"Werdet wie die Kinder", was meint Jesus damit?

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14 Antworten

Lies doch mal einfach die Verser vorher:

Die Jünger fragen Jesus: "Wer ist der Größte im Himmelreich?"

Und Jesus sagt: Ihr habt sie wohl nicht alle! Ich versuche die ganze Zeit Euch klar zu machen, wie klein Gott sich für Euch macht und dass er zu Euch kommt - und Ihr habt nichts besseres zu tun, als Euch Gedanken drum zu machen, wer (von euch) der beste schönste und größte im Himmel ist?

Kinder können einfach unbefangen sie selbst sein. Ganz im hier und jetzt. Vertrauensvoll. Nicht berechnend. Spontan. Abhängig von anderen. Spielerisch. Völlig in sich versunken...

Aber wer versucht, mit einer Strategie in den Himmel zu kommen, der wird den Himmel verpassen.
Und wer versucht, im Himmel der Größte und Wichtigste und Reichste zu sein (oder sich bei ihm einzuschleimen), der wird alles erreichen, aber nicht den Himmel, sondern eher die Hölle auf Erden.

Ich finde immer, man darf solche Verse nicht einfach aus dem Zusammenhang reißen und dann eine Theorie darüber entwerfen, wie halt nun Kinder angeblich sind und wie unmündig man dann als Erwachsener sein müsste oder so. Da können ja ganze Theoriegebirge aufgetürmt werden auf einen isolierten Satz, die letztlich aber zu nichts führen. (Außerdem kenne ich Kinder, die sehr wohl sehr berechnend sind oder überhaupt nicht spontan oder total zwanghaft. Aber darum geht es gar nicht.)

Aber im Zusammenhang der Jüngerfrage erscheint mir die Antwort ganz einfach zu sein.

Übrigens: Klar dürfen Kinder auch rebellisch gegenüber den Eltern sein. Und man wird merken: Es könnte ja auch an den Eltern liegen, dass ihre Kinder so rebellisch sind... Aber das ist ein ganz anderes Problem und hat mit der Ausgangsfrage der Jünger wenig zu tun - Wenn natürlich die Eltern sozusagen versuchen, im Himmel die Größten zu sein - immer noch und immer noch gegenüber ihren Kindern, dann werden solche Eltern auch von diesem Bibelvers in die Schranken gewiesen

Was können wir von Kindern lernen?

„DU BENIMMST dich wie ein kleines
Kind!“ Wenn man das zu uns sagen würde, wären wir wahrscheinlich
entrüstet. So entzückend die Kleinen auch sind, fehlt ihnen doch
eindeutig die Reife, Erfahrung und Weisheit, die man mit einem gewissen
Alter verbindet (Hiob 12:12).

Trotzdem sagte Jesus einmal zu seinen
Jüngern: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie
kleine Kinder werdet, so werdet ihr auf keinen Fall in das Königreich
der Himmel eingehen“ (Matthäus 18:3). Was meinte Jesus damit? Welche Eigenschaften haben kleine Kinder, an denen sich Erwachsene ein Beispiel nehmen sollten?

Kindliche Demut ausbilden

Was hatte Jesus zu seiner Bemerkung
veranlasst? Jesus und seine Jünger waren lange unterwegs gewesen. Nun,
in Kapernaum angekommen, fragte er sie: „Was habt ihr auf dem Weg
erörtert?“ Die Frage war den Jüngern peinlich und sie schwiegen. Sie
hatten nämlich darüber gestritten, wer von ihnen größer sei. Schließlich
trauten sie sich doch, Jesus zu fragen: „Wer ist in Wirklichkeit der
Größte im Königreich der Himmel?“ (Markus 9:33, 34; Matthäus 18:1).

Vielleicht finden wir es erstaunlich,
dass die Jünger, nachdem sie beinahe drei Jahre lang mit Jesus zusammen
gewesen waren, über Rang und Namen stritten. Sie waren allerdings in
der jüdischen Religion aufgewachsen, in der man viel Wert darauf legt.
Ihr Denken war offensichtlich dementsprechend geprägt und ihre
Unvollkommenheit tat ein Übriges.

