Werden volljährige Auszubildende einen Tag vor der Abschlussprüfung freigestellt?

6 Antworten

Das Berufsbildungsgesetz legt für alle Auszubildenden - ohne Rücksicht auf ihr Lebensalter - fest:

Auszubildende sind für die Teilnahme an Prüfungen freizustellen. Prüfungen in diesem Sinne sind die im Rahmen der jeweiligen Ausbildungsordnung vorgesehenen Zwischenprüfungen, Abschlussprüfungen und Wiederholungsprüfungen. Für die Zeit der Freistellung ist dem Auszubildenden die Ausbildungsvergütung fortzuzahlen. Für Jugendliche werden diese Grundsätze durch das Jugendarbeitsschutzgesetz noch erweitert:

Die Freistellung für Prüfungen ist im Zeitumfang der Teilnahme einschließlich Pausen (nicht aber Wegezeit) auf die Arbeitszeit anzurechnen. Zusätzlich muss der Ausbildungsbetrieb den Jugendlichen an dem Arbeitstag freistellen, der der schriftlichen Abschlussprüfung unmittelbar vorangeht. Diese Freistellung wird mit acht Stunden auf die Arbeitszeit angerechnet. Auch für diesen Tag muss die Ausbildungsvergütung fortgezahlt werden. Wichtig: Die Freistellung am Tag zuvor findet nur bei Abschlussprüfungen oder Wiederholungsprüfungen Anwendung, nicht etwa bei Zwischenprüfungen (bei Stufenausbildungen ist jede Prüfung am Stufenende eine Abschlussprüfung). Und: Eine Freistellung gibt es nur vor dem schriftlichen Teil der Abschlussprüfung, nicht auch vor anderen Prüfungsteilen, z.B. vor der Fertigkeitsprüfung oder der mündlichen Prüfung. Findet der schrifliche Prüfungsteil an mehreren Tagen statt, so ist der jugendliche Auszubildende nur vor dem ersten Prüfungstag freizustellen. Geht dem Prüfungstermin ein Feiertag, Berufsschultag oder Wochenende voran, muss nicht freigestellt werden. Für erwachsene Auszubildende besteht dagegen keine gesetzliche Verpflichtung zur Anrechnung der Freistellungszeiten oder Freistellung am Tag zuvor. Deckungsgleiche Freistellungszeit für Prüfungen ersetzt jedoch die Ausbildungszeit. Tarifliche Regelungen können etwas anderes bestimmen.

Hallo,

laut Gesetz ist der Arbeitgeber bei Volljährigen nicht zur Freistellung am Tag vor der Prüfung verpflichtet.

http://bundesrecht.juris.de/bbig_2005/__15.html

Manchmal ergibt sich solch eine Regelung aber aus dem Ausbildungs- oder Tarifvertrag.

Ggf. beim Betriebsrat, Gewerkschaft oder IHK/Handwerkskammer nachfragen.

Die Chancen stehen aber schlecht!

Gruß

RHW

 

Nein!

Lt. Berufsbildungsgesetzt §15 Freistellung wirst du nur für folgendes freigestellt: Ausbildende haben Auszubildende für die Teilnahme am Berufsschulunterricht und an Prüfungen freizustellen. Das gleiche gilt wenn Ausbildungsmaßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte durchzuführen sind.

Wenn du 18 bist hast du also keinen Anspruch auf einen freien Tag vor der Prüfung. Da musst du die Urlaub nehmen, wenn du frei haben willst! 

Viel Erfolg bei der Prüfung ;-)

Chef zahlt kein Gehalt nach Kündigung?

Wird ein längerer Text werden, sry dafür vorweg..

Ich wurde am 09.10 zum 24.10 gekündigt. Von einen auf den anderen Tag, ich wusste gar nicht warum, aber das habe ich mittlerweile akzeptiert.

Während des 'Kündigungsgespräches' habe ich eine Krankmeldung für eine Woche abgegeben, da ich nicht wusste, dass ich gekündigt werden, geändert hätte es aber wohl nichts. Zeitgleich wurde mir angeboten, dass an einer anderen Position weiterarbeiten könne, allerdings müsse ich mich dann bis zum 10.10 melden da ansonsten die Kündigung gilt.

Ich habe mich nicht gemeldet, da ich in dem Unternehmen einfach nicht mehr arbeiten wollte nach der Kündigung.

Ich wurde mündlich freigestellt, sollte meine Termine an einen Kollegen weitergeben und mein Büro noch am gleich Tag leerräumen.

Freitagabends hat mein Chef dann meinen bezahlten Firmenwagen (1%-Regelung) ohne ein Wort vor meiner Haustür abgeholt, inklusive privater Gegenstände.

Ich wollte allerdings auch keinen Stress machen und hab auch das über mich ergehen lassen.

Am 31.10 war noch immer kein Gehalt da. Auch eine Woche später nicht und es wurde auf nichts reagiert.

Bin dann also direkt zum Arbeitsgericht um mein Gehalt einzuklagen.

Einige Zeit später lag dann ein Schreiben von seinem Anwalt im Postkasten:

Ich hätte meine Arbeitsleistung nach der Kündigung nicht erbracht und in der Woche zuvor (er hatte Urlaub und war gar nicht da) hätte ich ach nicht gearbeitet.

Dadurch wäre ihm ein erheblich er Schaden zustande gekommen.

Er würde eine kleine Summe zahlen und damit würde es nicht vor Gericht gehen.

(nicht einmal 1/4 von dem was mir zusteht)

Frage geht unten weiter..

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