werden vor der einstellung als polizistin die krankenakten vom hausarzt eingesehen?

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10 Antworten

Ziemlich viel Halbwahrheiten unterwegs ...

Die Krankenakten EINSEHEN sicherlich nicht. Aber den Arzt von der Schweigepflicht entbinden muss man.

Für die Bewerbung muss man eine medizinische Selbstauskunft und einen Hausarztbogen ausfüllen/ausfüllen lassen. Für den HA-Bogen ist dieser - und nur HIERFÜR - von seiner Schweigepflicht zu entbinden.

In diesen Bögen geht es um Erkrankungen aller Art, Vorgeschichten, OPs, Familienanamnesen und ALLE Ereignisse der letzten 2-5 Jahre. Das ist bundeslandabhängig.

Es sind auch Befunde von Haut-, Augen- und Zahnärzten erforderlich. Ebenfalls unter Schweigepflichtentbindung.

Die Einstellungsbehörden der Polizei machen dann eine Vorauswahl und dürfen weitere Befunde/Untersuchgungen (an-)fordern.

Letztendlich beurteilt der Polizeiarzt bei der polizeiärztlichen Eignungsuntersuchung das Gesamtergebnis.

Angaben sind dabei zwar freiwillig, man MUSS das ja nicht machen, aber wer sie nicht macht, scheidet aus dem Auswahlverfahren aus und kann eben nicht bei der Polizei arbeiten.

Gruß S.

Kommentar von aannalee
08.08.2016, 17:45

danke arbeitest du bei der polizei?

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vor der einstellung musst du zum betriebsartzt der polizei.dort wirst du untersucht und zu deine gesundheitszustand gefragt. da musst du die wahrheit sagen sonst fliegst du gleich wieder aus dem polizei dienst.

Kommentar von aannalee
08.08.2016, 17:27

was untersucht der?

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Die Akten des Hausarztes werden nicht eingesehen.

Es gibt lediglich eine Untersuchung beim Amtsarzt. Der fordert aber keine Akten an.

Man ist bei der Einstellung ins Beamtenverhältnis verpflichtet, über bestimmte Krankheiten, die bei Einstellung abgefragt werden Auskunft zu erteilen.

Wenn danach auffliegt, dass man eine einstellungsrelevante Krankheit nicht angegeben hat, kann das Beamtenverhältnis widerrufen werden. (vgl. z.b. § 48 VerwaltungsverfahrensG)

Dieser Anspruch unterliegt aber der Verjährung! Spätestens nach 10 Jahren geht das also nicht mehr. Außerdem ist das normalerweise für die Behörde kaum nachweisbar. Die wissen ja nicht mal, wer der Hausarzt ist. Vor allem, wenn man vor der Eistellung einen neuen hat, der seinerseits keine Akten vom alten Hausarzt hat :).

Ich hoffe, dass du als Polizistin nur am Anfang etwas schummeln musst, aber ansonsten eine gute Polizistin wirst !

Nur mit deiner Einwilligung bzw der deiner Eltern.

Ich glaube eher dass du vorher zum Betriebsarzt musst. 

Ich denke du kannst das freiwillig machen. Eventuell wirst du auch aufgefordert deine Befunde der letzten Jahre beizulegen. Aber zwingen kann dich wohl keiner. Nur wenn sie merken, dass da was im Busch ist und du schweigst, dann könnte das negativ gewertet werden.

Schau mal hier:

https://www.gutefrage.net/frage/bewerbung-polizei-krankenakte

Vor der Einstellung wird gründlichst medizinisch untersucht - in der Regel beim Gesundheitsamt - dazu müssen ausführliche Fragebögen wahrheitsgemäß ausgefüllt werden - zu Vorerkrankungen etc. und die behandelenden Ärzte von der Schweigepflicht entbunden werden ..

das ist übrigens vor jeder Verbeamtung so - bei der Polizei nur noch etwas gründlicher weil an die Polizeidiensttauglichkeit noch höhere Anforderungen gestellt werden ...

Kommentar von aannalee
08.08.2016, 17:38

was wird denn alles untersucht?

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Soweit ich weiß nein. Trotzdem musst du vorher zu einem bestimmten (Gesundheits)arzt, der dir ein Gesundheitszeugnis usw. ausstellt.

Kommentar von aannalee
08.08.2016, 17:27

was untersucht der?

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Wohl eher nicht. Polizisten sind ja Beamte, und vor der Verbeamtung kommt immer der Besuch beim Amtsarzt. Daher brauchen sie die Akten des Hausarztes nur im Ausnahmefall. Und durch die Schweigepflicht müsstest du das auch erst genehmigen.

Nein, bestimmt nicht, da der Arzt Schweigepflicht hat. Dies könnte nur erfolgen, wenn der Betreffende auf Wunsch des einstellenden Betriebes die Schweigepflicht des Arztes aufhebt.

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