Werdet ihr nächstes Jahr wählen gehen?

Das Ergebnis basiert auf 47 Abstimmungen

Ja definitiv! 70%
Nein, ich bin noch nicht wahlberechtigt 15%
Nein, ich bin Nichtwähler 9%
Wahrscheinlich 6%

22 Antworten

Wahrscheinlich

Wahrscheinlich schon, wir sind uns aber noch unsicher. Wir finden keine Partei, die man guten Gewissens wählen könnte. Es ist im Grunde fast alles, das für uns wählbar wäre, eine reine Unions-/GroKo-Stimme - damit haben wir ein Problem.

Union geht bei uns sowieso nicht, SPD würde nur eine neue GroKo und womöglich noch erneut unter Merkels Führung (ich glaube nicht dran, dass sie wirklich aufhört) beflügeln obwohl wir eigentlich SPD-nah sind und wäre damit im Grunde auch eine Unionsstimme. Das können wir nicht mit unseren Gedanken vereinbaren, zumal die Chancen auf einen großartigen Zuwachs bei der SPD sehr gering sind und der SPD-Einfluss in der GroKo sehr gering ist - tut mir leid, aber unter der Vorraussetzung bringt eine Wahlstimme wenig.

Grüne und Linke sind uns unangenehm/zu fundamental und nicht mehrheitstauglich, die AfD geht überhaupt nicht und FDP habe ich zwar schon gewählt, aber das waren unter Guido Westerwelle damals andere Zeiten und auch eine FDP-Stimme wäre im Grund eine Stimme für die Union mehr. Das geht nicht.

Kleinparteien sind für mich unwählbar, weil das einer verschenkten Stimme gleich käme. Aber das ist jetzt nur der aktuelle Stand; mal sehen, wie es 2021 am Ende wird. Ich könnte mir vorstellen, nur den lokalen und äußerst engagierten SPD-Bundestagskandidaten per Zweitstimme zu wählen, aber keine Erststimme zu geben. Das wäre ein Kompromiss, der auch meiner Partnerin vorschwebt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Man hat in all den Jahren einiges erlebt.

Gut, dass du dir eine fundierte Meinung gebildet hast!

Ich bin zwar auch kein CDU-Wähler, aber denke trotzdem, dass das besser wäre als die AfD.

Ich glaube aber eher, dass die SPD sich ein Rot-rot-Grün Bündnis wünscht, wenn die Sitzverteilung das überhaupt zulässt. Aber da die CDU wieder an Zuspruch gewinnt, ist es doch nicht unwahrscheinlich, dass jene wieder in der Regierung landen

mhhh... nicht leicht.. Aber vielleicht ergibt sich bis nächstes Jahr ja noch etwas

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@Leninist2020

Sicher ist die CDU besser als die AfD, aber für mich auch keine Option.

Ich habe Angela Merkel und ihre unfähigen Leute einfach satt - klar müsste man das selber erstmal besser machen, aber was die CDU zumindest seit 2013 gemacht hat, war wirklich schlecht. Ich war früher mal Mitglied und sogar kommunalpolitisch als CDU-Mann aktiv, da war das alles okay; Helmut Kohl mochte ich auch und fand Merkel bis 2013 in Ordnung. Aber was dann passierte über das Aussitzen bekannter Probleme bis hin zum dreisten Leugnen der Politikverdrossenheit und auch der Fakt, dass nach jeder Wahlniederlage lange Gesichter gezogen werden, die Politiker "traurig" sind und meist dieses Wort benutzen aber dann doch nichts ändern, passiert ist, hat mich dazu bewogen, auszutreten und die Union auch nicht mehr zu wählen. Ich befürchte ja auch, dass sie weiter macht und der Rücktritt vom Rücktritt noch folgt.

Friedrich Merz fände ich okay, den könnte ich mir sogar zugunsten einer neuen CDU durchaus vorstellen zu wählen, den fand ich früher schon zwar nicht sympathisch, aber politisch und wirtschaftlich äußerst kompetent. Aber mal sehen - und Söder mit seiner Lederhose und seinem bayrisch-dörflichen Idiom geht gar nicht, das würde Deutschland lächerlich machen; Laschet halte ich nicht für versiert genug.

