Werden wegen den Terroranschlägen die Muslime bald verurteilt?

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12 Antworten

Nein, im Gegensatz zu vielen überwiegend muslimischen Ländern haben wir hier eine sehr tolerante Gesellschaft. Darüber täuschen auch die Aufmärsche von PEGIDA und anderem braunen Gesocks nicht hinweg.

Hier weiß jeder, dass die überwiegende Mehrheit der Muslime den Islam als friedliche Religion versteht und ihn auch so lebt. Man würde sich zwar wünschen, dass auch der muslimische Teil der Bevölkerung sich mehr den gesellschaftlichen Normen in Deutschland anpasst, aber ansonsten dürfen hier Muslime in Frieden leben und sie werden von staatlicher Seite her nur dann verfolgt, wenn sie individuell einen Rechtsbruch begehen.

Mit der Anpassung der Normen meine ich vor allem die Rechte der Frauen, die Toleranz gegenüber allen Anders-Gläubigen, also dass diese nicht als "Ungläubige" verachtet werden. Auch so Geschichten, wie Zwangsverheiratungen und Ehrenmorde etc. passen nicht in unsere Gesellschaft. Aber das halte ich für einen Prozess, der sich entwickeln muss und der einfach Zeit braucht, der aber auch von den in Deutschland lebenden Muslimen stark forciert werden muss.

Jeder Muslim, der hier lebt, sollte sich von Gewalt im Namen des Islam deutlich distanzieren. Also nicht wegducken, wenn mal wieder was passiert, sondern deutlich vernehmbar dagegen protestieren. Nach den Anschlägen in Paris war das schon ganz gut, was von muslimischer Seite in Deutschland kam.

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Servus Samsungboy2000,

Du hast eine ähnliche Frage vor ein paar Tagen gestellt. Das Thema scheint Dich ja mächtig umzutreiben. Die Stimmung in Deutschland ist, nach repräsentativen Umfragen ("Bertelsmann Religionsmonitor"), tatsächlich islam-, wenn nicht sogar muslimfeindlich. Ich persönlich kenne niemand in meinen Umfeld, der explizit gegen Muslime ist, auch wenn er mal hin und wieder Muslime und Terroristen in einen Topf wirft, zum Beispiel in einer hitzigen Diskussion, wo man nicht ganz so säuberlich unterscheidet. Daneben gibt es aber vermutlich schon richtige, echte "Islamhasser",  und ich kann mir vorstellen, dass es davon nicht gerade wenig sind. Nur, wie gesagt, ich kenne persönlich keine.

Ich glaube aber fest, dass der Hass oder die Abneigung vieler Deutscher gegen Muslime uns allen schadet. Deshalb müssen wir alle gegen den Hass zusammenstehen.


Gruss, Robinson


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Dir macht das offensichtlich wirklich große Sorge, da Du ja erst neulich eine ähnlich gerichtete Frage stelltest....

Ich kann dir nur ein Stimmungsbild aus "meinem" Stadtteil geben....

  1. wir haben Aleviten... kein Mensch denkt daran, diese irgendwo auszuschliessen, im Gegenteil, sie sind sehr aufgeschlossen und kommunikativ, nehmen auch gerne an Veranstaltungen teil
  2. wir haben moderate Sunniten... da gilt dasselbe wie bei den Aleviten
  3. wir haben strenge Sunniten, die schließen sich selbst aus, sind aber friedlich... und im Wesentlichen trifft man öffentlich kaum auf sie, ihre Frauen, und nach der Koranschule auch nicht mehr auf ihre Kids... 
  4. wir haben Araber.... da weiß ich nicht.. welche Richtung die haben, aber die distanzieren sich ebenfalls selbst... und werden von den türkischen Muslimen auch nicht gerade gerne gesehen....
  5. wir haben Gruppen (moslemischer Jugendlicher, die abends auf öffentlichen Plätzen laut "allahu akhbar" rufen... allerdings rufen sie auch genauso laut "Sieg, Heil".... seltsame Gruppierung... da halte ich mich und meine Kids fern....

