch nur eine Fachperson).

Angstattacken sind die absolute Hölle, doch sie gehen vorbei. Manchmal dauert es länger, manchmal kürzer. Manchmal mit Medikamenten, manchmal ohne. Aber auf jeden Fall mit Therapie.

Alles gute...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von simonp321
31.07.2016, 19:13

Danke erstmal.

Benzos sind kompletter Müll. Wer die nimmt hat überhaupt keine Selbstbeherrschung mehr. Die habe ich glücklicherweise noch. Ich habe die medikamentöse Behandlung grundlegend abgelehnt, da ich selbst damit fertig werden möchte.

Und ja es ist der absolute Teufelskreis. Wie finde ich einen guten Psychiater?

0

Was hilft, ist wirklich nur, sich seinen Ängsten zu stellen. 

Schreib Dir auf, welche Ängste oder Situationen das sind, die kleinste, harmloseste nach oben und dann arbeitest Du die Ängste der Reihe nach ab. Das heißt, Du begibst dich bewußt in diese Situationen, bis sie Dir vertraut und normal werden.

Geh immer soweit, wie Du kannst. Vielleicht kannst Du an einem Ort zunächst nur mit dem Fahrrad vorbeifahren, später auch vorbeigehen, dann die Türklinke anfassen usw. So kommst Du Stück für Stück weiter.

Vielleicht brauchst Du dafür professionelle Hilfe. Da kann ich Dir leider keinen Rat geben, außer, wenn Du kein Vertrauen hast, den Arzt zu wechseln. Lehne Medikamente nicht pauschal ab. Laß Dir erklären, wie sie wirken sollen. Möglicherweise klappt der erste Schritt, dich deiner harmlosesten Angst zu stellen, erst mit Unterstützung eines Beruhigungsmittels. 

Erst, wenn Du ein Erfolgserlebnis hast, kannst Du weitergehen. Bedenke hier, wir sind alles Laien. Fachleute können sicherlich konkreter helfen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von simonp321
31.07.2016, 19:06

Klar , das ist ja das Problem. Ich habe mir zum Beispiel erarbeitet wieder ins Kino gehen zu können und einen Film ganz anzusehen. Dann aber kommt plötzlich eine ganz neue Angst hinzu wie zum Beispiel Angst vorm Auto fahren . Es immer das selbe 1 Schritt vorwärts 1,5 schritte zurück .

0

heei du :)
ich hab das auch durchgemacht und probiere hier mal meine erfahrungen zu teilen.
nach der scheidung meiner eltern und einiger anderer persönlicher probleme hatte ich extreme ängste und depressionen. ich bin nicht mehr aus dem haus und hatte vor allen menschen angst, besonders vor männern (sorry jungs). ich hab nur noch gewartet bis ich zu hause war, kaum die tür hinein bin ich zusammen gebrochen und habe nur noch geweint. irgendwann war es soweit dass eine freundin meiner mutter mir sagte ich müsse handeln. ich bin regelmässig in psychologische behandlung gegangen. sie war uuunglaublich toll! wenn du dir eine psychologin/ein psychologe suchst solltest du den mut haben aus zu probieren, und wenn er dir unsymphatisch ist solltest du das sagen und einen neuen suchen.. ich hab begonnen medikamente zu nehmen, ich kann verstehen, dass das für dich keine option ist, war es für mich auch nicht.. doch es hat mir das leben gerettet... meine freunde habe ich auch ewig nicht mehr gesehen in dieser zeit.. doch sie waren total süss und haben mich auf einen überraschungsausflug eingeladen, was total gut tat. einer freundin habe ich mich auch mitgeteilt, was zu besserem verständnis führte.. vielleicht würde das auch helfen! es ist schwer, jemandem zu erklären, wie man sich in dieser situation fühlt, wenn er das nie erlebt hat. aber versuche es! sie verstehen es vielleicht nicht, aber können trotzdem für dich da sein.

soo mein roman ist zu ende! ich hoffe es schenkt dir etwas hoffnung. glaub daran, dass das leben besser wird und du diese zeit mit hilfe und auch "arbeit" hinter dir lassen kannst..

ich hoffe sehr du findest einen weg..
alles gute 🌈

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von simonp321
31.07.2016, 21:09

