Werden Zeitungszusteller ab 2017 den standard mindestlohn bekommen?

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2 Antworten

Wenn man nur Zeitungen austrägt wohl nicht.

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Denn die gesetzliche Mindestlohn-Ausnahme gilt nur für solche Zeitungsboten, die ausschließlich Zeitungen oder Anzeigenblätter in Briefkästen werfen. Da aber fast alle Zeitungszustellerinnen und -zusteller für die Verlagsunternehmen neben dem Hauptprodukt Zeitung auch Werbeprospekte und Briefe austragen, fallen sie nicht unter den reduzierten Mindestlohn von 6,37 Euro im Jahr 2015, sondern müssen den vollen Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde erhalten.

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Quelle:

http://mindestlohnfuerzusteller.de

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Kommentar von Familiengerd
29.11.2016, 13:26

Wenn man nur Zeitungen austrägt wohl nicht.

Doch!

Nach dem Mindestlohngesetz MiLoG erhalten Zusteller von Zeitungen (einschließlich Anzeitungsblätter mit redaktionellem Teil) den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 € brutto ab dem 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 (§ 24 "Übergangsregelung" Abs. 2).

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Einige Zeitungszusteller sind Jugendlcihe, für die gilt der Mindestlohn generell nicht.

Zudem werden Zeitungszusteller nach Leistung bezahlt, das heißt für jede Zeitung bekommt man einen gewissen Betrag.

Das ganze nach Stunden abzurechnen dürfte schwierig bis unmöglich sein. Da müsste noch der Chef nebenher mitlaufen um die genauen Arbeitsstunden zu erfassen und zu kontrollieren.

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Kommentar von RuedigerKaarst
29.11.2016, 02:25

Wenn man sich beeilt, könnte man über dem Mindestlohn liegen.

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Kommentar von Familiengerd
29.11.2016, 13:31

Jugendliche, für die gilt der Mindestlohn generell nicht.

Das ist falsch!

Jugendliche erhalten nur dann keinen Mindestlohn, wenn sie noch nicht über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen.

Genau das dürfte in der Regel zwar so sein, trotzdem hat der Gesetzgeber dies ausdrücklich so geregelt.

Zudem werden Zeitungszusteller nach Leistung bezahlt, das heißt für jede Zeitung bekommt man einen gewissen Betrag.

Das gilt nicht mehr ab dem 01.01.2017

Dann haben die Austräger von Zeitungen einen Mindestlohn von 8,50 € brutto je Zeitstunde zu erhalten.

Nachzulesen im Mindestlohngesetz MiLoG § 22 "Persönlicher Anwendungsbereich" Abs. 2 und § 24 "Übergangsregelung" Abs. 2.

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