Werden Menschen laut Jesaja 65 für immer auf der Erde leben oder kommen alle Menschen in Himmel oder Hölle?

9 Antworten

Hallo ccv78i,

die Menschen damals und wohl auch der Verfasser des Texts haben sich damals einen neuen Himmel, eine neue Erde sowie ein neues Jerusalem vorgestellt. Nun - sie kannten nichts anderes und waren als Israeli auch mit ihrer Hauptstadt sehr verbunden.

Vieles war doof - und ich würde heute sagen: alles andere als Göttlich. Man hatte sich eine Welt, in der es Göttlichkeit gibt, gewünscht und vielleicht auch herbeigesehnt.

Es ist eher sehr wenig plausibel, dass wir von einem neuen Himmel, einer neuen Erde und einer neuen Stadt sprechen können. Es sei denn, wir blicken in ein mögliches anderes Universum der Raumzeit, wo sich vieles anders und vielleicht Göttlich entwickeln mag. Ob wir dann dort wiedergeboren würden, bleibt fraglich.

Dahingeben ist es interessanter selbst Göttlich zu sein. So kam irgendwann Jesus und hatte diese Idee vorgetragen - sicherlich mit seinen eigenen Worten aus seiner eigenen Vorstellung heraus. Mit Göttlichkeit hat er den Himmel verbunden - jetzt nichts natürliches mehr, eher etwas geistiches. Für Nicht-Göttlichkeit mag er von Verderben gesprochen oder das impliziert haben: einen geistlichen Tod.

Das kann aus heutiger Sicht glaubensfrei ontologisch modellieren. Ontologie ist ein philosophisches Fachgebiet, das sich mit dem Sein auseinandersetzt. Dieses Sein können wir mit unserer Seele verknüpfen und im Rahmen des Modells darstellen, dass die Seele raum- und zeitlos ist.

Raumlosigkeit führt auf die Einheit aller Seelen. Zeitlosigkeit führt zunächst auf Prozesslosigkeit und in der Folge auf eine Methodik der Seele, mit der von einer Seele nur etwas ausgehen kann und etwas sie erreichen darf.

Es liegt dann an uns, im Rahmen unseres Lebens unsere Seele dahingehend zu eröffnen oder eröffnet zu lassen - oder auch nicht. Göttlichkeit verbindet sich mit der eröffneten Seele - in zeitlicher Näherung würde sie dann leben, sonst (geistlich) tot sein. Zumindest ist sie in der Zeitlosigkeit als ewig - aber auch unter Abwesenheit der Methodik (geistlich tot) nie mit einer anderen Seele als eins zu betrachten (es ging nichts von ihr aus, damit wäre sie so gut wie nicht da).

Vergleichen wir dieses geistliche Sein mit dem Himmel - und den geistlichen Tod mit der Hölle - unabhängig von jeglicher landläufiger Vorstellung eines Himmels oder einer Hölle.

Mit vielen lieben Grüßen
EarthCitizen

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – früherer Glaube - heutige Plausibilität vieler Dinge

Hallo ccv78i

Zunächst zu der Lehre von einer ewigen Höllenqual; sie ist eine Irrlehre und verunglimpft den Namen unseres himmlischen Vaters.

Die Verfechter dieser Lehre verweisen im Wesentlichen auf zwei biblische Quellen, die bei oberflächlicher Betrachtung diese Schmählehre zu stützen scheinen. Doch bei genauem Hinsehen stützen sie dieses irrige Verständnis NICHT.

Zum einen ist es das Gleichnis vom reichen Mann und dem armen Lazarus (ausführliche Erklärung hinter dem Gleichnis-Hyper-Link)

Und die zweite Quelle findet sich in Offenbarung 1:1 und 20:13-14:

In diesem Fall erklärt der Bibeltext selbst, was es mit dem „Feuersee“ auf sich hat (siehe Fettschrift)

„Und das Meer gab die Toten heraus, die darin waren, und der Tod und der Hades (oder das allgemeine Grab) gaben die Toten heraus, die darin waren, und sie wurden als einzelne gerichtet gemäß ihren Taten. Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geschleudert. Dies bedeutet den zweiten Tod: der Feuersee.