Jesus setzte sich, rief die Jünger zu
sich und sagte zu ihnen: „Wenn jemand der Erste sein will, so soll er
der Letzte von allen und aller Diener sein“ (Markus 9:35).
Das verblüffte die Jünger wahrscheinlich. Jesu Aussage widersprach so
völlig den Vorstellungen, die man als Jude von Größe hatte. Dann rief
Jesus ein kleines Kind zu sich. Er schloss es liebevoll in die Arme und
machte seinen Jüngern Folgendes deutlich: „Wahrlich, ich sage euch: Wenn
ihr nicht umkehrt und wie kleine Kinder werdet, so werdet ihr auf
keinen Fall in das Königreich der Himmel eingehen. Wer immer sich daher
selbst erniedrigen wird wie dieses kleine Kind, der ist der Größte im
Königreich der Himmel“ (Matthäus 18:3, 4).

Ein
unglaublich nachhaltiger Anschauungsunterricht in Sachen Demut!
Versetzen wir uns einmal in die Situation: Ernsthafte gestandene Männer
stehen in der Gruppe um ein einzelnes kleines Kind herum. Die Männer
lassen es nicht aus den Augen. Wie zurückhaltend und vertrauensvoll das
Kind war! Konkurrenzdenken und Bosheit waren ihm völlig fremd. Wie
gehorsam und bescheiden es war! Dieses kleine Kind wurde zu Recht zum
Inbegriff gottgefälliger Demut.

Was Jesus sagen wollte, ist klar: Wir
alle müssen eine kindliche Demut ausbilden, wenn wir das Königreich
Gottes erben möchten. In Jehovas großer Familie ist kein Platz für
Konkurrenzkampf oder Stolz (Galater 5:26).
Genau das sind schließlich charakteristische Züge Satans, die ihn
überhaupt erst dazu brachten, sich gegen Gott aufzulehnen. Kein Wunder,
dass Jehova diese Charakterzüge hasst (Sprüche 8:13).

Echte Christen möchten gern etwas
für andere tun — nicht Macht über sie ausüben. Ganz gleich wie
unangenehm die Arbeit oder wie gering der Empfänger unserer Dienste auch
ist, wird wahre Demut uns dazu bewegen, etwas für andere zu tun. Dieses
demütige Dienen wird reich belohnt. So sagte Jesus: „Wer immer eines
von solch kleinen Kindern aufgrund meines Namens aufnimmt, nimmt mich
auf; und wer immer mich aufnimmt, nimmt nicht nur mich auf, sondern auch
den, der mich ausgesandt hat“ (Markus 9:37).
Wenn wir großzügig und demütig wie ein Kind werden, vereint uns das mit
der höchsten Persönlichkeit des Universums und seinem Sohn (Johannes 17:20, 21; 1. Petrus 5:5). Außerdem erleben wir das Glück, das sich durch Geben einstellt (Apostelgeschichte 20:35). Und wir haben die innere Befriedigung, etwas zu der friedlichen Einheit unter Gottes Volk beizutragen (Epheser 4:1-3).

Lernbereit und vertrauensvoll

Jesus rückt dann eine weitere
Lektion in den Vordergrund, die Erwachsene von Kindern lernen können:
„Wer immer das Königreich Gottes nicht aufnimmt wie ein kleines Kind,
wird bestimmt nicht in dasselbe eingehen“ (Markus 10:15). Kinder sind nicht nur demütig, sie sind auch lernbereit. „Informationen saugen sie auf wie ein Schwamm“, sagt eine Mutter.

Wenn wir daher in das Königreich
Gottes eingehen wollen, dann müssen wir die Königreichsbotschaft in uns
aufnehmen und ihr gehorchen (1. Thessalonicher 2:13).
Wie Neugeborene müssen wir ‘ein Verlangen nach der unverfälschten Milch
entwickeln, die zum Wort gehört, damit wir durch sie zur Rettung
heranwachsen mögen’ (1. Petrus 2:2).
Und wenn eine biblische Lehre scheinbar schwer zu verstehen ist?
„Kinder fragen immer wieder ,Warum?‘, bis sie eine zufriedenstellende
Antwort auf ihre Frage gefunden haben“, bemerkt eine Kinderbetreuerin.
Daran sollten wir uns ein Beispiel nehmen. Es gilt also
weiterzustudieren. Reden wir mit erfahrenen Christen und bitten wir
Jehova um Weisheit! (Jakobus 1:5). Zweifellos wird unsere Ausdauer, verbunden mit vielen Gebeten, schließlich belohnt werden (Matthäus 7:7-11).