Aber dass ein konkretes "Ausschliessen" stattfindet.... das kann ich nicht behaupten... und es ist auch nicht beabsichtigt.....

Zudem werden Dich Menschen hier nicht ausschliessen, wenn Du allgemeine Grundregeln beherzigst....

( aber das gilt nicht nur für Mosleme )

Verhalte Dich einfach "anständig"  ( das hat mal ein moslemischer Vater im Gesprächskreis gesagt... ich verhalte mich anständig, und erziehe meine Kinder genauso )

auf Nachfrage meinte er:

Anständig ist: Höflich, bescheiden, hilfsbereit, Niemandem Schaden zufügen....

Das fand ich sehr gut.. bzw. finde es sehr gut....

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Quatsch da kann doch die Religion nichts dafür! Es haben auch viele Christen was böses getan, trotzdem verurteilt man nicht das Christentum sondern die Person an sich :) also mach dir keinen Kopf, man gibt den Menschen an sich die schuld und nich der Religion :)

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Gemeinschaftlich "verurteilt" werden Muslime in Deutschland natürlich nicht, denn sie sind nicht für die Verbrechen anderer Muslime an anderen Orten verantwortlich. Wenn man Verantwortung für islamischen Terror sucht, dann steckt diese in der Doppelmoral dieser religiösen Lehre - im Koran selbst.


Kritisch betrachtet müsste man also den Islam verurteilen und verbieten, weil er staatsfeindliche Ziele zum Inhalt hat, indem er zum "Dschihad", zur Errichtung eines weltweiten religiösen Staates nach islamischem Vorbild aufruft und zur Abschaffung aller säkularer Staats- und Regierungsformen, so zum Beispiel auch unserer Demokratie. Erkämpft werden soll ein weltweiter religiöser Staat, ein Kalifat nach islamischem Muster. 

Der Islam ist somit juristisch betrachtet eine Organisation mit eindeutig
staatsfeindlichen Zielen!

Aber solange die Mehrzahl der Menschen muslimischen Ursprungs (ich wähle bewusst diese Differenzierung) hier friedlich lebt, weil sie nicht fundamental ihre Religion praktizieren, gilt dies nach dem so ausgeprägtem deutschen Toleranzverständnis als überzogen. - Nicht so jedoch umgekehrt in islamisch dominierten Ländern. Dort werden selbst friedliebende Religionen diskriminiert, verboten und ihre Angehörigen verfolgt und zu Unrecht unter Strafe gestellt. Dort gibt es keine Religionsfreiheit. Dieser Begriff ist dort vielfach ein Fremdwort. 

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Nun, es gibt eine allgemeine Abneigung einiger Bürger gegen Muslime, die aber aus Kulturunterschieden entstehen. Da kommt oft Respektlosigkeit und Rücksichtslosigkeit, besonders gegenüber Frauen zum tragen. Männer die sich wie Könige aufführen. Es sind Kleinigkeiten die uns aber sehr unterscheiden. Einer Dame die Türe aufhalten und sie nicht unter einem Kopftuch verstecken. Älteren Menschen oder Kranken und Schwangeren im Bus den Sitplatz frei machen. Verdammtnochmal nicht auf Mutter-Kind-Parkplätzen oder Behindertenparkplätzen stehen usw. ABER das gibt es natürlich auch unter anderen Kulturen wie der eigenen. Jeder mit Verstand trennt aber Islam und Islamisten. 

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Kommentar von Semcan
21.12.2015, 18:05

Nein, das Problem ist eher, weil die Europäer das Christentum nicht kennen. Die Leute sind fremd und blind gegenüber Christentum. Denn die Mutter von Jesus, Maria trug ebenfalls Kopftuch. Wie kann also eine wahre "Christin" gegen Kopftuch sein? Liegt es vielleicht daran, dass sie Maria gar nicht kennt?

