Werden Verhaltenssüchte als Krankheit eingestuft?

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Das Ergebnis basiert auf 5 Abstimmungen

Psychologie 80%
Süchte 20%
Alkohol 0%
Gesundheit 0%
Medizin 0%

5 Antworten

ich widerspreche der aussage, dass personen, die spiel-, sexsüchtig oder ähnliches sind, keinen körperlichen oder geistigen schaden nehmen! irgendwann fangen sie an zu leiden. von prominenten hört man ja öfter die entschuldigung sex-sucht, wenn sie wieder mal ausserehelich mit einem modell ins bett gegangen sind und dabei erwischt wurden. sex-sucht ist aber was ganz anderes: man geht nicht nur mit tollen leuten ins bett, mit denen man spass hat, sondern man MUSS ALLES knallen. d.h. ein sex-süchtiger hat sex auch mit leuten, die ihm nicht gefallen und vor denen er sich im extremfall ekelt. er hat dabei keinen spass. er verliert vielleicht seinen job, weil er morgens zu spät zur arbeit kommt wegen sex, die mittagspause überzieht wegen sex und auf seinem schreibtisch mit mitarbeitern oder kunden sex hat. das ist nicht lustig und noch weniger lustig, wenn einem der sex gar keinen spass gemacht hat. er verliert wegen untreue partner, die er wirklich liebt, obwohl er gar nicht untreu sein will. spielsucht ist ähnlich: da wird das ganze geld verspielt, egal ob miete zu zahlen ist oder die familie hunger hat. das führt beim erkrankten zu erheblichem leiden, auch wenn die schäden weniger offensichtlich sein mögen als bei sucht nach bestimmten substanzen.

übrigens wird sex-sucht, pathologisches spielen, kleptomanie etc. als erkrankung unter "störung der impulskontrolle" geführt, weil es bei diesen störungen zu handlungsimpulsen kommt, denen man nicht widerstehen kann.

Schokolinda, vielen Dank für deine Antwort. Ich denke, du hast recht, mit dem was du geschrieben hast. Meine Erfahrung sagt mir,das es verschiedene Sexsüchte geben muß.Die Sucht nach laufender sexueller Befriedigung, so wie du es beschreibst. Unabhängig davon eine Sucht nach immer neuen Partnerinnen/Partnerinnen, um immer wieder diesen Rausch nach Neuem, Prickelndem zu erleben. So wie man empfindet, wenn man frisch verliebt ist. Ist das so? ( Dieses Problem geht von meinem Partner aus.)

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Psychologie

Weiß zwar nicht was das Antwortschema mit der Frage zu tun hat, aber da die Krankenkassen eine Therapie für diese Süchte zahlen sind sie wohl als Krankheit einzustufen... (WEil eine psychische Beeinträchtigung genauso hoch einzustufen ist wie eine körperliche...es ist nur schwerer zu sehen)

Das ist richtig, es ist schwer zu sehen und somit auch schwer zu beweisen. Deshalb ist es kaum möglich professionelle Hilfe zu bekommen.

Vielen Dank

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@MAVIO

Professionielle Hilfe gibt es v.a. bei Psychotherapeuten (zwar mit ewiger Wartezeit aber immerhin)... aber die gesellschaftliche Akzeptanz ist das größere Problem

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Stimme der Antwort von Schokolinda 100%ig zu. Solche Süchte sind definitiv Krankheiten, die selbstschädigend sind und häufig über längeren Zeitraum auch organische Erkrankungen nach sich ziehen.

Alles, was offiziell medizinisch als "Sucht" bezeichnet ist, ist eine anerkannte Krankheit. Entscheidend ist, dass es offiziell als Suchterkrankung eingestuft wird.

Werden Verhaltenssüchte als Krankheit eingestuft ? So lautet die Frage, und mit den Antworten dieser "Umfrage" kann ich in diesem Zusammenhang überhaupt nix anfangen :-/

dito! spielsucht etc ist eine sucht, wird auch meist als krankheit anerkannt und die behandlung ist dann eine kassenleistung

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mir gings genauso.

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