Werden wir erst nach Christus Wiederkunft gerichtet?

11 Antworten

Nach dem Tod werden alle gläubigen Christen bei Jesus im Himmel (Paradies) sein. Jesus sprach zu dem Verbrecher, der mit ihm gekreuzigt wurde und sich noch am Kreuz bekehrte: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!" (Lukas 23,43).

In Offenbarung 21-22 wird ein neuer Himmel und eine neue Erde beschrieben. Daher scheint es, dass eine Person nach dem Tod bis zur endgültigen Auferstehung in einem “vorübergehenden” Himmel und Erde verweilen wird. Der endgültige Bestimmungsort wird sich nicht ändern, aber der genaue “Ort” wird sich ändern. An einem Zeitpunkt nach dem Tod werden Gläubige in den neuen Himmel und auf die neue Erde (Offenbarung 21,1) gesandt. .

In Bezug auf das Gericht verstehe  ich die Bibel so, dass es verschiedene Gerichte gibt. Direkt nach der Entrückung aller gläubigen Christen, die zu jeder Zeit stattfinden kann (1. Thessalonicher 4,17), findet das Preisgericht statt (2. Korinther 5,10; 1. Korinther 3,14).. Bei diesem Gericht geht es nicht um unsere Sünden, da Jesus den Preis dafür am Kreuz bereits bezahlt hat und uns unsere Sünden vergeben wurden (1. Johannes 1,9; Römer 6,23). Weitere Infos darüber in diesem interessanten Artikel: http://www.jesus-service.de/Preisgericht.pdf

Desweiteren gibt es noch das Schafe- und Böcke-Gericht, das die Menschen betrifft, die am Ende der Zeit der großen Trübsal noch leben und bei dem es um die Entscheidung geht, wer ins Tausendjähriges Reich (Messianische Reich) eingehen darf (Matthäus 25,33).

Das schlimmste Gericht wird das über die Welt sein vor dem großen, weißen Thron (Offenbarung 20, 11-15), das oft als das „Jüngste Gericht“ be-zeichnet wird. Schlimm wird es sein, weil es da um die ewige Verdammnis in den Qualen der Hölle gehen wird (Offenbarung 20,11-15).

Wer an Jesus glaubt, hat diesbezüglich nichts zu befürchten, denn auf dieses Gericht bezogen hat Jesus verheißen: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen" (Johannes 5,24).

Ich frage mich gerade, ob der Fragesteller deine Antwort gelesen hat??? LG K.

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Das wird in unterschiedlichen Gemeinden unterschiedlich ausgelegt : 

Die Lehre der Römisch Katholischen Kirche besagt folgendes :

  • Unmittelbar nach dem Tod folgt das Einzelgericht :  Die Heilige Schrift sagt, dass es dem Menschen bestimmt ist, ein einziges Mal zu sterben, worauf dann das Gericht folgt (Hebr 9,27). Die Menschen werden nach ihrem Tod sofort gerichtet, in welchem durch einen göttlichen Urteilsspruch über das ewige Schicksal des Verstorbenen entschieden wird und erhalten ihren Lohn, für das Gute und das Schlechte. Mit dem Tode hört der Zustand des Glaubens auf und beginnt der Zustand des Schauens (2 Kor 5, 7; 1 Kor 13, 12). Sie erkennen sofort ihr endgültiges Schicksal.Die Lehre vom besonderen Gericht ist nicht definiert, ist aber die Voraussetzung des Dogmas, dass die abgeschiedenen Seelen alsbald (= sogleich) nach dem Tode in den Himmel oder in die Hölle oder in das Fegfeuer eingehen.
  • Jüngstes GerichtAllgemeines Gericht oder auch Endgericht wird das Gericht am Ende der Zeiten genannt, wenn Jesus als Richter wiederkommen wird wiederkommt. 

  • Die Heilige Schrift bezieht sich beispielsweise in Mt 25,31-32 darauf: Wenn der Menschensohn in seiner Herrlichkeit kommt und alle Engel mit ihm, dann wird er sich auf den Thron seiner Herrlichkeit setzen. Und alle Völker werden vor ihm zusammengerufen werden, und er wird sie voneinander scheiden, wie der Hirt die Schafe von den Böcken scheidet. In diesem Gericht werden alle Sünden offenbar werden (Lk 12,2-5).

  • Das Ende der Welt ist eine biblische Aussage. Die Welt geht unter, indem sie erneuert und verändert hervorgeht. Mit dem Ende der Welt beginnt die vollendete Gottesherrschaft, die das Endziel der ganzen Schöpfung und der letzte Sinn aller menschlichen Geschichte ist.