Wiederum existiert nur eine Religion neben Christentum, in der es Pflicht ist, an Jesus zu glauben. Und das ist der Islam.

Im religiösen Bereich sind Christentum und Islam sehr nah, aber der größte wichtigste Unterschied ist, dass die Muslime Jesus nicht vergöttern und die Dreifaltigkeit ablehnen.

Im kulturellen Bereich gibt es große Unterschiede. Da die Kirche im Westen versagt hat und die Menschen hier nicht christlich leben. 

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Das werden wir schon... Sowas ist echt traurig, ich meine was haben wir denn getan? Nur weil da so ein paar voll idioten sind und unsere Religion benutzen um schlimme sachen zu tun sind wir alle schlimm. Also wenn ISIS der Islam ist, denn ist der Kux klux klan der Christentum, dass kann ich nur dazu sagen. Jürgen todenhöfer hat mal gesagt: Es gibt 45  muslimische Länder, keines von innen hat in den letzten 200 Jahren ein westliches Land überfallen. Immer waren wir es die militärisch angegriffen haben. An den blutigen Kreuzzügen, Koloniesierung, dem ersten und dem zweiten Weltkrieg, den furchtbaren Massenvernichtungen unter den chinesischen und sowjetischen Kommunisten, am Holocaust, an all diesen Verbrechen waren die muslime nicht beteiligt. Wenn ich lese das in Deutschland trotzdem 83% der Menschen glauben, muslime seien Fanatiker, wird doch deutlich wie wenig wir über die muslimische Welt wissen. Die Fanatiker sitzen im WESTEN. Nirgendwo bin ich so viel nächsten liebe und Gastfreundschaft begegnet wie in der muslimischen Welt.

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Kommentar von bwhoch2
21.12.2015, 17:02

Ja, das ist die Verdrängung, die leider dazu führt, dass passieren kann, was mag und dennoch glauben alle Muslime, dass es nicht am Islam liegt und dass der Islam friedlich ist.

Schon gar nicht kann es sein, dass man verschiedene Verbrechen gegeneinander aufrechnet. Ich finde es als Christ schlimm, was im Lauf der Jahre im Namen des Christentums alles angerichtet wurde. Man darf aber auch als Muslim nicht vergessen, wieviele Menschen im Lauf der Jahrhunderte getötet wurden, weil sie nicht sofort zum Islam konvertieren wollten. Am internationalen Sklavenhandel (z. B. Schwarzafrikaner nach Amerika) waren Muslime und Christen gleichermaßen beteiligt. Die einen als Fänger und die anderen als Käufer. Gemordet wurde von beiden Seiten.

Natürlich glauben viele Deutsche, dass Muslime Fanatiker sind. Aber sicher sind es nicht 83 % die glauben, dass alle Muslime Fanatiker sind, jedoch wissen sie auch, dass es kaum einen Christen gibt, der bereit wäre, sich im Namen seiner Religion mit einem Sprengstoffgürtel in einer Menschenmasse in die Luft zu sprengen.

Das ist im übrigen der krasse Gegensatz zu der von Dir, Direction Freak, beschriebenen Nächstenliebe und Gastfreundschaft. Durch solche Anschläge oder solche brutalen Überfälle, wie die in Paris, wo einfach Unschuldige ermordet werden, nur weil die Attentäter der Meinung sind, dass es sich bei allen um Ungläubige handelt, die man sowieso umbringen darf, verfestigt sich natürlich das Bild, dass viele Deutsche von Muslimen haben. Muslime müssen sich deutlich von solchen Mördern distanzieren und z. B. durch gemeinsame Aktionen mit Christen zeigen, dass man gut neben- und miteinander leben kann.

