Werden Menschen wirklich schlauer, wenn sie oft Bücher lesen?

53 Antworten

Es kommt auch ein wenig darauf an, mit welchen Büchern man sich beschäftigt. Gibt ja auch eine ganze Menge Schund. Aber es gibt sehr interessante Bücher, durch die man plötzlich die Sichtweisen anderer auf einmal besser versteht, auch wenn man selbst ganz anderer Meinung ist. Gute Bücher erweitern auf jeden Fall den eigenen Horizont.

Grundsätzlich bildet das Lesen sicherlich. Man muss hier aus meiner Sicht etwas differenzieren.

Ich selbst lese lediglich Fachbücher über Tiere/Tierhaltung (explizit Vogelhaltung) und immer wieder etwas über meine Pflanzen. Dies bildet sicherlich, nur kann das Gehirn nicht alles 1:1 abspeichern. Vieles vergisst man wieder. Wenn man etwas nicht weiß wird nachgeschlagen. In der Tierhaltung ist es so, dass die Theorie oftmals von der Praxis abweicht. Man kann noch so viele Bücher "gefressen" haben, aber oftmals ist sind hier die Erkenntnisse/Erfahrungen aus der Praxis hilfreicher. Ich bin eher praktisch veranlagt und dokumentiere hin und wieder meine Erfahrungen, teils auch in Haltungs- und Zuchtberichten in Fachzeitschriften. Ich selbst konnte meinen Horizont durch das Lesen von Büchern definitiv erweitern. Für das Lesen von Romanen fehlt mir die Zeit, beziehungsweise nutze ich die Zeit sinnvoller.

Vor einigen Wochen hatte ich eine Verletzung am Finger und ging zu meinem Hausarzt. Als er meinen Finger behandelte fluchte er über die "engstirnige deutsche Medizin" da diese viel zu theoretisch veranlagt sei. Er zeigte mir ein Buch aus England, welches sehr praxisbezogen ist. Es wurden darin viele kleinere Operationen/Behandlungen mit einfachen Hilfsmitteln beschrieben, welche kluge Köpfe in der Praxis angewendet haben. Ich denke, dass dies der richtige Weg ist. Fachbücher sollten anhand von praktischen Erkenntnissen aufgebaut sein und nicht umgekehrt.

Hallo!

Jedenfalls wird der Schreibstil durch das Lesen von Romanen besser. Es kommt aber auch auf die Bücher an, die man liest. Sind es irgendwelche Wissensbücher, dann würde ich auch sagen, dass Bücher schlau machen.

Grüße, Dreams97

Nein, Lesen fördert nicht automatisch das Schreiben.

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Es kommt auf dein Verständnis von Schlauheit an.

Auf jeden Fall trainiert lesen die Rechtschreibung. Aber jemand mit guter Rechtschreibung ist nicht automatisch schlau. 

Wenn du Zeitung liest, wird sich dein Allgemeinwissen bessern. Liest du Wissenschaftsbücher, Geschichtsbücher, Fachbücher, wird sich dein Wissen mehren. Du wirst mehr wissen. Ob für dich Wissen Schläue bedeutet, musst du entscheiden. 

Dann gibt es horizonterweiternde Bücher, also Bücher, die dich die Welt aus einem anderen Blickwinkel sehen lassen. Das können theoretisch sogar Romane, aber auf jeden Fall philosophische Bücher oder Bücher über Mentalitäten fremder Kulturen. Auch hier musst du entscheiden, ob ein größerer Horizont mehr Schläue bedeutet.

Vielleicht bedeutet aber Schläue für dich, zu wissen, wie man gut durchs Leben kommt, wie man andere einschätzen, manipulieren oder das beste für sich herausziehen kann. Hier wirst du vielleicht durch Wirtschafts- oder Psychologiebüchern schlauer.

Ich habe schon immer sehr viel gelesen & bin überzeugt davon, dass man durch die "richtigen" Bücher oder auch Zeitschriften/Zeitungen sich durchaus nützliches Wissen aneignen kann. Gilt m.E. natürlich nicht für irgendwelche Kitschromane oder ein Produkt der "Regenbogenpresse", aber wer geschickt aussucht, was er liest & sich Gedanken drüber macht, der kann finde ich schon durchaus viel rausnehmen, was ihm etwas bringen würde :)

Ich selbst lese neben zwei Tageszeitungen, die es täglich gibt & die kritisch und ausführlich gelesen werden, sehr gern den Focus, den Spiegel und Bücher, die sich rund um Geschichte drehen, habe auch recht viel zu dem Thema im Schrank stehen.. allgemein eher Sachbücher; dass ich Romane lese, passiert fast gar nicht, weil ich eher der "Typ Realist" bin ;) Und aus den Publikationen, die ich bisher so gelesen habe/turnusmäßig lese, habe ich vieles nehmen können, das mir persönlich in irgendeiner Weise helfen konnte bzw. einfach etwas gebracht hat! Kommt mir in meinem Beruf - arbeite bei einem Zeitungsverlag - auch sehr zugute!

Von daher würde ich sagen: Lesen bildet wirklich, man eignet sich Wissen an & verbessert auch seinen Wortschatz und damit sein Sprachvermögen ---------> aber nur, wenn man auch Druckwerke liest, die über ein gewisses inhaltliches und sprachliches Niveau verfügen!

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