Hi, danke dir:)

habe meinem besten freund das auch schon mitgeteilt. er hat das natürlich verstanden und akzeptiert, aber er weiß einfach nicht wie er damit umgehen soll. Die meisten Menschen wissen das nicht...Hab leider nicht so tolle Freunde wie du.-.-. Ich finde meinen Weg , danke für deinen Zuspruch

0
Kommentar von Alexasked
31.07.2016, 21:33

ja.. oftmals sind sie überfordert mit solchen problemen.. :/ kann ich auch gut verstehen! sei nicht böse auf sie.. sie sind überfordert. wenn ich dir noch irgendwie helfen kann, melde dich ruhig :)

0

Hi Simon.

Erstmal hat sich deine Situation denn nicht mit dem Abschluss der Schule etwas entspannt? 

1 den richtigen Arzt finden ist sehr mühsam. Du kannst mit Hilfe deiner Krankenkasse oder mit Therapeuten suche.de eine Vorauswahl treffen was die Fachgebiete angeht. Man kann Probesitzungen machen, in der Regel 5.

2 ja ich weiß du willst keine Medikamente und wenn du sie ablenst kann dich niemand dazu zwingen. Lass dir bitte trotzdem erklären wie einige Medikamente funktionieren. Nicht alle machen Zombies aus einem und das ist auch nicht Sinn der Sache, was auch die Ärzte wissen.

3 eingefahrene Panik zu lösen ist von oben betrachtet sehr leicht, für den Betroffenen leider nicht. Weißt du wie eine Panik funktioniert? 

4 soziale Phobie wird oft falsch diagnostiziert. Warum gehst du nicht raus? Was stört dich, wovor hast du Angst?

5 viele Verhaltensmuster haben sich über die Zeit wahrscheinlich eingebrannt und es wird schwer die Wege die du bisher gegangen bist zu Verlassen. Du musst den Kreis durchbrechen, tapfer sein, jeden Tag von neu beginnen und Rückschläge verkraften können. Damit du das schaffen kannst musst du dich erstmal stärken und deine Ressourcen richtig einsetzten. Das geht mit Unterstützung am besten. Arzt, Freunde, Familie Gruppen.

6 Ware Freunde erkannt man daran daß sie sich für dich interessieren auch wenn du dich lange nicht gemeldet hast. Hast du wenigstens einen der sich sehr lange nach dir erkundigt hat, obwohl du dich nicht zurück gemeldet hast? Fang da an und spiele mit offenen Karten, denn viel bleibt dir nicht.

Sollten alle Stricke reißen und du schaffst es garnicht ohne Hilfe aus deinem Loch melde dich zu einer stationären Therapie an! Ob voll oder teilstationäre macht erstmal keinen Unterschied Hauptsache du unternimmst erstmal was.

Du wirst dich wundern wie viele Abiturienten ähnliches wie du durch machen. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von RoryGilmore1
31.07.2016, 19:07

Das Thema ist einfach zu weitreichend um es hier in wenigen Sätzen zu besprechen. 

1

Das ist zwar jetzt keine direkte Antwort auf deine Frage, was mir selbstverstänlich bewußt ist, aber........

Ich hab ne Bekannte, absolut taffes Mädel (man denkt an so eine Problematik überhaupt nicht), war dazumal gerade 18 oder 19 Jahre alt, die hatte plötzlich Angst vor Menschenmengen/ -massen und dann auch nur auf die Straße zu gehen. Kein Kino mehr. Kein Einkaufen. Nüscht.

Sie war dann für 3-4 Monate auf einer psychsomatischen Station (direkt stationärer Aufenthalt), mit schrittweiser (Kaffeebohnenweise) Therapie wieder in Richtung normales Leben. Mit am Ende Belastungserprobungen, wie eine Station mit dem Zug fahren, dann 2, dann3 usw. + mal wo einkaufen gehen, Kino wieder probieren usw.

Sie konnte hinterher ihre Ausbildung normal fortsetzen und hat in ihrem Beruf den ganzen Tag mit vielen Menschen zu tun, bzw. viele um sich herum.

Bist also auf jeden Fall nicht der Einzige, dem es so gehen kann.