Bei genauem Hinsehen bleibt also nichts von einer ewigen Qual.

Soweit es dann deine Frage zu Jesaja 65 und den Himmel betrifft, hast du vor zwei Tagen diese ähnliche Frage gestellt:

„Wer wird laut Jesaja 65 auf der neuen Erde leben, wenn doch himmlische Hoffnung für alle Menschen in Aussicht steht?“

Meine ausführliche Antwort darauf beantwortet auch deine Frage auf dieser Seite.

Du findest sie über diesen Link:

https://www.gutefrage.net/frage/wer-wird-laut-jesaja-65-auf-der-neuen-erde-leben-wenn-doch-himmlische-hoffnung-fuer-alle-menschen-in-aussicht-steht?fbclid=IwAR28VEostylVv_d28sseqWVky-ko1aMzO9rvoQfBryQA4NensRxWEKlxLTc#answer-351819364

Bitte sei so gut und lies dort weiter.

Ggf. frage gern nach

Viel Erfolg und alles Gute.

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Ich verstehe es so:

Entweder Jesaja 65 bezieht sich auf die Zeit im 1000 Jährigen Friedensreich. Das nach 1000 Jahren vorbei ist und dann kommt das Endgericht und Gott macht eine neue Erde und einen neuen Himmel (Offenbarung). Dann wäre die Welt zum 1000 Jährigen Reich nur "erneuert" worden.

Oder Jesaja 65 bezieht sich auf die Zeit nach dem Endgericht. Dann müsste das mit dem 100 jährigen der stirbt anders verstanden werden. Denn im Himmel stirbt keiner mehr.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – 3 Jährige Bibelschulausbildung

verstehe ich alles nicht! stirbt denn im 1000 jährigen reich noch jemand?

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@ccv78i

Ich denke ja. Nicht diejenigen die auferstanden sind, denn sie haben einen unvergänglichen Leib. Doch die Menschen die aus der Trübsal kommen. Die werden ja nicht verwandelt. Also die Ungläubigen Gerechten (siehe Mt 25,31-46 ), die welche die Trübsalzeit überlebt haben. Die werden dann auch Kinder zeugen usw. Die werden noch nicht verwandelt werden und ich denke, dass sie deshalb auch sterben können.

https://www.gotquestions.org/Deutsch/wer-leben-tausendjahriges-konigreich.html

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@AndreasP87

die auferstehung findet doch erst nach den 1000 jahren statt??!!

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@ccv78i
Offenbarung 20,4-6: "Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und die das Tier nicht angebetet hatten, noch sein Bild, und das Malzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten; und sie wurden lebendig und regierten die 1 000 Jahre mit Christus. 5 Die Übrigen der Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die 1 000 Jahre vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Glückselig und heilig ist, wer Anteil hat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit ihm regieren 1 000 Jahre."

Mein Verständnis über den Ablauf der Endzeit:

  • Jesus kommt in den Wolken wieder (Entrückung der lebenden und toten Christen) (entspricht nicht der Auferstehung nach der Trübsalzeit)
  • Trübsalzeit 7Jahre
  • Danach kommt Christus und hält Gericht (Mt 25,31-46), dabei überleben nur die gerechten Heiden(die welche den anderen Christen geholfen haben)
  • Die Märtyrer die in der Trübsalzeit starben, werden auferstehen.
  • dann 1000 Jahre Friedensreich
  • Danach wird Satan wieder losgelassen und verführt die Heiden (die gerechten Heiden können Kinder bekommen, welche nicht gläubig sind)
  • Dann werden alle Ungläubigen vernichtet und Satan in den Feuersee geworfen
  • Dann kommt das Endgericht wo dann alle Toten auferstehen und gerichtet werden
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Ich persönlich glaube nicht an Himmel, Hölle und neuer Erde. Ich möchte lieber ewig in Entenhausen leben und mit Donald Duck, Tick, Trick und Track lustige und spannende Abenteuer wie in den MickyMaus-Heften erleben.

Spätestens dann, wenn die Erde von der Sonne verschluckt wird, ist auch diese Sache geklärt.

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