Mancher fragt sich aber vielleicht,
ob Menschen, die lernbereit sind, nicht leicht in die Irre geführt
werden könnten. Nicht, wenn die Führung vertrauenswürdig ist. Zum
Beispiel orientieren sich Kinder automatisch an ihren Eltern. Dazu sagt
ein Vater: „Eltern haben bewiesen, dass man ihnen vertrauen kann, weil
sie ihre Kinder Tag für Tag beschützen und versorgen.“ Bestimmt haben
wir die gleichen Gründe, unserem himmlischen Vater Jehova zu vertrauen (Jakobus 1:17; 1. Johannes 4:9, 10).
Jehova gibt uns durch sein geschriebenes Wort eine unfehlbare
Anleitung. Sein heiliger Geist und seine Organisation trösten uns und
stärken uns den Rücken (Matthäus 24:45-47; Johannes 14:26). Uns ganz eng an diese Anleitung Jehovas zu halten wird uns vor Schaden an unserem Glauben bewahren (Psalm 91:1-16).

Ein kindliches Vertrauen zu Gott
aufzubauen schenkt uns außerdem inneren Frieden. Ein Bibelgelehrter
bemerkte: „Als Kinder treten wir eine Reise an, ohne die Mittel dafür zu
haben und ohne jegliche Vorstellung, wo die Reise enden wird, und doch
kämen wir niemals auf den Gedanken, unsere Eltern würden uns nicht
sicher dorthin bringen.“ Zeigen wir bei unserer Reise durchs Leben
dasselbe Vertrauen in Jehova? (Jesaja 41:10).

Wenn wir vorbehaltlos auf Gott
vertrauen, vermeiden wir eher die Einstellungen und Handlungen, durch
die unser Verhältnis zu Gott Schaden nehmen könnte. Wir vertrauen Jesu
Worten voll und ganz, dass unser himmlischer Vater weiß, was wir tun,
und dass er für uns sorgen wird, solange wir das Königreich und Gottes
Gerechtigkeit an die erste Stelle im Leben setzen. Dadurch können wir
leichter der Versuchung widerstehen, materiellen Belangen zu großen Wert
beizumessen, sodass christliche Verpflichtungen vernachlässigt würden (Matthäus 6:19-34).

„Unmündige in Bezug auf Schlechtigkeit“

Ein kleines Kind ist zwar wie jeder
andere Mensch unvollkommen, aber in seinem Wesen ist es erfrischend
unschuldig. Darum fordert die Bibel Christen auf: „Seid Unmündige in
Bezug auf Schlechtigkeit“ (1. Korinther 14:20).

Da ist zum Beispiel die fünfjährige
Monique. Ganz aufgeregt erzählt sie ihrer Mutter: „Meine neue Freundin,
die Sarah, hat genauso Locken wie ich.“ Dass Sarah eine andere
Hautfarbe hatte als sie und ganz woanders herkam, war völlig
uninteressant! Eine Mutter drückt es so aus: „Kinder sind ,farbenblind‘.
Rassen oder Vorurteile kennen sie einfach nicht.“ In diesem Punkt
spiegeln Kinder sehr schön den Standpunkt unseres unparteiischen Gottes
wider, der Menschen aus allen Nationen liebt (Apostelgeschichte 10:34, 35).

In Kindern steckt auch ein
bemerkenswertes Potenzial zum Verzeihen. Ein Vater berichtet: „Wenn der
kleine Jack und der kleine Levi sich streiten, sagen wir ihnen, sie
sollen sich entschuldigen, und schon bald spielen sie wieder schön
zusammen. Sie brüten nicht lange darüber, graben Vergangenes nicht
wieder aus und stellen auch keine Bedingungen, bevor sie verzeihen. Sie
machen einfach weiter, als ob nichts gewesen wäre.“ Ein wirklich
hervorragendes Beispiel für Erwachsene (Kolosser 3:13).