Soweit erstmal und alles Gute

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von simonp321
31.07.2016, 19:44

Das weiß ich leider konnte ich noch nicht mit jemanden Reden der Ähnliches erträgt oder ertragen hat. Das würde helfen. Ein Klinikbesuch ist aber durchaus die beste Option.

0

Hast schon mal an einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik nachgedacht? Und nein, wenn du nicht willst, brauchst keine Medikamente einnehmen.
Rede mal mit deinem Arzt darüber und schaue dir mal eine an

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Atmen atmen atmen und vielleicht etwas finden wofür du trotzdem gerade dankbar sein kannst. ( z.B. dass du atmen kannst)
und dir selber/deinem Körper/dem Leben vertrauen
und nen neuen Therapeuten 😇

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hast du es mal mit Entspannungstechniken versucht? Mir hat das bei Panikattacken sehr gut geholfen....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von simonp321
31.07.2016, 18:41

Hi, danke für die schnelle Antwort. Aber ja habe ich schon.. Es ist mir aber nicht möglich in dieser Panik, die mich übrigens jeden Tag begleitet, Entspannungsübungen zu beginnen, weil ich einfach nicht mehr denken kann bzw rational handeln kann...

0

Ich kann dir das Buch von Marion Bohn "Panikattacke sucht neuen Wirkungskreis" empfehlen. Sie litt selbst 20 jahre an Panikattacken und hat sie dann größtenteils selbst besiegt (sie war auch bei Therapeuten etc.). Bei Therapeuten funktioniert wahrscheinlich echt nur ausprobieren. Aber lieber nach 10 Versuchen den richtigen gefunden als nie.

LG

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von MCLJT
09.08.2016, 00:17

also ich meine sie war zusätzlich bei Therapeuten, hat sich aber selbst eine Methode überlegt mit der sie die Panikattacken los geworden ist. Hoffe man versteht was ich meine :D

0

Hi. Ich habe selber Panikattacken durchmachen müssen, hab leider 2 Jahre gebraucht um mit denen klarzukommen. Ich kann dir ein Buch empfehlen (Ängste verstehen und überwinden. Von Dr. Doris Wolf) hat mir einige Tipps gebracht wie man in solchen Situationen zurechtkommen kann. Wichtig ist halt, dass du dir mal überlegen musst: die Panik kommt, was passiert danach. Kippst du um? Oder geht danach einfach alles normal weiter? In so einer Situation ists sehr schwer nen kühlen Kopf zu bewahren.. Ich hatte immer Kaugummis dabei wenn die Panik kam und hab dann immer eins gegessen, hat mich immer bisschen beruhigt^^. Außerdem solltest du Sport treiben (Fitness, laufen etc) zur Ablenkung und zum besset fühlen. Glaub mir Mann, ich hab dasselbe durchgemacht und wirklich ne sch*** Schulzeit gehabt (keine richtigen Freunde weil ich nie mitmachen wollte usw ... ) aber naja, nach 2 Jahren kann ich dir sagen, dass es besser ist. Gibt manchmal noch paar Tage die schlecht sind aber im großen und ganzen ist es gut. Gib nich auf !!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von simonp321
31.07.2016, 19:35

Danke:-) erster guter Beitrag

0
Kommentar von ChloeSLaurent
31.07.2016, 19:59

Von mir an dieser Stelle zu deinem vorletzten Satz: "...noch paar Tage die schlecht sind aber....."

Vielleicht hilft das auch, es etwas anders auszudrücken: "Es gibt gute Tage und es gibt weniger Gute." - Klingt positiver.

Hoffe ok

0

Medikamente unterstuetzen meist sehr gut in Kombi mit einer Therapie. Naja. 

Such dir einen anderen Therapeuten, da muss man manchmal Glueck haben. Die Symphatie ist Grundlegend srht wichtig, ohne die geht da meist garnix, wie bei dir. Wenn es so schlimm ist, dass du dein Zimmer als letzten Zufluchtsort siehst, könntest du auch einen stationären Aufenthalt in Betracht ziehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Arogancki
31.07.2016, 19:15

Medikamente sind nur für Schwache

1

Was möchtest Du wissen?