Rot-grün ist nicht schlimm, sofern Habeck nicht wieder die Leute verwirrt und Baerbock große Reden schwingt; rot-rot-grün wäre letztlich nicht richtig. Die Linken sind die Nachfolgepartei der SED und wie viel DDR-Diktatur, wie viel Sozialismus und wie viele SED-Bonzen da noch wie stark mit rein spielen, weiß am besten die Linkspartei selbst, da lehne ich mich nicht aus dem Fenster. Ich weiß nur eines - so wie ich keine SED gewählt hätte, wähle ich auch keine Linkspartei.

Wir schauen mal!

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Wahrscheinlich

Vermutlich werde ich wählen, zumal ich ja eh vor Ort bin (als Wahlhelfer), ich weiß allerdings nicht, ob ich eine "Spaß-"/Kleinstpartei wählen werde oder ungültig. Das wird sich vor Ort vermutlich entscheiden, oder wie bei den letzten Wahlen: ich lasse es den Wahlvorstand entscheiden.

Ja definitiv!

Ja, ich gehe wählen.

Wobei ich aber auch jeden verstehen kann der nicht wählen geht.

Ich fands in der Schule immer so schlimm, wenn die Lehrer meinten, dass jeder Mensch wählen müsste und das so wichtig wäre.

Ich verstehe die Argumentation, aber ich finde, wer keine Ahnung von Politik hat sollte auch nicht wählen gehen

mhh joa grundsätzlich schon. Aber die Leute dürfen sich dann aber auch nicht beschweren, wenn was schief läuft

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Ich finde deine Aussage hier top! Möchte nur einen Punkt ergänzen:

aber ich finde, wer keine Ahnung von Politik hat sollte auch nicht wählen gehen

Nicht jeder, der nicht wählen geht, hat keine Ahnung von der Politik, es gibt auch durchaus Leute, die Ahnung davon haben und deswegen nicht wählen gehen, weil es für sie keine akzeptable Wahl gibt.

Und um meine eigene Erfahrung als Wahlhelfer zu teilen: etliche, die wählen gehen, haben offensichtlich keinerlei Ahnung davon, sondern machen das "weil man ja wählen müsse" - das sind dann die, die einen Wahlhelfer ernsthaft fragen, was sie denn nun wählen sollen....

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@guitschee

Ja, wer nicht wählen möchte muss natürlich auch nicht wählen gehen^^ Wobei ich es schade finde, dass sich Menschen mit Politik beschäftigen aber nicht wählen. Dafür gibt es zu viele, wie du ja auch sagst, die sich nicht damit beschäftigen und trotzdem wählen.

Auch wenn man keine Wahl treffen kann mit der man selbst übereinstimmt, gibt es ja Parteien die man weniger will als andere. Also quasi das kleinste Übel wählen.

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Ja definitiv!

Ich gehe auf jeden Fall wählen. Allerdings weiß ich noch nicht, für welche Partei ich mich entscheiden werde. Selbst wenn ich nur hingehe, um meine Stimme ungültig zu machen, finde ich es besser als gar nicht hinzugehen, da man sein Recht auf Wählen nutzen sollte.

Versuchs paar Wochen vor der Wahl mal mit dem Wahl-o-mat von der Bundeszentrale für Politiscve Bildung

Und schau mal im Internet nach "politicalcompass"... da kannst du auch ein bisschen über deine Ausrichtung erfahren

Aber trzd gute Initiative. Wählen gehen ist wichtig!

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@Leninist2020

Wahl O Mat ist dann ein guter Tipp. Ungültig ist nichts anderes als nicht wählen.

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@Leninist2020

Den Wahl-O-Mat benötige ich nicht. Ich bin mir auch so sicher, sobald ich wählen gehe. Ich brauche einen Gesamteindruck der Parteien, nicht einen momentanen Eindruck

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@OfficerJo

Die Parteien ändern sich aber auch. Der aktuelle Trend ist am relevantesten finde ich

Aber mach wie du denkst, hauptsache du bildest dir deine Meinung und wählst

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Ja definitiv!

Ich möchte keine Parteien stärken, die gegen meine Interessen handeln. Wir hatten in den letzten Jahren genug peinliche Leute in unseren Parlamenten.

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