Außerdem ist kleinen Kindern ohne Weiteres klar, dass es einen Gott gibt (Hebräer 11:6). Ihre kindliche Natürlichkeit lässt sie oft völlig frei Zeugnis geben (2. Könige 5:2, 3).
Ihre einfachen, aufrichtigen Gebete können selbst ein Herz aus Stein
zum Schmelzen bringen. Und unter Versuchungen können sie eine enorme
moralische Stärke zeigen. Was für ein kostbares Geschenk kleine Kinder
doch sind! (Psalm 127:3, 4).

Wiederhergestellte Schönheit

Vielleicht fragen wir uns jetzt, ob
es für Erwachsene überhaupt möglich ist, die kindlichen Qualitäten in
ihrer Schönheit wieder lebendig werden zu lassen. Die Antwort ist ein
einfaches und beruhigendes Ja. Schon allein Jesu Gebot, ‘wie kleine
Kinder zu werden’, zeigt, dass es geht (Matthäus 18:3).

Ein Beispiel: Ein Team von
Restauratoren arbeitet an einem unschätzbaren Meisterwerk. Dabei
entfernen sie Schicht für Schicht Schmutzpartikel und die Ergebnisse
vorheriger stümperhafter Restaurationsversuche. Mit viel Anstrengung und
Geduld ist das Original schließlich freigelegt und ein Kunstwerk mit
brillanten Farben ist nun in seiner natürlichen Schönheit für alle Augen
sichtbar. Genauso können wir mit Ausdauer und der Hilfe des heiligen
Geistes sowie der liebevollen Unterstützung der Christenversammlung die
Qualitäten, die wir als Kinder ganz natürlicherweise hatten, in ihrer
vollen Schönheit wieder zum Leben bringen (Epheser 5:1).

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Quelle:

Der Wachtturm, 1.2.2007, auf jw.org

Dass wir Gott bedingungslos vertrauen dürfen - egal was passiert. 

Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, ...

Das ist meines Wissens bereits eine Interprätation des Übersetzers; die folgende Übersetzung kommt dem Original soviel ich weiß näher:

Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, ...

Dieser Satz hat im Deutschen wie auch im Original zwei mögliche Bedeutungen:

  • Wer das Reich Gottes nicht annimmt, so wie ein Kind das Reich Gottes annimmt, ...
  • Wer das Reich Gottes nicht annimmt, so wie derjenige ein Kind annimmt, ...

Es gibt viele Theologen, die glauben, dass die zweite Bedeutung gemeint ist:

Bei einem Kind müssen die Eltern damit leben, dass das Kind nicht so ist, wie es sich die Eltern vorstellen:

  • Man wünscht sich einen Sohn, bekommt aber eine Tochter.
  • Man will die Tochter in den Musikverein stecken, die Tochter interessiert sich aber mehr für Sport.
  • Man ist so stolz auf die hübsche Tochter mit ihren blonden Haaren; die Tochter entscheidet sich aber, die Haare grün zu färben und einen Nasenring zu tragen...

Genau so, wie man als Eltern irgendwann einmal akzeptieren muss, dass die Kinder eben nicht so sind, wie man es sich vorstellt, muss man als Gläubiger von Anfang an akzeptieren, dass das Reich Gottes eben nicht so ist, wie man es gerne haben möchte.

Kinder sagen die Wahrheit, sie überlegen sich nicht lange Lügengeschichten aus. Kinder sind naiv und glauben alles, was man sagt, Erwachsene hinterfragen und dann wägen sie ab, soll ich oder soll ich nicht. Kinder lieben uneingeschränkt, Erwachsene nicht, sie schauen nach Äusserlichkeiten und dies und das. Kinder vertrauen blind den Eltern, manche Erwachsene vertrauen nicht mal ihren Parnern.

Ich denke, er meinte auf der einen Seite schon teilweise die Sachen die du genannt hast -> vertrauen wie das Vertrauen von Kindern zu Eltern aber auch, dass wir einfach so unschuldig, wie ein Kind sein sollen und noch nicht so viele böse Gedanken haben sollen. Ich hab keine Ahnung, ob dass stimmt, so würde ich es aber interpretieren. Hoffe du verstehst, was ich meine!

die bibel selbst zeigt uns, dann gott nur dumme menschen wollte, die ihm blind gehorchen und ihn wie kleine kinder anbeten und verehren.............anders ist der rauswurf aus dem paradies auch nicht zu deuten, denn als der mensch erkenntnis erlangte, also wissen und sich diesem bewusst wurde, was so schön zu sehen ist, als beide erkannten dass nie nackt waren wurden sie dafür bestraft das sie also wissen erlangten..........

und genauso ist die aussage auch von jesus zu deuten, denn nur kinder sind leichtgläubig, zu beeinflussen und nach seinen vorstellungen formbar...........:)

Es bedeutet das man leichtgläubig und naiv sein soll und einfach akzeptiert was in den Evangelien steht ohne es in Frage zu stellen.

