Werden "Schönheits Ops " von der Kasse übernommen?

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4 Antworten

Nachdem das das Ergebnis eines Unfalls ist, kann es sein, dass die Kasse zahlt. Oft zahlen sie auch, wenn der Patient unter 18 ist, daher solltest du dich schnell entscheiden. 

Geh mal zu einem Arzt für Gesichtschirurgie (Überweisung vom Hausarzt), der kann dir gleich sagen, was die Kasse bezahlt, und was nicht, und was evtl. für Kosten auf deine Eltern zukommen. Evtl. ist es ja gar nicht so teuer.

Versuch macht klug,  und wer wagt, gewinnt. Ich an deiner Stelle würde es versuchen, bevor du dich später ärgerst.

Lass dir vom Arzt eine entsprechende Bescheinigung ausstellen, mach Fotos, pack die dazu und stelle den Antrag bei der Krankenkasse. Vlt. übernehmen sie es, vlt. auch nicht.

Ich denke das ist immer individuell. Einen Antrag kannst du ja stellen. Musst du dann schauen ob das genehmigt wird oder nicht.

Nein, die Krankenkasst zahlt nur medizinisch notwendige Operationen, keine Schönheits-OP

polarbaer64 05.07.2017, 21:22

Das ist aber keine Schönheits-OP, sondern ein bleibender Schaden, der durch einen Unfall entstanden ist.

Die Krankenkasse bezahlt auch OPs, wie Ohren anlegen. Warum denn nicht die Wiederherstellung des Äußeren nach einem Unfall?

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TorDerSchatten 05.07.2017, 21:25
@polarbaer64

weil es eine kosmetische Operation ist und nicht zur Wiederherstellung der Gesundheit dient

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studiogirl 05.07.2017, 21:34
@TorDerSchatten

@TorDerSchatten, aber er könnte durch den Schaden im Gesicht psychische Probleme bekommen. Ich würde das nicht so allgemein mit "Nein" beantworten.

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TorDerSchatten 05.07.2017, 21:36
@studiogirl

Der Fragesteller läuft 15 Jahre damit rum, nie hat sich jemand dran gestört (HALLO DIE ELTERN sind für die medizinische Versorgung eines verletzten Kleinkinds verantwortlich!) und JETZT kommt man auf einmal daher!

Das gleiche Argument wird die Krankenkasse anführen. Warum ist das nicht viel früher durchgeführt worden, warum 15 Jahre warten? Das sind keinesfalls Unfallfolgen.

Genau wie mit abstehenden Ohren. Das wird schon im Schulalter korrigiert und nicht erst nach 15 Jahren.

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polarbaer64 05.07.2017, 21:38
@TorDerSchatten

Wenn ein kosmetischer Schaden einen Jugendlichen in psychische Not  bringt, kann das durchaus bezahlt werden.

Ohren anlegen ist auch nicht medizinisch notwendig. Der Sohn meiner Bekannten hat das bezahlt bekommen, er hat psychisch immens unter Segelohren gelitten.

Ich würde es wenigstens versuchen, und falls es kostenpflichtig ist, vielleicht ist es ja bezahlbar... . 

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studiogirl 05.07.2017, 22:01
@polarbaer64

Meine Schwiegertochter hatte ein Segelohr und das wurde mit Anfang 20 operiert und auch von der KK bezahlt. Nicht alles wird abgeschmettert von den KK.

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polarbaer64 05.07.2017, 22:09
@TorDerSchatten

Stell dir einfach mal vor, es wäre dein Sohn oder deine Tochter, um die es hier geht.... . Auch die Eltern des Fragestellers zahlen Beiträge.

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TorDerSchatten 05.07.2017, 22:10
@polarbaer64

Dann hätte ich mich unmittelbar nach dem Unfall darum gekümmert, wenn alles verheilt gewesen wäre, nämlich mit 2 - 3 Jahren (Kleinkind). Hier sind die Krankenkasse noch freigebiger, Narben und Wunden verheilen schneller und alles "verwächst" sich besser und würde keine 15 Jahre ins Land gehen lassen und dann mein Kind in einem anonymen Internetforum um Rat fragen lassen, was die KrK zahlt und was nicht.

Ich würde direkt mit meinem Kind zum Arzt gehen und das vor Ort klären und auch meine Krankenkasse kontaktieren. Ich habe selbst Kinder und KÜMMERE mich um ihre gesundheitlichen Belange, so daß sie hier eben nicht fragen müssen.

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Maxxismo 05.07.2017, 22:57
@TorDerSchatten

Wenn ein vulnerabler Mensch über eine Verletzung oder Narbe, von der er sich nachhaltig entstellt fühlt, eine soziale Phobie entwickelt, dann beginnt das mit schlechteren Schulnoten und endet schlimmstenfalls in einer manifesten Depression.

Was meinst du wie hoch der volkswirtschftliche Schaden dann ist.

Daher ist die Entscheidung über die Kostenerstattung eine Individualentscheidung, die maßgeblich vom Leidensdruck des Patienten abhängt, den ein Gutachter anerkennt.

Die rechtliche Grundlage müsstest du irgendwo im SGB V finden.

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