    Die gegenwärtige Welt wird am Jüngsten Tage untergehen

    • Im Einklang mit der Lehre des Alten Testamentes (Ps 101,27; Is 34,4; 51,6) kündigt Jesus den Untergang der gegenwärtigen Welt an. In der Sprache der alttestamentlichen Apokalyptik (vgl. Is 34,4) sagt er große kosmische Umwälzungen voraus (Mt 24, 29): Sogleich nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne sich verfinstern, der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben, die Sterne werden vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels werden erschüttert werden." Mt 24,35: "Himmel und Erde werden vergehen, meine Worte aber werden nicht vergehen." Mt 28,20: .Siehe, im bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Welt." 
    • Paulus  bezeugt: „Die Gestalt dieser Welt vergeht" (1 Kor 7,31; vgl. 15,24). Petrus sagt den Untergang der Welt durch Feuer voraus: "Kommen wird der Tag des Herrn wie ein Dieb; an demselben werden die Himmel prasselnd vergehen, die Elemente aber, von Glut verzehrt, sich auflösen. und die Erde und die Werke auf ihr werden (nicht mehr) gefunden werden" (2 Petr 3, 10)
    • In der altchristlichen Überlieferung ist der Glaube an den Untergang der gegenwärtigen Welt häufig bezeugt. Der Verfasser des Barnabas briefes erklärt, dass der Sohn Gottes nach dem Gericht über die Gottlosen "Sonne, Mond und Sterne umwandeln wird
    • Über das Wie des Weltunterganges lässt sich weder vom Standpunkt der Naturwissenschaft noch vom Standpunkt der Offenbarung aus etwas Sicheres sagen. Die Vorstellung vom Untergang durch Feuer (2 Petr 3, 7. 10. 12), die sich auch außerhalb der biblischen Offenbarung häufig findet, ist wohl nur eine geläufige Anschauungsform, in die die Offenbarungswahrheit von der Tatsache des Weltunterganges gekleidet ist.

    Welterneuerung

    • Die gegenwärtige Welt wird am Jüngsten Tage neu   gestaltet werden Der Prophet Isaias kündigt einen neuen Himmel und eine neue Erde an: "Siehe, im schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde" (65,17/ 66, 22). Unter dem Bild irdischen Glückes schildert er die Segensfülle der neuen Welt (65, 17-25). Jesus spricht von der „Wiedergeburt“ , d. h. von der Neugestaltung der Welt: „Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der Wiedergeburt (Welterneuerung), wenn der Menschensohn auf seinem Herrlichkeitsthron sitzen wird, auf zwölf Thronen sitzen und die zwölf Stämme Israels richten" (Mt 19,28).
    • Paulus von Tarsus lehrt, dass die ganze Schöpfung vom Fluch der Sünde ergriffen wurde und auf Erlösung harrt und dass sie ebenso wie der Mensch befreit werden wird aus der Knechtschaft der Vergänglichkeit und versetzt in die Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes (Röm 8, 18-25). Petrus kündigt gleichzeitig mit dem Weltuntergang einen neuen Himmel und eine neue Erde" an, ... worin die Gerechtigkeit wohnt" (2 Petr 3,13). Auf die Erneuerung der Welt bezieht sich auch das Wort von der.. Wiederherstellung aller Dinge" (Apg 3,21). Johannes gibt eine bildhafte Beschreibung des neuen Himmels und der neuen Erde, welches das Neue Jerusalem ist, das vom Himmel herabsteigt und das Zelt Gottes unter den Menschen ist. Der auf dem Thron Sitzende (Gott) spricht: „Siehe, im mache alles neu" (Apk 21, 1-8).

    vergleiche dazu die lehre von den neuesten Dingen:

Wenn Du nach dem gehst, was in der Bibel steht, dann findet das letzte Gericht etwa 1000 Jahre nach der Wiederkunft Christi statt. Allerdings gibt es auch direkt nach seiner Wiederkunft eine ziemlich krasse Zeit, in welcher es wohl, laut der Offenbarung des Johannes, ziemlich viel Vernichtung geben wird. Das letzte Gericht ist dann aber noch etwas ganz anderes, als das, was am Beginn dieser 1000 Jahre los sein wird. Je nach Auslegung jedoch sehen manche Leute in den erwähnten 7 Siegeln irgendwelche Jahrtausende seit Adam und bis hin zum letzten Gericht. Ich denke, dass es sich dabei um ähnliche Zahlenakrobaten handelt, die tendenziell darauf aus sind, ein Datum für die Wiederkunft Christi oder für das letzte Gericht zu ermitteln. Manche meinen sogar, dass Christus bereits zurückgekehrt wäre, allerdings nur in geistiger Form (dahingehend ziele ich auf die Lehre der Zeugen Jehovas ab).

Wie das nun genau nach der christlichen Lehre nach dem Tod ablaufen soll, habe ich auch noch nicht wirklich verstanden. Was ich dabei erkannt zu haben glaube ist, dass das Bewusstsein entweder den Körper mit dessen physischen Tod verlässt, oder in einer Art traumlosen Tiefschlaf entweder bis zur Wiederauferstehung in den 1000 Jahren nach der Rückkehr Christi oder zum Tag des letzten Gerichts überdauert. Der Körper vergeht vermutlich in der Zwischenzeit, wird aber dann offenbar zur Wiederauferstehung wiederhergestellt. Diese Wiederherstellung ist der Beschreibung der Bibel nach so vollkommen, dass nicht einmal ein einziges Haar verloren sein wird. Die Unterschiede zwischen dem vergangenen und dem neuen Körper sollen in der Unsterblichkeit, Vollkommenheit und Unvergänglichkeit des neuen Körpers liegen.

So viel erst einmal für den Anfang. 

Da ich etwas entsprechendes gerade in einem Deiner Kommentare gelesen habe, kann ich Dir versichern, dass ich kein Zeuge Jehovas bin. Stattdessen bin ich Mormone und gehöre der Kirche Jesu Christi - Der Heiligen der Letzten Tage an. Ich weiß nicht, ob Du gegenüber Mormonen ebenfalls Vorbehalte hast, aber es obliegt Dir ohnehin, ob Du an mich weitere Fragen richten möchtest, oder nicht. Ich weiß nur deshalb einigermaßen über einzelne Punkte der Lehren der Zeugen Jehovas Bescheid, weil ich mich mit einigen davon über Jesaja unterhalte.

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