Die einzige Sünde die Gott nicht vergibt ist die Sünde des Nichtglaubens, also ist Leichtgläubigkeit das einzig echte Kriterium um in den Himmel zu kommen.

Deshalb sollen die Menschen sein wie Kinder. Kinder sind unerfahren und wissen nicht besser und glauben deshalb selbst vollkommen absurde Dinge einfach weil ihnen oft genug gesagt wird, das es so ist.

Kommentar von Starwarsvogel
29.12.2015, 18:41

Oh nein mein Lieber, nicht glauben ist keine Sünde die einem nicht verziehen werden kann. Aber wer etwas schlechtem gegenüber dem heiligen Geist sagt, dem wird nicht verziehen.

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Kommentar von Viktor1
29.12.2015, 23:33

Ziemlicher Unfug.

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In der MacArthur-Studienbibel findet sich zu Matthäus 18,3 folgende Erklärung: "werdet wie die Kinder. Damit beschreibt Jesus die Bekehrung. Wie in den Seligpreisungen wird der Glaube beschrieben als die schlichte und vertrauensvolle Abhängigkeit derer, die hilflos und mittellos sind. Bekehrte haben wie Kinder keine Errungenschaften oder Leistungen vorzuweisen, die sie anbieten oder mit denen sie sich Anerkennung verschaffen könnten."

Im Bibelkommentar von Dr. Walvoord findet sich dazu: "Während sie sich noch in Kapernaum aufhielten, stellten die Jünger Jesus eine Frage, die sie zweifellos schon lange untereinander diskutiert hatten: "Wer ist der Größte im Himmelreich?" Die Jünger erwarteten offensichtlich noch immer ein irdisches Reich und stellten sich vor, was für wichtige Stellungen sie dort wohl einnehmen würden. Statt einer Antwort rief Jesus ein Kind zu sich, das nach dem Gesetz keinerlei Rechte besaß und stellte es mitten unter sie. Er sagte den Jüngern, daß sie eine Umkehrung ihres Denkens nötig hätten. Die Größe im Himmelreich hängt nicht von großen Werken oder Worten ab, sondern von der kindlichen Demut des Geistes. Jesu Antwort zeigte den Jüngern, daß sie die falsche Frage stellten. Sie sollten sich darum kümmern, wie sie dem Herrn am besten dienen konnten, statt sich Gedanken darüber zu machen, welchen Rang sie im Himmelreich hätten. Ihr Dienst aber mußte ganz auf die Menschen ausgerichtet sein, denn Jesus sprach davon, ein solches Kind in seinem Namen aufzunehmen. Kinder wurden in der damaligen Zeit nur wenig beachtet, doch Jesus übersah auch sie nicht."

abgesehen davon,dass ich nicht an die Bibel glaube (so wie sie heute vorliegt zumindest nicht.. ich glaube schon, dass die Bibel ursprünglich von Gott stammt, aber da sie von Menschen im Laufe der Zeit verändert und verfälscht wurde, weiß man nun mal nicht mehr, was darin jetzt der Wahrheit entspricht und was nicht..) - Dennoch würde ich es nicht wagen, eine Interpretation dazu abzugeben und zu sagen "das ist und so und so gemeint". Ich kann dir höchstens sagen, wie es sich für mich anhört, was damit gemeint sein könnte..