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Kommentar von DirectionFreak
21.12.2015, 18:17

Was hat der Massenmord denn jetzt mit dem Islam zu tun?  
Hast du deutlich gelesen?
Das war ein Zitat von Jurgen Todenhöfer und die in Paris einen Massenmord begannen haben waren keine muslime lernt das doch mal endlich!
Das sind irgendwelche Leute die das behaupten und deutsche sind ganz Gewiss auch dabei!!!

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Kommentar von DirectionFreak
21.12.2015, 18:18

Außerdem ist es traurig das so viele Leute um Paria so ein Tam Tam machen! Es sterben viel mehr Leute jeden Tag so viele 100.000 wenn interesiert das??? Wenn ISIS der Islam wäre würden sie muslime nicht töten aber das tun sie okay?

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Kommentar von DirectionFreak
21.12.2015, 20:42

In der Türkei in Ankara gab es auch selbstmord akkentate. Wusstet ihr das? Nein nicht wahr? Weil es nicht die EU ist oder? Hat auch nur ein Ar* darüber geredet?

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Ich bin gerade etwas verwirrt. Welche Terroristen meinst Du die keine Muslime sein sollen?

Tablighi Dschamaat

Milli Görüs

Hizb-ut-Tahrir

Hisbollah

Hamas

El Schabab

El Kaida Maghreb

El Kaida Irak

El Kaida arabische Halbinsel

El Kaida Afghanistan und Pakistan

Deutsche Taliban Mudschahhidin

Ansar El-Islam

Abu Sayyaf

Abu Nidal

Al-Aqsa-Brigade

Al Nusra

Al Takfir

Al Hijra

Al-Dschamaʿa al-Tauhid wal-Dschihad 

Babbar Khalsa

Gamma´a al Islamyya

Bocu Haram

IS

Taliban

Jemaah Islamiyah

Ansar Bait al-Maqdis

Oder eine von den vielen die ich jetzt nicht genannt habe ?

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Wie meinst du deine Frage: ausgeschlossen wovon? Verurteilt von wem und wofür?

P.S.: Sehr viele der Terroristen SIND leider Muslime. Hunderte dieser Taten haben leider einen muslimischen "Hintergrund". Es hilft nicht, die Augen vor dieser Tatsache zu verschließen. 

Und: Wer sind DIE Muslime?

Gruß, earnest


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Es gibt auch genügend Christen die Terroranschläge verüben bzw verübt haben.

Verurteilt werden hoffentlich nur die Terroristen oder vieleicht sollte man die Religion als solches verurteilen. Denn sie spaltet die Menscheit.
Aber ich glaube auch ohne Religion gäbe es wohl Terrorismus auf der Welt.

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Kommentar von hummel3
23.12.2015, 08:30

Es gibt auch genügend Christen die Terroranschläge verüben bzw verübt haben.

Ist das nicht eine zu billige Relativierung des islamischen Terrors?

Nenne mir doch als Beleg die Namen nur einiger weniger Christen, welche gemäß der Bibel, dem Neuen Testament zu Terroristen mutiert sind, so wie wir das vom Koran her kennen.

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Sie geben sich nicht als Moslems aus sondern sie sind welche. Aber deswegen wird man nicht ausgeschlossen.

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Die meisten Moslime "damit haben wir nichts zutun"  aber protestieren oder demonstrieren gegen den Islam,  das machen sie auch nicht,  was bleibt mitgegangen, mitgefangen

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Kommentar von samsungboy2000
21.12.2015, 18:55

Warum sollen wir, wenn wir dem Islam angehören, gegen den Islam demonstrieren

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Kommentar von samsungboy2000
22.12.2015, 15:59

Bist du dumm oder so? Ich hasse jede Art von Terror, und du meinst meinst ich bin für Terror, ich glaube eher du willst den Ruf der Muslime nur schlechter machen, als es jetzt schon ist

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Kommentar von samsungboy2000
22.12.2015, 17:57

Ich bin mit 15 aber noch zu jung für demos

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