Ein Kind, wenn es klein ist, ist ja normalerweise noch sehr anhänglich an die Eltern, es strebt nach ihrer Aufmerksamkeit, möchte von ihnen gelobt werden, das größte für das Kind ist eigentlich die Zufriedenheit und die Anerkennung von seinen Eltern ..wenn man das jetzt mit den Menschen und Gott, ihrem Schöpfer vergleicht, könnte man aus diesen Aussagen evtl. verstehen, dass die Menschen, dass was Gott ihnen vorschreibt ebenso vertrauensvoll annehmen sollten, wie ein kleines Kind seinen Eltern vertraut - oder sogar  mit noch stärkerem Vertrauen. Ebenso wie ein Kind dabei auf die Liebe und die Anerkennung und Zufriedenheit von seinen Eltern hofft, wenn es ihnen gehorcht, sollte der Mensch ebenso Gott gehorchen und dabei auf Seine Liebe und Zufriedenheit - und sein Paradies hoffen. So verstehe ich es zumindest, ist wie gesagt eine rein subjektive Interpretation :)

Eine Sache aber noch ..ich sehe absolut nichts "erwachsenes" darin, gegen seine Eltern zu rebellieren (solange sie dir nichts schlimmes auftragen oder dich zu komischen/schlimmen Sachen bewegen wollen). Warum sollte das erwachsen sein? Immerhin sind die eigenen Eltern, die Menschen, denen man am meisten hier auf dieser Erde zu verdanken hat, die auf dich aufgepasst und dich beschützt, Zeit, Geld und Energie für dich aufgebracht haben, mehr als wahrscheinlich irgendjemand anderes auf dieser Erde. Und dann, wenn man älter wird, fängt man auch noch an gegen sie zu rebellieren? Sehr undankbar in meinen Augen - und eher ein Zeichen von Dickköpfigkeit und Unreife, als von "erwachsen sein"..

Kommentar von kleinefragemal
29.12.2015, 13:28

womit ich nicht meine, dass man nicht seine eigenen Standpunkte/Ansichtsweisen, sich sein eigenes Weltbild bilden sollte, anfangen sollte, für sich selbst zu denken und Dinge zu hinterfragen ..doch, ganz bestimmt, das ist sogar sehr wichtig, um eine gefestigte Persönlichkeit zu entwickeln und zu einem mündigen Erwachsenen heranzureifen. Allerdings muss das ja nicht unbedingt mit einer "Rebellion" gegen die Eltern einhergehen, sprich: dass man Dinge einfach ablehnt, bloß weil sie von den Eltern stammen, etc. - oder dass man die Achtung vor den eigenen Eltern verliert. Das finde ich kindisch und unreif

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Kommentar von Starwarsvogel
29.12.2015, 18:36

Du hast schon recht, dass sich die Beudeutung einiger Textstellen im Laufe der Zeit abgeändert hat, aber das ist auch der Grund, weshalb viele Leute (vor allem Pastoren und Theologen) mehrere Übersetzungen parallel zueinander benutzen.
Zum Teil sogar in verschiedenen Sprachen. (falls dies möglich ist)

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Kommentar von Flo834
29.12.2015, 18:53

Aber in einer Art gehört Rebellion einfach zum erwachsen werden dazu.Muss ja nicht gleich ins Schlimmste ausarten.

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in kleinen kindern ist noch viel vorgeburtliche kraft vorhanden.

nur wenn ein erwachsener diese kräfte wiedererlangen kann, kann er in seine geistige heimat zurückkehren

Schwer zu sagen, ich schätze jeder hat da seine eigene Interpretation. Deshalb kann man das so nicht sagen. Kinder sind meißt offener allem gegenüber und lassen sich leicht führen. Sie hinterfragen nicht so viel und glauben, was man ihnen sagt.

Aber wie gesagt, jeder sieht in dieser Äußerung etwas anderes. Schwer eine einheitliche Aussage zu treffen...

Ich verstehe es auch so. Sich das kindliche bewahren. Kinder sind offen und ehrlich und genau das meint Jesus. Rebellieren ist aber wichtig. Es gehört zum sich selbst finden. Logisches Denken ist auch wichtig. Das sollen wir bestimmt behalten. Denke ich zumindest. Glaube funktioniert nur, wenn wir uns Jesus anvertrauen.

Vielleicht ist damit die Reinheit der Kinder gemeint.
Denn diese haben generell keine Vorurteile und auch keinen Hass. Sind voller Liebe und Freude.

Kommentar von Ryuuk
29.12.2015, 13:17

Nah, Kinder können sehr grausam sein, wenn sie wollen. Sie müssen nicht mal verstehen das sie grausam sind um es zu sein.

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